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Weissenberg

..............1645 kam Kirchberg durch Kauf von Adam v. Mamming an den Frh. Adam v. Gienger und 1656 an den Frh. Johann B. Kunritz.

Er verlegte die Hft. Weissenberg, die er 1655 erworben hatte, in Bezug auf die Verwaltung nach Kirchberg. Daher teilte Kirchberg bis 1751 die Besitzabfolge von Weissenberg (Sinzendorf, Liechtenstein ) und kam wie Weissenberg 1751 an den Schwaben Frh. Johann Georg Grechtler, der beide Herrschaften mit Fridau vereinigte.......

( Burgen u. Schlösser in NÖ zwischen Araburg u. Gresten. Birken – Verlag, Seite 44 bis 47).

Liechtenstein in Weissenburg

WEISS S E N B U R G (WEISSENBERG, ALTENKHLING)

 (Frankenfels)

BURGRUINE

Auf schmalem Felssporn im Zwiesel des Pielachflusses und des Weissei nes lag die Höhenburg, heute Ruine, die urspr. Weissenberg, nicht Weissenburg, ge­nannt wurde. Der Felsabsturz im 0 und 5 ist fast senkrecht; der Zugang erfolgt daher von W über einen Kamm, der aus dem Weissenbachtal erreicht wird. Wie bei einer ma. Abschnittsburg üblich, werden zuerst die jüngsten Teile der Burg-anlage durchschritten; im innersten Kern ist die Burg der Zeit um 1200 zu suchen. Ausführliche Beschreibungen mit Plänen liegen von Piper, Kreutzbruck und Schemper vor.

Auf dem erwähnten Kamm ostwärts schreitend hat man zur Linken einen un­scheinbaren Rest des ersten Tores; es war an einen Felsklotz angebaut, der (nach Schemper) selbst überbaut war. Nach einem 8 m tiefen Halsgraben folgt ein einst 3-gesch. Torturm; neben der Torhalle bergseitig ein Aufenthaltsraum der Wächter. Ein ungewöhnlich langer Zwinger, dessen äußere Teile zeitweise überdacht waren, führt nun in wechselnder Breite unter dem Berchfrit und dem etwas gegen den Zwinger vorgeschobenen Palas vorbei an der Weissenbachseite ostwärts. Talseitig eine kleine Pforte. Am Ende des Zwingers wurde im 17. Jh. eine Bastei gegen das Pielachtal vorgeschoben: es wurde ein 1-gesch. Gebäude errichtet, dessen Kascmatte kleine Geschütze aufnehmen konnte.

Schon vorher im innersten Zwinger bergseitig ein Burgtor mit Fußgängerpforte. Das frühbar., mit roten Marmorquadern eingefaßte Tor ist 3 m breit. Im Schluß­stein ist ein Steinwappen mit Schuppenband und eine Inschrift eingemeißelt: 1648 G. G. V. T. Darnach wurde dieses Tor von G(raf) G(otthard) V(on) T(attenbach) 1648 errichtet. Innen war die Ringmauer, die sonst nur den Absatz des ehem. Wehrganges zeigt, unmittelbar ö. des Tores durch An- und Überbauten verstärkt. Zuerst bestand hier ein auf der Torseite abgerundeter tonnengewölbter Unterbau, dem ein niedriges Obergeschoß aufgesetzt war. Später wurde dem Unterbau und Teilen der Ringmauer ein kreisrunder Turm von beachtlicher Weite aufgesetzt. Da die Rundung des in der Höhe der ehem. Mauerkrone ansetzenden Turmes nach außen vorstand, mußte das stützende Mauerwerk gegen oben allmählich vorkra­gend gestaltet werden.

Vom Tor aus stieg man durch einen schmalen, einst durch ein weiteres Tor unterteilten Vorhof empor. Links führte (nach Schemper) eine Stiege zu dem im SO auf einer Felskanzel liegenden Burggarten (auf älteren Plänen „Vorhof« ge­nannt) hinab.

Durch einen Torbau, den Kreutzbruck noch aufrecht stehend zeichnete, gelangt .......

 

....... senberger stammt auch Abt Marquard von Göttweig (1317-1323), dessen Bruder Friedrich PV~ r von Nappersdorf war. Der letzte Weissenberger Leopold be­zeugte 1365 Stiftung des Kollegiatkapitels bei St. Stephan in Wien. Auf einer Kopie der Urkunde vermerkte eine Hand „periit“ (~ verstorben). Leopold dürfte demnach in den Jahren nach 1365, jedenfalls vor dem 26. VI. 1381 verstorben

       sein. Nach Enenkel lebt noch 1399 eine Breidt (Brigitte) v. Weissenberg. Die Familie nannte sich von Weissenberg, nicht Weissenburg.

