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Ebenfeld

Ebenfeld : (ebenes Feld).

Lage : Südwestteil des Burgfriedens von Bernhardsthal um den Meierhof.

Erstnennung : 1190.

Hauptursache der Verödung : Schwierige Wasserversorgung und trockene Schottergründe.

Zeit der Verödung : Um 1400. Wahrscheinlich wurde nach 1500 eine Wiederbesiedlung versucht; 1540 war jedoch der Ort endgültig verödet. Es wird damals ein „Ober- und Nieder-Ebenfeld“ genannt! (Robert Franz Zelesnik :Heimatbuch des Verwaltungsbezirkes Mistelbach. Band II, Seite 71,72).

 

Vermutliche Lage : In Nordwestlicher Richtung von Rabensburg. Die Häuser standen vermutlich an dem südwestlich vom Meierhof vorüberführenden Feldweg Rabensburg - Reintal, an dem bei Rabensburg die drei Tumuli liegen.

Ober-Ebenfeld könnte an der Kreuzung des genannten Weges mit dem Feldweg Bernhardsthal-Altlichtenwarth. -

Nieder-Ebenfeld  an der Kreuzung mit jenem Weg, der vom Meierhof über die Oedendorfäcker (Schönstraß)! nach Hausbrunn führt, gelegen gewesen sein. (Heimatkundl.Beiblatt-Nr.1-Jänner 1953-Seite 51,52. „Das verschollene Ebenfeld bei Bernhardsthal v.Robert Franz Zelesnik).

 

Lage des Ortes (Schönstraß): Zwischen den Rieden Mittern und Äußern Lehen einerseits und Schieling, Kuhschwänz und Rotenlamäcker andrerseits führt vom Westende Hausbrunns ein Feldweg zum Bernhardsthaler Meierhof, wo einst der verschollene Ort Ebenfeld gestanden ist. Dieser Weg hat den Namen Judenweg; wahrscheinlich zogen hier früher die Händler ihres Weges und hielten im Moorthal, wo ihnen das Bächlein Erquickung bot, Rast. (Heimat im Weinland-Jg1962-S.101).

 

1470 kaufte Heinrich VII. 68 v.Liechtenstein von Wolfgang Rogendorf (lt.Büttner- Wolfgang v. Ruckendorf)

das Schloß zu Bernhardsthal mit dem Markt daselbst, mit dem öden Dorf zu Ebenfeld, mit Teichen, Zehnten, dem Kirchenlehen, dem Gericht, der Wildbahn u.s.w. (Falke I.S.487)

 

........“...Die Glieder der Familie Liechtenstein verglichen sich 1540 untereinander wegen der öden Dörfer Rotenlehm, Ober- und Nieder - Ebenfeld“. Hlawati (B,S.42) schreibt ohne Angabe einer Jahreszahl : „Noch auffälliger erscheint daß nach dem Ableben Georgs Erasmus von Liechtenstein in der Aufzählung seines nachgelassenen Vermögens nach dem Markte Bernhardsthal auch „beide Ortschaften Ebenfeld“ genannt werden (Falke,II.,S.104).

Im Liechtensteinischen Teilungsvertrag von 1570 heißt es :“..Item Taill ich zu disem taill die zwey Oeden Dörfer, Ebmfeldt genannt, so diser zeit Oedt und die Hausprunner, Liechtnwarter, Khäczlstorffer, Reintaller und Bernhartstaller genießen........“ (Documenta Liechtensteiniana).

 

Auch 1591 wird Ebenfeld öd genannt (Liechtenstein Archiv, Regesten im Landesarchiv). (Heimatkundl.Beiblatt-Nr.1-Jänner 1953-Seite 51,52. „Das verschollene Ebenfeld bei Bernhardsthal v.Robert Franz Zelesnik).

 

1540 Nachtrag zur Teilung von 1538 regelt den Besitz der Dörfer Rothenheim, Ober- und Nieder-Ebenfeld, welche nicht in die Teilung gekommen waren. (Falke II.S.82).

 

1540 Vergleich zwischen Hartmann, Hans und Wolf Christoph und den Kindern Leonhards - getroffen über die Dörfer Rottenheim, Ober - und Nieder - Ebenfeld, die weil sie öde Dörfer waren, nicht in die Erbteilung gekommen. (Falke II. S.51).

