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Reintal

Von den Zöbingern, die 1232 ausstarben, erbten die Gutrat mit der Hft.Stronegg auch den zugehörigen Besitz in Reinthal, mußten ihn aber vor 1265 (Testament Heinrichs I. v.Liechtenstein) an die Liechtenstein verpfänden. Nach dem Testament sollte er nun der Tochter Ottos v.Gutrat zufallen. (Anm.Huysza- Otto v.Gutrat war vermählt mit Kunigunde 26 v.Liechtenstein- Tochter des Heinrich I. 11 v.Liechtenstein). Durch Heirat kam das ½ Dorf 1304 an die Herren v.Wallsee, die noch 1414 das ½ Dorf nach einem überlieferten Taidingstext innehaben. Die 2.Dorfhälfte kam an Walther v.Taufkirchen und bald mit dem Blutgericht an die Liechtenstein. Splitterbesitz wird von den Liechtenstein aufgekauft. (Burgen u.Schlösser in NÖ. Birken-Verlag)

 

......1265 Mai 31..-Testament Heinrichs I. 11 v.Liechtenstein. Darin wird hinsichtlich der in Satz habenden Einkünfte in Reintal verfügt, daß sie dem Schwiegersohn Otto von Guetrat unter der Bedingung, nichts zu verkaufen, zu versetzen oder zu verleihen, solange zur Nutzung bleiben sollen bis seine Tochter eine Ehe eingeht; dannsollen ihr diese Einkünfte als Morgengabe überantwortet werden. (Falke I.Lt Heimatk.Beibl.Nr.3-1956-S.12).

1300 Oktober 23.- Otto d.J. von Liechtenstein verzichtet  zugunsten der ehrbaren Frau Offmey von Gutrat auf alle seine „Ansprache“ in Reintal. (Bretholz-Lt.Heimatk.Beibl.Nr.3-1956-S.12). Anm.Huysza: Otto müßte der Sohn des Ulrich I.v.Liechtenstein/Murau sein. Gestorben 1311. Bei der Nikolsburger Linie ist kein Otto angeführt.

1391 Auch Friedrich von Pottendorf hat später seinen Antheil an dem Erbe an Johann I. 39 und seine beiden Brüder Hartneid IV. 42 und Georg II. 41 v.Liechtenstein verkauft. Es war dies sein Theil und Recht an der Stadt und der Feste Feldsberg, die freies Eigen war, die Kirchenlehen, Kapellenlehen, Altarlehen und andere geistliche Lehen daselbst; ferner das Gericht daselbst mit Stock und Galgen, die Zehent zu Feldsberg mit ihrer Zugehörung, welche österreichisches Lehen waren; sodann sein Antheil an dem Hof zu Schrattenberg und das Holz genannt der Theim, welches ein Lehen des Bischofs von Regensburg war; endlich noch verschiedene andere Rechten und Zehnten oder Antheile daran, zu Ginzersdorf, zu Krut, zu Pottendorf, zu Reinthal, Wetzelsdorf, Walterskirchen, Erdberg, der Meierhof zu Feldsberg, ein Antheil an Drösing und an der Feste Weissenstein und die Güter Warnstein und Freidegg, alles zusammen um 11.034 Pfund 60 Pfennige. (Falke I.S.367)

1392 17.März,Wien: Hans 39 v.Liechtenstein, Hofmeister Herzog Albrechts III. von Österreich gibt seine Zustimmung, daß Peter Pellisex die Morgengabe seiner Hausfrau Dorothea auf einen Zehent von 3 ganzen Lehen zu Reintal verschreibt. (R.Jenne-Lt.Heimatk.Beibl.Nr.4-1956-S.16).

1399 belehnte Mathias 48 v.Liechtenstein die Herren Christoph,Jakob und Martin von Lach mit Getreidezehenten bei Feldsberg, Heymath, Reinthal u.a.(Wr.Diöz.Bl.1898S.164-Lt.Heimatk.Beibl.Nr.4-1956-S.16).

1414 Im Liechtensteinischen Urbar steht bei Reintal verzeichnet : Ein ganzes Lehen des Richters, das zu Georgi und Michaeli je 1 tal.den.dient;Weisat zu Weihnachten 6 Schill.Pfen.;Weidpfennig 4 tal.den.,ganzer Zehent auf 2 ganze Lehen um 50 Metzen vergeben.

Sodann: „Von erst rugent sie mein herrn von Liechtenstein gewaltigen richter von aim gemerkch zu dem andern und von ainer tarsauln zu der andern halbs gerichtsund den tod gancz und gar; und was auf der strass geschiecht,das sei dem von Wallsee halbs geuallen und mein herrn von Liechtenstain halbs.Item was in den hawsern geschiecht auf der zeil gegen Hewmad,das ist des von Wallsee allain von slechten wandeln, das den tod nicht ruert. Item was in den hawsern geschiecht an der zeil gegen dem Teym, das ist meiner Herrn von Liechtenstain.........(Heimatk.Beibl.Nr.4-1956-S.16).

 

Die Herrschaft Lundenburg 1414.....Nach Lundenburg dient man weiters:...von den Weiden in Bernhardsthal, Reintal, Geltscheinns, Feldsberg und Aloch gemeinsam 1000 Pfennig weniger 1 Helbling, die sog.“Sichelpfennig“, die der Richter von Geltscheins absammelt. (Bretholz.Urbar 1414.S.LIII).

 

1414 Urbar Auch dint man von der waid, und haissent sichelphening, von Pernhartstal, Reintal, Geltscheins, von Veltsperig und von Aloch tawsent phening und ainn helbling, das sol der richter von Geltscheins absamenen. (Berthold Bretholz : Urbar 1414, Seite 139 u.140).

