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St. Ulrich

ST.ULRICH - (NEU-LICHTENWARTH), Hausberg der verschwundenen Burg.

 

In St.Ulrich, früher „Neu-Lichtenwarth“ genannt, liegt am W-Rand des Ortes eine 2teil.Erdbefestigung. Am Ende des steil abfallenden Höhenrückens liegt ein Erdkegel, an den sich eine Pyramide als Vorburg anlehnt. Da während des letzten Krieges hier Flakstellungen angelegt wurden, die das Erdwerk tw. zerstörten, müssen die Angaben von M.Much aus 1875/76 herangezogen werden. (Burgen u.Schlösser in NÖ. Birken-Verlag).

 

Die Plattform des ovalen Kegelstumpfes, die einen niedrigen Randwall trägt, ist 48 x 38 m groß, die Höhe über dem Vorland bis 42 m. Beiderseits eines Ringwalles ,der im N die Zufahrt freiläßt, Ringgräben. Heute nur mehr der tiefe Innengraben erkennbar. An die N-Flanke des Kegelstutzes ist ein niederer trapezförmiger Pyramidenstumpf mit ähnlichen Maßen wie das Hauptwerk angebaut. Die Vielzahl der Steintrümmer läßt auf eine Steinburg auf dem Hauptwerk zurückschließen. Volkstümliche Bezeichnung für den Landrücken „Galgenbiegel“, für das Erdwerk „Hausberg“. (Burgen u.Schlösser in NÖ. Birken-Verlag).

 

Das nahe Hochgericht weist auf das Landgericht Lichtenwarth der Liechtenstein zurück.

Eine im Testament Heinrich I. 11 v.Liechtenstein erwähnte Doppelbefestigung wird auf Alt- und Neulichtenwarth bezogen. (Burgen u.Schlösser in NÖ. Birken-Verlag).

 

1256 ? ...Auf dem Hutsaulberg mag auch jene Burg gestanden haben, von der es im Testamente Heinrichs von Liechtenstein  aus dem Jahre 1256 heißt :“Ich vermache meinen Erben....die Burg  Lichtenwarth als zwei Befestigungen und Wrintz (Würnitz?) als dritte Befestigung“. Ob die zweite Burg auch hier oder in Neu-Lichtenwarth (heute St.Ulrich) stand, wissen wir nicht...(Heimatbuch des Verw.Bez.Mistelbach Band I-Seite18).

 

Heinrich I. 11 v.Liechtenstein  starb zwischen 31.Mai 1265 und 21.März 1266.(G.Wilhelm Stammt).

 

Die älteste Erwähnungen des Ortes Altlichtenwarth) aus der Zeit Heinrich I. 11 v.Liechtenstein (1230/65). Heinrich nannte sich auch nach Lichtenwarth, wie aus der Aufschrift eines Siegels aus 1258 zu ersehen ist.

(Einfügung lt.Wilhelm-Stammtafel : T.1 III-2 : ..Die Brüder Dietrich I.10, Albert 12 hatten die Güter südlich der Donau-Burg Liechtenstein,Petronell,Rohrau und Heinrich den Besitz nördlich der Donau mit Residenz vorerst in Liechtenwart, dann in Nikolsburg.). (Wilhelm-Stammtafel).

In seinem Testament vermachte Heinrich I. 11 v.Liechtenstein den Erben nach seiner 2.Frau Mechtild u.a. das Castrum (Burg) Lichtenwarth mit 2 Befestigungen. Es dürften die Burgen Alt- und Neu-Lichtenwarth gemeint sein (Falke I 510). Im Babenbergerurbar erscheint in Eichenbrunn einmal Heinrich v.Liechtenstein, einmal Heinrich v. Lichtenwarth. (Burgen u.Schlösser in NÖ. Birken-Verlag.Unter Altlichtenwarth.S.116).

 

 

 

 

 

1234...Die erste urkundliche Erwähnung. Damals gibt Heinrich I. 11 v.Liechtenstein - er nennt sich nach seinem  damaligen Sitz auch Heinrich von Lichtenwarth - dem Kloster Nieder-Altaich, dem er so viel Schaden zugefügt habe, als Ersatz dafür eine Gülte von 2 Pfund Geld in „Schonstrazze“ zu Lehen. (Heimat im Weinland-Jg.1961-Seite 91 bis 93).

