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Falkenstein

Burgruine Falkenstein

 

Falkenstein, ein wichtiger um 1050 errichteter Verteidigungspunkt im Grenzraum der Böhmischen Mark, kam vielleicht Anfangs des 12. Jhs. als Reichsfeste an die Babenberger. Die landesfürstliche Herrschaft kam als Lehen an die Herren von Valkenstein, die bis nach 1150 hier saßen, an die von Streun und

später an die Liechtenstein.

Seit 1571 war sie Eigenbesitz der Familie Trautson, 1598 wurde sie eine freue Grafschaft. Seit 1850 Besitz der Familie Vrints. Die weitläufige Ruine der seit der Eroberung durch die Schweden 1645 verfallenen Burg steht hoch auf dem Schloßberg. Ihr Mauerwerk, hauptsächlich von Erweiterungsbauten vom Anfang des 17. Jhs., überragt der Bergfried.

(Quelle: "Malerische Reise durch Niederösterreich Burgen und Schlösser" Seite 69 - Eine Ausstellung aus den Sammlungen der NÖ Landesbibliothek und des NÖ Landesmuseums - 16. April bis 1 November 1994 Schloß Grafenegg)

 

Anmerkung - noch zu klären : Mistelbach Geschichte Band I.Herbert Mitscha Märheim 1974.Seite 51.

2.Huch von Mistelbach - Nur ein einziges Mal wird dieser Huch (= Hugo) genannt, und zwar 1140 als Spitzenzeuge, als ein Wernhardt von Falkenstein ein Gut zu Ottenthal an Klosterneuburg schenkte.( Reg.II/7 = FRA 4 n.617). Die betreffende Zeugenreihe lautet : Huch de Mistelbach, Rudegerus, Ratdoldus, Gundolt, Alwich, Eckerich, Altmann. .....Beziehungen der Mistelbacher zu jenen von Falkenstein, wie sie hier offenbar werden, ersieht man auch später noch aus der Tatsache, daß um 1150/60 ein Ramunt und Heinrich von Mistelbach, aber schon1136/41 Odalrich und Ramunt de Ualchensteine nebeneinander als Zeugen genannt sind.....Rabenstein ist nun aber wohl (nach H.Wolf, Falkenstein,S.36 ff.) eine im Raum Falkenstein neben der sogenannten Feste gelegene Burg, die im 13.Jh.Zentrum einer eigenen, von der Burg Falkenstein verschiedene, liechtensteinsche Herrschaft gewesen ist. Enge (wohl verwandtschaftliche) Beziehungen scheinen nach obigem somit die alten Falkensteiner mit den Mistelbachern und den Liechtensteinern verbunden zu haben, doch reicht die karge Quellenlage nicht aus, diese näher zu präzisieren.

Da Huch von Mistelbach nur ein einzigesmal genannt wird, könnte man vermuten, daß er sich ansonsten unter einem anderen Zunamen verbirgt, wie das ja in jener Zeit  des öfteren üblich gewesen ist

Die eben hervorgehobenen Beziehungen der Mistelbacher zu den Rabensteinern in Falkenstein und die anscheinend alten Verbindungen der Liechtensteiner zu ihnen lassen den Gedanken reifen, daß unser Huch der Mistelbacher etwa mit dem Liechtensteinischen Stammvater Hugo (1130 bis ca. 1147 nachweisbar) gleichzusetzen sein könnte.

Dagegen scheint zu sprechen, daß vor dem Kauf der Herrschaft Mistelbach Ende des 14.Jhs. seitens Johanns von Liechtenstein nicht die geringsten Anhaltspunkte für Liechtensteinschen Besitz in Mistelbach zu Tage treten.

Auch ein weiterer Hugo, Hugo von Aigen (-Weierburg),(K.Lechner, Herrschaft und „Markt“ Weierburg, Jahrb.f.Landeskunde NÖ 32,1956, S.94-125) ein sehr naher Verwandter des Liechtensteiners, (H.Mitscha-Märheim, Liechtenstein, Jahrb.“Adler“,1973) lebte um dieselbe Zeit. Beide, Liechtensteiner und Aigner, zeigen enge Beziehungen zu den Vohburger Grafen, was gut zu unserer Ansicht über die Herkunft Erlwins von Mistelbach paßt.

Zu Ende des 13.Jhs. hatte das Stift Heiligenkreuz in Mistelbach einen Besitz von 2 ½  Mansen (Bauerngütern), über deren Herkunft wir leider nichts wissen. Dieser Besitz ist bis 1544 in Heiligenkreuz nachweisbar und wurde damals vom Stift an die Prandt in Niederkreuzstetten abgestoßen. Diese 2 ½  „Bauernlehen“ könnten etwa aus der frühzeitigen Zerschlagung eines Meierhofes entstanden sein. Und nach einem solchen Hof  könnte etwa unser Huch von Mistelbach um 1140 seinen Namen in Kloserneuburg geführt haben.............

Sowohl die Liechtensteiner als auch die Aigener hatten aber im 13.Jh. enge Beziehungen zum Stift Heiligenkreuz, wo sie auch ihre Grablege erwarben.-

Die Frage, wer dieser „Huch“ von Mistelbach gewesen ist, muß bis auf weiteres unbeantwortet bleiben !

 

Urbar 1414 - Die Beziehung des Liechtensteinischen Geschlechtes zu Falkenstein reichen weit zurück, wird doch schon in der Continuatio Vindobonensis zum Jahre 1295/96 ein „Liechtstaener de Falkstaen“ genannt.

Am 1.September 1305 bestätigte Herzog Rudolf, daß sein Wiener Hofjude Isaak Falkensteinisches Gut , das er von dem verstorbenen Friedrich II. von Liechtenstein erhalten hatte, an den Grafen Bertold von Maidburg um 70 Pfund Wiener Pfennige verkaufen dürfe. (Bretholz : Seite LIV).

