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Petronell

www.petronell.at

 

Schloss

......Vor 1077 war der Ort Besitz der Kgn. Agnes, der Witwe Heinrich III. Sie wohn­te zuletzt in Rom beim Kloster der hl. Petronilla. Nach dieser Heiligen erhielten zwei Orte in Niederösterreich das Patrozinium: Kapellen an der Perschling und Petronell; hier lebt der Heiligenname auch im Ortsnamen fort. Um 1083 waren die Markgrafen von Vohburg an der Donau zwischen Fischamend und Hamburg begiitert; es handelt sich um das Zehentgebiet der Pfarre Petronell, das an Gött­weig geschenkt wird. 1142 gab Markgraf Diepold v. Vohburg das Gut P., das er um 1125 einem Manegold und später einem Hugo verliehen hatte, an K. Konrad III. zurück und bat ihn, es dem erwähnten Hugo als freies Eigen zu überlassen. Hugo gehörte dem Geschlecht der österreichischen Liechtensteiner an. (Aus dem steirischen Geschlecht stammte der Minnesänger Ulrich v. Liechtenstein.) Petronell erhielt 1142 das Marktrecht. Nach den Liechtensteinern waren von 1306 bis 1496 die Herren von Kranichberg die Schloßherren. Obwohl es noch um 1510 heißt:

Per:ernel ein brochner Markht und Schloß der von Kranichperg, war die Herr­schaft auf Grund eines Testaments der Kranichberger schon 1496 dem Hochmeister des St. Georgsordens, Hans Geumann, übergeben worden. 1531 war P. an Wolf­gang Gruber verpfändet. Nach dem Tode des letzten Hochmeisters 1541 ließen die Habsburger vorerst die niederösterreichischen Lehen durch die niederösterreichi­sche Regierung verleihen. Um d. M. d. 16. Jh. nannte sich der Pächter Erhard Rau­ber Herr zu Petrcnell. 1573 bestellte Ehz. Karl seinen geheimen Rat und Kanzler Hans Khobenzl zu Prossegg zum Administrator der Ordensgüter. Dieser überließ P. pachtweise an die Freiherren von Unverzagt. 1598—1602 kam die Herrschaft an das Jesuitenkollegium in Graz, das sie 1610 an den bisherigen Pächter, Frh. v. Unverzagt, verkaufte. Von der Herrschaft P. gingen auch die Vesten Regelsbrunn und Scharndorf, ferner der Edelhof zu P. zu Lehen. Durch Kauf wurde 1629 Freiin Marusch v. Weber. geb. Concin, Schloßherrin. Katharina Ursula Freiin v. Weber brachte 1650 die Herrschaft ihrem Gatten Ernest Gf. v. Abensperg-Traun zu. Die­ses Geschlecht besitzt sie noch heute und betreut auch die ausgestdlten Sammlungen.......

 

( Burgen u. Schlösser in NÖ. Burgen u. Schlösser an der Donau. Birken- Verlag. Seite 180, 181. und Burgen u. Schlösser zwischen Wienerwald u. Leitha 1966. Seite 114, 115 ).

 

 

HUGO von Liechtenstein

(Stammtafel Nr. 1)

 

ist der erste nachweisbare Träger des Namens und nennt sich nach der Burg Liechtenstein bei Mödling, südlich von Wien. Er tritt als edelfreier Herr im zweiten Drittel des 12. Jahrhunderts auf, ist in Niederösterreich südlich und nördlich der Donau begütert und erwirbt 1142 Petronell an der Donau, er kann als der Erbauer der romanischen Rundkirche dort angesehen werden. Ob die nächste Generation der Liechtensteiner seine direkten Nachkommen sind oder ob sich noch eine Generation dazwischen einschiebt, kann nicht nachgewiesen werden. Über die Vorfahren des Hugo, vgl. G. Wilhelm, Zur ältesten Geschichte des Hauses Liechtenstein, in Neues Jahrbuch Adler 3, S. 12 bis 19 und H. Mitscha-Märheim, Zur Geschichte der älteren Liechtensteiner und ihres Besitzes in Niederösterreich in Jahrbuch Adler 3. F., Bd. 8, 1971/73, S. 29 bis 46.

(Gustav Wilhelm - Stammtafel des Fürstlichen Hauses Liechtenstein, I-1).

 

Mit einiger Wahrscheinlichkeit können wir Hugo 1 v.Liechtenstein noch einmal unter anderem Namen nachweisen. Nach einer Urkunde im Schlosse zu Petronell verlieh nämlich Ende Mai 1142 K.Konrad III. an Hugo von Kranichberg ein Jahrmarktrecht im Dorfe Petronell, welches er sammt allem Zugehör ihm schon früher geschenkt hatte. Da, wie wir alsbald sehen werden, Petronell liechtensteinisch war und sogar eine Linie sich darnach benannte, so ist es nicht unwahrscheinlich, daß Hugo von Kranichberg und Hugo von Liechtenstein eine und dieselbe Person sind. (Falke Band I, Seite 18 u.19).

 

HAUSKIRCHEN - Der Ort und die Pfarre wurden um 1150 als Gründung der Liechtensteiner erstmals genannt. (Kulturführer Waldviertel,Weinviertel,Südmähren - Hsg.Friedr.Polleroß).

 

Ortsnamensforschung - HAUSKIRCHEN : 12.Jahrhundert Hugeskirchen , Vom Personennamen Hug (Hugo). (Ortsnamen in der Umgebung von Staatz und im Bezirk Mistelbach-Tafel 1).

