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Plankenberg

1822 folgt der Erwerb der Herrschaft Neulengbach mit Plankenberg ebenfalls vom Grafen Fries, und des Gutes Riegersburg, das von den gräflich Purgstall’schen Erben im Lizitationswege um den Preis von 154.000 Gulden gekauft wurde. (Falke III. Seite 334).

1828 übernahmen  die Fürsten Liechtenstein mit dem großen Güterkomplex der Herrschaft Neulengbach auch Turn; sie besaßen ferner die Herrschaften Judenau, Plankenberg und Totzenbach.

(Altlengbacher Chronik 1998 Seite 156).

 

1920 Die Fürsten Liechtenstein verkaufen das Schloß Neulengbach und behalten die Forste und die Ruine Altlengbach.

(Altlengbacher Chronik 1998 Seite 285).

 

Schloß Plankenberg. Barockes Schloß aus dem 17. Jh., teilweise re­stauriert. Ende des 19. Jh. Sommerauf­enthalt der Maler Emil Schindler, Hugo Darnaut und ihrer Gesellschaft (u.a. von Alma Mahler, der Frau Gustav Mahlers) - “Schindler-Kreis“. Befindet sich in Privatbesitz.

( Kulturelle Entdeckungsreisen im Land am Strome- Tourismusverband Tullner Donauraum 1995 ).

 

Das Allodialgut entstand aus den Passauer Lehen. Der Passauer Bischof Ehzg. Leopold

v. Österreich schenkte den Sitz Leoberstorff am 10. März 1622 seinem Kammeramts­direktor Stephan Plankh in Passau. Nach den Plankh wurde das Schloß fortan auch Plan­kenberg genannt. Joh. Matthäus Plankh zu Wiertkhöven verkaufte 1647 dieses Allod, den gefreuten, gantz neu erpaueten Sütz zu Leoberstorff, an Joh. Kaltschmidt v. Eisenberg, Hofkanzler in Passau. Aus dieser Familie kam das Schloß 1682 an die Bartholotty v. Partenfeld. 1739 machte sich ein poln. Adeliger, FM Joh. Theodor Constantin Fürst v. Lubomirsky, Palatin von Krakau, in Niederösterreich ansässig, indem er von den Bartho­lotti die Herrschaften Alt- und Neulengbach, Raipoltenbach, Unterthurm, Vestenleiten, Waasen-Anzbach und Plankenberg ankaufte.

 Fortan teilte das Gut unter den Wetzlar v. Plankenstern, den Gf. Fries und den Fürsten Liechtenstein die Geschicke Neulengbachs. Mit Neulengbach und Totzenbach bildete Plankenberg ein Fideikommiß der Liechten­stcinschen Tertiogenitur.

 

Um 1822 war im Schloß eine Erziehungsanstalt für Adelige untergebracht, aus der Anton Alexander Gf. v. Auersperg (1806-1876) hervorging; unter dem Pseudonym Anastasius Grün wurde er als Freiheitsdichter und Lyriker bekannt.

1884 überließen die die Fürsten Liechtenstein das Schloß gegen eine Jahrespacht von 300 Gulden dem Land­schaftsmaler Emil Jakob Schindler. Im Park spielte seine Tochter Alma, die später Gustav Mahler und Franz Werfel heiraten sollte. In den sieben fruchtbaren Arbeitsjahren war Karl Moll Schüler und Freund Schindlers. Hier entstanden Schindlers Gemälde Die Landstraße, die Pappelallee, aus dem Park von Plankenberg und an der TulIn.

Schindler starb überraschend auf einer Deutschlandreise auf der Insel Sylt. 1893 bezog der Maler Hugo Darnaut mit Schülern der Wiener Akademie der bildenden Künstler das Malerschlößchen, in dem er 18 Jahre arbeitete. Sein Gemälde Mondaufgang an der Tulln ist im Besitz der Liechtensteingalerie, die Novemberstimmung hängt in der Berliner Ga­lerie, die Sandgrube in Wien in der Galerie d. 19. Jh. Als Hauptrnotiv für ein Tryptichon, das Uhlands Gedicht Der Hirtenknabe zur Grundlage hat, wählte Darnaut das nahe Kirchlein St.Laurentius in Markersdorf an der Tulln.

 

1912 verkaufte Fürst Franz von und zu Liechtenstein Plankenberg an Karl Ritter v.

Harrasofsky. Ihm folgten Hugo Goldsclunid, Heinrich Mautner und Harry Redlich. Nach

Abzug der russ. Besatzungsmacht, 1955, wurde das leere Schloß bis zur Klärung der

Eigentumsfrage von der Finanzlandesdirektion verwaltet. 1956 erwarb Kommerzialrat

Heinrich Schmidberger das Schloß, das er zu einem Erholungsheim für die Arbeitnehmer

seines Wiener Betriebes ausgestaltete.

 

(Schweickhardt 1161, 165 - Vischer Planckenberg - Binder 1112- Büttner, Neuleng­bm~h-Umgebung 18 - Dehio 256 - GB 1 - Tullnergau IV/3, 9 (A.Fuchs); V16, 50; V1/1

(M.Bily) - TopNÖ V 1024, 1125; II 4 - Tullnflihrer 79 - Lechner 54- Feigl - Winter III

Nr. 15 - Weigl 1189 - G.GrüIl, Burgen und Schlösser im Mühlviertel, Birken-Verlag

Wien, 2. Aufl. 1969, 138)

 

( Burgen u. Schlösser in NÖ. Zwischen Greifenstein u. St. Pölten. Birken – Verlag 1969. Seite 46, 47 ).

 

Schloß Plankenherg

In Loibersdorf (erst seit 1828 Plankenberg) bestand seit dem 13. Jh. ein Wirt­schaftshof des Hochstiftes Passau. 1622 schenkte der Bischof von Passau, Erzherzog Leopold von Osterreich. den Sitz Leoberstorff seinem Kam­meramtsdirektor Stephan Planckh. der das nach ihm benannte Schloß errich­ten ließ. Es war ein schlichter dreigeschoßiger Baublock auf quadratischem Grundriß. Ab 1682 waren die Bartholotti von Partenfeld Eigentümer, die Plankenberg mit ihrer Herrschaft Neulengbach vereinigten. 1736 der kaiserli­che Feldmarschall Fürst Johann Lubomirski, dann Karl Abraham Wetzlar von Plankenstern. ab 1797 der wie dieser als Bankier tätige Moritz Graf Fries. In Schloß Plankenberg war 1814 bis 1826 eine vornehme Erziehungsanstalt eingerichtet. Nach dem Fall des Bankhauses Fries war es bis 1912 ein Besitz der Fürsten bzw. Prinzen von Liechtenstein und zweitweise verpachtet, so 1884 - 1892 an den Landschaftsmaler Emil Jakob Schindler, der dort ebenso mit seinen Schülern in den Sommermonaten malte, wie nach seinem Tod 1893 - 1911 Hugo Darnaut. 1923 erwarb es Dr. Harry Redlich, der eingrei­fende Umbauten vornehmen ließ und 1938 emigrierte. Das Schloß war dann bis 1945 von den NS-Behörden konfisziert und ging in den Nachkriegsjahren in den Besitz des Industriellen Heinrich Schmidberger über, der weitere Ad­aptierungen veranlaßte.

( Ausstellungsführer Burgen u. Schlösser – Grafenegg 1994 ).

Autor: Hans Huysza

 

Objekt: Ort
Zustand: Österreich
Land / Region: Niederösterreich

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