 

14. und 15.  Jahrhundert - „Nicht ganz die Hälfte von Falkenstein gehörte im 14.u.15.Jahrhundert den Liechtensteinern..............(Buch Falkenstein v.Dr. Hans Wolf- Seite 108, Inf.SR Albert Howurek).

 

Verschollener Ort - siehe unter Urtail.

 

 

FALKENSTEIN, SPITALHOF, verschwundene BURG RABENSTEIN

Dem Schloßberg im O gegenüber die Flur Rabenstein. Dort war früher ein Felskopf, der aber zur Schotter- und Kalkgewinnung abgetragen wurde. Eine kleinere Kalkklippe mit dem Spitalhof liegt anschließend zwischen Mühlbach und Straßengabelung Poysbrunn/Kleinschweinbarth.

Gegen die Straße zu ist ein Wiesenfleck durch eine Mauer abgeschlossen; in ihr 2 große Einfahrtstore mit Rundbogen und kleinen schmalen Eingangstüren mit hochgot. Spitzbogen. Auf dem Wiesengarten innerhalb des Mauerzuges steht das schmale lange Spitalgebäude. Der der Straße abgewandte Teil noch a.d.14.Jh.;

der der Straße zugewandte Teil in jüngster Zeit umgestaltet und zu Wohnungen ausgebaut. Der Bau hat kleine, schmale Fenster. Das Einfahrtstor und die Eingangspforte zeigen Spitzbogen und sind verhältnismäßig niedrig. An der Hinterseite des Gebäudes weist eine Tür auf ein kleines Felsplateau, auf dem bis zur M.d.17.Jh. die Spitalkapelle St.Elisabeth stand. Benachbarte Flur mit dem Namen „Statt“.

Auf dem verschwundenen Felskopf Rabenstein stand im 12.Jh. die gleichnamige Burg als Eigengut der Liechtenstein.

Im Testament Heinrichs I. 11 v.Liechtenstein 1269 ist von dem castrum in Rabenstein sicut ipsum murus cingit ambitus und parte civitat(is) in Rabenstein pro munitione berichtet. Es handelt sich also um eine echte, mit (Wall,Graben und) Mauer umzogene Burg nahe der Flur „Statt“. Das Rabensteiner Gut soll auf die Seefelder zurückgehen. Früher Besitz  der Liechtenstein ist in Schirneisdorf, einer Wüstung bei Poysbrunn bezeugt, wo um 1190 2 Bauernlehen von Dietrich (vermutlich I.) 3 v.Liechtenstein an Klosterneuburg geschenkt wurden. Während die Burg Falkenstein nur vorübergehend als lfd. Lehen an die Liechtenstein kam, war Rabenstein ihr freies Erbgut. Beim Adelsaufstand 1296 gegen Hzg. Albrecht I. verloren die Liechtenstein die Lehensburg Falkenstein; auch die Burg Rabenstein mag zerstört worden sein. Jedenfalls verblieb den Liechtensteinern der Burgstall, bei dem sie im 14.Jh. den Spitalhof gründeten, und das zur Burg gehörige weitverzweigte „Rabensteiner Gut“, das 1315 zwischen den Grundherren in Herrnbaumgarten und Hagenberg geteilt wurde. Die ältesten Urkunden über das Spital liegen allerdings erst 1380 vor.

Von den Hagenbergern war der „Spitalhof“ an den Pfarrer Niklas von Poysdorf gekommen. Der Bf. v. Passau gab 1380 seine Zustimmung zum Erwerb des Spitals durch den Hofmeister Hans 39v.Liechtenstein. Nach der Aufgabe der Burg Rabenstein wurde der Spitalhof ein Freihof. (Burgen u.Schlösser in NÖ. Birken-Verlag).

 

Die Liechtenstein- Lehen von Steinebrunn, Drasenhofen, Stützenhofen und Schweinbarth stammen aus dem Rabensteingut, ein freies Erbgut.

Im Testament Heinrich I. v. Liechtenstein 1269 ist von einer mit Wall, Graben und Mauer umzogenen Burg die Rede.

Sie lag auf dem Rabenstein, einem jetzt abgetragenen Felsstock, östl. der Burg Falkenstein.

Sie wurde wahrscheinlich während des Aufstandes gegen Herzog Albrecht I. 1296 zerstört.

A.Kreuzer:“Das Rabensteinergut“ Heimat im Weinl. 1978, 266 ff.

R.Zelesnik:“ Historische Örtlichkeiten im Bergland v. Falkenstein“ Heimat im Weinl. 1976, 212-,

H.Wolf: „Falkenstein, seine Berge, Geschichte u. Baudenkmäler“ Verlag Berger, Horn.

 

Die uralte Kreuzkapelle - Von dieser heißt es, daß sie im Friedhof stehe und dem Grafen Trautson, also dem Gutsherren, zueigen sei und dem St.Jakob Pfarrgotteshause an Weite kaum nachstehe.........Die Kreuzkapelle, so wohl nach ihrer kreuzförmigen Anlage genannt, hieß auch Totenkapelle wegen der Totenbruderschaft und wurde 1787 gesperrt und dann abgebrochen. Diese Kapelle wird 1424, 4.III., erstmalig als Kapelle Unser Lieben Frau genannt; an ihr wirkte damals als Kaplan Hanns Glessl, die Herren von Liechtenstein waren darüber wie auch über die 1380 schon genannte Spitalkirche zu Ehren St.Elisabeth, die samt dem Spitalgebäude erst vor wenigen Jahren von der Besitzerin von Gut Poysbrunn, Gräfin Maria Vrints, abverkauft und in ein Bauernhaus verändert worden ist, Patrone. Die Gründung der Liebfrauenkapelle geht wohl zurück in die Zeit, da in Falkenstein neben der landesfürstlichen Burg noch eine zweite, Rabenstein genannt, und im Besitz der Herren von Liechtenstein, bestanden hat, also in das 13.Jahrhundert.....(Heimat im Weinland Jahrgang 1970. Karl Keck (Senning): „Eine Priesterbruderschaft in Falkenstein“.)