Man muß annehmen, dass damit Hugo von Liechtenstein gemeint ist, der zwischen 1133 und 1156 als Stifter und Zeuge bei verschiedenen Handlungen erwähnt ist. Beispielsweise wurde er im Klosterneuburger Saalbuch als Zeuge für Schenkungen des Babenberger Markgrafen Leopold IV. im Jahr 1141 erwähnt und als „Huc de lichtensteine“ bezeichnet. (Klar und Fest-Katalog Riegersburg-Gerald Schöpfer.Seite12).

 

Anmerkung - noch zu klären : Mistelbach Geschichte Band I.Herbert Mitscha Märheim 1974.Seite 51.

2.Huch von Mistelbach - Nur ein einziges Mal wird dieser Huch (= Hugo) genannt, und zwar 1140 als Spitzenzeuge, als ein Wernhardt von Falkenstein ein Gut zu Ottenthal an Klosterneuburg schenkte.( Reg.II/7 = FRA 4 n.617). Die betreffende Zeugenreihe lautet : Huch de Mistelbach, Rudegerus, Ratdoldus, Gundolt, Alwich, Eckerich, Altmann. .....Beziehungen der Mistelbacher zu jenen von Falkenstein, wie sie hier offenbar werden, ersieht man auch später noch aus der Tatsache, daß um 1150/60 ein Ramunt und Heinrich von Mistelbach, aber schon1136/41 Odalrich und Ramunt de Ualchensteine nebeneinander als Zeugen genannt sind.....Rabenstein ist nun aber wohl (nach H.Wolf, Falkenstein,S.36 ff.) eine im Raum Falkenstein neben der sogenannten Feste gelegene Burg, die im 13.Jh.Zentrum einer eigenen, von der Burg Falkenstein verschiedene, liechtensteinsche Herrschaft gewesen ist. Enge (wohl verwandtschaftliche) Beziehungen scheinen nach obigem somit die alten Falkensteiner mit den Mistelbachern und den Liechtensteinern verbunden zu haben, doch reicht die karge Quellenlage nicht aus, diese näher zu präzisieren.

Da Huch von Mistelbach nur ein einzigesmal genannt wird, könnte man vermuten, daß er sich ansonsten unter einem anderen Zunamen verbirgt, wie das ja in jener Zeit  des öfteren üblich gewesen ist

Die eben hervorgehobenen Beziehungen der Mistelbacher zu den Rabensteinern in Falkenstein und die anscheinend alten Verbindungen der Liechtensteiner zu ihnen lassen den Gedanken reifen, daß unser Huch der Mistelbacher etwa mit dem Liechtensteinischen Stammvater Hugo (1130 bis ca. 1147 nachweisbar) gleichzusetzen sein könnte.

Dagegen scheint zu sprechen, daß vor dem Kauf der Herrschaft Mistelbach Ende des 14.Jhs. seitens Johanns von Liechtenstein nicht die geringsten Anhaltspunkte für Liechtensteinschen Besitz in Mistelbach zu Tage treten.

Auch ein weiterer Hugo, Hugo von Aigen (-Weierburg),(K.Lechner, Herrschaft und „Markt“ Weierburg, Jahrb.f.Landeskunde NÖ 32,1956, S.94-125) ein sehr naher Verwandter des Liechtensteiners, (H.Mitscha-Märheim, Liechtenstein, Jahrb.“Adler“,1973) lebte um dieselbe Zeit. Beide, Liechtensteiner und Aigner, zeigen enge Beziehungen zu den Vohburger Grafen, was gut zu unserer Ansicht über die Herkunft Erlwins von Mistelbach paßt.

Zu Ende des 13.Jhs. hatte das Stift Heiligenkreuz in Mistelbach einen Besitz von 2 ½  Mansen (Bauerngütern), über deren Herkunft wir leider nichts wissen. Dieser Besitz ist bis 1544 in Heiligenkreuz nachweisbar und wurde damals vom Stift an die Prandt in Niederkreuzstetten abgestoßen. Diese 2 ½  „Bauernlehen“ könnten etwa aus der frühzeitigen Zerschlagung eines Meierhofes entstanden sein. Und nach einem solchen Hof  könnte etwa unser Huch von Mistelbach um 1140 seinen Namen in Kloserneuburg geführt haben.............

Sowohl die Liechtensteiner als auch die Aigener hatten aber im 13.Jh. enge Beziehungen zum Stift Heiligenkreuz, wo sie auch ihre Grablege erwarben.-

Die Frage, wer dieser „Huch“ von Mistelbach gewesen ist, muß bis auf weiteres unbeantwortet bleiben !

 

 

ALBERT I. von Sanct Petronell

(Stammtafelnummer12)

 

erstmals genannt 1234,

gest. zwischen 1282 und 1285

(Gustav Wilhelm - Stammtafel des Fürstlichen Hauses Liechtenstein, III-5).

 

HUGO von Sanct Petronell

(Stammtafelnummer 17)

 

erstmals genannt 1265,

gest. nach dem 3. März 1285.

(Gustav Wilhelm - Stammtafel des Fürstlichen Hauses Liechtenstein, IV-10).

 

ALBERT II. von Sanct Petronell

(Stammtafelnummer 18)

 

erstmals genannt 1282 und dann wieder 1285 als Pfarrer von Guntramsdorf (südlich von Wien),

vermählt vor dem 18. Juni 1287 mit einer Tochter des Gottfried von Wildungsmauer,

gest. zwischen 1292 und 1295.

(Gustav Wilhelm - Stammtafel des Fürstlichen Hauses Liechtenstein, IV-11).

 

 

PETER von Sanct Petronell

(Stammtafelnummer 19)

 

genannt zwischen 1282 und 1285.

(Gustav Wilhelm - Stammtafel des Fürstlichen Hauses Liechtenstein, IV-12).

Autor: Hans Huysza

Objekt: Obec
Stát: Rakousko
Země/kraj: Dolní Rakousko

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