 

1414 weist das Urbar zwei Ortsobrigkeiten in Rheinthal auf und zwar die Herren von Liechtenstein und die von Wallsee, die gleichzeitig in verschiedenen Ortshälften die Ortsobrigkeit innehaben. (Ingeborg Bogner:Die Liechtenst.Herrsch.S.46).

 

1414 ? Das Landgericht wird noch bezeugt für Rabensburg, Ringelsdorf und Reinthal, in Reinthal jedoch für Liechtenstein nur das halbe Gericht und den „Tod ganz und gar“. Was auf der Strasse geschah, das gehörte zur Hälfte den Herren von Wallsee und den Herren von Liechtenstein. Die Dorfgerichtsbarkeit war also geteilt, eine Seltenheit ! Vor das Landgericht kamen Diebstahl, Todschlag, Notzucht und andere schwere Verbrechen.

Diebe hängte man an den Galgen. (Ingeborg Bogner:Die Liechtenst.Herrsch.S.134).

 

Um 1444 ist der Ort tw.verödet (Burgen u.Schlösser in NÖ.Birken-Verlag).

 

1453 13.Juli,Wien : Schiedsgerichtliche Güterteilung des Hans und Heinrich VII. 68 v.Liechtenstein-Nikolsburg nebst Geschwistern und ihres Geschwisterkindes Wilhelm v.Liechtenstein-Nikolsburg. Danach erhalten erstere u.a. das Schloß Feldsberg nebst Stadt und Vorstädten,Geltscheins, Garsental,Ketzleinsdorf,Potendorf,Schretenperg,Beheimischen Krut,Schirmanstorff,Allach,Reintal,Walterskirchen,Erpurkh,Wetzleinstorff,Poystorff,Hederstorff,Wilhamstorff mit ihren Zugehörungen.....(Liechtenst.Reg. in Heimatk.Beibl.Nr.5-1956-S.20).

 

Vor 1461 haben die Liechtenstein die Fam. Rüden, anschließend die Grewl mit dem (Edel-) Hof in Reinthal belehnt. Zum Hofe gehören 3 Halb- und 1 Ganzlehen. (Burgen u.Schlösser in NÖ. Birken-Verlag).

1461 September 13.Mistelbach: Hans 67 (Johann V.) v.Liechtenstein-Nikolsburg verleiht über Bitte an Achatz Greul den Hof samt Zubehör zu Reintall  - früher des Rüden- mit dazugehörigen 3 Halblehen und 1 Ganzlehen gemäß Lehens-und österreichischen Landesrecht.(Liecht.Regest.in Heimatk.Beibl.Nr.5-1956-S.20).

 

Zu 1500 wird in den Liechtenstein Regesten vermerkt, daß Benesch (v.Ebersdorf) dem Christoph III. 69 v.Liechtenstein das Dorf Reinthal mit 1 Edelmannshof, der jetzt mitsamt dem Dorf öde liegt, zusammen 35 ½ Ganzlehen und 12 Hofstätten, verkauft. Fortan ist Reinthal bis 1848 im Besitze der Liechtenstein (Hft.Rabensburg, später Feldsberg). (Burgen u.Schlösser in NÖ. Birken-Verlag).Ergänzung unten.

;jedes Lehen mit 10 Schill. und jede Hofstatt mit 60 Pfen.Dienst von seinem Eigen,vom Lehen-mit Genehmigung des Königs Maximilian I.- den Getreidezehent daselbst. (Heimatk.Beibl.Nr.5-1956-S.20).

 

1504 übergab Christoph III. 69  seinem Sohn  Wolfgang I. 85 v.Liechtenstein nach der Theilung mit seinen Neffen zu eigener Verwaltung „aus väterlicher Liebe und Treue die Festen Ulrichskirchen, Hohenau, Palterndorf  und die Holden zu Falkenstein, Ottenthal, Trässenhofen, Alt= und Neu-Rupersdorf und allen seinen Getraidzehnt, zu Großen-Schweinwart, Mauersdorf, Obern-Siebenbrunn, Glinzendorf, Enzersdorf bei der Donau, Hertenstätten, Kagran, Eipeldau, Meißbierbaum, Reinthal, Hüttendorf, Langendorf und Habern; item allen den Weinzehent zu Mistelbach, Herrenbaumgarten, Falkenstein, Alten-Rupersdorf und Poysdorf“ u.a.). (Falke II.S.39).

1504 Nach der Erbeinigung erhält Christoph III. 69 v.Liechtenstein „getraid zehent und traidgüllt“ u.a. in Altenliechtennbarth, Hawßprunn, Bernhartßthal, Behemischenkrutt und Reintall. (Heimatk.Beibl.Nr.5-1956-S.20).

1504 übergab Christoph III. 69 v.Liechtenstein“aus väterlicher Liebe und Treue“ nach der Güterteilung seinem Sohn Wolfgang I. 85 verschiedene Güter und Gülten zu eigener Verwaltung,darunter den Getreidezehent zu Reinthal. (Heimatk.Beibl.Nr.5-1956-S.20).

1516  schlossen Wolfgang I. 85 und sein Bruder Leonhard 88 v.Liechtenstein einen Vertrag wegen verschiedener Streitigkeiten über Zehent und Bergrecht in Poysdorf und Herrnbaumgarten, über Aecker in Hausbrunn, über Wiesen und Holzgeld zu Palterndorfund über das nicht geteilte Gut Reinthal u.a. /Heimatk.Beibl.Nr.5-1956-S.20).

 

1524 ist von der Dreiteilung des Dorfes Reinthal die Rede. Betr.Georg, Hartmann, Leonhard und Johann v.Liechtenstein. (Falke II.S.27).

1524 Freitag nach St.Veit: wurde durch Schiedsspruch Reinthal, das nicht in die alte Teilung gekommen war, unter Georg VI. 75, Wolfgang I. 85 (gest.1520 !) und Hartmann I. 113 geteilt, da dieses Gegenstand von Irrungen und Streitigkeiten gewesen war (seit 1504). (Heimatk.Beibl.Nr.5-1956-S.20).