 

Die lfd. Lehensfeste war i.d.2.H.d.13.Jh. im Besitz der Liechtenstein. Nach einem mißglückten Aufstand des Adels gegen Hzg. Albrecht I. 1296 mußte Friedrich II. 28 v.Liechtenstein fliehen, die Lehensfeste wurde ihm entzogen und von den Landesfürsten bis 1571 ständig an Adelige - vorübergehend auch an die Liechtenstein - verpfändet. (Burgen u.Schlösser in NÖ. Birken-Verlag)

 

 

 

 

Die Herrschaft FALKENSTEIN 1414 : Dazu gehörten Altruppersdorf, Drasenhofen, Ottental, Wultendorf. (Bretholz-Urbar.1414.S.LV).

Mit Falkenstein,sw.von Nikolsburg, beginnt der ausschließlich auf niederösterreichischem Boden gelegene Liechtensteinische Besitz. Die Beziehungen des Liechtensteinischen Geschlechtes zu Falkenstein reichen weit zurück, wird doch schon in der Continuatio Vindobonensis zum Jahre 1295/96 ein „Liechtstaener de Falkstaen“ genannt.

Am 1.September 1305 bestätigte Herzog Rudolf, daß sein Wiener Hofjude Isaak Falkensteinisches Gut, das er von dem verstorbenen Friedrich II. von Liechtenstein erhalten hatte, an den Grafen Bertold von Maidburg um 70 Pfund Wiener Pfennige verkaufen dürfe. Im Jahre 1335 waren Friedrichs beide Töchter, Elisabeth, Ottos von Cheyau, und Katherina, Heinrichs von Hagenberg Gemahlin, im Besitz von Falkenstein.Später muß Falkenstein landesherrlich geworden und als Pfandschaft an die Liechtensteine gekommen sein. Denn Herzog Albrecht III.versprach mit Urkunde vom 13.Oktober 1369 seinem Hofmeister Johann I. 39 v.Liechtenstein, das Gut Falkenstein, solange dieser lebe, von ihm nicht einzulösen („....unser veste ze Valkenstain mitsampt irr zugehörung, die sein sacz von uns ist, nicht von im lösen sullen, noch yeman andern gunnen ze lösen sein lebtag“. Die Erben aber sollen „mit demselben sacz gewertig sein und uns des stat tun zu losen, wenn wir das an si vordern“. Liecht.Urk.

Wohl im sicheren Besitz dieser Herrschaft sich fühlend erkaufte Johann am 14.März 1380 von Pfarrer Nikolaus von Poysdorf den Spitalshof in Falkenstein um 26 Pfund Wiener Pfennige.

Allein als Johann 1394 beim Herzog in Ungnade fiel und ihm ein Teil seiner niederösterreichischen Güter genommen wurde, war auch Falkenstein darunter, das 1406 im Pfandbesitz der Herren von Tierna war.

Wie es die Liechtensteine noch vor 1414 zurückerlangten,ist im einzelnen nicht bekannt. Ebensowenig läßt sich aus den Urkunden mit Bestimmtheit nachweisen, wie die im Jahre 1414 zugehörigen vier Dörfer, die um das Hauptgut herumliegen, Draisenhofen, Ottental, Altruppersdorf und Wultendorf erworben worden sind.

Draisenhofen gehörte schon lange den Liechtensteinern, denn am 13.Oktober 1300 konnte bereits Friedrich II. 28 v.Liechtenstein dem Kloster Klosterneuburg dort 3 Lehen und 3 Hofstätten abverkaufen.

In Ottental waren die Liechtensteine nicht die ausschließlichen Grundherren, denn die „Topographie“ erwähnt um 1380 ein daselbst angesessenes Rittergeschlecht, dessen Namen aber nicht genannt wird, und um 1411 die Fünfkirchner, während der Liechtensteine gar nicht gedacht wird. Mehrere Urkunden beweisen aber, daß sie dort mindestens seit 1377 begütert waren.

Altruppersdorf wird noch in einer Urkunde vom 12.Juli 1405, durch die Herzog Wilhelm Jörg von Tyerna die Veste Poisbrunn von neuem verleiht, im Zusammenhang mit dieser und den Orten Schirnesdorf, Steinabrunn und Poysdorf genannt, das 1414 zur Herrschaft Feldsberg gehört. Im Jahre 1411, wie noch zu sagen sein wird, wird es mit Hagenberg und Gnadendorf genannt. (Bretholz-Urbar 1414.S.LVI).

Daß sie in keinem der Orte Gerichtsbarkeit ausüben, beweist wohl, daß sie nicht die eigentlichen Grundherren waren. Beachtenswert ist, daß ihnen auch keinerlei Roboten geleistet werden oder solche hier nicht üblich waren. (Bretholz-Urbar 1414.S.LVII).

 

1278 kämpften in der Schlacht bei Dürnkrut und Jedenspeigen die Brüder Heinrich II. 25  von Liechtenstein- Nikolsburg (+ ca.1314) und Friedrich  (I.) 21 von Liechtenstein- Falkenstein (+ ca. 1310), die Söhne Heinrichs I. 11., im Heer Rudolfs.

