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Schönstrass

1234...Die erste urkundliche Erwähnung. Damals gibt Heinrich I. 11 v.Liechtenstein - er nennt sich nach seinem  damaligen Sitz auch Heinrich von Lichtenwarth - dem Kloster Nieder-Altaich, dem er so viel Schaden zugefügt habe, als Ersatz dafür eine Gülte von 2 Pfund Geld in „Schonstrazze“ zu Lehen. (Heimat im Weinland-Jg.1961-Seite 91 bis 93).

 

Schönstraß : ( an der schönen Straße).

Lage : Nordteil des Burgfriedens von Hausbrunn.

Erstnennung : 1234

Hauptursache der Verödung : Schwierige Wasserversorgung bzw.Austrocknung.

Zeit der Verödung : Wahrscheinlich 1486 bis 1491.

(Robert Franz Zelesnik :Heimatbuch des Verwaltungsbezirkes Mistelbach. Band II, Seite 72).

 

Lage des Ortes : Zwischen den Rieden Mittern und Äußern Lehen einerseits und Schieling, Kuhschwänz und Rotenlamäcker andrerseits führt vom Westende Hausbrunns ein Feldweg zum Bernhardsthaler Meierhof, wo einst der verschollene Ort Ebenfeld gestanden ist. Dieser Weg hat den Namen Judenweg; wahrscheinlich zogen hier früher die Händler ihres Weges und hielten im Moorthal, wo ihnen das Bächlein Erquickung bot, Rast. Der Burgfriede von Altlichtenwarth springt mit der Flur „In Weinkellern“ weit nach Osten vor und schiebt sich zwischen das ursprüngliche Ortsgebiet von Hausbrunn und das einstige Schönstraß. Von den Mittern Lehen aus, beim Bründlberg beginnend, durchschneidet ein blinddarmartiger Fortsatz die Flur  „In Weinkellern“ und reicht fast bis zum alten Hausbrunner Burgfrieden (Flur Hausweingärten), läßt aber einen schmalen Korridor frei. So können die Bauern von Altlichtenwarth, ohne Hausbrunner Gebiet zu betreten, in den östlichen Teil der Ried „In Weinkellern“ gelangen, die Hausbrunner aber müssen, wenn sie hier zum Bründlberg bzw. ins Moorthal wollen, Altlichtenwarther Grund durchschreiten. Der Weg, den sie dabei benützen, heißt „Lettentrift“. Unter Letten ist die Tonerde zu verstehen, die es hier reichlich gibt;

im Moorthal gab es ja einmal zwei Ziegelöfen. Der zweite Teil des Wortes, Trift weist darauf hin, daß die Hausbrunner diesen Weg früher als Viehtrift benützt haben. (Heimat im Weinland-Jg.-1962-S.101).

 

1234...Die erste urkundliche Erwähnung. Damals gibt Heinrich I. 11 v.Liechtenstein - er nennt sich nach seinem  damaligen Sitz auch Heinrich von Lichtenwarth - dem Kloster Nieder-Altaich, dem er so viel Schaden zugefügt habe, als Ersatz dafür eine Gülte von 2 Pfund Geld in „Schonstrazze“ zu Lehen. (Heimat im Weinland-Jg.1961-Seite 91 bis 93).

 

1289 Aus einer Urkunde vom 22.9. erfahren wir, daß Margareta, geborenePiber und verheiratet mit Ruger dem Prant, in Schönstraß  und Rothenlehm Gut ererbt hat. Dieses Gut wurde an Heinrich II. 25 v.Liechtenstein im Tauschweg für einen Besitz in Gösing abgetreten und der Gösinger Besitz im Einverständnis mit dem Schwiegersohn Leutwin von Sonnberg von der Familie Prant an das Stift Göttweig verkauft.

Am gleichen Tag gibt Leutwin von Sunnberg seine Güter zu Schönstraß und Rothenlehm im Tauschweg an Heinrich II. 25 v.Liechtenstein. (Heimat im Weinland-Jg.1961-S.91-93).

