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Streifing

verschollen

 

STREIFING : (1294 „Abstraiffinge“; wahrscheinlich von streifen.. Zum Ortsnamen Stripfing gibt es keine Beziehungen!).

Lage : Südwestlicher Teil des Kettlasbrunner und vielleicht auch Nordostteil des Schricker Burgfriedens.

Erstnennung : 1294

Hauptursache der Verödung :  Überschwemmungen.

Zeit der Verödung : 1458 (Belagerung Mistelbachs) oder 1486 bis 1491. (Heimatbuch des Verwaltungsbezirkes Mistelbach. Band II.)- weitere Quellenangaben im Anhang.

1348 verkauft Dietrich Mayrhofer, Burggraf zu Falkenstein, anstatt seines Herrn Albers von Puchhaimb dem Herrn Bernhard von Meissau 3 ½ Pfund Wiener Pfennig, gelegen zu Streifing bei Mistelbach.( Mistelbach Vergangenheit-Gegenwart.Franz Thiel S 133).

 

1363 Februar 19, Wien, verkauft Friedrich von Hanau mit Genehmigung des Herzogs Albrecht als Lehensherrn um 100 Pfund Pfennig an den Leutold von Meyssau und seine Brüder den Zehent zu Chötesprunn im Opelstorffer Feld, groß und klein, zu Feld und zu Dorf, den jener von dem verst. Jans von der Kienmark für eine Schuld erhalten hatte. (Mistelbach Vergangenh.-Gegenwart.S.133-NÖLA,Liechtenst.Reg.).

 

Vor 1400 Maissauer Herrschaftsverzeichnis, unter Wulfleinsdorf u.a...... item daselbs überlend ze Oepelsdorf 2 Pfund 5 Schilling 15 Pfennig; im Ruebtal 3 Schilling 5 Pfennig; in der Streitleitten 36 Pfennig;....(Mistelbach Vergangenheit-Gegenwart.S.134.Notizenblatt 1853,Seite 101 f.).

 

1498 verkaufen Veit und Wolfgang von Ebersdorf dem Christoph III. 69 v.Liechtenstein 25 ½ Pfund Wiener Münze jährlich Gült, gelegen zu Streifing. (1414 hatte Streifing 5 Ganz-, 5 Halb- und 5 Achtellehen und 2 Hofstätten). (Liechtenstein Vergangenheit-Gegenwart S.135).

 

 

1537 war Streifing schon öde. Eine Maut bestand in Kettlasbrunn - Öden Streifing. Das Standgeld von der Wiesen nahm die Herrschaft, ebenso das Zapfenmaß, das verpachtet war. In Öden Streifing werden eine Schäferei, eine Mühle und ein Ziegelofen genannt. (OSR. Leisser - „Kettlasbrunn im Weinviertel“.S.38).

(südwestlicher  Teil des Kettlasbrunner Burgfriedens - Überschwemmungen) - Schäferei, Mühle, Ziegelofen; Maut. (OSR.Leisser-“Kettlasbrunn im Weinviertel“.S.63).

1537 war Streifing schon öde. Die Bewohner des Dorfes gehörten zur Wilfersdorfer Herrschaft, doch gab es auch Ausholden. Eine Maut bestand in Kettlasbrunn - Öden Streifing. Das Standgeld von den Wiesen nahm die Herrschaft, ebenso das Zapfenmaß, das verpachtet war. Die Schäferei in Öden Streifing zählte 2000 Stück; eine Mühle war auch hier, ein Schafflergarten; die Pfarrwiese umfaßte in Streifing 28 Tagwerk, die Hofwiesen von Kettlasbrunn und Bullendorf 25 Tagwerk, die Müllerwiese 3 Tagwerk; die Fischzucht wurde auch betrieben, dazu diente ein „Einsatz“.......(Mistelbach Vergangenheit-Gegenwart S.137).

 

1573 gibt Öden Streifing 8 fl 30 kr Überländdienst, von den 319 Quanten kommt je ein Mut 28 Metzen schweres und geringes Getreide ein. (Mistelbach Vergangenheit-Gegenwart .S.138).

 

1577 verkauft Herr Hartmann II. 118 v.Liechtenstein seinem Vetter Wolf (Wolfgang II.) 97 v.Liechtenstein das öde Dorf Streifing mit dem Zehent, Weidgeld und Wiesenzins auf allen Gründen. (OSR Leisser - „Kettlasbrunn im Weinviertel“.S.39 aus Mistelbach Vergangenheit-Gegenwart.S.138 - Falke II.S.63).

 

Im Jahre 1577 verkaufte Hartmann das Dorf Oedenstreifnig an seinen Vetter Wolfgang, 1580 aber sammt seinen Brüdern die so wichtige Herrschaft Steiereck in Oberösterreich, die eine Zeit lang der Sitz der älteren Linie des Hauses gewesen und aus der Hinterlassenschaft Georgs VI. an die jüngste Linie gekommen war….