Zu den Landherren, denen Rudolf bereits 1279 Gunstbeweise gewährte, gehörte auch Heinrich II. von Liechtenstein (Reichert 1985: 96 A. 400).

Erst 1295/ 96 erhoben sich mächtige österreichische Landherren, unter ihnen Heinrich II. und Friedrich von Liechtenstein, gegen Herzog Albrecht I.

Der Aufstand wurde jedoch rasch niedergeschlagen. Heinrich II. gelang sowohl ein Ausgleich mit König Albrecht als auch die Behauptung der Herrschaft Nikolsburg.

Die Herrschaft Falkenstein im Weinviertel hingegen, die die Liechtensteiner nach dem Aussterben des gleichnamigen Geschlechts (1228) geerbt haben dürften, wurde vom Landesherrn eingezogen  (Weltin 1975: 28f. A. 111; Reichert 1985: 48 A. 191).

Im 14. Jahrhundert kam die Herrschaft Falkenstein als Pfand wiederum in liechtensteinische Hände.

1369 versprach Herzog Albrecht III. seinem Hofmeister Johann I. 39 von Liechtenstein, Burg und Herrschaft Falkenstein nicht von ihm einzulösen, solange er (der Liechtensteiner) lebe (Bretholz 1930: LV).

(Thomas Winkelbauer- Die Liechtenstein als „grenzüberschreitendes Adelsgeschlecht“. Eine Skizze der Entwicklung des Besitzes der Herren und Fürsten von Liechtenstein in Niederösterreich und Mähren im Rahmen der politischen Geschichte)

 

Die lfd. Lehensfeste war i.d.2.H.d.13.Jh. im Besitz der Liechtenstein. Nach einem mißglückten Aufstand des Adels gegen Hzg. Albrecht I. 1296 mußte Friedrich II. 28 v.Liechtenstein fliehen, die Lehensfeste wurde ihm entzogen und von den Landesfürsten bis 1571 ständig an Adelige - vorübergehend auch an die Liechtenstein - verpfändet. (Burgen u.Schlösser in NÖ. Birken-Verlag)

 

 

1305 Laut Urkunde im liechtensteinischen Archiv, gibt Herzog Rudolf von Österreich seine Zustimmung zu dem Verkauf von  Gütern zu Falkenstein durch den Juden Isaac an Graf Berthold von Magdeburg, welche Güter der genannte Jude von Friedrich II. 28 v.Liechtenstein in demselben Jahre erstanden hatte. (Falke I.S.307 u. Bretholz S.LIV).

 

1335 waren Friedrichs beide Töchter, Elisabeth 33 Otto von Cheyau, und Katherina 32, Heinrichs von Hagenberg Gemahlin, im Besitz von Falkenstein.

Später muß Falkenstein landesherrlich geworden und als Pfandschaft an die Liechtensteine gekommen sein. Denn Herzog Albrecht III. versprach mit Urkunde vom 13.Oktober 1369 seinem Hofmeister Johann I. von Liechtenstein, das Gut Falkenstein, solange dieser lebe, von ihm nicht einzulösen. Wohl im sicheren

 

nach 1355 dürfte ein „Freihof“ - über die Liechtenstein an die Fünfkircher v. Steinebrunn gekommen sein. (Burgen u.Schlösser in NÖ. Birken-Verlag).

1369 am 13.Oktober war Johann I. 39 in den Besitz der Herrschaft Falkenstein gekommen, welche ihm Herzog Albrecht pfandweise auf Lebenszeit überließ. Ohne Frage hängt diese Vergünstigung mit jenen Diensten zusammen, die Johann dem Herzog in seinen Geldverlegenheiten erwies. (Falke I.S.336).

 

.......Die Kreuz- oder Frauenkirche stand gleich daneben, dort wo sich jetzt die herrschaftliche Gruft befindet.

Wann dieses Gotteshaus gegründet wurde, wissen wir nicht; urkundlich wird es bereits 1369 genannt, als Katharina von Hagenberg, eine geborene Liechtenstein 32-Tochter Friedrich II, eine in dieser Kirche zu lesende ewige Messe stiftete.

(Land zwischen Thaya und Zaya-Walther Franz Ziehensack-Seite 146).

 

 

Zur Burg Falkenstein stehen nur wenige urkundliche Nachrichten zur Verfügung, sie stammen überdies aus verhältnismäßig später Zeit, die erste aus dem Jahre

1379/80.Herzog Albrecht III. genehmigte seinem Hofmeister Hans 39 von Liechtenstein, 1369- 1395 Pfandinhaber der Herrschaft Falkenstein, durch größere bauliche Veränderungen die Burg in einen besseren wehrhaften Zustand zu versetzen und gelobte die gesamten Baukosten zum Pfandschilling zuzuschlagen.

Damals entstand vermutlich auch der um die ganze, nunmehr erweiterte Burganlage herumgeführte Graben.

Möglicherweise führte Hans von Liechtenstein dieses gewaltige Vorhaben noch selbst durch, denn es standen ihm immerhin noch 15 Jahre bis zu seinem Sturz und Verlust der Pfandherrschaft (1395) zur Verfügung.

(Sonderdruck aus Fundberichte aus Österreich, Band 34, 1995- Seite 438).

 

ca.1380 wird in einer Urkunde erwähnt, daß Herzog Albrecht alles gut hieß, was Johann I. 39 v.Liechtenstein an der ihm verpfändeten Feste Falkenstein verbauen werde, und dies zu seinem Satz zuzuschlagen versprach..... (Falke I.S.345).

1380 kaufte Johann I. 39  v.Liechtenstein den Spitalhof zu Falkenstein von Niclas Pfarrer zu Poisdorf und Verweser des Spitals zu Falkenstein.  (Falke I.S.364).

