Čeština English Deutsch

<< Červenec >>
Po Út St Čt So Ne
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
29 30 31 1 2 3 4

Pottschach

Erwerbung: .................Im Jahre 1830 wurden die beisammen in Niederösterreich gelegenen Güter Stuppach, Pottschach, Schottwien, Klamm und Ziegenberg zusammen um 125.000 Gulden von der Gräfin Karoline Sternberg, geborene Gräfin von Walsegg, erworben.

(Falke III. Seite 335).

 

1830 – 1882: Die Liechtensteiner besitzen das Schloss Pottschach.

(„Die Pottschacher Kirche im Wandel der Zeit“- Seite 88).

 

AT-OeStA/AVA Verkehr Reg.v.EG SBG A 66.11

Titel: Grundüberlassung durch Fürstlich Liechtenstein'sche Gutsverwaltung Pottschach für Hotel-Straßenbau am Semmering; Ablehnung der Verpachtung der Rauschquelle an Südbahngesellschaft seitens Fürstlich Liechtenstein'scher Gutsverwaltung Pottschach

Entstehungszeitraum: 1881

Stufe: Akt (Sammelakt, Grundzl., Konvolut, Dossier, File)

Die geschlossene Reihe der Pfarrherren in Pottschach:

.....10. Johann Georg Möhler 1699-1712

(„Die Pottschacher Kirche im Wandel der Zeit“- Seite 95).

 

 

 

EIN WUNDERLICHER KOPF

So bezeichnete der Erzpriester von Weizberg den Pfarrer Johann G. MÖHLER, der von 1699 bis 1712 Pfarrer von Pottschach war.

In dem von ihm angelegten Trauungsbuch A lesen wir am Ende mancher Jahre humorvolle zusammenfassende Eintragungen. So z.B. 1708: „Hanns Geörg Möhler Pfarrer alhie hats bis auf des Todts seine Senßen verbändlet, verknüpfet und verbunden.“ Und 1710:,,.. .hat ihnen den gordischen Knopff geflochten.“

Im Jahre 1699 errichtete er das Sterbebuch A. Darin berichtet er des öfteren kurz und packend vom Leben und Sterben manches Pfarrbewohners: „19. Dezember 1706: Hanns Michl Marz von dem Virmontischen Regiment ein Soldat, so im Durchmarsch halb zu Todt geprüglet worden und hernach gestorben...“ .. „6.Februar 1707: Bartholomäus Raab, ein In­wohner und Schuester alhie, welcher in der Beredsambkeit und guter Manier nit bald seinesgleichen gehabt.“ - „25. July 1708:

Des Andre Rotenstainer in der Au seine Tochter hat sich selber verbrennet, welche nichts als Seel und ein Menschengestalt gehabt, sonsten ein Wundergeschöpff anzusehen, und ihr Thuen und Laßen wunderbahrlich war. 20 Jahre alt.“ - „8. November 1710: Veit Zuckhenhuet von Mördern den 4. Oktober in aigner Behausung zerstochen.“ - „19. August 1711: Peter Traitler, Hoffmayr, auf der Pachwißen unter dem Nußbaum gäh von dem Donner erschlagen, dem Gott genad.“

 

Auf der Deckelinnenseite des Taufbuches A vermerkte er seine Leistungen für Pfarrhof und Wirtschaft: „Nach angetrettener Pfaar habe ich....anno 1699 den öeden und wüesten garten mit allerhand ...(unleserlich!) selbsten außgesezet, anno 1700 S:V:

(salva venia = mit Verlaub) zwey ställ gebaut, anno 1702 den aufgang gebauet, zuvor ist man über ein hilzene Stiegen durch die Kuchl aufgangen, anno 1703 den Stadl von grund auf gebauet, welchen der Schnee zusammen gedruckhet, anno 1709 das Mayrhaus von grien Anger aufgebaut, zuvor stund aldort ein hilzene Hütte. Vnnd dißes alles auf aigene Vnkosten.“ Der Erzpriester bestätigte gern, daß Möhler „den Pfarrhofbau in guetten stand gericht“.

 

1708 teilte der Pfarrer dem Salzburger Erzbischof mit, daß er in Gefahr sei zu erblinden. Der „geweste“ Medicus von Stockhammer aus Wien verschreibe ihm täglich eine teure Tinktur und monatlich eine Sondermedizin. Von seinen noch lebenden Eltern werde er unterstützt.

