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Pottendorf

www.pottendorf.at

 

verschollen

Pottendorf : (Dorf des Poto).

Lage : Ostteil des Burgfriedens von Schrattenberg.

Erstnennung : 1259 bzw. 1350.

Hauptursache der Verödung : Überschwemmungen.

Zeit der Verödung : 1458 oder 1461.

(Robert Franz Zelesnik :Heimatbuch des Verwaltungsbezirkes Mistelbach. Band II, Seite 72).

 

 

Pottendorf: zwischen Schrattenberg und Katzelsdorf, von Personennamen Poto (?), 1259 erstmals genannt, 1456/67 verödet (Georg Podiebrad bzw. Ludwenko oder Überschwemmungen der Grund ?). Im Liechtensteinischen Urbar von 1414 sind interessante Flurnamen überliefert; u.a. „Hauswart“ (von Burg oder Warte ?). (Wehranlagen u.Grabhügel im pol.Bez.Mistelbach.S.120).

 

1374 erweiterte Johann I. 39 v.Liechtenstein wieder seine Besitzungen zu Pottendorf und Ringelsdorf durch Ankäufe.  (Falke I.S.341).

 

1391 kauften die Herren von Liechtenstein, zugleich mit einem Teile der Herrschaft Feldsberg (den Rest erwarben sie vier Jahre später), Güter und Gülten zu Wetzelsdorf von Friedrich von Pottendorf (verschollen bei Feldsberg). Wann sie die Ortsherrschaft über das Dorf erlangten, ist nicht bekannt. Wie die Taidingshs. und ihre jüngeren Korrekturen erkennen lassen, war es 1577 ein Zugehör der Herrschaft Feldsberg, die durch den Teilungsvertrag von 1570 an Hartmann II. von Liechtenstein (+1585) gefallen war, später ein Bestandteil der Herrschaft Wilfersdorf, deren Herr seit der Erbteilung von 1598 Hartmanns Sohn Gundaker ist. (G.Winter- NÖ-Weisthümer 1896).

 

1391 Kaufvertrag über Feldsberg : .........

3. verschiedene Gülten und Einkünfte in den Dörfern Schrattenberg, Böhmischkrut, Potendorf, Aloch, Wetzelsdorf, Walterskirchen, Erdberg, Heumad u.a. (Bretholz Urbar 1414 : Seite LX).

 

1411 Am 15.Dezember erfolgte in Wien durch Herzog Albrecht V. eine Belehnung von vier Liechtensteinischen Vettern, Heinrich, Hartneid, Johann und Ulrich,  mit dem halben Haus zu Hagenberg, mit dem halben Haus zu Gnadendorf und verschiedenartigem Besitz in Drösing, Katzelsdorf (oder Ketzelsdorf), Altruppersdorf, Schrettenberg, Pottendorf bei Feldsberg, wie ausdrücklich angegeben wird, Heumad, Rabensburg, Geresdorf, Paltramsdorf, Dobermannsdorf, Mistelbach, Oberhüttendorf, Liechtenwarth und „Asparen bei Stadelaw“....(Bretholz-Urbar 1414-Seite CII).

 

1453 13.Juli,Wien : Schiedsgerichtliche Güterteilung des Hans und Heinrich v.Liechtenstein-Nikolsburg nebst Geschwistern und ihres Geschwisterkindes Wilhelm v.Liechtenstein-Nikolsburg. Danach erhalten erstere u.a. das Schloß Feldsberg nebst Stadt und Vorstädten,Geltscheins, Garsental,Ketzleinsdorf,Potendorf,Schretenperg,Beheimischen Krut,Schirmanstorff,Allach,Reintal,Walterskirchen,Erpurkh,Wetzleinstorff,Poystorff,Hederstorff,Wilhamstorff mit ihren Zugehörungen.....(Liechtenst.Reg. in Heimatk.Beibl.Nr.5-1956-S.20).

 

1591 August 28,Rabensburg : Erbteilung zwischen Hans Septimius 128 v.Liechtenstein-Nikolsburg und den Söhnen seines Bruders Hartmann II. 118 (nämlich Karl, Maximilian und Gundacker) auf Grund des Testamentes von Georg Erasmus 120 v.Liechtenstein. Darnach erhalten u.a. die Söhne Hartmanns: Rambspurg, Bernhartßtall,Ebenfeld....Reinthal; Weineinkommen in Schrättenperg....Haußprunn, Schönstraß, Liechtenwart....Markt Herrnpaumgartten samt Zugehör, Schrätenperg, Pottendorf - das öde Dorf- samt Zugehör, Katzlsdorf öde, Rottenlaimb öde, Entzesprunn öde, Wetzelstorff, Wilhelmstorff, Kötzelstorff, Walterskirchen, Maxendorf öde......(Liecht.Gegest.-in Heimatk.Beibl.Nr.7-1956-S.28).

 

Auch die Pottendorfer hatten Besitz in Schrattenberg. Dieser war laut Schrottenberg Chronik durch eine Heirat eines Pottendorfers mit einer Katharina von Schrattenberg an sie gekommen.