BÜRGERSPITAL am östl. Ortsausgang. Urspr. mittelalterlicher Bau, stark verändert. Urk. 1380, Stiftung der Herren von Liechtenstein 13.Jh. 2 geschossiger Bau, tw. Bruchsteinmauerwerk, die urspr. Arkadenöffnungen noch erkennbar. (Dehio 1990 Seite 211).

1394 fällt der Hofmeister Johann I. 39 v.Liechtenstein in die „Ungnade“ des Herzogs Albrecht III. , nachdem er als sein Hofmeister durch mehr als 25 Jahre die Regierung des Landes geführt hatte und die Habsburger nehmen den Liechtensteinern sämtliche Besitzungen südlich der Donau in Ober- und Niederösterreich ab. „Zum ersten sollen uns, dem Herzog Albrecht, und unsern Erben los und ledig sein unsre vier Schlösser Heimburg, Weiteneck mit Persenbeug und Rechberg und ihren Zugehörungen, Falkenstein mit seiner Zugehörung...“  (Falke I.S.373 und Gustav Wilhelm Stammtafel des fürstl.Hauses Liechtenstein).

 

1401 ....Später wird auch der Vogtei von Falkenstein als Gegenstand des Haders gedacht. (Falke I.S.421).

 

Im Urbar v.1414 sind 9 Liechtenstein-Herrschaften angeführt : Nikolsburg,Dürnholz, Lundenburg, Falkenstein, Feldsberg, Rabensburg, Mistelbach, Hagenberg, Gnadendorf. ( B.Bretholz S.XXIV).

 

 

1455 19.April- Jörg und Friedrich, Brüder von der Sal, übergeben mit Zustimmung der Herren Hans verm.67 und Wilhelm 64 v.Liechtenstein, ihren Lehenshern, dem Merts Fünfkircher seinen Erben Lehen zu Stützenhofen, Falkenstein, Gutenbrunn, auf Grund eines Kaufbriefes.(Heimatk.Beiblatt Nr.2-1954,S,8).

 

1458 13.Dezember- Wilhelm 64 v.Liechtenstein verleiht dem Wolfgang Herting als Gerhabender Bruder hans und Bernhard Fünfkircher auch Gülten und Lehen zu Falkenstein. (Heimatk.Beiblatt Nr.2-1954,S.8).

1461 Lehensbrief des Johann (vermutlich V.) 67 v.Liechtenstein an Veit Fünfkircher, Johann Bernhard und Elisabeth, über Gülten zu....Falkenstein. (Heimatk.Beibl.Nr.3-1954 S.11)

1474 Lehensbestätigung des Heinrich (vermutlich VII.) 68 v.Liechtenstein an Veit Fünfkircher über ....Lehen zu Falkenstein. Heimatk.Beibl.Nr.3-1954 S.11).

1494 Christof (vermutlich III.) 69 v.Liechtenstein verleiht aufs neue dem Veit Fünfkircher, behauste Lehen zu Falkenstein. (Heimatk.Beibl.Nr.3-1954 S.11).

1508 und 1513 verleiht Wolfgang I. 85 v.Liechtenstein dem Veit Fünfkircher die Gülten zu....Falkenstein. (Heimatk.Beibl.Nr.3-1954 S.11).                                                                                                                          1504 Theilungsvertrag- Auf  Christoph III. 69 v.Liechtenstein als den ältesten des Hauses fiel dabei die Herrschaft Nikolsburg mit Stadt und Schloß.........Einen Theil davon, nämlich die Festen Ulrichskirchen, Hohenau, Palterndorf und die Holden zu Falkenstein......u.s.w. trat der hochbetagte Christoph III., der damals den Achtzigern nahe sein mußte, noch in demselben Jahre an seinen Sohn Wolfgang I. 85 ab. (Falke I.S.505).

1504 übergab Christoph III. 69  seinem Sohn  Wolfgang I. 85 v.Liechtenstein nach der Theilung mit seinen Neffen zu eigener Verwaltung „aus väterlicher Liebe und Treue die Festen Ulrichskirchen, Hohenau, Palterndorf  und die Holden zu Falkenstein, Ottenthal, Trässenhofen, Alt= und Neu-Rupersdorf und allen seinen Getraidzehnt, zu Großen-Schweinwart, Mauersdorf, Obern-Siebenbrunn, Glinzendorf, Enzersdorf bei der Donau, Hertenstätten, Kagran, Eipeldau, Meißbierbaum, Reinthal, Hüttendorf, Langendorf und Habern; item allen den Weinzehent zu Mistelbach, Herrenbaumgarten, Falkenstein, Alten-Rupersdorf und Poysdorf“ u.a.). (Falke II.S.39).

 

1508 und 1513 verleiht Wolfgang I. 85 v.Liechtenstein dem Veit Fünfkircher die Gülten zu.....Falkenstein. (Heimatk.Beibl.Nr.3-1954 S.11).

1538 verkauft Johann VI. 89 mit seinem Bruder Wolf Christoph 91 v.Liechtenstein die von ihnen gemeinsam besessenen Güter zu Falkenstein und Alt=Rupersdorf sammt den Bergrechten und Weinzehnten an ihren Vetter Hartmann I. 113 v.Liechtenstein. (Falke II.S.50).

1538 erkaufte Hartmann I. 113  von Johann und Wolf Christoph, seinen Neffen, die Holden, Bergrecht und Weinzehent zu Falkenstein und Hohenrupersdorf (? vorher Alt Rupersdorf Anm.Huysza). (Falke II.S.81).

 

1570 Prozeß zwischen Johann Fünfkircher und Wolfgang (vermutlich II.) 97 v.Liechtenstein, wegen der zu gehorsamer Angelobung gezwungenen 4 Untertanen zu Falkenstein. (Heimatk.Beibl.Nr.3-1954.S.11).