 

Da er die Schlüssel zu den Opferstöcken in eigene Verwahrung nahm, beschwerte sich 1709 die Vogt- und Lehensfrau Anna Gräfin von Geyersperg bei der nö. Landesregierung und verlangte, daß die Schlüssel wieder in der Kirchenlade verwahrt werden. Um den sich monatelang hinziehenden Streit zu beenden, beauftragte der Erzbischof von Salzburg den Erzpriester, drei Schlüssel anfertigen zu lassen und den Streit in Güte beizulegen.

Im Jahre 1712 erhielt Möhler die Pfarre Wilfersdorf bei Mistelbach, die wie der größte Teil von Niederösterreich damals zur Erzdiözese Passau gehörte, während Pottschach wie das gesamte Pittner Gebiet ein Teil der Erzdiözese Salzburg war. In Wilfersdorf wirkte Möhler noch 30 Jahre als Pfarrer und Dechant.

Aus seinem Testament seinen folgende Sätze angeführt: „ Erstlichen meinen leib in hiesiger Kürchen (Wilfers­dorf !) zu begraben, daß Herz solle herauß geschniten, Vnd nacher Potschach überbracht werden, wo die ruehstatt schon vorgesehen ist..“ Der Kirche Dionysi zu Pottschach vermachte er 160 Gulden mit der Bestimmung, jährlich vier Messen und ein Seelenamt zu feiern.

Am 1. Oktober 1742 wurde sein Herz im Kanzelpfeiler eingemauert.

Die Pfeilerinschrift lautet:

 

HIER RVEHET DAS HERZ

DES EHRWÜRDIGEN HERRN

HANNS GEORG MÖHLER

SO VON 1699 BIS 1712

PFARRER ALHIE GEWEST

DEM GOTT GENAD

 

(„Die Pottschacher Kirche im Wandel der Zeit“- Seite 100 bis 102).

 

 

P O T T S C H A C H

(Pottschach/Gloggnitz/Neunkirchen)

 

Das einst wasserumgebene Schloß liegt fast in der Mitte des gleichnamigen Ortes zwi­schen der Hauptstraße und dem Saubach. Der Name ist slowenisch Potocach = „bei den Leuten am Bach“ Schon in früher Zeit bestand hier auf der Anhöhe im W des Schlosses ein „Burgwall‘ in dessen Mitte sich ein erhöhter Punkt befand, der als „Spahhügel“ bezeichnet wird (vgl. Gars/Thunau). Diese frühma. Anlage diente den Umwohnenden in gefahrvollen Zeiten etwa vom 7. bis in das 9. Jh. als Zufluchstätte.

1134 wird ein „Guntherus de Potsaha“ genannt (OÖUB 1 643 Nr. 58), der in einer Schenkungsurkunde seines Herrn Eckbert II. v. Pütten testiert. Die in den folgenden Jah­ren in Urkunden als Zeugen aufscheinenden Herren von „Potsach“ waren keine Ritter, ein Hartwicus wird als,,venator“bezeichnet, dagegen wird in der Salzburger Urkunde aus 1163 ein „Dietricus de Potsa“ als Ministerialer des steir. Markgrafen erwähnt, welches Attribut auch Hartfrit (1175) und Leopold (1192) fuhren; in d. M. d. 13. Jh. taucht die Bezeichnung „miles“ bei den Pottschachern auf, die Herren dieser Ritter waren da­mals schon die Kranichberger. Eineinhalb Jahrhunderte schweigen die Urkunden und erst i. 2. V. d. 14. Jh. saßen hier die Taetschan bis zur M. dieses Jh., denen ein Ge­schlecht aus Krain(?) folgte, das mit einem Ulrich i. 1. Dr. d. 15. Jh. ausstarb. Die kom­menden Besitzer waren die Fronauer (?)‚Krottendorfer und die Hagen, unter denen die Burg von den Ungarn besetzt war. Die Brüder Hans und Wolfgang aus diesem Geschlecht lagen von 1525 bis 1538 wegen der „Veste Fettschach“ mit Bernhard Ursenbeck im Streit, der nach Beendigung dieser Auseinandersetzung durch Kauf 1542 der neue Ei­gentümer wurde. Über 100 Jahre verblieb Burg und Herrschaft den Ursenbeck (Urschen. beck, Urschenpöckh), die, wie fast der ganze Landadel, evangelisch waren. Der Bedeu­tendste aus diesem Hause war der 1551 geb. Georg Bernhard, der „Freiherr nicht nur zu Pottschach sondern auch zu Liechtenstein und Wartenstein, auf Rodaun und Sieve­ring, Pfandherr zu Klamm, Schottwien und Neunkirchen und ferner Obersterblandsta­belmeister im Herzogtum Steiermark, niederösterreichischer Regimentsrat, Reichshofrat und Landmarschail“ war. Er baute auch die Burg zu einem Renaissanceschloß um. Der letzte Ursenbeck, Christoph David, verkaufte am 1. Dez. 1687 Schloß und Herrschaft an Daniel Frh. v. Pach, von dem nach seinem Tod am 27. Okt. 1712 seine Frau alles erbte. Ihre Tochter aus 2. Ehe war mit Johann Franz Anton Gf. v. Walsegg verheiratet, der nach dem Ableben seiner Frau das Erbe antrat. Bis 1830 verblieb der Besitz den Wal­seggern; nachdem Leopold v. Sternberg, der Gemahl der Maria Karola Magdalena, einer geb. Walseggerin, gestorben war,