 

Der Ort war im Mittelalter dauernd in Liechtenstein’schen Besitz.

1414 besaßen sie das Blutgericht, 3 Ganz - und 23 Halblehen, 3 Viertel-Hofstätten im Ort. (Burgen u.Schlösser in NÖ. Birken-Verlag).

 

1414 besassen die Herren von Liechtenstein die Landgerichte in Neu Lichtenwarth und Rabensburg.

In Neu Lichtenwarth wurden die Blutgerichte abgehalten über : Neu Lichtenwarth, Palterndorf, Dobermannsdorf, Hausbrunn, Rotenlehm (heute verschollen), Schönstrass (heute verschollen), Alt Lichtenwart und Hauskirchen.

Hiezu heisst es wörtlich : das gericht daselbst ist alls meiner herren mit stokck und galgen.“ Unter Herren verstand man die Herren von Liechtenstein. Gericht mit Stock und Galgen bedeutet die niedrige und die Blutgerichtsbarkeit. (Ingeborg Bogner : Die Liechtenst.Herrsch.S.134).

 

 

1414 Das Gericht zu Schönstraß gehört zur Liechtensteinischen Herrschaft Rabensburg und „mit dem tod gen Newnliechtenwart“ (St.Ulrich). (Heimat im Weinland.Jg.1962-S.101)

 

Das Gericht zu Rotenlehm : „Das gericht daselbs ist meiner herrn, aber mit dem tod gen Newnliechtenwart

(St.Ulrich).(Heimat im Weinland.Jg.1963-S.164)

 

1471 wird die Feste erwähnt. (Burgen u.Schlösser in NÖ. Birken-Verlag).

 

1554 wurde Neulichtenwarth als freies Eigen an die Herrschaft Althöflein verkauft.  (Burgen u.Schlösser in NÖ. Birken-Verlag).

 

1795 Nach dem Topographischen Landschematismus haben die Liechtensteiner in St.Ulrich nur mehr die Grundobrigkeit. (Nicht mehr die Ortsobrigkeit).(Ingeborg Bogner:Die Liechtenst.Herrsch.S.53).

 

1822 nach dem Topographischen Landschematismus haben die Liechtensteiner in St.Ulrich nur mehr die Grundobrigkeit  (neben anderen Grundherren). (Ingeborg Bogner:Die Liechtenst.Herrsch.S.55).

Ortsobrigkeit : Herrschaft Hauskirchen. Weitere Grundinhaber - Herrschaft Rabensburg, Walterskirchen. (Ingeborg Bogner : Seite 131).

 

 

St.Ulrich kam später an die Herrschaft Hauskirchen und mit dieser an die Liechtenstein’sche Gutsverwaltung Rabensburg. (Burgen u.Schlösser in NÖ. Birken-Verlag).

 

 

 

Sagen, Schwänke und andere Volkserzählungen aus dem Bezirk Gänserndorf -

Beiträge für den Unterricht-Folge 20. Hans Hörler. Gesammelt von der Lehrerschaft des Bezirkes 1951.

Seite 60 - Nummer125 : Die Marktversaufer : Die Gemeinde Prinzendorf hatte in früheren Zeiten das Marktrecht. Es sollen alljährlich auch Märkte abgehalten worden sein. Einmal kamen mehrere schlechte Weinjahre, wenig und saurer Wein war gewachsen.

Der Ortsrichter mit seinen Räten kam auf die Idee, sich mit der Gemeinde St.Ulrich ins Einvernehmen zu setzen, um für das Marktrecht Wein einzuhandeln. Ein Faß Rotwein war der Preis, um den das Marktrecht  von Prinzendorf auf St.Ulrich überging. Die Vertreter von Prinzendorf taten sich an dem Rotwein gütlich und seitdem nennt man die Prinzendorfer „Marktversaufer“.

 

 

Quellen : Burgen und Schlösser in NÖ. Birken - Verlag. „Vom Marchfeld bis Falkenstein“.Seite 98.

Ingeborg Bogner: Die Liechtensteinischen Herrschaften und ihre Untertanen in der Nordostecke von       NÖ. 15.- 19.Jhdt.

Heimatbuch des Verwaltungsbezirkes Mistelbach- Band I - Ortskunde. Seite 18.

 

Autor: Hans Huysza

 

 

 

 

Objekt: Obec
Stát: Rakousko
Země/kraj: Dolní Rakousko

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