 

1530 Juni 30: gibt Pfarrer Johannes Prumbeß von Bernhardsthal als sein Einkommen u.a. an den Treidtzehent zu Bernhardsthal und Reintal zu einem Drittel, zwei Drittel den Liechtensteiner, Weizen 1 ½ Mut, Korn ½ Mut und 2 Mut Hafer; Weinzehent zu Bernhardsthal in gemeinen Jahr 2 Eimer; davon mußte er mit einem alten Priester leben der 6 Jahre keine Messe gelesen hat; gibt ihm Essen und Trinken um Gotteswillen.(Heimatk.Beibl.Nr.5-1956-S.20).

Schon 1568  will man den Fünfkirchen wegen Steuerschulden ihre 4 Holden im Ort entziehen, sie haben sie

 aber noch 1590 in Besitz und verkaufen sie erst 1596 an die Liechtenstein, die nun alle 56 Häuser in Reinthal besitzen und behalten.  (Burgen u.Schlösser in NÖ. Birken-Verlag).

 

1553 versetzt Wolf Christoph 91 v.Liechtenstein den Getreidezehnt zu Mistelbach und Reinthal. Er starb 1553 an der Folge eines Sturzes mit dem Perde bei einem Rennen in der Nähe von Dürnholz.(Falke II.S.54).

1553 26.Juni: Wolf Christoph 91 v.Liechtenstein-Nikolsburg stellt seinen Vetter Georg Hartmann I. 115 v.Liechtenstein-Nikolsburg aug Veldsperg und Steyregg einen Schuldbrief über 448 fl rheinisch 1 Schill. 6 Pfen. aus und haftet dafür mit seinen Gütern in Niederösterreich, insbesonders mit seinem Teil am Getreidezehent zu Mistelbach und Reintall, die bis zur Tilgung der Schuld zur Nutzung überlassen werden.(Liecht.Reg.-in Heimatk.Beibl.Nr.6-1965-S.24)

 

1557 August 30.Nikolsburg: Freibrief Christophs IV. 93 v.Liechtenstein-Nikolsburg für Franz Triskind von Tennemair und Purkchstadl und seine Nachkommen auf Nachlaß von Zins und Robot wegen seiner Dienste. Erstreckt sich auf: 1 Hofstatt auf liechtensteinischem Grund zu Reintall bei der Lahmstetten gegenüber dem Dorf und dem Garten; dann 6 Lehenäcker, in jedem Feld 2 Lehen und 6 Viertel Weingärten, erst ausgesetzt, neben dem Reintaller Gebirge; dann der Oedtlaßwiese, entstanden durch bewilligte Rodung vom alten Teich bis zur Tey - trotzdem die Liechtensteiner in dortiger Gegend die Weide für 10.000 Schafe und 50 Rinder haben. (Liecht.Reg,-in HeimatkBeibl.Nr.6-1956-S.24).

1559 Vergleich zwischen Georg Hartmann I. 115  und Christoph IV. 93 v.Liechtenstein. Darin wird von Reinthal gesagt, daß es nunmehr geteilt werden solle. Wenn Christoph Reinthal verkaufen wolle, habe Georg Hartmann Vorkaufsrecht.. (Falke-lt. Heimatk.Beibl.Nr.6-1956-S.24).

1559 Streitpunkte zwischen Christoph IV 93 und Georg Hartmann I. 115 v.Liechtenstein. Darin heißt es, daß frühere Verträge, wonach Christoph 7000 Gulden an Georg Hartmann schuldig bleibe, in Kraft bleiben sollen; ferner solle jener an diesen 500 Gulden zahlen wegen der Nutzungen der Zehnten zu Reinthal, Ravensburg und Bernhardsthal, wegen der Ruttensteinischen Ausgaben und anderer Ursachen; das Dorf Reinthal, das in keine Theilung aufgenommen, solle nunmehr getheilt werden; wenn Christoph Reinthal verkaufen wolle, so solle Georg Hartmann den Vorkauf haben; Geschütz, Pulver und Kugeln auf Feldsberg, Nikolsburg und Wilfersdorf sollen ordentlich verzeichnet, und wenn dem Kaiser etwas davon verkauft werde, getheilt werden u.s.w. (Falke II.S.85).

 

1566 Hartmann II. 118 v.Liechtenstein schloß mit seinen Vettern, Johanns VI.Söhnen einen Vergleich....Reinthal solle wie schon früher bestimmt, getheilt werden;.... (Falke II.S.87).

1567 kaufte Hartmann II. 118 v.Liechtenstein verschiedene Gülten und Zehnten zu Reinthal, welche Wolf Christophs 91 Wittwe, Katharina von Lamberg gehört hatten, und welche ihr wegen ausstehender nicht bezahlter Steuer von den Verordneten von Nieder-Österreich eingezogen worden waren. (Falke II.S.88).

 

1567 verlieh Wolfgang II. 97 v.Liechtenstein an den Dauid Walt den Zehent zu Reintall von 40 Metzen Weizen und 1 Mut Korn, in Alten Liechtenwart 45 Metzen Weizen, 12 Metzen Korn und 2 Mut 4 Metzen Hafer. (Ständische AktenF-VI-1 im n.-ö.Landesarchiv-in Heimatk.Beibl.Nr.6-1956-S.24).

 

1567 Juli 24,Wien: Die n.ö. Landstände verkaufen die Landsteuer der Gülten der Witwe Katharina (nach Wolf Christoph 91) v.Liechtenstein, geborene Lamberg, 9 Pfd 1 Schill. 28 Pfen. zu Reinthall, Viertel-Getreidezehent zu Reinthall und Bernhardsthal - 1 Mut Weizen und 10 Metzen, ½ Mut Korn und 1 Mut Hafer -, ferner den Weinzehent von ca.2 Dreilling an Wolfgang II. 97 auf Eisgrub um 363 fl 28 ½ Pfen.rheinisch. (Liecht.Regest.-in Heimatk.Beibl.Nr.6-1956-S.24).

