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Würflach

www.wuerflach.at

(Würflach/Neunkirchen)

Würflach liegt sw. von Wr.Neustadt, fast n. von Neunkirchen in einer Talmulde am Johannesbach.DerOrtsname (wirbilach,wirvilahswirbelndes Gewässer)kommt in Urkun­den seit d. 1. H. d. 12. Jh. vor. Schon damals erwarb das Stift Admont Weingärten und an­dere Liegenschaften, aber auch das Erzstift Salzburg und die Klöster Fomtbach und St.Lambrecht waren um diese Zeit hier begütert. Um 1140 widmete ein Gerunch v.Wink­lern Adxnont einen Weingarten zu Würflach, den ersten, den das Stift zu Eigen bekam (“‘.. uineam unwn apud Wiruila ... STUB 1197 Nr. 185). Zehn Jahre später schenkte der Hörige (!) des Klosters „Guntherus de Wirfltah proprius ... vineam unam ad Wirfilah

(STUB 1 315 Nr. 320; Wichner 1108 Note 2). Dieser Günther war der Verwalter des Stiftes, der hier auf einem befestigten (?) Hof saß. Die Errichtung dieses Sitzes kann i. d. 2. H. d. 12. Jh. gesetzt werden. Nach d. M. d. 12. Jh. nennt eine Urkunde einen „Liupol­dus de Wurvelah“ und seine Gemahlin, der mit Zustimmung des Bergmeisters Heinrich von Pütten um 13 Talente einen Weingarten Admont verkaufte; unter den Zeugen er­scheint ein „Perhtoldus de Wurflahe‘~ der die Hälfte des Kaufpreises empfing. In wel­chem Verhältnis stehen die beiden zueinander? Waren es Brüder? Oder lag ein anderes Verwandschaftsverhältnis vor? Leopold dürfte kein Höriger des Stiftes gewesen sein, wie dies dagegen z.B. bei Magan um 1160 der Fall war, den die betreffende Urkunde „de fa­milia s. Blasii“ bezeichnet (die Stiftskirche Admonts ist dem hl. Blasius geweiht) und der auch einen Weingarten zu Würflach dem Kloster widmete. Leopold gehörte dem Ge­schlechte an, das sich nach Würflach nannte (vgl. Wichner 1121 Note 1; 1160 Note 3).

Es kann daher angenommen werden, daß hier zwei Anlagen bestanden, der „Hof des Stiftes“ und der der „Würflacher“ Dieses feste Haus wird auch i. d. 2. H. d. 12. Jh. er­richtet worden sein, denn um 1130 erscheint in einerZeugenreihe ein „Adalberturfihius Rafoldi de Wirmilaha“ (OÖUB 1 781 Nr.1). 30 Jahre nachher wird ein Rudolf von Wirvilach“ genannt, ein Dienstmann des Hzg. Heinrich II. von Österreich, der dem Kloster Admont einen Weinberg und eine Hofstätte verkaufte. Mit der Beurkundung aus 1249 - das Schriftstück trägt den interessanten Vermerk: „sub Castro Emperberch“‘ Em­merberg- schenkte ein Kalhoch von Würflach - „ego Chalochus de Wirvelach“ - dem Spi­tal am Senimering eine Gült von 6 Urnen Bergrecht zu Würflach für ein ewiges Licht; unter den Zeugen wird ein „Pertholdus officialis de Wirvelach“erwähnt, so daß diese Ur­kunde zwei Würflacher anfiihrt (STUB III 100 Nr. 44). 10 Jahre später taucht wieder ein Kalhoch auf (derselbe?), der auf Schrattenstein saß und Admont das Gut Baumgar­ten bei Pitten für die Aufnahme seiner beiden Töchter Irmgard und Gertrud in das Non­nenstift schenkte. Aus dieser Urkunde, die in Würflach ausgestellt worden war, geht her­vor, daß der Abt Friedrich diese Schenkung im stiftischen Propsthofe entgegennahm. Unter den Zeugen werden ein Herr von Würflach - „dominus Lwpoldus de Wurvelach u n d der Propst von Würflach - „Ileinricus prepositus de Wurvelach“ - genannt (STUB III 371 Nr. 281; Wichner 11109, 338 Nr. 189). Hier haben also ein Herr und der Propst von Würflach, dieser als Verwalter des Stiftes, testiert, was wieder auf zwei Höfe schlie­ßen ließe, einen geistlichen und einen weltlichen; jener wird durch Jahrhunderte er­wähnt( 1242, 1334, 1369, 1390, 1421, 1425, 1451, 1493, 1531), vondiesemschwei­gen bald die Urkunden. Das Geschlecht dürfte i. 1. V. d. 13. Jh. erlöschen sein, denn schon 1233 war Richer von Gutenstein, ein Dienstmann Friedrich des Streitbaren, auch Herr von Würflach. Seine Witwe Elleys lebte bis 1263 hier und trat dann in das Nonnen-kloster zu Seckau ein (nicht Admont). Im 14. Jh. h~ttten die Polheime Grundbesitz, den sie 1367 an die Ebersdorfer verkauften.

