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Rohrau

Aus dem Buch “Schlösser in Österreich“ —        Erster Band Wien, NÖ, ,Bgld. von Laurin Luchner (aus der Bücherei Mistelbach 12/90)

Seite 296 —

 Dieses Schloß befindet sich 1240 in Händen eines Dietrich von Rohrau aus dem Geschlechte der Liechtenstein.

Seit 1287 besitzt es dann die Familie von Stadeck, um 1400 geht es an die Monfort, schon 1524 erwirbt es Leonhard III.von Harrach  .....

 

...........Um das Hauptschloß zu erreichen, musste man von SW her den breiten Wassergraben überqueren und durch den Eckturm den Hof des Vorschlosses betreten. Durch ein Mauertor und über eine 2. Brücke gelangt man zu dem aus der Front des Hauptgebäudes etwas vortretenden fünfgeschossigen, heute verschwundenen, Torturm, der durch ein Zeltdach, außerdem durch eine kleine, offene Laterne und Dachzwiebel abgeschlossen war. Hinter dem Torturm der Innenhof des zweigeschossigen Vierkanters. Merkwürdig, daß damals der Zugang zur Burg auf der dem Dorf abgewandten Seite lag und das Schloß durch ein weites System von Teichen und Wällen von der Sied­lung getrennt war.

Nach dem franciscäischen Kataster sind die Zugänge geändert: der Haupt. bau hatte einen weiteren Zugang an der Hinterfront über eine Holzbrücke und die Vorburg wurde wie heute durch ein Portal im 0-Flügel betreten.

Zu diesem führt heute eine Steinbrücke. Über dem gedrückten Rundbogen im gesprengten Giebel ein Wappenstein. Im Wirtschaftshofe am Ende •Ies rechten Flügels noch der idyllisch gelegene Vierecksturm mit schindelgedeck­tem Mansardendach. Eine Steinbrücke mit Vasen auf Steinpfeilern führt zum Schloßportal mit Resten einer alten Zugbrückenanlage und einem Balkon mit Steinbalustrade darüber. In der klassizistischen Fassade des zweige­schossigen Vierflügelbaues liegt das Tor heute in einem giebelgekrönten Mittelrisalit. Der vierseitige Hof nicht ganz regelmäßig. Ein Bau aus d. 2. H. d. 17. Jh. wurde knapp vor 1800 umgestaltet, was sich besonders bei Stiegen­aufgang, Schloßkapelle und Fassade auswirkte.

 

Im 12. Jh. gehörte Rohrau wie Petronell Zum Besitz der Mkgf. v. Vohburg. Ein Dietrich v. Liechtenstein, Bruder Alberts v. Petronell, tritt um 1220 auf und nennt sich 1233 erstmals nach Rohrau: Dietricus de Rorov bestätigt als Zeuge eine Schenkung Ulrich v. Wülfleinsdorf an Helligenkreuz [FRA 11/11 5. 78] und vollzieht sie. Um 1240 wird R. Markt genannt. Die Liechten­steiner Nebenlinie von Rohrau starb 1278 mit Dietrich III. aus. Seine Tochter Diemud brachte R. ihrem Gatten Leutold v. Stadeck zu.

 

Einen umstrittenen Anteil auf ein Viertel des Hauses zu R. behauptete 1303 Elisabeth, Wwe. des Gf. Perchtram v. Mertesdorf vor Gericht [OÖUB IV 433]. Neben der Burg der Stadecker gab es in R. einen freien Sitz der 1377 von den Stadeckern an die Dörr von Altenburg-Hundsheim verkauft wurde [Ältere Nachricht NÖLA Hs. 117 Augustirierkl. Baden 5. 10 zu 1345]. Nach dem Tode des letzten männlichen Stadeckers 1400 erhielt vorerst Gf. Hermann v. Cilli R. als Reichslehen, 1404 aber Gf. Ulrich v. Montfort-Bregenz, dessen Sohn die Erbtochter Guta geheiratet hatte. Die Montfort hatten auch Besitz in den Nachbardörfern [Bl. Lkd. 1882 S. 166/67 - Winter IV 66]. Kg. Sigis­mund bestätigte als Kg. v. Ungarn 1429 dem Gf. Hugo v. Montfort alle Güter und Einkünfte, die einst Dietrich v. R. auf ungarischem Boden gehabt hatte. Die Burg R., seit 1455 wieder österr. Lehen, wurde 1524 von den Montfort dem Frh. Leonhard v. Harrach verkauft.