 

1597 verkaufte Hans Bernhard Fünfkirchen den gesamten Streubesitz an die Liechtenstein, Welser und andere Adelige. Um den Erlös erwarb er neue Güter in Böhmen und Schlesien.

Im Hofkammerarchiv Wien liegt eine genaue Beschreibung und Schätzung der Herrschaft Steinebrunn vor der Veräußerung.

Im Liechtenstein’schen Lehenbrief Nr.1 heißt es:

Die alten Vesten Stainaprun unter der Kirchen, so vor Zeiten nur ein Hof gewest ist und der Dürrhof genanndt worden und öd ist, darin solln gehört haben 4  ganze Lehen, in der jedes 12 Gwandten Äcker gehört.

Das vierte Lehen das Herbartslehen genanndt.

Außerdem Pfennigdienst von 7 Halblehen, 1 Hofstatt und Hausdienst von 1 Ganzlehen, 2 Halblehen und 1 Hofstatt.

Dazu kamen im zweiten Lehenbrief:

Eine Mühle, so itzo ein öder Mühlschlag (Mühle am Hausteich) und 24 Tagwerk Wiesen ober- und unterhalb der Mühle (Glasermühle).

Der Lehenbrief Nr.3 behandelt die Liechtenstein- Lehen in Drasenhofen, Schweinbarth und Stützenhofen.

In Drasenhofen betrug der Hausdienst auf behauste Gütern und Äckern 2 Pfund, 3 Schilling und 25 Pfennig.

Traidzehent auf 12 ½ Gwandten, Bergrecht auf 115 Viertel Weingärten und 24 ½ Gwandten dienen 32 Pfund und 4 Schilling.

Die Veste Stützenhofen ist ganz abgekommen und ohne Wert.

 (Drasenhofen - Einzelheiten aus Geschichte und Besiedlung- v.Prof.Hans Lederer.S.5,6).

 

Extract, derjenigen Güldt, Stuckh undt Güetter, so von denen Herrn von Liechtenstein, Herrn Hanns Bernhardt Fünfkirchen in einen underschiedlichen Lehensbriefen Zurlehen verliehen, und dies einer Aufsandung Nr. 5 gezogen, welche Stück noch bey der Herrschaft Steinaprun gebraucht und den Aufschlag eingetragen.

Stainaprun vermög Lehenbrief Nr.1.

Die Alt Vesten Stainaprun, so vor Zeiten nur ein Hof gewest und der Dürnhof genannt worden und öd ist, darein sollen gehört haben 4 ganze Lehen, in denen jedes 12 Gewandten Ackher gehört, thuet 48 Gewandten, und weil selbige zweifelsohn noch vorhanden, auch in gemachten Anschlag über die Herrschaft einkommen, auch wird es P:20 fl aestimiert worden................................................. 960 fl

Pfennigdienst von behausten Gütern daselbst:

Ein halbes Lehen dient                                     7 sh,                                       Mehr ein halbes Lehen dient            6 sh

Item zway halbe Lehen dient                          7 sh                                        Item ein halbes Lehen dient             3 sh

Item zway halbe Lehen dienen       1 fl          2 sh                                        Item eine Hofstatt dient                   12 d

Mehr Hausdienst:

Vor eienem Behausten Lehen                         6 sh                                        Item ein halbs lehen                          4 sh

Vor einem halben Lehen                                  3 sh                                        Vor einer Hofstatt                              20 d

Das Pfund mit 60 fl..........................................................................................                300 fl 4 sh.

 

Stainaprun im Lehenbrief Nr. 2.

Beschiet Meldung von einer Mühl so jahrlich gedient hat alle Quatember ein Pfund Pfennig aniezo ein öder Mühlschlag.

Die Gründ so unter den Stainaprunner Äckhern einkhommen, als ein Wiesfleckh,

Item ein Gewandten Ackher, Mehr ein Lehensbreiter Ackher und ein Wiesfleck daran.

Item zwei Wiesen oberhalb der Mühl, Item in dem oberen Teuchtl oberhalb der Mühl

ein lehenbreiter Fleckh mit Felber, ganz durch das Teuchtl, Item ein Lehenbreiter Fleckh mit Felber.

Das alles in dem Dürnhof zur Stainaprun gehört haben soll, ungefähr bey 24 Tagwerk seyn im Anschlag als taxiert..............................................................................................................    480 fl.

 

Stützenhofen vermög Licht. Lehensbrief Nr. 3.

Ayn altes zugrund gegangenes Gebäu so nit angeschlagen. Vor Zeiten soll es auch einen Mayrhof daselbst gehabt haben, so aber auch nit mehr in esse.                                        Latus     773 fl

Ein PaumbGarten.

Mehr ein Baumgarten, darin ein ödes Teuchtl. Das Kirchlehen daselbst. Hinter der Au sollen vorhanden sein 6 Joch Äckher, so aber unbewußt und nit angeschlagen.

Ein Holz genannt der Spitz, Ein Holz genannt die Au in Anschlag taxiert        P..30 fl.

Weingärten.

Mehr soll es allda gehabt haben, 2 halbe Weingarten, dann ein Raiffl Satz, daß er drey Viertl sein soll nit fürhanden öd. Item 13 Joch Äckher, mehr 2 Joch Äckher, wos beide nicht in Anschlag kommen.

Mehr sollen auf behausten Gütern und Überländer allda Liechten- Lehen sein per 5 fl 52 d,

weillen diese in Anschlag unter des Sturbrichters behausten Dienst zu Stützenhofen begriffen und das blgeld mit 60 fl  taxiert bringts..................................................................................                313 fl.

