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Schrattenberg

www.schrattenberg.at/

Schloßrest, „Dreiknabenhof“

Ehemals bestand in Schrattenberg am n. Dorfende ein 4flüg. Bau mit quadr.Hof. An der W-Seite der Hauptstraße sind noch 2 Bauteile erhalten. Der 2 gesch.SO-Trakt, der sarke Mauern und tw.modernisierte Fenster hat, ist hofseitig sehr desolat. Unter sein Vollwalmdach ist auch ein Rest des ehem.NO-Flügels einbezogen. Dieser Schloßtrakt beherbergt das Gemeindeamt. Davon heute getrennt ein Stalltrakt im NW. Seine Langseite ist einmal abgewinkelt. Der Bau war bis zum Verkauf an die Gemeinde 1848 als Meierhof in Benützung. (Burgen u.Schlösser in NÖ. Birken-Verlag).

 

1600, 1645, 1816 war der Ort von Feinden besetzt; vom zerstörten Schloß war nur der Meierhof übrig geblieben. (Burgen u.Schlösser in NÖ. Birken-Verlag).

 

Auch die Pottendorfer hatten Besitz in Schrattenberg. Dieser war laut Schrottenberg Chronik durch eine Heirat eines Pottendorfers mit einer Katharina von Schrattenberg an sie gekommen.

Sie verkaufen am 6.Juli 1387 an Johann I. von Liechtenstein unter anderem auch Schrattenberger Besitzungen. (Auszug: Idem ze Schrattenberg ohnen Drittail auf behausten gut und auf veriiehen fünf und zwanzig pfund vierzig pfennig geltes, zehn Mut Waicz und habern geltes und ainen Drittail an dem Holz genannt das Ewl. meczen Aribaizz, vier mezen Hanif und Sechs mezen Brotwaiz geltes.

Idem auf newn Lehen und auf sechs Weingarten daselbens den Zehent.

Item an der Gaizleitten auf newn ganzen Weingarten, das perkrecht und den Zehent.Liechtenstein Urkunde).

(Auszug aus der Ortschronik Schrattenberg von Eduard Kemminger- Seite 22,23).

Mit diesem Kauf kam ein sehr mächtiger Mann Johann I. von Liechtenstein in den Besitz von Teilen Schrattenbergs.

Bereits am 12.Juli 1389 (Urkunde Archiv Liechtenstein) kauft er von Hermann Harting Gülten zu Schrattenberg um 402 Pfund Wiener Pfennig, nach der Summe Geldes ein sehr großer Besitz, den die Hartinger so vermute ich auch durch Heirat erworben haben.

In dieser Urkunde werden erstmals Schrattenberger mit Namen genannt:

Ein Michl Oler, ein Mairl, Steffel Drescher, ein Weizz, Lipp Obrecht, Nikl Gee, Nikel Aglas.

Die letzten sind wieder in der liechtensteinischen Urbare 1414 genannt.

Am 3. Dezember 1389 verkauft Hermann Harting den Johann I. einen Wald in Schrattenberg das Pleudel genannt, ferner 12 Joch Äcker.

Am 20. Februar 1391 verkauft Friedrich von Pottenstein (Richtig Friedrich von Pottendorf-Anm.Huysza) nach längerem Erbstreit dem Johann von Liechtenstein seinen Anteil am Dorf zu Schrattenberg.

Im 1414 erschienenen liechtensteinischen Urbare sind die Liechtensteiner bereits zum Größtenteil im Besitz des Ortes.

Neben den Vorhergenannten Personen sind auch Namen genannt die Heute noch in Schrattenberg vertreten sind, so ein Lewel und Hanns Roßmüller, auch eine Familie Perichtolt(Berdholt) ist erwähnt, deren letzter männlicher Vertreter vor ein paar Jahren starb.

Andere Namen wie Maierl Schuster Pair (Baier) sind zu häufig um sie bis in diese Zeit zurückzuverfolgen.

Auch werden Flurnamen bereits erwähnt:

Razental, Markchtweg, Gaisruck, Veyalperig, Ulrichstal, Plodergrunt, Alten Praitten, Oberveld, (ursprüngliche Schreibweise).

Der Potenperig ist vermutlich später bei der Auflösung des Dorfes Pottendorf um das Jahr 1467in eine andere Riedbezeichnung umgewandelt worden, da ja der größte Teil des Podendorfer Gebietes zur Gemeinde Schrattenberg kam.