       Die Erbfolge nach den Weissenbergern war umstritten. 1382 bestätigte der Bischof

       einem (Grafen) Heinrich v. Rauchenstein das Patronatsrecht der neugestifteten Kapelle auf Burg Weissenberg in der Pf. Frankenfels (NOLA Urk. Nr. 1089), das 1429 von den Mainbergern verliehen wird. Diese Rauhensteiner stammen von den Pillichsdorfern ab. Für Pillichsdorfer und Mainberger kennen wir aber nur Besitzrechte an der nahen Burg Watenstein, nicht für Weissenberg. Auch Heidenreich v. Plankenstein nannte sich 1391 nach Weissenberg, ohne seine Ansprüche durchsetzen zu können. Herzog Albrecht II. hatte 1387/88 nämlich über ganz andere Ansprüche auf die Güter, die zu Weissenberg gehörten, zu entscheiden. Als Pro­zeßgegner standen Rudolf v. Wallsee gegenüber: Hofmeister Hans v. Liechten­stein-Nikolsburg, Otto v. Liechtenstein-Murau, Friedrich und Albrecht v. Potten­dorf, schließlich Hans v. Puchheim. Damals muß 1/3 der Veste W. an Hans v. Liechtenstein und 2/3 müssen an die Pottendorfer gefallen sein. Herzog Albrecht IV. gab nämlich 1395/96 nach dem Sturze des Hofmeisters Hans v. Liechtenstein 1/3 der Veste an Rudolf v. Wallsee

       und 1411 verkaufte Hartneid v. Pottendorf 2/3 der Veste mit der Kapelle an Heinrich v. Kling. Ulrich der Kling wird 1455 von Kg. Ladislaus aber nur mit 1/3 samt Kapelle belehnt, da nur 1/3 der Veste Lehen, der Rest freies Eigen war. Die Wallseer besitzen noch 1456 ihr Drittel der Burg. Unabhängig davon, daß K. Friedrich III. 1492 Weissenberg mit Frankenfels an Siegmund Prueschenk, Frh. v. Stettenberg, verpfändet hatte, belehnte K. Maxi­milian 1. den Kaspar Kling 1494 auch mit jenem Anteil der Veste, der nach dem Aussterben der Wallsee 1483 ledig geworden war. Hiebei wird festgehalten, dass 2/3 der Veste bisher freies Eigentum, nun Lehen seien. Weissenburg hieß um diese Altenkhling. Nach 1526 fiel W. von den Kling über die Volkensdorfer  an die Losensteiner auf Schallaburg, die 1592 durch die Südtiroler Ritter von Concin abgelöst wurden. Diese stiegen 1612 in den Freiherrn-, 1645 in den Gra­fenstand auf. Inzwischen war aber W. 1613 an Siegmund v. Malenthein zu Plan­kenstein, 1629 an Adam v. Malenthein und um 1635 an die Grafen von Tatten­~i bach gefallen. Gotthard v. Tattenbach, an den die Initialen über einem Burgtor erinnern, wurde in der Pfarrkirche Frankenfels bestattet. Sein Sohn Gf. Siegmund Reichard veräußerte 1655 an Johann B. v. Kunitz. Er vereinigte Weissenberg mit Kirchberg a. d. Pielach, was den Verfall der Burg W. erleichterte. Weissenberg und Kirchberg wurden 1673 vom Gf. Georg Ludwig v. Sinzendorf erworben. Um diese Zeit wurde die Burg von Vischer gezeichnet. 17O3 kaufte Fürst Hans Adam Andrä v. Liechtenstein die Herrschaft, die über seine Witwe Erdmuth Theresia und deren Töchter 1744 an die Fürstin Maria Carolina v. Löwenstein-Wertheim geb. Herzogin von Schleswig-Holstein fiel. Diese verkaufte 1751 an Frh. Johann Georg Grechtler, der W. und Kirchberg bald mit seiner Hft. Fridau vereinigte. Bis 1932 hatte W. daher denselben Besitzgang wie Fridau, der bei Rabenstein nachzulesen ist, anschließend wie Kirchberg/Pielach. Da nach 1938 Fürst Philipp Salm-Horstmar, Herr auf Coesfeld in Westfalen Eigentümer wurde, erklärte die russ. Besatzungsmacht W. als deutsches Eigentum, das nach 1955 an den Vorbe­sitzer zurückgestellt wurde.

(Vischer - Weiskern II 281 - Schweickhardt VII 20, 25 - Sartori - Piper V 187

Kreutzbruck - Binder 1 123 - L. Koller, St. Pöltner Ztg. 26. VIII. 1954 - A.

 

(Burgen u. Schlösser in NÖ. Zwischen Araburg u. Gresten. Birken – Verlag. Seite 53 bis 56)

Autor: Hans Huysza

Objekt: Obec
Stát: Rakousko
Země/kraj: Dolní Rakousko

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