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Waltersdorf

1358 28.9. bestätigt in einer Urkunde Herzog Rudolf IV. der Stifter, daß die Liechtensteiner ihrer Schwester Elsbeth 43 Frau Dietmars von Losenstein, als Heimsteuer mehrere Dörfer versetzen und zwar Waltersdorf (a.d.March), Schönstraß, Rothenlehm, Entzesbrunn und Hauskirchen. (Heimat im Weinland-Jg.1962-S.101).

 

1414 Liechtenstein -Urbar. In Waltersdorf folgende Nutzungen : Zinsen von 11 ganzen, 9 halben und 2 Viertellehen, von 8 Hofstätten und von dem Inxsee.

Ortsname angeführt als „Ualpasdarf“.  (NÖ- Weistümer.v.Gustav Wilhelm S.161,162).

 

1415 erhielt Heinrich V. 51 v.Liechtenstein von Herzog  Albrecht das Gericht auf dem Dorf Walpersdorf, welches in das Landgericht Stillfried gehörte....(Falke I.S.433).

 

1590 Herr Georg Ersamb von Liechtenstein gen Hohenau Obrigkheit 21 Häuser (alle). (Häuserzahl und  Untertanszugehörigkeit 1590 - Bezirk Gänserndorf S.10).

 

 

1591, 28.Mai Testament des Georg Erasmus 120  v.Liechtenstein. Seine Hinterlassenschaft wurde am 28.August zwischen seinen Neffen, Hartmanns II. 118 Söhne und seinem Bruder Hans Septimius 128 getheilt. Das Vermögen, welches Georg Erasmus hinterließ, bestand in der Herrschaft Ravensburg mit allen Herrlichkeiten und Hoheiten, dem Schloß, dem Dorf und Maierhof, nebst allem sonstigen Zubehör, desgleichen dem Markt Bernhardsthal mit allen seinen Herrlichkeiten, Gericht, Nutzungen, Zehnten u.s.w., ebenso in den beiden Ortschaften Ebenfeld, dem Markt Landshut, Reinthal, den Weingärten zu Schrattenberg und Bilawitz; in der Herrschaft Hohenau mit dem Schloß und allem sonstigen Zubehör von Herrlichkeiten und Nutzungen, in Absdorf, Hausbrunn, Schönstraß, Palterndorf, Dobernstorf, Lichtenwart, Ringestorf, Waltersdorf. Alle diese Güter besaß nach dem Vertrage Johann Septimius allein. Da aber der andere Teil, die Söhne seines Bruders Hartmann, den Anspruch an die Hälfte hatten, so trat Johann Septimius ihnen dafür die Herrschaft Herrenbaumgarten sammt allem Zugehörigen und allen davon abhängigen Ortschaften ab. (Falke II.S.104,105).

 

Waltersdorf an der March: .......Die Bewohner sind kroatischen Ursprunges, haben aber deutsche Sitten und Gebräuche angenommen, jedoch teilweise noch ihre Nationaltracht beibehalten.

Die Einwanderung derselben geschah in der zweiten Hälfte des XVI. Jahrhunderts.

Zu dieser Zeit wurden die aus Unter-Ungarn, vor den Türken fliehenden Kroaten auf den Adelsgütern im Zistersdorfer und Feldsberger Bezirke angesiedelt.

Dieselben waren zur Stärkung der durch Seuchen, Kriege und Verheerungen gelichteten Bevölkerung willkommen.

(„Der politische Bezirk Mistelbach-Josef Glier-1889, Seite 271).

 

Quellen : Jacob Von Falke : Die Geschichte des Fürstlichen Hauses Liechtenstein. Band I.Seite 433.

               Derselbe - Band II. Seite 104,105.

               Gustav Winter : NÖ - Weisthümer 1896.

               Franz Rauscher : Häuserzahl und Untertanszugehörigkeit der Grundholden in den Gemeinden des                               politischen Bezirkes Gänserndorf im Jahre 1590. Herausgegeben 1948. (Bibl.Huysza.)

Autor: Hans Huysza

Object: Village
Country: Austria
State/region: Lower Austria

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