 

1591, 28.Mai Testament des Georg Erasmus 120  v.Liechtenstein. Seine Hinterlassenschaft wurde am 28.August zwischen seinen Neffen, Hartmanns II. 118 Söhne und seinem Bruder Hans Septimius 128 getheilt. Das Vermögen, welches Georg Erasmus hinterließ, bestand in der Herrschaft Ravensburg mit allen Herrlichkeiten und Hoheiten, dem Schloß, dem Dorf und Maierhof, nebst allem sonstigen Zubehör, desgleichen dem Markt Bernhardsthal mit allen seinen Herrlichkeiten, Gericht, Nutzungen, Zehnten u.s.w., ebenso in den beiden Ortschaften Ebenfeld, dem Markt Landshut, Reinthal, den Weingärten zu Schrattenberg und Bilawitz; in der Herrschaft Hohenau mit dem Schloß und allem sonstigen Zubehör von Herrlichkeiten und Nutzungen, in Absdorf, Hausbrunn, Schönstraß, Palterndorf, Dobernstorf, Lichtenwart, Ringestorf, Waltersdorf. Alle diese Güter besaß nach dem Vertrage Johann Septimius allein. Da aber der andere Teil, die Söhne seines Bruders Hartmann, den Anspruch an die Hälfte hatten, so trat Johann Septimius ihnen dafür die Herrschaft Herrenbaumgarten sammt allem Zugehörigen und allen davon abhängigen Ortschaften ab. (Falke II.S.104,105).

 

1591 August 28,Rabensburg : Erbteilung zwischen Hans Septimius 128 v.Liechtenstein-Nikolsburg und den Söhnen seines Bruders Hartmann II. 118 (nämlich Karl, Maximilian und Gundacker) auf Grund des Testamentes von Georg Erasmus 120 v.Liechtenstein. Darnach erhalten u.a. die Söhne Hartmanns: Rambspurg, Bernhartßtall,Ebenfeld....Reinthal; Weineinkommen in Schrättenperg....Haußprunn, Schönstraß, Liechtenwart....Markt Herrnpaumgartten samt Zugehör, Schrätenperg, Pottendorf - das öde Dorf- samt Zugehör, Katzlsdorf öde, Rottenlaimb öde, Entzesprunn öde, Wetzelstorff, Wilhelmstorff, Kötzelstorff, Walterskirchen, Maxendorf öde......(Liecht.Gegest.-in Heimatk.Beibl.Nr.7-1956-S.28).

 

Nach den Unwettern des 17.Jahrhunderts (Schweden, Türken) dürfen die Erinnerungen an Ebenfeld gänzlich dahingeschwunden sein, so daß sein Name nicht einmal an einer Flur haften geblieben ist. (Heimatkundl.Beiblatt-Nr.1-Jänner 1953-Seite 51,52. „Das verschollene Ebenfeld bei Bernhardsthal v.Robert Franz Zelesnik).

 

Hauptursache der Verödung des Ortes Rotenlehm  war wie bei Ebenfeld und Schönstraß die Schwierigkeiten mit der Wasserversorgung durch sinken des Grundwasserstandes bzw.durch Austrocknung. Es hat früher außer dem Bächlein in der Brunnleiten sicherlich noch einen Wasserlauf oder eine Quelle gegeben, an der unser Ort errichtet wurde..... Wie arg die Austrocknung hier fortgeschritten ist, bezeugt der Umstand, daß die Mühlbergbohrung in den ersten Jahren ihres Bestandes von dem einzigen in der Nähe befindlichen Brunnen mit Trinkwasser versorgt werden mußte, den es gab. Und dieser befindet sich am Thorstättenweg.

Anlaß zur Verödung des Ortes waren wohl die unsicheren Zeiten des Vormundschaftsstreites der Habsburger, also die Kriegszüge König Georgs von Podiebrad (1458 und 1468) und der Raubzug Ludwenkos nach Bernhardsthal (1461) Denn 1458 werden in Rotenlehm noch behauste Lehen genannt.

Es wäre allerdings auch möglich, daß Rotenlehm erst in den Ungarnkriegen des Mathias Corvinus (1486-1491) aufgegeben wurde. (Heimat im Weinland,Jg.1963.S.164),.

 

Quellen : Robert Franz Zelesnik :Heimatbuch des Verwaltungsbezirkes Mistelbach. Band II, Seite 72.

Autor: Hans Huysza

Objekt: Ort
Zustand: Österreich
Land / Region: Niederösterreich

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