 

 1358 28.9. bestätigt in einer Urkunde Herzog Rudolf IV. der Stifter, daß die Liechtensteiner ihrer Schwester Elsbeth 43 Frau Dietmars von Losenstein, als Heimsteuer mehrere Dörfer versetzen und zwar Waltersdorf (a.d.March, Schönstraß, Rothenlehm, Entzesbrunn und Hauskirchen. (Heimat im Weinland-Jg.1962-S.101).

 

1384 verkaufen die Brüder Johann und Albrecht von Wolkersdorf ihren Anteil an der Festung in Mistelbach (ein Viertel) etc. und Güter zu Schönstraß und in anderen Orten an Johann (I. 39 oder II. 50) v.Liechtenstein. (Heimat im Weinland-Jg.1962-S.101).

 

1414 Das Gericht zu Schönstraß gehört zur Liechtensteinischen Herrschaft Rabensburg und „mit dem tod gen Newnliechtenwart“ (St.Ulrich). (Heimat im Weinland.Jg.1962-S.101)

 

1414 Die Strafgelder waren in den Weistümern genau festgelegt und sie betrugen z.B. beim Ort Schönstraß nach dem Urbar des Jahres 1414 :

„für ein swertzucken                            72 den

für ein messerzuken                             72 den

für eine verbotene wer (Waffe)       6 S  2 den

für eine fliesunde wunden under wat (unter der Kleidung)     2 tal      den

für schamwunden (Verwundung an Gesicht und Händen,

die durch Kleidung nicht bedeckt waren                    2 ½ lib den

für ein faustslag                      1 lib den

für ein slag mit offener hant   5 lib den

für ein faustraufen                  5 lib den „

Dreimal im Jahr und zwar zu Lichtmeß, St.Georg und St.Michael wurden beim ordentlichen „Pantaiding“ die althergebrachten Rechtssatzungen vorgelesen und darnach Recht gesprochen.

Was beim „pantaiding“ nicht erledigt werden konnte, das suchte man 14 Tage später beim Nachtaiding fertig zu bringen. Bei abermaligen nutzlosen Beratungen wandte man sich schließlich an den Herrn von Liechtenstein, damit er das Recht „erfinde“. (Ingeborg Bogner : Die Liechtenst.Herrsch.S.133).

                  

1414 im Urbar erwähnt(bei Altlichtenwarth) 1 Ganzlehen, 3 Halblehen, 12 Hofstätten und 4 Fleischbänke und ist damit geringer als in den Wüstungen Rotenlehm und Schönstraß. In Altlichtenwarth, Schönstraß und Rotenlehm die Herren v.Liechtenstein Richter von einem Gemerk zum andern. (Burgen u.Schlösser in NÖ. Birken-Verlag).

 

1414 - Kirchlich gehörte der Ort zur Pfarre Altlichtenwarth.  Im Urbar heißt es, daß der Pfarrer zu Altlichtenwarth den Drittelzehent von Schönstraß bezieht..(Heimat im Weinland-Jg.1962-S.101).

 

Als Anlaß der Verödung - müssen wir die Ungarnkriege unter Matthias Corvinus in der Zeit 1486-1491 (Belagerung von Zistersdorf und Feldsberg)  annehmen, denn 1470 hören wir noch von einem behausten Lehen zu Schönstraß. (Heimat im Weinland-Jg.1962-S.101).

1452 bei der Liechtensteinischen Erbteilung vom 13.7. fällt Schönstraß an Wilhelm 64 v.Liechtenstein. (Heimat im Weinland-Jg.1962-S.101).

 

1458 am 13.12. verleiht Wilhelm 64 v.Liechtenstein an Wolfgang Herting, Vormund der Söhne des Mert Fünfkirchers, u.a. 2 ganze Lehen samt Zugehör zu Schönstraß. (Heimat im Weinland-Jg.1962-S.101).