So sind 130 Personen in dieser Aufzeichnung genannt.

Das läßt auf eine Bevökerung zu Beginn des Fünfzehntenjahrhunderts von ca. 500-600 Personen schließen.

Dies entspricht auch den Schlußfolgerungen der Geschichte Österreichs. (Roman Sandgruber/ Ökonomie und Politik).

Am 5. Dezember 1466 kaufen die Liechtensteiner von den Brüdern Hans und Heinrich Herting einen Wald genannt Pledl in Schrattenberg, heute Blattlerwald.

Ab 1466 scheinen die Liechtensteiner im alleinigen Besitz des Ortes Schrattenberg.

Es ist also nicht verwunderlich wenn Ulrich von Schrattenberg, der Nachkomme des Gründers freiwillig mit Georg von Liechtenstein Bischof zu Trient dorthin zog.

Neben den großen Besitzern, den Schrattenbergern, den Wallseern, den Maissauern, den Rauhensteinern, Hartingern und letztlich den Liechtensteinern, sind auch noch die Herrn von Baumgarten hier begütert. So verkauft Wilhelm von Paumgarten am 24. April 1307 dem Stift Zwettl einen Weingarten zu Schrattenberg.

Um 1397 scheint ein Alber der Treu von Schrattenberg in einer liechtensteinischen Urkunde auf.

(Auszug aus der Ortschronik Schrattenberg von Eduard Kemminger- Seite 22,23).

 

1391 Kaufvertrag über Feldsberg : .........

3. verschiedene Gülten und Einkünfte in den Dörfern Schrattenberg, Böhmischkrut, Potendorf, Aloch, Wetzelsdorf, Walterskirchen, Erdberg, Heumad u.a. (Bretholz Urbar 1414 : Seite LX).

 

1391 Auch Friedrich von Pottendorf hat später seinen Antheil an dem Erbe an Johann I. 39 und seine beiden Brüder Hartneid IV. 42 und Georg II. 41 v.Liechtenstein verkauft. Es war dies sein Theil und Recht an der Stadt und der Feste Feldsberg, die freies Eigen war, die Kirchenlehen, Kapellenlehen, Altarlehen und andere geistliche Lehen daselbst; ferner das Gericht daselbst mit Stock und Galgen, die Zehent zu Feldsberg mit ihrer Zugehörung, welche österreichisches Lehen waren; und das sodann sein Antheil an dem Hof zu Schrattenberg Holz genannt der Theim, welches ein Lehen des Bischofs von Regensburg war; endlich noch verschiedene andere Rechten und Zehnten oder Antheile daran, zu Ginzersdorf, zu Krut, zu Pottendorf, zu Reinthal, Wetzelsdorf, Walterskirchen, Erdberg, der Meierhof zu Feldsberg, ein Antheil an Drösing und an der Feste Weissenstein und die Güter Warnstein und Freidegg, alles zusammen um 11.034 Pfund 60 Pfennige. (Falke I.S.367)

 

1411 Am 15.Dezember erfolgte in Wien durch Herzog Albrecht V. eine Belehnung von vier Liechtensteinischen Vettern, Heinrich, Hartneid, Johann und Ulrich,  mit dem halben Haus zu Hagenberg, mit dem halben Haus zu Gnadendorf und verschiedenartigem Besitz in Drösing, Katzelsdorf (oder Ketzelsdorf), Altruppersdorf, Schrettenberg, Pottendorf bei Feldsberg, wie ausdrücklich angegeben wird, Heumad, Rabensburg, Geresdorf, Paltramsdorf, Dobermannsdorf, Mistelbach, Oberhüttendorf, Liechtenwarth und „Asparen bei Stadelaw“....(Bretholz-Urbar 1414-Seite CII).

 

Noch im Jahre 1415 kaufte Heinrich V. 51 v.Liechtenstein mit seinem Vetter Hartneid V. 53 und seinen Neffen Johann IV. 57 und Ulrich 58 von Hans dem Schweinbeck und dessen Hausfrau Barbara eine große Anzahl  verschiedener Äcker, Gülten und Zehnten zu Alten-Lichtenwarth, Endberg, Böhmischkrut, Schrattenberg, Steinabrunn, Drösenhofen u.s.w. (Falke I.S.433).