 

Stützenhofen im Lehenbrief Nr. 4.

Jeder von Urbar-Ackhern allda sollen jahrlich dienen                                               3 sh  7 ½ d.

Von einer öden Gewandten 6 d will niemand kein Wissenschaft haben.

 

Falckhenstain im Lehenbrief Nr. 4.

Allda sollen von behausten Gütern jahrlich gereicht werden                                   10 sh  27 ½ d

die seind im Anschlag über Stainaprun einkhommen und das Pfund per            60 fl tax......81 fl  7 sh

Von einer Mühl daselbst vorhanden und so aber nit in Anschlag mit reinkhommen.

 

Dräßenhofen Hausdienst im Liechtenst. Lehenbrief Nr. 3.

Auf behausten Gütern und Äckhern allda  2 fl 3 sh 23 d.

Die seind auch in Abschlag einkhommen, und das blgeld per 60 fl.................      185 fl 6 sh.

TRAYDZEHET: Auf drey Gewandten Ackher den Zehent, item mehr auf 3 ½ Gewandten gleichmäßig den Zehent, so in Anschlag einkhommen möchte ungefähr taxiert werden auf ein Muth um 5 fl und das blgeld

per 50 fl..........................................................................................................   250 fl.

 

Perckhrecht:  Von 115 Viertl Weingarten allda soll anjezt nur 110 sein, von jeder reicht man ein Viertl Perckhrecht, deren drey ein Ember Tötzmaß austragen 36 ¾ Emmer jeder per 4 shd und das blgeld

 per 50 fl..........................................................................................................  916 fl

Die Weingarten sollen dienen 5 sh 13 d, so auch im Anschlag einkhommen, das blgeldper 60 fl........38 fl  2 sh

Darzu solle auch ein Traydtzehet gehört haben, so aber derzeit unbewußt, und nit im Anschlag.

                                                                                                                                                             Latus 1471 fl 7 sh

Item von 24 ½ gewandten Ackher 4 sh 10 d Dienst Liecht.Lehen, dies Geföll auch mit 60 fl angeschlagen..................................................................................................   32 fl 4 sh

Item ein Traydzehet auf drey Gewandten, Mehr auf andere 3 Gewandten 2 Teil Zehet in beiden Posten ungefähr auf 5 Mtz, jeder per 10 url??          6 sh 20 d das blgeld mit 50 fl........   4 fl 1 sh 10 d.

 

Schweinwart oder Schweinberg Liechtenstein- Lehen.

Daselbst hat vorzeuten einen Hof gehabt, soll jetzo ganz und gar zugrund gangen sein darein haben gehört 21 Joch Äckher, wie im Anschlag unter den Zurbrichters Hofäckherzu sehen ist jede Gewandten taxiert per 10                                                                                                                                                              fl...210 fl.

 

Gehülz allda Liechten:Lehen Nr. 3.

Dies genannt die Pokhgrub (Eckhgrub??), die Schweinbarth, das Haßl oder Haßloch, das Hünterholz, der Höllpüchl, das Haspelholz oder Hauspaum, das Drauerholz, item Bhochgraben?= sind nachzufragen!

Diese Gehülz sind im Anschlag taxiert per.....................................................              375 fl. Latus 621 fl 4 sh 10 d.

WIESEN ALLDA:  Allda hats eine Wiese, die Großwiese genannt, hat 34 Tagwerkh ist im Anschlag jede per 15 fl taxiert, weils Lehen muß defalciert werden, von dreyen Aigen................       510 fl

Unter denen Haus und Überlendtdiensten allda zu Schweinwarth sollen auch 4 Pfgl 6 sh 24 Liechten:Lehen sein, die sein auch und der Stubrickhdienst im Anschlag reinkommen, das blgeld mit 60 fl...............334 fl.

 

Guttenbrunn Haus und Urbardienst im Lehenbrief Nr. 3 und 4..

Drey Holden allda sollen dienen 12 shd, item 8 Tagwerch Äckher auf der Hochenstraß, vor Haus und Urbardienst im Anschlag gegriffen und weil inselben das blgl mit 60 fl taxiert bringts...............94 fl.

GUTTENPRUNNER GEHÜLZ LIECHTEN:LEHEN NR.4.; Ein Holz genannt der Übermaß (Nota, seint wohl 3 Übermaß), dessen soll sein 24 Gewandten, daselbst ist jede Gewandt taxiert per 15 fl Bringt.....360 fl.

                                                                                                                                                             Latus 1298 fl.

Item ein Holz  genannt die Pochleuthen neben der Hausleuthen, wie in der Lehenbriefabschrift gemeldet, soll selbige anjetz denen von Althan zugehören, ist im Anschlag nit begriffen.

 

Ottenthal im Liechten:Lehenbrief Nr. 1.

Hausdienst von 16 behausten Hofstätten allda Pfennigdienst 4 sh 24 d, wird im Anschlag einkhommen, das Pfgl. per 60 fl.............................................................................................................             36 fl.

WEINZEHET u. PERCKHRECHT; allda liechten:Lehen: Auf 4 Viertl Weingarten 4 Viertl Bergrecht am Heyperg und 2/3 Zehent, Item ganzes Bergrecht und 2 teil Zehet auf  4 Viertl Weingarten in drey Sätzen, mehr 2/3 Zehent auf einen ganzen Weingarten in Sätzen, mehr 2/3 Zehent auf einen ganzen Weingarten in Säzen, den Niclas Tretler inne gehabt. Diese Zehent und Bergrecht sein im Anschlag auf  12 ½ Emmertaxiert.

per Bausch.................................................................................................................       325 fl.

