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Schloss Lednice

Schloss Lednice

 Die erste historische Urkunde über diese Lokalität stammt aus dem Jahre 1222. Schon damals stand hier offensichtlich eine gotische Festung mit einem Hof, die vom tschechischen König Václav I. dem österreichischen Adeligen Sigfried Sirotek im Jahre 1249 verliehen wurde.  

          Am Ende des 13. Jahrhunderts wurden zu den Besitzern von ganzem Eisgrub und von nicht weit liegendem Mikulov die Liechtensteiner, die aus Steiermark stammen. Sie gewannen allmählich den Grundbesitz an den beiden Seiten der mährisch-österreichischen Grenze. Die Angehörigen des Geschlechts wurden meistens zum Heeresdienst eingesetzt und in der Zeit der Renaissance waren sie dann im Wirtschaftsunternehmen tätig. Seit der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts wirkten dann die Angehörigen des Geschlechts auch in den höchsten Landesämtern. Eine grundsätzliche Änderung in der Stellung des Adelsgeschlechts in Mähren erfolgte jedoch erst unter der Regierung der Brüder Karl, Maxmilián und Gundakar von Liechtenstein. Karl und Maxmilian sicherten sich durch vorteilhafte Eheschließungen einen großen Reichtum des alten mährischen Adelsgeschlechts von Černohorský von Boskovice. Die Brüder waren anfangs, so wie ihr Vater und ihr Großvater, Protestanten-Lutheraner, aber sie traten bald zum katholischen Glauben über und bereiteten sich so einen geeigneten Boden für ihre weitere politische Tätigkeit. Dies betraf vor allem Karl, der am Hof des Kaisers Rudolf II. wirkte und im Jahre 1604 wurde zum Landeshauptmann in Mähren. Im Jahre 1608 wurde er vom späteren König Matthias II. in den Fürstenstand erhoben es wurde ihm das Fürstentum von Troppau erteilt.     
          Während des Ständesaufstandes unterstützte er die Habsburgerund er nahm auch an der Schlacht am Weissberg teil. Nach der Niederlage des Ständesaufstandes im Jahre 1620 werden die Liechtensteiner durch einen systematischen Aufkauf vom eingezogenen Vermögen mancher Widerstandskämpfer zum reichsten Adelsgeschlecht in Mähren und sie lösten in ihrer Stellung die Herren von Žerotín ab. Ein riesiger Bodenfonds brachte ihnen große Gewinne und ermöglichte ihnen auch ein großartiges Bauunternehmen hier in Eisgrub.

          Die hiesige mittelalterliche Wasserfestung wurde schon im 16. Jahrhundert wahrscheinlich vom Hartmann II. von Liechtenstein niedergerissen und er ließ sie durch ein Renaissance-Schloss ersetzen. Am Ende des 17. Jahrhunderts wurde auch dieses Bauwerk niedergerissen und es wurde hier eine Barockresidenz mit einem ausgedehnten architektonisch gestalteten Garten und einer monumentalen Reithalle nach dem Entwurf von Johann Bernard Fischer von Erlach erbaut. Diese Barockresidenz blieb in einer nur wenig geänderten Gestalt bis heute erhalten.  

          Nach der Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde das Schloss wieder baulich umgestaltet und im Jahre 1815 wurden seine vorderen Trakte, die einen Bestandteil des Barockschlosses bildeten, beseitigt.  

          Das heutige Aussehen stammt also aus den Jahren 1846-1858, wann der Fürst Alois II. von Liechteinstein entschieden hatte, dass Wien für die Veranstaltung von Sommerfesten unpassend sei und ließ Eisgrub zu einem Repräsentations-Sommersitz im Geiste der englischen Gotik umbauen. Die Repräsentationssäle im Erdgeschoss dienten zur Veranstaltung von großartigen Zusammentreffen des europäischen Adels. Sie wurden mit den geschnitzten Decken, Wandholzverkleidungen und ausgewähltem Mobiliar ausgestattet, die in Europa keine Parallele haben.

Quelle: http://www.zamek-lednice.com/de/

Objekt: Gebäude
Typ: Schloss
Zustand: Tschechische Republik
Land / Region: Region Südmähren

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