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Rotenlehm

verschollen

Rothenlehm : (auf dem roten Lehm).

Lage : Nordteil des Burgfriedens von Altlichtenwarth.

Erstnennung : 1289.

Hauptursache der Verödung : Schwierige Wasserversorgung.

Zeit der Verödung : 1486 bis 1491.

(Robert Franz Zelesnik :Heimatbuch des Verwaltungsbezirkes Mistelbach. Band II, Seite 72).

 

Burgfrieden im heutigen Hausbrunn.........Die an der Abzweigung der neuen Straße entstandene „Werkssiedlung Mühlberg“ (Krüppl-Anm.Huysza) liegt also fast an der gleichen Stelle wie das einstige Rothenlehm. (Heimat im Weinland-Jg.1963-S.162,163).

 

Die heutigen Flurnamen „Lange Lehen, Kleine Thorstätten, Kleine Gestößt und Dammeln“ dürften das ehemalige Rothenlehm beinhalten. (Anm.Huysza- nach Heimat im Weinland-Jg.1963-S.162,163).

 

Lage des Ortes (Schönstraß) : Zwischen den Rieden Mittern und Äußern Lehen einerseits und Schieling, Kuhschwänz und Rotenlamäcker andrerseits führt vom Westende Hausbrunns ein Feldweg zum Bernhardsthaler Meierhof, wo einst der verschollene Ort Ebenfeld gestanden ist. Dieser Weg hat den Namen Judenweg; wahrscheinlich zogen hier früher die Händler ihres Weges und hielten im Moorthal, wo ihnen das Bächlein Erquickung bot, Rast. (Heimatk.Beibl.-Jg.1962-S.101).

 

1289 Aus einer Urkunde vom 22.9. erfahren wir, daß Margareta, geborenePiber und verheiratet mit Ruger dem Prant, in Schönstraß  und Rothenlehm Gut ererbt hat. Dieses Gut wurde an Heinrich II. 25 v.Liechtenstein im Tauschweg für einen Besitz in Gösing abgetreten und der Gösinger Besitz im Einverständnis mit dem Schwiegersohn Leutwin von Sonnberg von der Familie Prant an das Stift Göttweig verkauft.

Am gleichen Tag gibt Leutwin von Sunnberg seine Güter zu Schönstraß und Rothenlehm im Tauschweg an Heinrich II. 25 v.Liechtenstein. (Heimat im Weinland-Jg.1961-S.91-93).

 

 

1358 28.9. bestätigt in einer Urkunde Herzog Rudolf IV. der Stifter, daß die Liechtensteiner ihrer Schwester Elsbeth 43 Frau Dietmars von Losenstein, als Heimsteuer mehrere Dörfer versetzen und zwar Waltersdorf (a.d.March, Schönstraß, Rothenlehm, Entzesbrunn und Hauskirchen. (Heimat im Weinland-Jg.1962-S.101).

 

 

1403 veräußerten die Brüder Wilhelm und Jörg die Enczestorffer (Enzersdorf im Thale) das vom Vater Heinrich ererbte Eigen, Lehen und Burgrecht, d.i. den Teil und die Rechte an dem Teich zu Hewmad und den Gründen, die er auf ihren Gütern zu Rotenlaym ausgetränkt und übergangen (überschwemmt) hat, gemäß Beschau und Marksteinen um 300 Pfund Wiener Pfennige an Hans, Heinrich und Hertneid v.Liechtenstein. (Heimat im Weinland-Jg.1963-S.164).

 

1414 im Urbar erwähnt- (Bei Altlichtenwarth) 1 Ganzlehen, 3 Halblehen, 12 Hofstätten und 4 Fleischbänke und ist damit geringer als in den Wüstungen Rotenlehm und Schönstraß. In Altlichtenwarth, Schönstraß und Rotenlehm die Herren v.Liechtenstein Richter von einem Gemerk zum andern. (Burgen u.Schlösser in NÖ. Birken-Verlag bei Altlichenwarth).

1414 Nach dem Liechtensteinischen Urbar haben die Liechtensteiner damals in Rothenlehm 10 Ganz- und 5 Halblehen. (Heimat im Weinland-Jg.1963-S.164).

 

Kirchlich gehörte der Ort nach Altlichtenwarth- Der Pfarrer von Altlichtenwarth hat 1414 ein Drittel vom Weinzehent hat. (Heimat im Weinland.Jg.1963-S.164).

 

Gericht : „Das gericht daselbs ist meiner herrn, aber mit dem tod gen Newnliechtenwart

(St.Ulrich).(Heimat im Weinland.Jg.1963-S.164)

.

1415 am 12.11. verkaufen Hans der Sweinpekch und seine Frau Barbara, Tochter und Erbin des verstorbenen Heinrich des Entzesdorffers, an die Liechtensteiner von ihrem rechten freien Eigen folgende Gülten und Güter : „.....dann 13 Pfund 5 Schilling 6 Pfennig Wiener Gelts zu Ratenlaym auf 7 ganzen, 5 halben Lehen und 3 ½ behausten Hofstätten, dann hier auf Ueberländ und Weingärten 10 Schilling Wiener Pfennig Gelts, dann auf 7 ganzen Lehen ganzen Zehent, großen und kleinen, weiters.....“. (Heimat im Weinland-Jg.1963-S.164).