 

1568 Juli 23: verwahrte sich der Fünfkircher bei der Landschaft, daß man ihm seinen Besitz in Reintall, den halben Zehent und 4 Holden verkaufen wolle. (Ständ.Akten F-VII-1 im n.ö.Landesarch.-in Heimatk.Beibl.Nr.6-1956-S.24).

1568 September 11,Wien: Die n.ö.Landstände verkaufen die Steuern auf Untertanen des Hans von Fünfkirchen zu Falkenstein an Wolfgang II. 97  v.Liechtenstein, und zwar : zu Reinthall 4 Untertanen, jährlichen behausten Dienst 1 Pfd.4 Schill.Pfen., dann Zehent mit 4 bzw.6 Metzen, seinerzeit des Hans Hundt von Poißdorf; zu Reinthall und Bernhardsthall die 2 Teile Getreidezehent mit jährlich 10 Mut 20 Metzen Weizen, 1 Mut Korn und 2 Mut Hafer; zu Altenliechtenwarth 2 Teile Getreidezehent mit jährlich 10 Mut 20 Metzen Weizen, 20 Metzen Korn und 2 Mut Hafer - seinerzeit des Christoph von Liechtenstein. (Liecht.Regest.-in Heimatk.Beibl.Nr.6-1956-S.24).

 

1569 kaufte Wolfgang II. 97 v.Liechtenstein von den Verordneten in Österreich unter der Enns einige Unterthanen zu Reinthal, einige Zehnten daselbst und zu Bernhardsthal, zwei Theile Getreide zu Lichtenwart, welche Güter wegen Hans Fünfkircher’s ausständiger Landsteuer eingezogen waren.(Falke II.S.61).

 

1570 August 10,Feldsberg: Teilungsvertrag zwischen den Söhnen Georg Hartmann I. 115 v.Liechtenstein. Darnach fällt an Georg Erasmus 120 v.Liechtenstein u.a. die Herrschaft Rabensburg; darunter Bernhardstall

(behauste 6 ganze und 47 halbe Lehen, 28 Hofstätten und 5 Vogtholden). „Item das Pfarrlehen daselbst sambt dem Filial Reintall“; Reinthall, das halbe Dorf, dazu Landgericht und die Dorfobrigkeit; behaustes Gut daselbst : 4 ganze Lehen und 17 halbe Lehen; ferner Ueberland Ackerzins, Weingartendienst, Bergrecht, Kücheneinkommen und Robot usw. (R.Jenne- in Heimatk.Beibl.Nr.6-1956-S.24).

 

1570 Familienvertrag. Georg Erasmus 120 v.Liechtenstein erhält die Herrschaft Ravensburg mit Landshut, Bernhardsthal und Reinthal. Er war kaiserlicher Rittmeister und stand damals  auf Wartgeld.(Falke II.S.89,101 und G.Wilhelm-Stammtafel T.4-XII-12).

Um 1570 Liechtensteinische Einkünfte in Reinthall: Behauster Dienst 21 fl, Weinzehent 2 Dreiling, Getreidezehent 6 Mut Weizen und 4 Mut Hafer. (Heimatk.Beibl.Nr.12-1956-S.44).

1573 September 13,Rabensburg : Georg Erasim (G.Erasmus) 120  Herr v.Liechtenstein-Nikolsburg auf Rabensburg usw. verkauft vom freien Eigen das Dorf Reinthal  samt aller Zugehör an seinen Vetter Wolf(Wolfgang II.) 97 v.Liechtenstein-Nikolsburg auf Wülfersdorf um eine erhaltene Geldsumme gemäß Teilungslibell, nachdem es bei der Teilung der Güter Georg Erasim (Georg Erasmus) zugefallen war.  (Liecht.Reg.-in Heimatk.Beibl.Nr.7-1956-S.28).

1576 Juli 22.: wird in einem Bericht über die Liechtensteinischen Herrschaften „ein Teichl zunächst bey Reinthall gelegen, so ziemlich verwachsen“, erwähnt, in dem 100 Schock  Brut ausgesetzt werden können; zu dem hiesigen Schaflerhof  gehörten Äcker und sonstige Gründe. (Ständ.Akten F-XVIII-1 im n.ö. Landesarchiv.-in Heimatk.Beibl.Nr.7-1956-S.28).

1576 Juli 25 : werden als „Stücke der Katharina v.Liechtenstein“ (Witwe nach Wolf Christoph 91). v.Liechtenstein“ in Reinthal aufgeführt: 20 Pfund 2 Schilling Pfen..behauster Dienst item daselbst 8 neugestiftete Hofstätten. (Ständ.Akten F-XVIII-1 im n.ö.Landesarchiv.-Lt.Heimatk.Beibl.Nr.7-1956-S.28).

1590 hat Georg Ersam (Georg Erasmus) 120  v.Liechtenstein zu Rabensburg die Ortsobrigkeit und 52 Häuser, Hans Bernhard v.Fünfkirchen zu Steinebrunn 4 Häuser. (Burgen u.Schlösser in NÖ. Birken-Verlag und Bereitungsbuch,VUMB,Blatt 93-Lt.Heimatk.Beibl.Nr.7-1956-S.28).).

 

1590 laut Bereitungsbuch - Die Herren von Liechtenstein haben die Ortsobrigkeit und die überwiegende Grundherrschaft. In Reinthall besitzen sie 52 von 56 Häusern. (Ingeborg Bogner-Die liecht.Herrsch.S.46).

Ortsobrigkeit : Herr Georg Ersam von Liechtenstein gen Rabensburg. Weiterer Grundinhaber - Hans Bernhardt Fünfkircher gen Sosenbrunn. (Ingeborg Bogner : Seite 130).