verkaufte sie Schloß und Herrschaft samt Klamm, Schottwien, Stuppach und Ziegersberg an Fürst Johann 1. v. Liechtenstein. Nun kam eine schlechte Zeit für das Schloß; es war unbewohnt und wurde als Körnermagazin ver­wendet. Im Tagebuch des FZM Frh. v. Kempen ist zu lesen, daß eine solche Vernachläs­sigung pflichtwidrig sei. Dieser Zustand dauerte noch geraume Zeit. An Stelle der adeli­gen Eigentümer traten nunmehr bürgerliche, von denen die Familie Figdor lobend zu nennen ist, die das Schloß seit seiner Übernahme (9.März 1891) bis zum heutigen Tag (1965) instand gesetzt hat und liebevoll betreut.

Die Lage von Pottschach in nächster Nähe der Senimeringstraße läßt seine strategi­sche Bedeutung erkennen (vgl. Stuppach); verwaltungspolitisch war der Bau Mittelpunkt einer Herrschaft, die neben Pottschach die Orte Buchbach, Holzweg, Hettmannsdorf. Liesling, Putzmannsdorf, Winipassing und Wolfsohl umfaßte. Unter den Walseggern be­fand sich die VerwaItungskanz1ei in Schloß Stuppach. Auch hier spielte im 11. Jh. der Weinbau eine Rolle und war daher das Landschaftsbild ein anderes wie heute, noch aus d. 17. Jh. ist ein „Pergthaiding“ zu Pottschach erhalten.

Durch den Meierhof gelangt man an der Sw. Schmalseite zum Eingang in das dreige­schossige Schloß, dessen Grundriß ein Rechteck ist. Während das Erdgeschoß nur kleine Maueröffnungen aufweist, wodurch der alte wehrhafte Charakter immer noch in Er­scheinung tritt, besitzen der erste und zweite Stock rechteckige Fenster. Besonders reiz­voll ist im zweiten Geschoß der dreiseitige Erker. Das ganze dritte Stockwerk ist mit Schießscharten und Spähfenstern versehen. An den vier Ecken kragen in Dachhöhe run­de Türmchen mit Schlüsselscharten (Scharwachttürmchen, Pfefferbüchseln; vgl. Grellen­...............

 

( Burgen u. Schlösser in NÖ. Im Raume Bucklige Welt, Semmering, Rax. Birken- Verlag 1969. Seite 76 bis 79 ).

 

Die Kirche in Pottschach

 

......Zuerst wurde der Altarraum mit Kelheimer Platten gepflastert. Diese Arbeit ließ der Patronatsherr Fürst Alois von und zu Liechtenstein im Jahre 1853 auf seine Kosten durchführen. Gleichzeitig belegte man auch den Mittelgang mit solchen Platten. Diese Auslagen konnten mit dem Erlös einer Sammlung gedeckt werden. 1864 verdrängten Kelheimer Platten auch das Ziegelpflaster vor den beiden Seitenaltären und in der Vorhalle.

(„Die Pottschacher Kirche im Wandel der Zeit“- Seite 37).

