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Prinzendorf

Um 1120 gab Hadmarus Spede, später Hugo 1 v.Liechtenstein, endlich Udalricus asinus Besitz in Prinzendorf an Klosterneuburg.(FRA II/4 Nr.69,192,421). Traditionsnotiz um 1140 nach welcher „Huc de Lihtensteine“ ein beneficium zu Prunsendorf  (Prinzendorf, östlich von Mistelbach dem Stift überließ.

 

.......Das gemeinsame Auftreten Hugos 1 v.Liechtensteinmit den bedeutendsten Weinviertler Ministerialen wie Heinrich v.Mistelbach und Wernhart von Falkenstein darf als Beweis dafür gewertet werden, daß seine Sippe zur Spitze der dortigenMinisterialität zählte, was wieder einen entsprechenden Grundbesitz in diesem Gebiet zur Voraussetzung hatte.

Daß das letztere zutraf, bestätigt eindrucksvoll eine Klosterneuburger Traditionsnotiz um 1140 nach welcher „Huc de Lihtensteine“ ein Beneficium zu Prunsendorf Prinzendorf, östlich von Mistelbach) dem Stift überließ. Dieser Besitz Hugos in Prinzendorf beweist recht anschaulich die Bodenständigkeit  der damaligen Liechtensteiner im Weinviertel, was durch einige Verfügungen von Hugos Nachkommen überzeugend bestätigt wird. (Heimat im Weinland Jg.1980-S.309-321.“Das Rabensteiner Gut“).

 

....Die erste Nachricht über Ebendorf bringt uns der Klosterneuburger Traditionskodex aus der Zeit um etwa 1140 ( Fontes rerum Austriacarum 2. Abtlg. Bd.4, Nr. 192). Sie ist in lateinischer Sprache verfaßt und lautet in deutscher Übertragung wie folgt: „ Ferner tun wir kund, daß Hugo von Liechtenstein ein Lehen, gelegen zu Prumsendorf (Prinzendorf) dem Altar der hl. Maria in Neuenburch (Klosterneuburg) übergab und daß dies durch das Zeugnis folgender Unterzeichneter bestätigt wird: Hertwich von Ebendorf, Ruodwin von Neuenburc, Regnolt von Altmannesdorf, Eberhard und Rapot von Walchuoneschirchen (Walterskirchen), Heinrich von Mistelbach, Oldrich von Rute.“

Hertwich von Ebendorf , der Spitzenzeuge, wird bloß dieses einemal und sonst nirgends mehr erwähnt.

Nun war es aber zu dieser zeit Brauch, daß Adelsherren von den Schreibern der Urkunden einmal nach dieser, einmal nach jener ihrer Besitzungen genannt wurden.

Fest stand damals nur der Rufname, hier also Hertwich ist Hartwig, während der Zuname jeweils wechselte.

Wir werden also Hertwich von Ebendorf sonst unter anderem Zunamen zu suchen haben.

Seine soziale Stellung oder seine Bedeutung für die beurkundete Rechtshandlung geht aus seiner Reihung an der Spitze der Zeugen hervor; denn die Reihung der Zeugennamen in Klosterurkunden entspricht stets bestimmten Regeln. Wenn wir somit hier Hertwich von Ebendorf weit vor Heinrich von Mistelbach (einem bedeutenden Dienstmann des Landesfürsten) stehen sehen, so muß das seinen besonderen Sinn gehabt haben.

Mit höchster Wahrscheinlichkeit ist damit zu rechnen, daß er nicht demDienstmannen-(Ministerialien-) stand angehörte, sondern ein sogenannter Hochfreier gewesen ist, ein Angehöriger jenes Standes, dem der Landesfürst, die Grafen und Freiherren jener Zeit, die großen Gerichtsherren also, zugehörten.

Ein solcher als erster Zeuge der Schenkung eines Lehens in Prinzendorf seitens Hugo von Liechtenstein ( den Ahnherrn der heutigen Fürsten und Sohnes des gleichnamigen Begründers der Orte Hauskirchen, ist „Hugeskirchen“, und Hausbrunn, ist „Hugesbrunn“) muß aber hier seine bestimmte Bedeutung gehabt haben.

Man wird kaum fehlgehen, wenn man ihn als den Lehensherrn des geschenkten Gutes ansieht, der also durch seine Zeugenschaft die Schenkung seines Lehensträgers, des Liechtensteiners, bestätigte und ermöglichte.

( „Der Klosterneuburger Hof in Ebendorf und die Gründung des Ortes“ von Dr.H. Mitscha-Märheim im Heimatk. Beiblatt zum Amtsblatt der BH Mistelbach, Nr.4, April 1959, Seite 13).

 

Prinzendorf gehörte zum Rabensteiner Gut der Liechtenstein (12./ 13.Jh.), das 1315 bei einer Besitzteilung der Hagenberger und Baumgartner an Herrnbaumgarten fiel. (Burgen u.Schlösser in NÖ.Birken-Verlag.S.91-93).

 

1344 gab Alber  v.Liechtenstein die Vest zu Prinzendorf seinen Schwägern Eberhart und Heinrich v.Wallsee. (Burgen u.Schlösser in NÖ. Birken-Verlag).

 

1506 gibt Maximilian I. den Sitz dem Wolfgang I. 85 v.Liechtenstein zu Lehen. (Burgen u.Schlösser in NÖ. Birken-Verlag).

1506 verlieh Kaiser Maximilian dem Wolfgang I. 85 v.Liechtenstein den Sitz Prinzendorf mit allen Zugehörungen, sowie den Hof zu Poisdorf. (Falke II.S.39).

Durch die Heirat der Susanne (Anna Susanna) 122 v.Liechtenstein kam der Sitz 1569 an Bernhard I. Gf.v.Hardegg. (Burgen u.Schlösser in NÖ. Birken-Verlag).

 

1531 wurde Leonhard I. 88 v.Liechtenstein sammt seinen Neffen Johann VI. 89 v.Liechtenstein mit dem Sitz Prinzendorf und seiner Zugehörung von König Ferdinand I. belehnt. (Falke II.S.43).

 

1558 12.Februar petitionirte Georg VII. 96 v.Liechtenstein um Prinzendorf, welches der Kaiser ihnen aufs Neue in Gnaden verleihen möge, da sie es schon vorher besessen hätten. Der Kaiser willigte auch in dieses Gesuch unter dem 29.Februar 1560, und es wurde am 26.März desselben Jahres der Regierung aufgetragen, über das Amtslehen Prinzendorf den Lehensbrief in Sr.Majestät Namen auszufertigen und den Herren von Liechtenstein zuzustellen. (Falke II.S.56).

 

1566 verlieh Wolfgang II. 97 v.Liechtenstein an Georg Neuhäuser als Lehensträger für seines Bruders Balthasar Kinder die Feste Prinzendorf. (Falke II.S.60).

 

1610 war Susanne noch die Herrschaftsinhaberin. (Burgen u.Schlösser in NÖ. Birken-Verlag).

 

Quellen : Burgen und Schlösser in NÖ. Birken - Verlag. „Vom Marchfeld bis Falkenstein“.

               Jacob von Falke : Die Geschichte des Fürstlichen Hauses Liechtenstein. Band II. Seite 39,42,56,60.

                Heimat im Weinland : Jahrgang 1980. Seite 309 bis 321.“Das Rabensteiner Gut“.v.Anton Kreuzer.

Autor: Hans Hyusza

Objekt: Obec
Stát: Rakousko
Země/kraj: Dolní Rakousko

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