Pfennigdienst oder Überlendt auf einen ganzen Weingarten 14 d, mehr auf einen Überlendt-Ackher 15 sh 29 d, das blgeld mit 60 fl......................................................................................................     8 fl 10 d.

HAUS u. URBARDIENST im Lehenbrief Nr.1.:  Von 2/4 Feldlehen, 3 Hörbriger u. 6 öden Hofstätten, 1 Pfgl 2 sd darnach die Güter                                                                                                                   Latus 369 fl 10 d.

auf diesen Äckhern Dienst 64 d thuen beide Posten 1 fl 4 sh 4 d, das blgeld per 60 fl, weil diese Posten im Anschlag als einkommen, bringt.................................................................................   91 fl.

Item auf behausten Gütern und Äckern allda Nr. 3: Dienstgeld 7 sh 27 d, das Pfgl. mit 40 fl.......39 fl 4 sh.

Item Ottenthaler Hausdienst und Überlendt Nr. 3.: Hanns lockher von einem halben Lehen 5 sh, weil dieser Posten unter dem Dienstgeld im Anschlag einkommen und das blgl mit 60 fl taxiert, bringt.......37 fl 4 sh

                                                                                                                                                             Latus 168 fl.

Summa Summarumdern Stückh aus den Liechtensteinischen Lehensbriefen gezogen 6004 fl 4 sh 20 d

aber bis dato zur Herrschaft Stainaprun gebraucht, und im Anschlag eingetragen worden, wovon solche denen Herren von Liechtenstein zuerkannt, von dem Kaufschilling zu defalciern sey.

                                                                                                                                             Idest 6004 fl 4 sh 20 d.

(Drasenhofen - Einzelheiten aus Geschichte und Besiedlung- v.Prof.Hans Lederer.S.15 bis 18).

 

 

 

1645? nahm Fürst Ferdinand Johann 180 v.Liechtenstein an dem Sturm auf die Wolfsschanze gegenüber der Brigittenau teil und erhielt wegen seiner Tapferkeit das besondere Lob des Grafen Gallas. Danach war er bei der Wiedereroberung der Städte Krems und Korneuburg durch den General Buchheim im Frühling 1646, und wurde, als die Schweden bereits auf dem Rückmarsche waren, gegen Nikolsburg gesendet, das sich noch in ihren Händen befand. Er nahm den festen Platz ein und machte einen Theil der Besatzung zu Gefangenen.

Unter dem General Des Souches, welcher Brünn so lange Zeit gegen Torstenson siegreich vertheidigt hatte, half er dann die Ortschaften und Schlösser in Österreich und Mähren, Ravensburg, Falkenstein, Staatz, Maidberg u.s.w., von den Schweden befreien. (Falke II.S.375).

 

1795 Nach dem Topographischen Landschematismus haben die Liechtensteiner in Falkenstein nur mehr die Grundobrigkeit. (Nicht mehr die Ortsobrigkeit).(Ingeborg Bogner:Die Liechtenst.Herrsch.S.53).

 

1822 nach dem Topographischen Landschematismus haben die Liechtensteiner in Falkenstein nur mehr die Grundobrigkeit  (neben anderen Grundherren). (Ingeborg Bogner:Die Liechtenst.Herrsch.S.55).

 

Ortsobrigkeit : Herrschaft Poisbrunn. Weitere Grundinhaber - Herrsch.Steinabrunn, Kirchstetten, Feldsberg, Pfarre Falbach, Pfarre Poisbrunn, Kirche Stützenhofen, Kirche Falkenstein. (Ingeborg Bogner : Seite 127).

 

Quellen : Falke I.  Seite 307,336,345,364,(367),373,(375),421,505

               Falke II. Seite 39,50,81,375

               Gustav Wilhelm - Stammtafel des Fürstlichen Hauses Liechtenstein.

               Heimatkundliches Beiblatt Nr.2-1954-Seite 8.

               Heimatkundliches Beiblatt Nr.3-1954.Seite 11.

               Dehio 1990 - Seite 211

               Burgen und Schlösser in NÖ. Birken-Verlag. „Vom Marchfeld bis Falkenstein“.

              Ingeborg Bogner: Die Liechtensteinischen Herrschaften und ihre Untertanen in der Nordostecke von            NÖ. 15.- 19. Jhdt.

               Bertold Bretholz: Das Urbar der Liechtensteinischen Herrschaften Nikolsburg...aus dem Jahre 1414.

 

                Thomas Winkelbauer- Die Liechtenstein als „grenzüberschreitendes Adelsgeschlecht“. Eine Skizze          der Entwicklung des Besitzes der Herren und Fürsten von Liechtenstein in Niederösterreich und              Mähren im Rahmen der politischen Geschichte.- Als Quellen angeführt: Reichert Folker 1985-    Landesherrschaft, Adel und Vogtei. Zur Vorgeschichte des spätmittelalterlichen Ständestaates im         Herzogtum Österreich. Köln - Wien und Max Weltin 1975 - Die „Laaer Briefsammlung“. Eine Quelle          zur inneren Geschichte Österreichs unter Ottokar II. Premysl (Veröffentlichungen des Instituts für          österreichische Geschichtsforschung 219). Wien - Köln - Graz.

 

Das Rabensteiner Gut –  von Anton Kreuzer –

(Ein Beitrag zur Besitzgeschichte um Falkenstein)

In Heimat im Weinland – Jahrgang 1977, Seite 260 bis 264,

In Heimat im Weinland – Jahrgang 1978, Seite 265 bis 268,

In Heimat im Weinland – Jahrgang 1980, Seite 309 bis 322

(Kopien für HR Mag. Ludwig Neustifter, Falkenstein angefertigt Mai 2007)

 

Autor: Hans Huysza

Objekt: Ort
Zustand: Österreich
Land / Region: Niederösterreich

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