 

1453 13.Juli,Wien : Schiedsgerichtliche Güterteilung des Hans und Heinrich v.Liechtenstein-Nikolsburg nebst Geschwistern und ihres Geschwisterkindes Wilhelm v.Liechtenstein-Nikolsburg. Danach erhalten erstere u.a. das Schloß Feldsberg nebst Stadt und Vorstädten,Geltscheins, Garsental,Ketzleinsdorf,Potendorf,Schretenperg,Beheimischen Krut,Schirmanstorff,Allach,Reintal,Walterskirchen,Erpurkh,Wetzleinstorff,Poystorff,Hederstorff,Wilhamstorff mit ihren Zugehörungen.....(Liechtenst.Reg. in Heimatk.Beibl.Nr.5-1956-S.20).

 

Ab 1466 waren die Liechtenstein die wichtigsten Grundherren in Schrattenberg. (Burgen u.Schlösser in NÖ. Birken-Verlag).

 

Sage „Die weiße Frau“ Komplette Datei unter „Sagen“.

Die Sagengestalt der weißen Frau ist die Berta von Rosenberg (1430-1476?siehe unten), die als Gattin des Hans v.Liechtenstein = Johann V. 67 v.Liechtenstein in Feldsberg kein fürstliches Leben führte; sie litt oft bittere Not und fand bei den Untertanen, besonders in Schrattenberg Unterstützung; häufig wanderte sie auf dem Marktsteig in diese Gemeinde. (Heimat im Weinland, Jahrgang 1963.“Aus der Sagenwelt des NÖ-Weinlandes“ von Franz Thiel-S.151).

Johann V. 67 v.Liechtenstein - erstmals genannt 6.Juni 1446, damals Ältester des Hauses.

vermählt 1449 (Heiratsabrede vom 9.Februar) mit Berta, Tochter des Ulrich von Rosenberg und der Katharina von Wartenberg (geb.1425, gest. 2.Mai 1476, sep.Wien Schotten)

gest.19.Juli 1473, sep. Wien Maria Stiegen, dort Grabstein.

Bei der Güterteilung 13.Juli 1452 erhält er mit seinen Brüdern die Güter Feldsberg, Steyregg, Mistelbach, Dürnholz, Rabensburg und Hagenberg. Er ist Zeit seines Lebens verwickelt in die Streitigkeiten und Kriege Kaiser Friedrichs III. gegen die Könige Ladislaus und Mathias Corvinus, wobei er meist als Gegner des Kaisers auftritt.

1548 Oberster Richter in Mähren. ( G.Wilhelm Stammtafel IX-1).

 

1494 erhielt Christoph III. 69 v.Liechtenstein von Kaiser Maximilian die Belehnung mit allen österreichischen Lehen, nämlich Herrenbaumgarten, Reichenstein, Hagenberg, den Lehen zu Rabensburg, der Mühle zu Ungarisch-Haslau, den Zehnten zu Mandrisdorf, den Getreidezehnten zu Altenlichtenwart, zu Aspern, zu Stadelau, dem Dorf Kaildorf, Schrattenberg, mit der Feste Heilingberg, Pulndorf, dem Schloß Ruttenstein, dem Landgericht über Königswiesen, desgleichen mit allen Gütern, so gegen Mistelbach gehören, und allen Gütern, so gegen Mistelbach gehören, und allen ihren Zugehörungen und Vogteien. (Falke I.S.504).

 

1570 Familienvertrag - Johann Septimius 128 v.Liechtenstein erhält Herrenbaumgarten, Schrättenberg und Ketzelsdorf. (Falke II.S.88 und 121).

 

Im Jahre 1602  kaufte Fürst Karl 131 v.Liechtenstein den Hof zu Schrattenberg von Hans Khinast von Fichtenberg. (Falke II.S.229).

 

PFARRKIRCHE - 1544 Lehen der Liechtenstein. (Dehio 1990.S.1056). 1414 im Urbar erwähnt- 1 Ganzlehen, 3 Halblehen, 12 Hofstätten und 4 Fleischbänke und ist damit geringer als in den Wüstungen Rotenlehm und Schönstraß. In Altlichtenwarth, Schönstraß und Rotenlehm die Herren v.Liechtenstein Richter von einem Gemerk zum andern. (Burgen u.Schlösser in NÖ. Birken-Verlag).