Herzog Albrecht III. gab seinem Hofmeister Hans von Liechtenstein zu Nikolsburg tauschweise Vogtei und Dorfgericht, als Landge­richt war Starhemberg zuständig. Dann kam die Familie von Klingen, aus welchem Ge­schlecht Hans 1432 von Albrecht V. „mit dem festen Hause Würflach ... sammt den da­zugehörigen Grundstücken“ belehnt wurde. Diese Familie besaß bis zu ihrem Aussterben im 16. Jh. Burg und Herrschaft; mit größter Wahrscheinlichkeit ist der Verfall der Wehr-anlage spätestens i. d. 1. H. d. 17. Jh. eingetreten, denn das Verzeichnis der „Zuflucht­Statt Under Wiennerwaldt“ nennt Würflach nicht mehr. Ende d. 18. Jh. scheinen folgen­de Grundherrschaften auf, die hier Untertanen und Grundholden hatten: Fischau am Steinfeld, Saubersdorf, Stixenstein, Kranichberg, Kirchberg am Wechsel, Krumbach, Gerasdorf und das Neukloster in Wr.Neustadt.

Verwaltungspolitisch war Würflach der Sitz für die gleichnamige Herrschaft, wehr­politisch hatte sie den Zugang in die Klaus und vor allem die wichtige N-S-Straße Wil­lendorf - Neunkirchen zu sichern. Ihre sichernde Aufgabe wurde noch durch die Wehr­kirche verstärkt.

(Schweickhardt VUWW VII 215; SUB II 355 Nr. 247; BMAV IX 85; XXIII 137;

( Burgen u. Schlösser in NÖ. Im Raume Bucklige Welt, Semmering, Rax. Birken – Verlag 1969, Seite 154, 155 ).

…1393 erhielt Hans von Liechtenstein zu Nikolsburg, der Hofmeister von Herzog Albrecht III., von diesem tauschweise Vogtei (Schutzherrschaft) und das Dorfgericht zu Würflach, während das Landgericht der Feste Starhemberg vorbehalten wurde.

Aus den urkundlichen Aufzeichnungen des Stiftes Admont geht folgendes hervor: 1421 saß auf dem Amtshof und den dazugehörigen Gütern zu Würflach ein Heinrich Gestner, 1425 wird Pankraz Vehl genannt und am 20. Jänner 1451 gab Abt Andreas dem Walter Zebinger, königlicher Rat Friedrichs zu Kranichberg und dessen Sohn Thomas zu Leibgeding das Amt zu Würflach mit den Gülten Potschach und Pütten, Neunkirchen und Gainfahren, weil er sich für die Rechte des Abtes gegen Widersacher eingesetzt hatte.

1432 empfing Hanns von Klingen die Belehnung mit dem “festen Hause“ Würflach, samt der dabeigelegenen Mühle und den zugehörigen Grundstücken von Herzog Albrecht V., ebenso auch Urschendorf samt der Feste “Urßendorf“.

(Würflacher Heimatbuch von Karl Lassner 1994- Seite 72)

 

….Es ist urkundlich belegt, daß schon in der ersten Hälfte des 12. Jhdt. das steirische Kloster Admont, das Erzstift Salzburg und die Klöster Formbach und St. Lambrecht in Würflach begütert waren und hier ihre Herrschaftsrechte ausübten. 1393 wurde Hans von Liechtenstein zu Nikolsburg von Herzog Albrecht III. mit Vogtei und Dorfgericht zu Würflach belehnt und 1432 empfing Hans von Klingen Belehnung von Herzog Albrecht V. mit dem “festen Haus zu Würflach“ samt der dabeigelegenen Mühle und den zugehörigen Grundstücken. Ebenso erhielt er damals die “Veste Urschendorf am Steinfeld“ samt dem Dorf und Gründen. Seit Anfang des 15. Jhdt. war die Herrschaft Kranichberg mit Weingarten zu Würflach begütert und die Kirche unterstand bis 1614 dem Bistum Gurk, dann durch Tausch dem Kloster Reun in der Steiermark und schließlich wieder durch Tausch dem Cistercienserstift Neukloster zu Wiener Neustadt.

(Würflacher Heimatbuch von Karl Lassner 1994- Seite 125)

Autor: Hans Huysza

Objekt: Obec
Stát: Rakousko
Země/kraj: Dolní Rakousko

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