 

1591, 28.Mai Testament des Georg Erasmus 120  v.Liechtenstein. Seine Hinterlassenschaft wurde am 28.August zwischen seinen Neffen, Hartmanns II. 118 Söhne und seinem Bruder Hans Septimius 128 getheilt. Das Vermögen, welches Georg Erasmus hinterließ, bestand in der Herrschaft Ravensburg mit allen Herrlichkeiten und Hoheiten, dem Schloß, dem Dorf und Maierhof, nebst allem sonstigen Zubehör, desgleichen dem Markt Bernhardsthal mit allen seinen Herrlichkeiten, Gericht, Nutzungen, Zehnten u.s.w., ebenso in den beiden Ortschaften Ebenfeld, dem Markt Landshut, Reinthal, den Weingärten zu Schrattenberg und Bilawitz; in der Herrschaft Hohenau mit dem Schloß und allem sonstigen Zubehör von Herrlichkeiten und Nutzungen, in Absdorf, Hausbrunn, Schönstraß, Palterndorf, Dobernstorf, Lichtenwart, Ringestorf, Waltersdorf. Alle diese Güter besaß nach dem Vertrage Johann Septimius allein. Da aber der andere Teil, die Söhne seines Bruders Hartmann, den Anspruch an die Hälfte hatten, so trat Johann Septimius ihnen dafür die Herrschaft Herrenbaumgarten sammt allem Zugehörigen und allen davon abhängigen Ortschaften ab. Sollte aber dieses den jungen Brüdern nicht genügen,so erklärte sich Johann Septimius noch bereit, von der Erbschaft seines Bruders Georg Erasmus  noch Reinthal nebst einigen Einkünften und Rechten von anderen Ortschaften abzutreten. (Falke II.S.104,105).

1591 August 28,Rabensburg : Erbteilung zwischen Hans Septimius 128 v.Liechtenstein-Nikolsburg und den Söhnen seines Bruders Hartmann II. 118 (nämlich Karl, Maximilian und Gundacker) auf Grund des Testamentes von Georg Erasmus 120 v.Liechtenstein. Darnach erhalten u.a. die Söhne Hartmanns: Rambspurg, Bernhartßtall,Ebenfeld....Reinthal; Weineinkommen in Schrättenperg....Haußprunn, Schönstraß, Liechtenwart....Markt Herrnpaumgartten samt Zugehör, Schrätenperg, Pottendorf - das öde Dorf- samt Zugehör, Katzlsdorf öde, Rottenlaimb öde, Entzesprunn öde, Wetzelstorff, Wilhelmstorff, Kötzelstorff, Walterskirchen, Maxendorf öde......(Liecht.Gegest.-in Heimatk.Beibl.Nr.7-1956-S.28).

 

1596 Fürst Karl 131 v.Liechtenstein. Sein erster ziemlich bedeutender Ankauf, durch den er seinen Besitz vermehrte - indem er von Hans Bernhard von Fünfkirchen die demselben gehörigen Besitzungen zu Poisdorf, Herrenbaumgarten, Kruth, Walterskirchen, Reinthal, Bernthal und Kätzelsdorf erwarb. (Falke II.S.229).

 

1596 April 20, Feldsberg: Kaufvertrag zwischen Karl 131 v.Liechtenstein-Nikolsburg- für sich und seine Brüder Maximilian 138 und Gundacker 139 - und Hans Bernhard Fünfkirchen zu Steinaprunn, wonach der Fünfkircher alle erbeigentümlichen Güter im Markt Poisdorf, Herrn-Baumgarten - ausgenommen die 2 Roggendorfischen Lehen - und Khrut, dann im Dorf Wilhambstorf, Maxendorf, Wezlsdorf, Walterskirchen, Reinthal, Bernhardsthal und Käzlstorf verkauft. Damit werden u.a. auch die Streitigkeiten wegen des Reinthaler Teiches bereinigt. (Liechtenst.Regesten- in Heimatk.Beibl.Nr.7-1956-S.28).

 

1596 April 22, Feldsberg : Hans Bernhard Fünfkircher zu Steinaprunn verkauft an Karl 131 v.Liechtenstein-Nikolsburg - auch für seine Brüder Maximilian 138 und Gundacker 139 - den obern und untern Freyhof im Markt Poistorff, den Freyhof im Markt Böhamischen Khruth samt Zugehör, den Freyhof zu Herrnpaumbgartten..., dann die Zehente und Dienste zu Feld und zu Dorf in Poistorf, Herrnpaumbgartten, Behamischen Khrutt, Wözlstorff, Walterskhirchen, Reinthall, Bernhartestall und Käzelstorff samt Zugehör. (Liecht.Regesten-in Heimatk.Beibl.Nr.7-1956-S.28).

1596 April 24.Wien: Die n.ö.Landstände verpfänden für jährlich 2650 fl.rheinisch an Karl 131 v.Liechtenstein-Nikolsburg, dessen Brüder und Erben das duplierte Zapfenmaß auf weitere 3 Jahre ab Georgi u.a. folgender Flecken und Oerter : Markt Wilfersdorf, Markt Mistelbach, Puelndorf, Khöttelsprunn, Lanzendorf, Eberstorff, Liechtenwart, Hausprunn, Flecken Rabenspurg, Bernhartsthall, Reinthall, Herrnpaumbgartten, Schrätenperg, Kazelstorff, Kezelstorff. (Liechtenst.Regest.-in Heimatk.Beibl.Nr.7-1956-S.28).