 

1433 am 13.7. im Liechtensteinischen Teilungsvertrag finden wir den Ort noch angeführt. (Heimat im Weinland-Jg.1963-S.164).

1448 am 13.7.- als Hans (verm.Johann IV.) 57 (möglich auch Johann V.) 67 v.Liechtenstein seinem Diener (Dienstmann) Mert Gwältl und seinen Erben gemäß österreichischem Landrecht allerlei Gülten und Güter in Hohenau und Hausbrunn verleiht, heißt es u.a.:“....weiters 3 halbe Lehen zu Rotenlaym mit je 8 Metzen Weizen und ebenso Gerste, auf 4 ½ Lehen Zehent, großen und kleinen zu Feld und Dorf;.....(Heimat im Weinland-Jg.1963.S.164).

1458 am 13.12. verleiht Wilhelm 64 v.Liechtenstein an Wolfgang Herting, Vormund der Söhne des Mert Fünfkirchers (Veit, Hans, und Bernhard), Stücke und Güter, die letztere später selbst empfangen sollen; darunter : „....10 Schilling Pfennig Gelts zu Ratenlaym auf 2 halben behausten Lehen....( Heimat im Weinland.Jg.1963.S.164).

 

1504 Bei der Liechtensteinischen Teilung wird Rotenlehm nicht mehr genannt, dürfte also damals schon öd gewesen sein.  (Heimat im Weinland-Jg.1963.S.164).

 

 

1540 Nachtrag zur Teilung von 1538 regelt den Besitz der Dörfer Rothenheim, Ober- und Nieder-Ebenfeld, welche nicht in die Teilung gekommen waren. (Falke II.S.82).

 

1540 Vergleich zwischen Hartmann, Hans und Wolf Christoph und den Kindern Leonhards - getroffen über die Dörfer Rottenheim, Ober - und Nieder - Ebenfeld, die weil sie öde Dörfer waren, nicht in die Erbteilung gekommen. (Falke II. S.51).

 

1570 Im Teilungsvertrag heißt es bereits ausdrücklich: „Das Ödt Dorff Rottenlaimb,..“ (Heimat im Weinland.Jg.1963.S.164).

 

1591 August 28,Rabensburg : Erbteilung zwischen Hans Septimius 128 v.Liechtenstein-Nikolsburg und den Söhnen seines Bruders Hartmann II. 118 (nämlich Karl, Maximilian und Gundacker) auf Grund des Testamentes von Georg Erasmus 120 v.Liechtenstein. Darnach erhalten u.a. die Söhne Hartmanns: Rambspurg, Bernhartßtall,Ebenfeld....Reinthal; Weineinkommen in Schrättenperg....Haußprunn, Schönstraß, Liechtenwart....Markt Herrnpaumgartten samt Zugehör, Schrätenperg, Pottendorf - das öde Dorf- samt Zugehör, Katzlsdorf öde, Rottenlaimb öde, Entzesprunn öde, Wetzelstorff, Wilhelmstorff, Kötzelstorff, Walterskirchen, Maxendorf öde......(Liecht.Gegest.-in Heimatk.Beibl.Nr.7-1956-S.28).

 

1644 vom 22.4.Im Urbar der Herrschaft Rabensburg finden wir unter Altlichtenwarth : „Item haben sie Zinsäckher von Rattenlaimb, Zinß auf jede gwandten 6 kr (Kreuzer) und bringt auf Michaeli 54 fl 54 kr.(Heimat im Weinland.Jg.1963.S.164).

 

Hauptursache der Verödung des Ortes Rotenlehm  war wie bei Ebenfeld und Schönstraß die Schwierigkeiten mit der Wasserversorgung durch sinken des Grundwasserstandes bzw.durch Austrocknung. Es hat früher außer dem Bächlein in der Brunnleiten sicherlich noch einen Wasserlauf oder eine Quelle gegeben, an der unser Ort errichtet wurde..... Wie arg die Austrocknung hier fortgeschritten ist, bezeugt der Umstand, daß die Mühlbergbohrung in den ersten Jahren ihres Bestandes von dem einzigen in der Nähe befindlichen Brunnen mit Trinkwasser versorgt werden mußte, den es gab. Und dieser befindet sich am Thorstättenweg.

Anlaß zur Verödung des Ortes waren wohl die unsicheren Zeiten des Vormundschaftsstreites der Habsburger, also die Kriegszüge König Georgs von Podiebrad (1458 und 1468) und der Raubzug Ludwenkos nach Bernhardsthal (1461) Denn 1458 werden in Rotenlehm noch behauste Lehen genannt.

Es wäre allerdings auch möglich, daß Rotenlehm erst in den Ungarnkriegen des Mathias Corvinus (1486-1491) aufgegeben wurde. (Heimat im Weinland,Jg.1963.S.164),.

 

Quellen : Burgen und Schlösser in NÖ. Birken - Verlag. „Vom Marchfeld bis Falkenstein“.

               Heimatkundliches Beiblatt Nr.7 - 1956 - Seite 28.

               Heimat im Weinland - Jahrgang 1963-“Das verschollene Rothenlehm bei Altlichtenwarth“-v.Dir.Robert Franz Zelesnik.

                Robert Franz Zelesnik: Heimatbuch des Verwaltungsbezirkes Mistelbach. Band II, Seite 72.

Autor: Hans Huysza

Objekt: Obec
Stát: Rakousko
Země/kraj: Dolní Rakousko

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