 

Laut Visitationsbericht 1544 hat der Liechtensteiner damals die Lehenschaft über das Vikariat in Anspruch genommen und an sich gerissen. (Hans Wolf : Erläuterungen. Seite 368).

 

1570 bei der Teilung erhält Johann Septimius 128 v.Liechtenstein Herrnbaumgarten, Schrattenberg,  und Katzelsdorf.  (G.Wilhelm-Stammtafel. T.4-XII-20).

 

1590 besaß Johann Septimius 128 v.Liechtenstein zu Poysdorf  die Ortsobrigkeit und 107 Häuser, während Georg Friedrich  v. Razschin 1 Hof samt den dazugehörigen 9 Häusern versteuerte. (Burgen u.Schlösser in NÖ. Birken-Verlag).

 

1590 laut Bereitungsbuch - Die Herren von Liechtenstein haben die Ortsobrigkeit und die überwiegende Grundherrschaft. In Schrattenberg besitzen sie 107 von 117 Häusern. (Ingeborg Bogner-Die liecht.Herrsch.S.46).

Ortsobrigkeit : Herr Johanneß Septimius v.Liechtenstein gen Polstorf. Weiterer Grundinhaber - Georg Friedrich v. Razschin. (Ingeborg Bogner : Seite 130).

 

1591, 28.Mai Testament des Georg Erasmus 120  v.Liechtenstein. Seine Hinterlassenschaft wurde am 28.August zwischen seinen Neffen, Hartmanns II. 118 Söhne und seinem Bruder Hans Septimius 128 getheilt. Das Vermögen, welches Georg Erasmus hinterließ, bestand in der Herrschaft Ravensburg mit allen Herrlichkeiten und Hoheiten, dem Schloß, dem Dorf und Maierhof, nebst allem sonstigen Zubehör, desgleichen dem Markt Bernhardsthal mit allen seinen Herrlichkeiten, Gericht, Nutzungen, Zehnten u.s.w., ebenso in den beiden Ortschaften Ebenfeld, dem Markt Landshut, Reinthal, den Weingärten zu Schrattenberg und Bilawitz; in der Herrschaft Hohenau mit dem Schloß und allem sonstigen Zubehör von Herrlichkeiten und Nutzungen, in Absdorf, Hausbrunn, Schönstraß, Palterndorf, Dobernstorf, Lichtenwart, Ringestorf, Waltersdorf. Alle diese Güter besaß nach dem Vertrage Johann Septimius allein. Da aber der andere Teil, die Söhne seines Bruders Hartmann, den Anspruch an die Hälfte hatten, so trat Johann Septimius ihnen dafür die Herrschaft Herrenbaumgarten sammt allem Zugehörigen und allen davon abhängigen Ortschaften ab. (Falke II.S.104,105).

1591 August 28,Rabensburg : Erbteilung zwischen Hans Septimius 128 v.Liechtenstein-Nikolsburg und den Söhnen seines Bruders Hartmann II. 118 (nämlich Karl, Maximilian und Gundacker) auf Grund des Testamentes von Georg Erasmus 120 v.Liechtenstein. Darnach erhalten u.a. die Söhne Hartmanns: Rambspurg, Bernhartßtall,Ebenfeld....Reinthal; Weineinkommen in Schrättenperg....Haußprunn, Schönstraß, Liechtenwart....Markt Herrnpaumgartten samt Zugehör, Schrätenperg, Pottendorf - das öde Dorf- samt Zugehör, Katzlsdorf öde, Rottenlaimb öde, Entzesprunn öde, Wetzelstorff, Wilhelmstorff, Kötzelstorff, Walterskirchen, Maxendorf öde......(Liecht.Gegest.-in Heimatk.Beibl.Nr.7-1956-S.28).

 

1596 April 24.Wien: Die n.ö.Landstände verpfänden für jährlich 2650 fl.rheinisch an Karl 131 v.Liechtenstein-Nikolsburg, dessen Brüder und Erben das duplierte Zapfenmaß auf weitere 3 Jahre ab Georgi u.a. folgender Flecken und Oerter : Markt Wilfersdorf, Markt Mistelbach, Puelndorf, Khöttelsprunn, Lanzendorf, Eberstorff, Liechtenwart, Hausprunn, Flecken Rabenspurg, Bernhartsthall, Reinthall, Herrnpaumbgartten, Schrätenperg, Kazelstorff, Kezelstorff. (Liechtenst.Regest.-in Heimatk.Beibl.Nr.7-1956-S.28).