 

1596 am 20.April verkaufte Hans Bernhardt Fünfkircher zu Steinabrunn um 36.000 Gulden rheinisch und 300 Dukaten Leitkauf seinen Besitz im Markt „Poisdorf, Herrn Paumbgartten und Kruth, dann im Dorff Wilhalmbstorf, Maxendorf, Wezlstorf, Walterskhirchen, Reinthal, Bernhardsthal und Käzlstorf gelegen, alles für Erb und frey Aigenthumb, allein die zwei Lehen zu Herrn Paumgartten, Rogendorfferische Lehen ausgenommen“, an Karl von Liechtenstein und seine minderjährigen Brüder. (Liane Pec-Ortschronik Herrnbaumgarten.1994.S.49).

 

1613 Mai 12 : Den Zehent von Reinthal nahm Karl 131v.Liechtenstein dem Pfarrer von Bernhardsthal weg und gab diesem nichts. „Auf viel anhalten“ ließ er ihm durch seine Kanzlei sagen, er sei ihm nichts schuldig. (H.Hlawati-in Heimatk.Beibl.Nr.7-1956-S.28).

 

1625 Juli 12 : werden wegen Steuerschulden dem Fürsten Karl 131 v.Liechtenstein von der n.ö. Landschaft in Reintal 53 besetzte und 3 unbesetzte Häuser verpfändet; Richter ist Georg Folz. (Arch.Stetteld.Anschlagbuch VII,fol.360-in Heimatk.Beibl.Nr.7-1956-S.28).

 

ca.1690  Mit Genehmigung des Hochfürstlich Passauer Unterennser Konsistorium in Wien wurde, da dies von der Gemeinde 1689 wegen der Pest gelobt worden , mit Mühe,Fleiß und Unkosten auf dem Reinberge auf dem Platze, den Fürst Johann Adam 157 v.Liechtenstein dafür geschenkt hatte, eine Kapelle erbaut und 1689 vollendet.  Am 1.Mai 1690 feierte mit Erlaubnis des Konsistoriums der Dechant und Pfarrer Antonius Pally das erste Meßopfer darinnen. Damaliger Pfarrer von Bernhardsthal : Johann Joseph Mariasi, Dorfrichter in Reinthal : Martin Tanzer. (Alte Gemeindechronik v.Reintal-in Heimatk.Beibl.Nr.9-1956-S.32).

 

1691 April 21, Fürst Maximilian (Jakob Moritz) 182 v.Liechtenstein bringt dem Konsistorium zur Kenntnis, daß die Kapelle zu Reinthal fertiggestellt wurde. Die Reinthaler halten sich aber nicht an die Messeerlaubnis, sie lassen, abgesehen von den erlaubten Tagen, die Messe lesen, wann es ihnen beliebt. Nun haben sie einen Glockenturm mit einem schönen Geläute aufgerichtet, woraus zu ersehen , daß sie aus der Kapelle eine richtige Kirche machen wollen. (Visitationsb.?-lt.Heimatk.Beibl.Nr.9-1956-S.32).

 

1785 November 28 : Den Friedhof hat Fürst Aloys 267 v.Liechtenstein im Jahre 1785 auf eigene Kosten unter Leistung der Robot durch die hiesige Gemeinde errichtet. Der erste Tote, der hier begraben wurde, war ein Kind des Thomas Ertl; als erster Nachbar wurde hier Michael Grusch bestattet. (Heimatk.Beibl.Nr.10-1956-S.37).

 

1787 ließ Fürst Aloys Joseph I. 267 v.u.zu Liechtenstein, nachdem am 16.März 1784 Reinthal zu einer selbständigen Pfarre erhoben und der frühere Kooperator in Bernhardsthal, Peter AntonWallon, als erster Pfarrer investiert worden war, als Patronatsherr das Pfarrgebäude (Pfarrhof) auf eigene Kosten unter Robotleistung der Gemeinde erbauen. (Alte Gemeindechr.-Lt.Heimatk.Beibl.Nr.10-1956-S.37).

 

1795 laut Topographischen Landschematismus ist Reintal im Besitz der Liechtensteiner. Diese haben die Ortsobrigkeit und die alleinige Grundherrschaft. (Ingeborg Bogner:Die Liecht.Herrsch.S.50).

 

1795 Nach dem Landschematismus übte die Liechtensteinische Herrschaft Feldsberg das Landgericht aus. (Ingeborg Bogner:Die Liechtenst.Herrsch.S.134,135).

 

1796 April,Wien: Über Bitte der Gemeinde Reinthal bezahlte Fürst Aloys 267 v.Liechtenstein die Restschuld von 65 fl 53 kr für das Umgießen der großen Turmglocke bei den Meistern Filgrader und Hofbauer. Die Gemeinde trug dazu 20 fl bei. Diese große Glocke war am 15.Juli 1689 angeschafft worden und am 26.Dezember 1795 zersprungen. (Alte Gem.Chronik-Lt.Heimatk.Beibl.Nr.10-1956-S-37).

 

1799 ist der „Kotter“ von der Herrschaft unter Leistung  der Zug- und Handrobot durch die Gemeinde gebaut worden.  (Alte Gem.Chronik-Lt.Heimatk.Beibl.Nr.10-1956-S.37).

 

1800 April 18: verkaufte die Gemeinde Reinthal mit Bewilligung der Herrschaft die alte Schule an Martin und Lorenz Mauer um 449 fl; dafür wurdeim Jahre 1801 „auf eigene Kosten ein Gemeindehäußl erbauet“. (Alte Gem.Chronik-Lt.Heimatk.Beibl.Nr.10-1956-S.37).

 

1822 nach dem Topographischen Landschematismus besitzen die Liechtenstein die Ortsobrigkeit und die ausschließliche Grundobrigkeit in Reinthall. Mit der Herrschaft Feldsberg.  (Ingeborg Bogner:Die Liechtenst.Herrsch.S.55 u.130).

 

 

1822 Nach dem Landschematismus besass die Herrschaft Feldsberg mit Delegation der Herrschaft Rabensburg das Landgericht. (Ingeborg Bogner-S.136).