 

1470 Urkunde vom 10.4. Feldsberg : Die Brüder Hans, Heinrich und Wolfgang Herting verkaufen zu Lehen gehabte Güter und Gülten an Hans (Johann V.) 67 v.Liechtenstein, darunter eine Gülte zu Schönstraß

auf einem behausten Lehen. (Heimat im Weinland.Jg.1962-S.101).

 

1504 In der Liechtensteinischen Erbeinigung vom 3.3. scheint Schönstraß nicht mehr auf, war also damals wohl schon verödet. (Heimat im Weinland-Jg.1962-S.101).

 

1570 im Liechtensteinischen Teilungsvertrag ist angeführt, daß der Ort derzeit öd ist, die Hausbrunner im Nutzgenuß der Felder stehen und was die Liechtensteiner als Herren des Ortes an Pfenniggült, Getreideeinkommen und dgl. im Ort erhalten. (Heimat im Weinland-Jg.1962-S.101).

1570 bei der Teilung-Die Orte Niederabsdorf, Palterndorf, Dobermannsdorf, Hausbrunn, Altlichtenwarth und Schönstraß sind zum Landgericht Hohenau vereinigt.  (Heimat im Weinland-Jg.1962-S.101).

 

1570 im Teilungsvertrag, haben die Liechtensteiner die Pfenniggült von 46 ganzen und halben Lehen, was auf eine Zahl von 46 Behausungen zur Zeit des Ödwerdens schließen lassen dürfte.  (Heimat im Weinland-Jg.1961-S.91-93).

 

1591, 28.Mai Testament des Georg Erasmus 120  v.Liechtenstein. Seine Hinterlassenschaft wurde am 28.August zwischen seinen Neffen, Hartmanns II. 118 Söhne und seinem Bruder Hans Septimius 128 getheilt. Das Vermögen, welches Georg Erasmus hinterließ, bestand in der Herrschaft Ravensburg mit allen Herrlichkeiten und Hoheiten, dem Schloß, dem Dorf und Maierhof, nebst allem sonstigen Zubehör, desgleichen dem Markt Bernhardsthal mit allen seinen Herrlichkeiten, Gericht, Nutzungen, Zehnten u.s.w., ebenso in den beiden Ortschaften Ebenfeld, dem Markt Landshut, Reinthal, den Weingärten zu Schrattenberg und Bilawitz; in der Herrschaft Hohenau mit dem Schloß und allem sonstigen Zubehör von Herrlichkeiten und Nutzungen, in Absdorf, Hausbrunn, Schönstraß, Palterndorf, Dobernstorf, Lichtenwart, Ringestorf, Waltersdorf. Alle diese Güter besaß nach dem Vertrage Johann Septimius allein. Da aber der andere Teil, die Söhne seines Bruders Hartmann, den Anspruch an die Hälfte hatten, so trat Johann Septimius ihnen dafür die Herrschaft Herrenbaumgarten sammt allem Zugehörigen und allen davon abhängigen Ortschaften ab. (Falke II.S.104,105).

 

1591 August 28,Rabensburg : Erbteilung zwischen Hans Septimius 128 v.Liechtenstein-Nikolsburg und den Söhnen seines Bruders Hartmann II. 118 (nämlich Karl, Maximilian und Gundacker) auf Grund des Testamentes von Georg Erasmus 120 v.Liechtenstein. Darnach erhalten u.a. die Söhne Hartmanns: Rambspurg, Bernhartßtall,Ebenfeld....Reinthal; Weineinkommen in Schrättenperg....Haußprunn, Schönstraß, Liechtenwart....Markt Herrnpaumgartten samt Zugehör, Schrätenperg, Pottendorf - das öde Dorf- samt Zugehör, Katzlsdorf öde, Rottenlaimb öde, Entzesprunn öde, Wetzelstorff, Wilhelmstorff, Kötzelstorff, Walterskirchen, Maxendorf öde......(Liecht.Gegest.-in Heimatk.Beibl.Nr.7-1956-S.28).

