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Thernberg

www.thernberg.at/

Lage in der Buckligen Welt zwischen Scheiblingkirchen und Bromberg.

 

....1825 wurde das Gut Kornberg in Steiermark von der Gräfin Stadl erkauft und das Gut Thernberg, welches mit Seebenstein vereinigt wurde, vom Erzherzog Johann.

(Falke III. Seite 335).

 

Bei der Vereinigung des Thernbaches mit dem Schlattenbach liegt auf einer vor-springenden Waldkuppe südöstlich über dem gleichnamigen Ort die Ruine.

An der Erschließung und Rodung dieses großen Waldgebietes waren die Thern­berger im 12. Jh. maßgeblich beteiligt. Das Bestehen der Burg bereits im 9. Jh. ist mit großer Vorsicht aufzunehmen, sie kann vielleicht mit der Pfarre in Zu­sammenhang gebracht werden, denn deren Nennung erfolgt bereits in diesem Jahr­hundert; Salzburg hatte nämlich hier Besitz, der bald nachher im Zuge der histo­rischen Entwicklung in Verlust geraten war, aber ein Jahrhundert später wieder in die Hände des Stiftes gelangte; die Pfarre Thernberg fiel dann durch die be­sondere Gunst des Erzbischofs Konrad von Salzburg an das Kloster Reichersberg in Oberösterreich. Mit größter Wahrscheinlichkeit wird die Errichtung der Veste in die Zeit der zweiten Besitzergreifung durch Salzburg gesetzt werden können; es ergäbe sich somit auch hier eine innige Verbindung zwischen Burg und Pfarre, wie dies auch an anderen Orten der Fall ist (vgl.Waldviertel). Vielleicht kann an­genommen werden, daß die Erbauung zur Sicherung des wiedergewonnenen Landes erfolgt war. Ihre Lage an der Gabelung der beiden Straßenzüge läßt die strategi­sche Bedeutung erkennen; innerhalb des dazugehörigen Hoheitsgebietes war die Veste Sitz der Verwaltung und sie hatte somit wieder die beiden Funktionen, eine wehr= und eine verwaltungspolitische zu erfüllen. In der Stiftungsurkunde des Klosters Garsten wird 1108 ein Emerich von Thernberg als Zeuge genannt. Bis in die Mitte des 14. Jh. saßen die Thernberger auf dieser Burg, ihnen folgten die Wallseer und die von der Dürr. 1542 erwarb Andreas Tanradl Burg und Herrschaft, dessen Nachkommen bis 1679 Burgherren blieben. Nun wechselten die Besitzer sehr rasch und es mag bei der Erwerbung manche spekulative Absicht mitgespielt haben.

1807 erwarb Erzhzg. Johann Baptist von Österreich das Schloss, wohin er sich zurückzog, als er wegen seiner fortschrittlichen Bestrebungen bei seinem kaiserlichen Bruder in Ungnade gefallen war.

 Von Erzherzog Johann, der sich mit seiner Frau, der Postmeisterstochter Anna Plochl, nach Bad Aussee zurückgezogen hatte, kaufte Fürst Liechtenstein die Burg, das neu aufgebaute Schloß und die Herrschaft.

Er behielt sie bis 1916, sein Nachfolger wurde Kom. Rat Richard Zatloukal und nach dessen Tode seine Witwe.

Die Bodenformation, ein unregelmäßiges Viereck von ca. 20 Schritt Breite und doppelter Länge, bedingt diese eigenartige Bauform, die in ihrer Kleinheit auf eine sehr alte Anlage schließen läßt. An drei Seiten, im Westen, Norden und Osten, fällt der felsige Burgberg steil ab und waren daher diese Abhänge vollständig sturmfrei; nur von Südosten ist der Zugang möglich, den ein stark ansteigender Weg bildet. Zu seiner Linken begleitet ihn eine Mauer, die mit einer eckigen und einer halbrunden Bastion, mit Zinnen und Schlüsselscharten versehen ist, rechts Steilabstürze, die eine Höhe von ca. 22 m erreichen. Von diesem Mauerzug aus konnte das südlich davor liegende Gelände bestrichen werden. Um das nördliche Vorfeld zu schützen, dürfte sich eine Mauer vom Beginn des Aufstieges in westlicher Richtung zum Burgfelsen erstreckt haben. Kühn führt der Schwindelfreiheit

verlangende Weg zum klei­nen Burgtor, wodurch man in den kleinen Zwinger gelangt. In scharfer Kehre lei­tet der Weg über Felsstufen ca. 8 m aufwärts in einem schmalen Gang, den im Westen die Reste eines Wohntraktes (Palas?) und im Osten der fünfseitige unge­fähr 25 m hohe Berchfrit begrenzen. Jener war 3 Stock tief und 2 Stock hoch und besaß nur wenige Fenster, dieser beherrscht Nähe und Ferne und wendet seine süd­liche Kante einem Felsrücken zu, der nur durch einen nicht sehr tiefen Graben vom Burgberg getrennt ist und auf dem Belagerungsmaschinen (Antwerk) aufgestellt werden konnten. Mit Ausnahme der Kante sind alle Ecken abgerundet, um das Abgleiten der Geschosse herbeizuführen. An der Westseite befindet sich der hochgelegene Eingang, unter dem der Bau noch um ein Stockwerk in den Felsen ver­tieft ist. Die Reste eines Kamines in der Siidostecke lassen auf ein Bewohntwer­den schließen(s.Heidenreichstein). Berücksichtigt man das historische Geschehen, Landnahme und urkundliche Nennung, die Grundrißgestaltung und den hochstreben­den Aufriß des Baues, so kann vielleicht als Erbauungszeit die 2. Hälfte des 11.Jh. angenommen werden. Thernberg hat in Niederösterreich nicht seinesgleichen.

( „Niederösterreichs Burgen“- Birken-Verlag 1956, 3. Auflage-v. Felix Halmer-Seite 112,113 und im Raume Bucklige Welt, Semmering, Rax 1969. Seite 114 bis 117).

 

Burgruine Thernberg

Urkundlich 1147 mit Dietrich von Thernberg erwähnt, stellt die Burg den Typus eines Wehrbaues der ältesten Zeit dar. Der fünfeckige Bergfried steht mit scharfer Spitze an der Angriffsseite. Das zweiteilige schloßartige Wohn­gebäude ist seit 1945 im Verfall. die Südfront der Ringmauer mit Schießscharten und Zinnen noch erhalten. 1774 wurde unterhalb der Ruine das Neu­schloß, ein langgestreckter zweistöckiger Bau mit einem Querflügel und ei­nem niederen mehreckigen Turm. errichtet. Anfang des 19. Jhs. im Besitz von Erzherzog Johann, kaufte Fürst Johann I. von und zu Liechtenstein 1825 auch diese Burg.

 

(Burgen u. Schlösser- Ausstellungskatalog Grafenegg 1994)

Autor: Hans Huysza

Objekt: Obec
Stát: Rakousko
Země/kraj: Dolní Rakousko

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