 

Im Jahre 1602  kaufte Fürst Karl 131 v.Liechtenstein den Hof zu Schrattenberg von Hans Khinast von Fichtenberg. (Falke II.S.229).

 

1616 forderte Fürst Karl bei der Neuordnung der Pfarrbestiftung das Patronat über Herrnbaumgarten und Schrattenberg, was der Generalvikar verweigerte.(Liecht.Archiv Fasc.Schrattenberg). (Liane Pec-Ortschronik Herrnbaumgarten.1994.S.990).

 

1795 laut Topographischen Landschematismus ist Schrattenberg im Besitz der Liechtensteiner. Diese haben die Ortsobrigkeit und die alleinige Grundherrschaft. (Ingeborg Bogner:Die Liecht.Herrsch.S.50).

 

1795 Nach dem Landschematismus übte die Liechtensteinische Herrschaft Feldsberg das Landgericht aus. (Ingeborg Bogner:Die Liechtenst.Herrsch.S.134,135).

 

1822 nach dem Topographischen Landschematismus besitzen die Liechtenstein die Ortsobrigkeit und die ausschließliche Grundobrigkeit. Zugehörig zur Herrschaft Feldberg.  (Ingeborg Bogner:Die Liechtenst.Herrsch.S.55 u.130).

 

1822 Nach dem Landschematismus besass die Herrschaft Feldsberg mit Delegation der Herrschaft Rabensburg das Landgericht. (Ingeborg Bogner-S.136).

 

1908 - Die Pfarrkirche zu Schrattenberg wurde, obwohl sie nicht dem Patronate Seiner Durchlaucht untersteht, aus dessen Mitteln sorgfältig renoviert und im Innern mit schönen ornamentalen Wandmalereien, die dem klassizistischen Stile des Gotteshauses vortrefflich angepaßt sind, geschmückt. (Fürst Johann II. v.Liecht. u.die Bildende Kunst. S.349).

Unter den klassizistischen Kirchen ist die künstlerisch bedeutendste die in Schrattenberg. Wir dürfen auch hier keine streng antikisierende Bauweise erwarten, sondern eine intimere Formgebung, die als spätklassizistisch oder biedermeierlich bezeichnet werden kann, die mit den fremden Stilelementen neue Wirkungen erreicht. Die spätbarocke Langhauskirche hat hier in Schrattenberg neuerlich dem Zentralraum Platz gemacht, dem das Pantheon in Rom Vorbild war. Eine flache Hängekuppel, die nach außen hin kaum in Erscheinung tritt, überwölbt den Raum, an den die Eingangshalle, zwei gleich tiefe Seitenkapellen und ein tiefer, fast quadratischer Chor angefügt sind. Vornehme Maße bestimmen die Gliederung der Wände. Zarte Tönungen in Rosa, Blau, Braun und Gold nehmen den Formen die Strenge. Sehr zierlich wirkt die Kassettendecke der Kuppel, die ein Goldgrund belebt. Der Hochaltar ist in seiner geometrischen Form dem in Wetzelsdorf sehr ähnlich. Das Äußere der Kirche macht einen recht würdevollen Eindruck. Die Seitenflächen sind durch Segmentfenster, die ihre Vorbilder in der römischen Architektur haben, unterbrochen. Der Giebel, über dem sich der Turm erhebt, zeigt die stilistischen Eigenheiten noch deutlicher. Ein breites Mittelrisalit, von Pilastern gestützt und mit einem Giebel angeschlossen, tritt etwas vor. Die Kapitelle, die Triglyphen am Architrav und das Portal sind wohlproportioniert. Die gut ausgewogenen Maßverhältnisse im Außenbau und Innenraum legen die Vermutung nahe, daß der Liechtenstein’sche Architekt Poppelas, der mit dem Maurermeister Franz Schlegs  aus Feldsberg den Bau in den Jahren 1829 - 31 leitete, zu Josef Kornhäusl persönliche Verbindung hatte. Da dieser bekannte Wiener Architekt zu gleicher Zeit für Liechtenstein in Feldsberg tätig war, haben wir eine Erklärung für manchestilistische Ähnlichkeiten. (Heimatbuch des Verwaltungsbezirkes Mistelbach, Band II, Seite 66).