 

1607 Das Liechtensteiner Urbar nennt den Ort Schönstraß ebenfalls öd. (Heimat im Weinland.Jg.-1962-S.101).

 

Hauptursache der Verödung des Ortes Rotenlehm  war wie bei Ebenfeld und Schönstraß die Schwierigkeiten mit der Wasserversorgung durch sinken des Grundwasserstandes bzw.durch Austrocknung. Es hat früher außer dem Bächlein in der Brunnleiten sicherlich noch einen Wasserlauf oder eine Quelle gegeben, an der unser Ort errichtet wurde..... Wie arg die Austrocknung hier fortgeschritten ist, bezeugt der Umstand, daß die Mühlbergbohrung in den ersten Jahren ihres Bestandes von dem einzigen in der Nähe befindlichen Brunnen mit Trinkwasser versorgt werden mußte, den es gab. Und dieser befindet sich am Thorstättenweg.

Gewässer waren früher sicher vorhanden : Bach im Moorthal, Teich beim Ort.

 Es muß auch eine Rodung einstiger Waldbestände gegeben haben. (Heimat im Weinland-Jg.1962-S.101).

 

Anlaß zur Verödung des Ortes waren wohl die unsicheren Zeiten des Vormundschaftsstreites der Habsburger, also die Kriegszüge König Georgs von Podiebrad (1458 und 1468) und der Raubzug Ludwenkos nach Bernhardsthal (1461) Denn 1458 werden in Rotenlehm noch behauste Lehen genannt.

Es wäre allerdings auch möglich, daß Rotenlehm erst in den Ungarnkriegen des Mathias Corvinus (1486-1491) aufgegeben wurde. (Heimat im Weinland,Jg.1963.S.164),.

 

Die Glocken in Hohenau:

Über die älteren Glocken ist fast nichts bekannt.

Um 1700 gab es auf dem Glockenturmvermutlich nur eine Glocke.

1796 kam dann eine neue dazu:“Dem Wiener Glockengiesser Filgrader für eine Glocke ob dem Marktthurm 45,42 Gulden“ (Gemeinderechnung).

Bei der älteren Glocke handelt es sich um jene, die nach dem 30jährigen Krieg aus Rabensburg nach Hohenau gebracht worden ist. Die Schulchronik (1.Teil, S.38) teilt mit, das sogenannte Zügenglöcklein auf dem Glockenturm stamme aus dem nächst Rabensburg im 30 jährigen Krieg zugrundegegangenen öden Dorf;

gemeint ist das öde Dorf Schönstraß.

Wir wissen heute, daß es sich hier nur um eine Sage handelt, denn dieser Ort ist schon viel früher abgekommen.

Möglicherweise wurde 1744 zur Zeit des Neuaufbaues des Turmes eine neue Glocke angekauft, denn diese Jahreszahl trug im Ersten Weltkrieg abgelieferte Glocke.

(Heimatbuch der Marktgemeinde Hohenau. 1966. Seite 163).

 

 

Quellen :  Heimat im Weinland - Jahrgang 1961 - Seiten 91 bis 93.“Das verschollene Schönstraß bei      Hausbrunn“ von Robert Franz Zelesnik.

                Heimat im Weinland - Jahrgang 1962- Seite 100,101.

               Heimat im Weinland - Jahrgang 1963- Seite 164.

               Ingeborg Bogner : Die Liechtensteinischen Herrschaften und ihre Untertanen in der Nordostecke von          Niederösterreich 15. - 19. Jahrhundert.

               Robert Franz Zelesnik :Heimatbuch des Verwaltungsbezirkes Mistelbach. Band II, Seite 72.

Autor: Hans Huysza

Objekt: Obec
Stát: Rakousko
Země/kraj: Dolní Rakousko

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