Die Topogr. 1510 spricht von dem Gslos Rorau der Liechtensteine v. Murau (steirische Liechtenstein) [f. 188 r]; die Liechtensteine besaßen Lehen des St. Georgsordens in Regelsbrunn und Scharndorf. Die Frh. v. Harrach, die 1524—1890 eine Rohrauer Linie haben, wurden 1627 zu Reichsgrafen erhoben. Seither war R. auch nicht mehr landesfürstliches Lehen, sondern freies Eigen. Die Herrschaft hatte schon seit dem 14. Jh. ihr eigenes Landgericht. 1890 fiel R. an die Rgf. Harrach auf Schloß Prugg in Bruck a. d. Leitha.

(Vischer; Undatierte Landkarte aus A. 18. Jh. (NÖLA B IV 167) U. H. 1932 5. 130; Binder 1 51; Halmer-Karte 19; Dehio 281; Eppel 81, Donin 214,

 

( Burgen u. Schlösser in NÖ. Zwischen Wienerwald u. Leitha. Birken – Verlag 1966. Seite 125 bis 127 ).

 

DIETRICH II. von Rohrau

(Stammtafelnummer 14)

 

erstmals genannt 1265,

vermählt vor 1269 mit Dietmut, Tochter des Albert von Feldsberg und der Gisela von Ort (sie heiratet in 2. Ehe Hartneid von Stadeck, den Bruder ihres Schwiegersohnes und stirbt zwischen 1290 und 1292.)

gest. vor dem 31. Juli 1278.

(Gustav Wilhelm - Stammtafel des Fürstlichen Hauses Liechtenstein, IV-1).

 

Schloss Rohrau

Südlich des Schlosses erstreckt sich der Auwald des Leithaflusses, der jahrhundertelang die Grenze gegen das ehemalige Königreich Ungarn bildete.

Die Lage an dieser historischen Grenze hat auch das Schicksal von Schloss und Herrschaft Rohrau bestimmt.

Rohrau wird erstmals 1230 im Zusammenhang mit einem Dietrich „de Rorow“ aus dem Geschlechte der Liechtensteiner erwähnt.

Von dieser mittelalterlichen Feste sind heute keine sichtbaren Reste mehr erhalten.

1524 kam die „Veste Rorow“ in den Besitz der Grafen Harrach, und schon Leonhard IV., der Sohn des Käufers, dürfte hier im dritten Viertel des 16. Jh. Anstelle der mittelalterlichen Anlage ein Renaissance- Wasserschloss erbaut haben........

(Schloss Harrach – Rohrau, Schnell, Kunstführer Nr. 960 (1971) 1984 – Seite 2 und 3).

 

 

ANDREAS von Rohrau

(Stammtafelnummer 16)

 

genannt 1274.

(Gustav Wilhelm - Stammtafel des Fürstlichen Hauses Liechtenstein, IV-2).

 

 

Schloß Rohrau

Die Herrschaft. deren Name auf die sumpfigen schilfreichen Leithaauen hin­weist. war im 13. Jh. ein Besitz der Liechtensteiner. Sie galt seit 1400 als Reichs-, seit 1455 als österreichisches Lehen und kam 1524 an die Herren von Harrach. die sich seither auch zu Rohrau nannten und in die Rohrauer und in die Brucker Linie teilten. 1550 in den Freiherren-, 1627 in den Reichsgrafenstand erhoben, brachte diese Familie eine Reihe bedeutender Persönlichkeiten hervor und besitzt Rohrau bis heute. Im Kern des Schlosses steckt noch die alte Wasserburg des 16. Jhs., die im 17. Jh. vollkommen ver­ändert wurde. 1722 und Ende des 18. Jhs. erhielt das Schloß, eine breithinge­lagerte zweigeschoßige Anlage aus Brückenbau. Vor- und Hauptschloß um große Höfe. durch Umbauten und die klassizistische Fassadengliederung seine heutige Gestalt. Nach 1955 renoviert. wurde in dem in einem großen Park liegenden Schloß 1970 die weltberühmte Harrach‘sche Gemäldegalerie stil­voll untergebracht.

            ( Burgen u. Schlösser – Ausstell)

Autor: Hans Huysza

Objekt: Obec
Stát: Rakousko
Země/kraj: Dolní Rakousko

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