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Persenbeug

.......Der Ort Persenbeug ist bereits 863 in einer Urkunde des Klosters Niederaltaich genannt. Etwa 970 erscheint als Burgherr ein freier Gefolgsmann der Grafen von Sempt-Ebersberg, die die Grafschaft P. bis zu ihrem Aussterben 1045 inne hatten. Ende Mai 1045 ereignete sich hier ein Unfall von weittragender Bedeutung. Kaiser Heinrich III. war Gast der Gräfin Sieglinde, der Witwe des letzten Ebersbergers. Ihr zuliebe belehnte der Kaiser ihren Neffen Welf III., den späteren Herzog von Kärnten, mit der Herrschaft Persenbeug. Während der Feierlichkeit brach der Bo­den des Rittersaales. Von den drei Schilderungen des Ereignisses ist die Chronik von Ebersberg die anschaulichste. Sie berichtet, daß eine Holzsäule, die den Saal zu tragen hatte, vom Platz wich. Alle fielen in den Baderaum des Untergeschosses. Tödliche Verletzungen erlitten der Bischof von Würzburg und der Abt von Ebers­berg. Der Kaiser blieb fast unverletzt. Von 1045 bis ins 14. Jh. waren die Abte von Ebersberg Besitzer der Burg, gaben sie aber als Lehen aus. Die Herrschaft Persenbeug fiel 1055 von Welf III. an das Reich zurück. Die Witwe K. Heinrichs III., Agnes, gab 1067 den neunten Teil ihrer Einkünfte in Persenbeug und Ybbs an das von ihr gegründete Kloster St. Nicolai in Passau. Diese Einkünfte brachten die Babenberger zuerst widerrechtlich, 1136 im Tauschwege, an sich. Auch die Burg nahmen sie vom Abt von Ebersberg zu Lehen, da schon in der Babenberger­zeit herzogliche Castellani (Burggrafen) genannt sind. Auch ein Dienstmannen­geschlecht nannte sich nach Persenbeug. Um 1207 befanden sich in P. vorüberge­hend auch die Mautstelle, die sonst in Ybbs untergebracht war.

Die Herrschaft Persenbeug und die Maut in Ybbs wurden noch 1368 als Reichslehen bezeichnet. 1301—1364 hatte Agnes, die Tochter Kg. Albrecht 1., die Herrschaft inne. Sie war die Witwe des letzten Arpaden, des Kg. Andreas III. v. Ungarn. Ihr Witwensitz war Weitenegg. Eine Widmung der Veste P. durch Her­zog Rudolf IV. an die von ihm gestiftete Propstei zu St. Stephan in Wien wurde vom Kaiser abgelehnt. So konnte Hz. Albrecht II. Persenbeug seiner Braut Violanta v. Mailand verpfänden. Nach Lösung der Verlobung kam die Veste als Pfand an Johann v. Liechtenstein, der sie bei seinem Sturz 1395 verlor. In der Folge walteten herzogliche Burggrafen auf Persenbeug, das aber 1427 von den Hussiten verwüstet wurde. Gleichwohl diente die Burg 1432 als Morgengabe, später als Witwensitz für die Gattin Hz. Albrechts V. Elisabeth. König Ladislaus verlieh P. pfandweise an den Ritter Erasmus Feuchter auf Leiben, K. Friedrich III. gleich­zeitig an Jörg Seisenecker. Da Ladislaus 1457 starb, konnte sich der Seisenedter durchsetzen. Er ließ 1460 die Burg ausbessern, übergab aber die Pfandschaft 1480 den Brüdern Prüschenk auf Hardegg; diese tauschten sie 1+94 an K. Maximilian 1. ab. Nun übernahm der aus Franken stammende Finanzbeamte Hans Geyer als o~erster Baumeister in østerreich die Renovierungsarbeiten. Der Kaiser benützte P. als Jagdschloß. In seinen Gedenkbüchern ist P. mindestens sechsmal erwähnt. Erzherzog Ferdinand 1. nahm hier 1521 die Huldigung der Landstände entgegen. 1538 verwendete der Pfandinhaber Wilhelm v. Rogendorf einen größeren Betrag auf die Instandsetzung der Burg. Er plante auch den Bau einer hölzernen Donau-brücke. Es folgte eine Reihe von Pfandinhabern, von denen schließlich 1593 Fer­dinand Albrecht Frh. Hoyos das Schloß um 120.000 Gulden als freies Eigen mit Zustimmung K. Rudolfs II. erwarb. Die Freiherrn Hoyos machten sich bei den Bauern so verhaßt, daß P. 1597 ein Zentrum des Bauernaufstandes wurde. Fünf Wochen hielten die Bauern im Winter dieses Jahres die Burg besetzt und eroberten von hier aus auch die Stadt Ybbs. An der Stelle der Burg erfolgte in den Jahren 1617—1621 der Neubau des Schlosses. Kurz vorher war schon die Burgkapelle umgebaut worden. 1619 ließen die oberösterreichischen Stände vorübergehend das Schloß besetzen. Dann konnten die Freiherrn, später Grafen Hoyos P. ungestört besitzen. 1800 verkauften die drei Erbtöchter an K. Franz 1. Der Kaiser weilte gerne hier.....................

 

( Burgen u. Schlösser in NÖ. Burgen u. Schlösser an der Donau. Birken – Verlag. S 80,81).

Autor: Hans Huysza

Objekt: Obec
Stát: Rakousko
Země/kraj: Dolní Rakousko

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