 

......Hinter den beiden Apostelstatuen streben je zwei blaumar­morierte Säulen, die von vergol­deten korinthischen Kapitellen abgeschlossen werden, in die Höhe. Im Jahre 1861 fanden sie

das Wohlgefallen des Fürsten von und zu Liechtenstein, der an einem Frühlingsmorgen bei seiner Rückkehr von der Jagd der Kirche einen Besuch ab­stattete.

 

(„Die Pottschacher Kirche im Wandel der Zeit“- Seite 51).

 

 

DIE VIER BAROCKEN HEILIGENFIGUREN

stammen nach Dr. Kurt Donin aus dem Anfang des 18. Jahrhunderts.

Unter dem Totenschild des Freiherrn Georg Christoph von Ursenbeck steht die Statue des hl. Rochus. Zu seinen Füßen sehen wir einen Hund mit einem Laibchen Brot im Maule. Im Advent des Jahres 1868 brachte der junge Fürst Franz von und zu Liechtenstein diese Statue in den Pfarrhof. Die Liechtensteiner und die Bewohner der übrigen Rheingaue sind schon seit mehr als einem halben Jahrtausend Verehrer dieses Heiligen. Alljährlich ziehen sie an dessen Festtag, dem 16. August, rheinauf und rheinab zum Rochusberg bei Bingen, um dort Schutz und Schirm für ihr wunderschönes Land zu erflehen.

 

(„Die Pottschacher Kirche im Wandel der Zeit“- Seite 60).

 

 

DAS ALOISTUSBILD

Über der Gedächtnisschrift für Pfarrer Hanns Georg Möhler hängt das schwarzgolden gerahmte Bild des hl. Aloisius. Dieses künstlerisch wertvolle Gemälde aus der Barockzeit stellt den Heiligen ganz versunken in die Betrachtung des Gekreuzigten dar. Weiße Lilien versinnbildlichen seine Reinheit.

 

(„Die Pottschacher Kirche im Wandel der Zeit“- Seite 62).

 

DIE KREUZWEGBILDER

Im Jahre 1881 ließ die Fürstin Franziska von und zu Liechtenstein die Raacher Kirche erneuern. Die damals abgegebenen, aus dem Jahre 1777 stammenden Kreuzwegbilder sicherte sich Peter Rigler, der Feldbauer in Liesling. Er ließ sie von einem Maler in seinem Hause auf seine Kosten auffrischen und spendete sie dann der Kirche in Pottschach.

1938 erneuerte der akademische Maler Weninger aus Neunkirchen und 1962 Professor Weißenbach die Kreuzwegbilder.

 

(„Die Pottschacher Kirche im Wandel der Zeit“- Seite 63).

 

AT-OeStA/AVA Verkehr Reg.v.EG SBG A 64.36

Titel: geplante Grundeinlösung für Straßenbau von fürstlich Liechtenstein'scher Gutsverwaltung Pottschach im Zuge des Hotelbaus am Semmering

Entstehungszeitraum: 1880

Stufe: Akt (Sammelakt, Grundzl., Konvolut, Dossier, File)

Angaben zu Inhalt und Struktur

Aktenzahl (Nr.) von - bis: 13880

Geographische Angaben: Semmering, Pottschach

 

 

AT-OeStA/AVA Verkehr Reg.v.EG SBG A 65.13

Titel: Fürstlich Liechtenstein'sche Gutsverwaltung und Forstamt Pottschach lehnt Verpachtung der Rauschquelle im Adlitzgraben an Südbahn-Gesellschaft definitiv ab, Pachtvertrag -Entwurf, Semmering

Entstehungszeitraum: 1881

Stufe: Akt (Sammelakt, Grundzl., Konvolut, Dossier, File)

Angaben zu Inhalt und Struktur

Aktenzahl (Nr.) von - bis: 1829

 

 

Autor: Hans Huysza

 

 

Objekt: Obec
Stát: Rakousko
Země/kraj: Dolní Rakousko

Ukaž na mapě


Komentáře mohou číst a psát pouze vybraní uživatelé




 

Rychlé odkazy

Po stopách Lichtenštejnů o.p.s.

Lichtenštejnský zámek Wilfersdorf

Knížecí dům Lichtenštejnů

Lichtenštejnské sbírky

Zpravodajské portály

Zpravodajský server Po stopách Lichtenštejnů

Knížectví Lichtenštejnsko

Lichtenštejnsko - národní správa

 

 

Bulletin

Bulletin 2012-1

Bulletin 2013-1

Bulletin 2013-2