 

1908 - Die Pfarrkirche zu Schrattenberg wurde, obwohl sie nicht dem Patronate Seiner Durchlaucht untersteht, aus dessen Mitteln sorgfältig renoviert und im Innern mit schönen ornamentalen Wandmalereien, die dem klassizistischen Stile des Gotteshauses vortrefflich angepaßt sind, geschmückt. (Fürst Johann II. v.Liecht. u.die Bildende Kunst. S.349).

 

 

Anmerkungen zu Pfarre und Kirche:

 

Gebühr an alljährlich auf Grund bestehender Verpflichtungen zur Erfolgung gelangenden Fundationen:

Gut Feldsberg, österr.Teil.

 

Pfarre Schrattenberg: 8 hl = 608 kg Weizen, 16,60 hl = 1128 kg Korn, 30,36 hl = 1366 kg Hafer

                                               679 Lt. Jungwein, 68,25 Rm hartes Scheitholz.

 

Laut Bundesgesetz vom 2.Juli 1929 Nr.232 über die Ablösung der an Kirchen und Pfründen zu leistenden Naturalleistungen bildet das Ablösungskapital den 25-fachen Betrag der ermittelten Jahresleistung.

(Inventur und Schätzung Wilfersdorf - Rabensburg 1929. Seite 136 bis139).              

 

DORFMÜHLE : Erstmals genannt 1414. (im Liechtenstein Urbar ?). (Mühlen im Weinviertel.S.128).

 

1929 Liechtensteinbesitz in der Gemeinde Schrattenberg:

104,3152 ha Acker                Bon.2-6

  18,9950 ha Wiesen              ö

    3,6986 ha Hutweide

178,3531 ha Wald

  16,4726 ha Teiche               ö

    3,3114 ha  steuerfreie Fläche

325,1459 ha Gesamtfläche

 

    0,3489 Ha Acker

(Inventur und Schätzung Wilfersdorf - Rabensburg 1929. Seite 19).

 

142,7067 ha Gesamtfläche = unter Oekonomieverwaltung  = Ö(Seite 29,30).

(Inventur und Schätzung Wilfersdorf - Rabensburg 1929. Seite 16).

 

Teichwirtschaft in Eigenregie - Wolfsteich in Schrattenberg:

  1,3839 ha Wiesen

  0,4334 ha Hutweiden

16,4726 ha Teiche

18,2899 ha Gesamtfläche

 (Inventur und Schätzung Wilfersdorf - Rabensburg 1929. Seite 38).

 

 

Wolfsteich - aufgelassen wegen der Kanalabwässer aus Schrattenberg (Fischsterben) ca. in den sechziger             Jahren des 20. Jahrhunderts (Aussage Dipl.Ing.Ernst Fiedler am 28.5.1999).

 

Durch einen Erlaß vom 27.5.1932 übernahm die Bewirtschaftung der Teiche wieder die Gutsverwaltung in Feldsberg.

(Schreiben im Ordner Wasserrecht der Gutsverwaltung).

 

Am 12. November 1971 wurde noch der Wolfsteich abgefischt

(Ordner Teiche und Fische - Museumsarchiv)

 

Quellen : Jacob von Falke : Die Geschichte des Fürstlichen Hauses Liechtenstein. Band I.Seite 504,367.

                Derselbe           : Band II.Seite 104,105

                Gustav Wilhelm : Stammtafel des Fürstlichen Hauses Liechtenstein. T.4-XII-20

                Karl Höß : Fürst Johann II. von Liechtenstein und die Bildende Kunst.

                Bodenstein / Hohenbühel : Mühlen im Weinviertel.

              Ingeborg Bogner: Die Liechtensteinischen Herrschaften und ihre Untertanen in der Nordostecke von                     NÖ. 15.- 19.Jhdt.

               Hans Wolf : Erläuterungen zum Historischen Atlas der österr.Alpenländer. 6.Teil. N.Ö.

               Berthold Bretholz: Das Urbar der Liechtensteinischen Herrschaften aus dem Jahre 1414.

               Heimatbuch des Verwaltungsbezirkes Mistelbach, Band II.

Forschungen und Datensammlung von Hans Huysza für Museum und Liechtensteinsammlung im Schloss Wilfersdorf.

Autor: Hans Huysza

Objekt: Obec
Stát: Rakousko
Země/kraj: Dolní Rakousko

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