(Falke II, S.95,96).

 

1596 genossen von dem öden Dorf Streifing die Bauern von Obersulz und Kettlasbrunn einzelne Teile. Die Wilfersdorfer Herrschaft besaß das Landgericht über Blut und Malefiz, die Dorfobrigkeit und die Wildbahn auf allen Gründen. (OSR.Leisser -“Kettlasbrunn im Weinviertel“.S.39).

Die Wilfersdorfer Herrschaft besaß hier 28 Tagwerk Wiesen, die 32 Fuder Heu und 18 Fuhren Grummet ergaben. Drei Quanten Äcker gehörten zum Schafflerhof; die alte große Heide wurde um diese Zeit Schafweide und ein Teil eine Herrschaftsbreiten. Das Gehölz „in den Sauställen“ waren meist Kronawettstauden. Die Halb- und Viertellehen der früheren Zeit wurden nun Urbar und das Einkommen wird gwantenweise verdient; zu Michaeli kommen so ein 4 fl 31 ½ kr alle Jahre. Von diesem Urbaräckerdienst gibt man dem Staatzer Pfarrer wegen etlicher Feldlehen, so er zu öden Streifing gehabt, jährlich 50 kr, bleibt daher Rest 3 fl 41 kr 2 den. Im ganzen Feld hat die Herrschaft den ganzen Getreidezehent auf 256 Quanten.. Jeder Quanten vom Schricker Gemärk bis zum Sulzer Weg = 118 Quanten gibt ½ Metzen Getreide. Vom Sulzer Weg im „Neubruch“, so 1695 aufgegeben worden, dient jede Gewanten 3 kr = 4 fl 31 kr 2 den. 47 ½ Quanten Urbaräcker, so die Obersulzer bauen, geben a’ 2 kr und einen halben Metzen (sollten 6 kr geben). (Mistelbach Vergangenheit-Gegenwart.S.139).

 

1706 : Die Kettlasbrunner hatten sich das Dorf „Oppersdorf“ seinerzeit angeeignet; in alter Zeit war in Kettlasbrunn ein Edelmannsitz (Adeliger). Der Passauer Bischof besaß in Kettlasbrunn den ganzen Zehent von 18 Feldlehen. Der Wald „Sauställen“ gehörte einst zu dem Ort Streifing. (OSR.Leisser-“Kettlasbrunn im Weinviertel“.S.39 und S.65).

 

1720 Das Einkommen der fürstlichen Herrschaft in Wilfersdorf in Kettlasbrunn betrug 413 fl 24 kr 1 den. und von öden Streifing 4 fl 31 kr 2 den. (Mistelbach Vergangenheit-Gegenwart.S.150).

 

Quellen : OSR.Willibald Leisser: Kettlasbrunn im Weinviertel. „Ein Wallfahrtsort seit der Pestzeit“.

                Mistelbach Vergangenheit - Gegenwart. 2.Band

Quellenanhang laut „Heimatbuch des Verwaltungsbezirkes Mistelbach. Band II. Seite 76 :

30: Gsell Benedict, Gültenbuch von Heiligenkreuz (1866) S.116, 105.

18 : Documenta Liechtensteiniana, Ed.Jenne.

12 : Bretholz Bertold, Das Urbar der Liechtensteinischen Herrschaften aus dem Jahre 1414.S.288.

40 : Keiblinger Ignaz Franz, Geschichte des Benediktinerstiftes Melk an der Donau,1869.II/2,S.201,Anm.1;

11 : Blätter des Vereines für Landeskunde von NÖ.bzw.Monatsblätter des Vereines für Landeskunde von NÖ.

       1881, S.235,349; 1882, S.104; 1883, S.363.

36 : Jahrbuch für Landeskunde von NÖ. 1939/43, S.127,128.

46 : Liechtenstein- Regesten im NÖ.Landesarchiv. Fol.I/81,84,216,445.

54 : Notizenblatt der Akademie der Wissenschaften, Wien 1851/59. 1852, S.125; 1853, S.102; 1880, S.396.

72 : Trauttmansdorff Ferd., Beitrag zur NÖ.Landesgeschichte,1904. S.209, 223, 253.

25 : Forschungen zur Landeskunde von NÖ. P.Alois Wagner, „Der Grundbesitz des Stiftes Zwettl - Herkunft     

       und Entwicklung“. S.74.

76 : Wißgrill Franz Karl, Schauplatz des landsässigen NÖ Adels vom Herren- und Ritterstande.1797. III.S.21.

24 : Fontes rerum Austriacarum. II./18, S.268, 404.

20 : Falke Jakob, Die Geschichte des fürstlichen Hauses Liechtenstein,1868. II, S.63, 95.

75 : Weiskern F.W., Topographie von N.Ö., Wien 1769. II. S.218.

Autor: Hans Huysza

Objekt: Obec
Stát: Rakousko
Země/kraj: Dolní Rakousko

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