 

 

1852 kaufte der Bürgermeister den fürstlichen Ziegelofen für die Gemeinde an. (Pfarrchr.-Lt.Heimatk.Beibl.Nr.12-1956-S.44).

1859 wurden die gemeinsamen Weidegründe zwischen der Gemeinde und der Liechtensteinischen Gutsverwaltung geteilt. Auf Grund eines von dieser gewonnenen Prozesses wegen dre Ortsried, mußten weitere 4 Joch guter Ackergrund abgetreten werden (Nähe des Theimwaldes)(Pfarrchr.-Lt.Heimatk.Beibl.Nr.12-1956-S.44).

1862 baute die Liechtensteinische Gutsverwaltung erstmals in Reinthal zwei Breiten Zuckerrüben und lieferte den Zentner um 60 kr in die Zuckerrübenraffinerie Lundenburg.(Pfarrchr.Lt.Heimatk.Beibl.Nr.12-1956-S.44).

 

1871 herrschte Schnittermangel; auf einem fürstlichen Acker wurde hier Gerste zum ersten Male mit der Mähmaschine gemäht. (Pfarrchr.Lt.Heimatk.Beibl.Nr.12-1956-S.44).

 

1883....Unter Bürgermeister Josef Grusch und Ortsschulratsobmann Josef Stix wurde die Jagd auf 25 Jahre an den Fürst Liechtenstein um 9020 fl verpachtet und der Schulbau zum Großteil finanziert. (Heimatk.Beibl.Nr.12-1956-S.44).

 

 

Pfarrkirche - Altarblatt, Hl.Dreifaltigkeit vor Goldgrund, A.20.Jh., 1914 vom Fürsten Liechtenstein gestiftet, in älterem marmoriertem Holzrahmen, 1.H.19.Jh.; (Dehio 1990).

 

Für Kirche und Pfarrhof war der Fürst von Liechtenstein bis 31.12.1968 als Patronatsherr zuständig.

(Schreiben der Gutsverwaltung vom 23.7.1970. A rchiv Huysza).

 

Pfarrhof : Die Pfarrhöfe Reintal und Hausbrunn wurden mit dem gleichem Bauplan errichtet. Der Grund war                        die Ersparnis bei den Planungskosten. (Mündliche Mitteilung von Hr.Dir.Wittmann am                        26.10.1997- ehem. Hauptschuldirektor in Mistelbach-wohnt Waisenhausstr.Mistelbach).

 

Die zum Gute Wilfersdorf gehörigen Patronatsobjekte

 

Gemeinde             Dobermannsdorf Kirche                                   u. Pfarre

                „              Nieder-Absdorf    Kirche                                   u. Pfarre

                „              Ringelsdorf           Kirche (ohne Turm)            u.Pfarre

                „              Katzelsdorf          Kirche                                   u.Pfarre

                „              Reinthal                Kirche                                   u.Pfarre

                „              Bernhardsthal      Kirche                                   u.Pfarre

                „              Wilfersdorf           Kirche                                   u.Pfarre

                „              Kettlasbrunn        Kirche (oberer Teil des       u.Pfarre

                                                               Turmes  der Gemeinde)

                „              Hausbrunn           (Kirche ohne Turm)            u.Pfarre

                „              Alt-Lichtenwarth Kirche                                   u.Pfarre

 

 (Inventur und Schätzung Wilfersdorf - Rabensburg 1929. Seite 136 bis139).               

 

1929 Liechtensteinbesitz in der Gemeinde Reinthal:

76,7907 ha Acker                  Bon.1-7

  3,5864 ha Wiesen

  0,1996 ha Gärten

  0,6995 ha Hutweide

  1,3805 ha Bauarea

  6,3862 ha  steuerfreie Fläche

(Inventur und Schätzung Wilfersdorf-Rabensburg 1929. Seite 18

 

89,0429 ha Gesamtfläche = alles unter Oekonomieverwaltung (Seite 29,30).

 

Hof Reinthal - Oekonomie- Betrieb in Eigenregie - 87,2712 ha

(Inventur und Schätzung Wilfersdorf - Rabensburg 1929. Seite 37).

 

 

Beschreibung der Oekonomiegebäude-

 

Meierhof Reinthal, Gemeinde Reinthal :

 

I. Wirtschafterwohnung, Nr.135, B.P,1.- 397 m² verbaute Fläche, massiver Unterbau, Ziegel gedeckt; ebenerdig, teilweise unterkellert, teilweise gewölbt, teilweise Stukkaturdecke, teilweise Tramdecke. Stehender alter massiver Dachstuhl.

1 Wohnung: 3 Zimmer, 1 Kabinett, 1 Küche, 1 Speis, 1 Kammer, 1 Vorraum.

1 Wohnung bestehend aus: 2 Zimmer, 2 Kabinette, 1 Küche, 1 Vorraum, als Magazinsräume benützt.

Weiters 1 Waschküche, 1 Schweinestall mit 2 Abteilungen, Boden wird als Schüttboden benützt. Bauzustand schlecht.

 

II. Waschküche und Schweinestallungen und Holzschopfen: 17 m² verbaute Fläche, Tramdecke einfacher Dachstuhl, Waschküche wird zur Kartoffelunterbringung verwendet.

2 Schweinestallungen mit je 1 Abteilung an Waschküche angebaut; 1 Doppelklosett, Holzschopfen ohne Zwischendecke. Flugdach, Bauzustand mittel.

 

III. Arbeiterwohnung, Nr.135 a, B.P.1.- 100 m² Baufläche, massiver Unterbau, Ziegel gedeckt; ebenerdig, Tramdecke, einfacher Dachstuhl, 2 Wohnungen bestehend aus je 1 Vorraum, 1 Küche, 1 Zimmer, 1 Kammer, Boden. Bauzustand gut.