Sie verkaufen am 6.Juli 1387 an Johann I. von Liechtenstein unter anderem auch Schrattenberger Besitzungen. (Auszug: Idem ze Schrattenberg ohnen Drittail auf behausten gut und auf veriiehen fünf und zwanzig pfund vierzig pfennig geltes, zehn Mut Waicz und habern geltes und ainen Drittail an dem Holz genannt das Ewl. meczen Aribaizz, vier mezen Hanif und Sechs mezen Brotwaiz geltes.

Idem auf newn Lehen und auf sechs Weingarten daselbens den Zehent.

Item an der Gaizleitten auf newn ganzen Weingarten, das perkrecht und den Zehent.Liechtenstein Urkunde).

(Auszug aus der Ortschronik Schrattenberg von Eduard Kemminger- Seite 22,23).

Mit diesem Kauf kam ein sehr mächtiger Mann Johann I. von Liechtenstein in den Besitz von Teilen Schrattenbergs.

Bereits am 12.Juli 1389 (Urkunde Archiv Liechtenstein) kauft er von Hermann Harting Gülten zu Schrattenberg um 402 Pfund Wiener Pfennig, nach der Summe Geldes ein sehr großer Besitz, den die Hartinger so vermute ich auch durch Heirat erworben haben.

In dieser Urkunde werden erstmals Schrattenberger mit Namen genannt:

Ein Michl Oler, ein Mairl, Steffel Drescher, ein Weizz, Lipp Obrecht, Nikl Gee, Nikel Aglas.

Die letzten sind wieder in der liechtensteinischen Urbare 1414 genannt.

Am 3. Dezember 1389 verkauft Hermann Harting den Johann I. einen Wald in Schrattenberg das Pleudel genannt, ferner 12 Joch Äcker.

Am 20. Februar 1391 verkauft Friedrich von Pottenstein (Richtig Friedrich von Pottendorf-Anm.Huysza) nach längerem Erbstreit dem Johann von Liechtenstein seinen Anteil am Dorf zu Schrattenberg.

Im 1414 erschienenen liechtensteinischen Urbare sind die Liechtensteiner bereits zum Größtenteil im Besitz des Ortes.

Neben den Vorhergenannten Personen sind auch Namen genannt die Heute noch in Schrattenberg vertreten sind, so ein Lewel und Hanns Roßmüller, auch eine Familie Perichtolt(Berdholt) ist erwähnt, deren letzter männlicher Vertreter vor ein paar Jahren starb.

Andere Namen wie Maierl Schuster Pair (Baier) sind zu häufig um sie bis in diese Zeit zurückzuverfolgen.

Auch werden Flurnamen bereits erwähnt:

Razental, Markchtweg, Gaisruck, Veyalperig, Ulrichstal, Plodergrunt, Alten Praitten, Oberveld, (ursprüngliche Schreibweise).

Der Potenperig ist vermutlich später bei der Auflösung des Dorfes Pottendorf um das Jahr 1467in eine andere Riedbezeichnung umgewandelt worden, da ja der größte Teil des Podendorfer Gebietes zur Gemeinde Schrattenberg kam.

So sind 130 Personen in dieser Aufzeichnung genannt.

Das läßt auf eine Bevökerung zu Beginn des Fünfzehntenjahrhunderts von ca. 500-600 Personen schließen.

Dies entspricht auch den Schlußfolgerungen der Geschichte Österreichs. (Roman Sandgruber/ Ökonomie und Politik).

Am 5. Dezember 1466 kaufen die Liechtensteiner von den Brüdern Hans und Heinrich Herting einen Wald genannt Pledl in Schrattenberg, heute Blattlerwald.

Ab 1466 scheinen die Liechtensteiner im alleinigen Besitz des Ortes Schrattenberg.

Es ist also nicht verwunderlich wenn Ulrich von Schrattenberg, der Nachkomme des Gründers freiwillig mit Georg von Liechtenstein Bischof zu Trient dorthin zog.

Neben den großen Besitzern, den Schrattenbergern, den Wallseern, den Maissauern, den Rauhensteinern, Hartingern und letztlich den Liechtensteinern, sind auch noch die Herrn von Baumgarten hier begütert. So verkauft Wilhelm von Paumgarten am 24. April 1307 dem Stift Zwettl einen Weingarten zu Schrattenberg.

Um 1397 scheint ein Alber der Treu von Schrattenberg in einer liechtensteinischen Urkunde auf.

(Auszug aus der Ortschronik Schrattenberg von Eduard Kemminger- Seite 22,23).

 

 

Quellen : Johannes-Wolfgang Neugebauer : Wehranlagen und Grabhügel im.pol.Bezirk Mistelbach.

                Berthold Bretholz :Das Urbar der Liechtensteinischen Herrschaften Nikolsburg....1414.

               Robert Franz Zelesnik :Heimatbuch des Verwaltungsbezirkes Mistelbach. Band II, Seite 72.

Autor: Hans Huysza

Objekt: Obec
Stát: Rakousko
Země/kraj: Dolní Rakousko

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