 

IV. Schweinestallungen und Holzlagen.- 40 m² Baufläche. Unterbau massiv, Ziegel gedeckt; 2 Schweinestallungen mit je 1 Abteilung, 2 Holzlagen, Tramdecke, einfacher Dachstuhl, Boden als Hühnerstall. Bauzustand mittel.

 

V. Pferdestall für 6 Pferde und Schweinestall, B.P.1 - 242 m² verbaute Fläche, massiver Unterbau, Ziegel gedeckt, ebenerdig, Tramdecke, einfacher Dachstuhl, Boden als Heuboden.

Pferdestall für 9 Pferde, Schweinestall mit 11 Abteilungen und 1 Schweineküche. Bauzustand schlecht.

 

VI. Rinderstall und Futterkammer.- 834 m² verbaute Fläche, massiver Unterbau, Ziegel gedeckt; ebenerdig, auf Traversen gewölbt mit eisernen Stützpfeilern, stehender Dachstuhl, 1 Stall für 32 Stück anschließend Futterkammer, dann 1 Stall für 40 Stück und anschließend 1 Stall für 18 Stück. Boden als Heuboden. Bauzustand gut.

 

VII. Milchkühl- und Waschraum.- 17 m² Baufläche, aus Holz, Dachpappe gedeckt; ebenerdig, Kühlraum Tramdecke stukkaturt, Waschraum ohne Decke, Flugdach. Bauzustand mittel.

 

VIII. Arbeiterwohnung, B.P.2556/2.- 431 m² Baufläche, massiver Unterbau, Ziegel gedeckt, ebenerdig, nicht stukkaturt, Tramdecken, gewöhnl. Dachstuhl. Boden als Schüttboden; 4 Wohnungen mit je 1 Zimmer, 1 Küche, 1 Kammer, Saisonarbeiterwohnung: 2 grosse Zimmer, 1 Küche, ferner 2 gemeinsame Gänge und 1 grosse Küche. Bauzustand gut.

 

IX. Anschließend Kleinviehstallungen und Holzlage.- 58 m² verbaute Fläche, ohne Decke, Flugdach mit Ziegeleindeckung. Bauzustand mittel.

 

X. Getreideschopfen, B.P.1.- 360 m² Baufläche. Ziegelsockel mit Zangenpfeiler, Ziegeldach, offener Schopfen mit 5 Feldern. Bauzustand gut.

 

XI. Geräteschopfen, im Hofe, B.P.1.- 118 m² Baufläche, Ziegelsockel mit Bretterverschalung, mit Dachpappe gedeckt; flaches Dach, 2 zweiflügelige Tore. Unterbringung von Geräten, Maschinen, Kunstdünger, etc.

 

 

XII. Ausserdem 3 kleine Flugdachschopfen offen, teils Rohr, teils Dachpappe eingedeckt, zur Unterbringung diverser Geräte. Bauzustand schlecht.

(Inventur und Schätzung Wilfersdorf-Rabensburg 1929. S.72-74).

 

Anfangsinventur zur Goldbilanz. Oesterr.Anteil:

Ausweis über den Stand der Gebäude und deren Bewertung mit 1.Jänner 1925

Gemeinde Reinthal:

Nr. 135.  P.Nr.1, Meierhof samt Nebengebäuden.

Nr. 135a P.Nr.1, Knechtewohnung

Nr. 135b P.Nr. 2556/2 Arbeiterkaserne

Nr.  - -     P.Nr. 1179/3 Getreideschopfen.

(Schätzungen der Zivil-Bauobjekte-Gut Feldsberg österr.Anteil 1.1.1925 für die Feuerversicherung).

 

Der Gutshof Reintal wurde 1988 an die Familie Thiem verkauft. Der Hof dient als Landwirtschaftsbetrieb und Reitstall. (Anm.Huysza).

 

Feldsberg Pfarre

Amtsblatt der k.k. Bezirkshauptmannschaft Mistelbach, Nr. 52, 30. Dezember 1909, 27. Jahrgang – Seite 207 –

„Laut Mitteilung des fürsterzbischöflichen Ordinariates in Wien vom 23. November 1909, Z.12265, wurde der bisherige Kooperator in Feldsberg Karl Pleyer am 23. November 1909 auf die Pfarre Reinthal kanonisch investiert „.

 

Quellen : Jacob von Falke : Die Geschichte des Fürstlichen Hauses Liechtenstein. Band I.Seite 367.

Jacob von Falke : Die Geschichte des Fürstlichen Hauses Liechtenstein. Band II.Seite 39,54,61,85,87,88,89,101,104,105,229.

               Burgen und Schlösser in NÖ. Birken - Verlag, „Vom Marchfeld bis Falkenstein“. Seite 119.

               Dehio 1990 - Seite 961.

               Heimatkundliches Beiblatt-Nr.3-1956-Seite 12 „Regesten und Notizen zur Geschichte von Reinthal“-von Hans Spreitzer.

               Heimatkundliches Beiblatt-Nr.4 - 1956-Seite 16.

               Heimatkundliches Beiblatt-Nr.5-1956-Seite 20

               Heimatkundliches Beiblatt-Nr.6-1956-Seite 24.

               Heimatkundliches Beiblatt-Nr.7-1956-Seite 28.

               Heimatkundliches Beiblatt-Nr.9-1956-Seite 32.

               Heimatkundliches Beiblatt-Nr.10-1956-Seite 37.

               Heimatkundliches Beiblatt - Nr.12 - 1956 - Seite 44 - „Regesten“ w.o.

               Schreiben der Gutsverwaltung vom 23.7.1970. Patronatsfragebogen.

              Ingeborg Bogner: Die Liechtensteinischen Herrschaften und ihre Untertanen in der Nordostecke von          NÖ. 15.- 19.Jhdt.

 

Autor: Hans Huysza

Objekt: Obec
Stát: Rakousko
Země/kraj: Dolní Rakousko

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