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Palterndorf

www.palterndorf.at

 

PALTERNDORF, Dorfturm

Mitten im Dorf, im Hof des ehem.Gemeindegasthofes, ein got.,4eck.Dorfturm. Der Bau aus Bruchsteinen hat 7,90 m Seitenlänge und Mauerstärken über 1 m. Eckquaderung, sonst Verputz. Ursprünglich Hocheinstieg. Jüngere Tür im Erdgeschoß, das ein Tonnengewölbe aufweist. Im 1. Obergeschoß Einstieg, urspr. nur über eine Leiter erreichbar; in diesem Geschoß 1 Fenster. Im 2. Obergeschoß 2 schartenähnliche Lichtschlitze. Darüber Ziegelaufbau und ein Zeltdach  mit Uhrtürmchen an der Spitze. Die Höhe des Turmes wird mit 25 m angegeben. Der Turm soll früher mit Wall und Graben umringt gewesen sein. Heute ist er Gemeindebesitz, mag aber auch schon früher als Ersatz für ein Gemeindearchiv gedient haben.

Im Liechtensteiner Urbar von 1414, von Bretholz ediert, ist von 2 Höfen in Palterndorf die Rede : der eine do der türn (Turm) inne leit, darin gehent zwai gantze Lehen. (Burgen u.Schlösser in NÖ. Birken-Verlag).

 

Das Haus des ritterlichen Geschlechtes der Palterndorfer könnte der noch heute erhaltene Wehrturm im Garten des Gasthauses Schwarzmann sein, der ab 1414 in den Urbaren und Grundbüchern der Liechtensteiner nachweisbar ist. (700 Jahre Deutschordens-Pfarre Palterndorf S.97).

Der Wehrturm und die Wehrkirche sollen durch einen unterirdischen Gang  miteinander verbunden sein. (700 Jahre Deutschordens-Pfarre Palterndorf).

 

PALTERNDORF, Verschollene Burg

 

Besitznachfolger der Kuenringer wurden die erstmals 1314 in Palterndorf nachweisbaren Herren von Liechtenstein. Bald umfaßte ihr Besitz die Grundobrigkeit über 39 Bauerngüter, die Dorfobrigkeit, das Landgericht sowie Vogteirechte über Häuser und Güter anderer im Ort begüteter Herrschaften und Zehentrechte (Liechtensteinisches Urbar 1414).(700 Jahre Deutschordens-Pfarre Palterndorf Seite 96).

 

1314, 5.Februar, Übergabe eines halben Lehens aus Eigengut (Allodialgut also) des Heinrich II. 25 v.Liechtenstein in dem vorgenanten dorff ze Paltramdorf. Die Familie der Liechtensteins sollte- 1314 schon in Palterndorf begütert und sich in dieser Urkunde von 1314 die Gerichtsbarkeit über den nunmehrigen Kirchenholden reservierend- durch den Ankauf der Feste Rabensburg samt Zubehör aus 1330 noch landesfürstlichem Besitz im Jahre 1385 zum wichtigsten weltlichen Grund- und Gerichtsherrn Palterndorfs in den folgenden Jahrhunderten aufsteigen und es bleiben, bis 1848. (700 Jahre Deutschordens-Pfarre Palterndorf.S.29).

 

1314, 1340 ist Besitz der Liechtenstein belegt. (Burgen u.Schlösser in NÖ. Birken-Verlag).

 

1400 werden die Brüder Otto und Georg v.Palterndorf mit der Feste Immendorf belehnt. 1411 liegen die beiden in Streit mit den Liechtenstein........Nach 1534 sind keine Palterndorfer genannt. Ihr Siegel stimmt mit jenem der Kreuzstetten überein. Inzwischen waren auch die Liechtenstein als Grundherrn wieder erstarkt. 1414 lassen sie ein Weistum aufzeichnen.

Im Urbar 1414 verzeichnet in Palterndorf 11 Lehen, 24 Hofstätten, 2 Höfe und 2 Mühlen. In dem einen der Höfe lag, wie oben berichtet, der Dorfturm. Die Feste Palterndorf ist noch 1504 genannt. (Burgen u.Schlösser in NÖ. Birken-Verlag).

 

Im Jahre 1395, also nicht lange nach dem Streit mit Herzog Albrecht hatte Mathias I. 48 eine Fehde mit zwei adeligen Herren, Hans und Niclas den „Teufeln“, deren Familie später in den Freiherrenstand erhoben wurde. Die Veranlassung ist nicht bekannt. Anfangs hatte Matthias das Unglück in die Hände seiner Feinde zu fallen, aber es gelang ihm sich zu befreien, wonach er jene seinerseits im Treffen mit eigener Hand zu Gefangenen machte und sie zwang, auf seine Bedingungen hin Urfehde zu schwören. Sie mußten ihm fortan selbst mit einer gewissen Anzahl Reiter im Kriege zu Diensten sein. Dasselbe Unglück der Gefangenschaft widerfuhr ihm in einer zweiten Fehde mit den Brüdern Georg und Otto von Palterndorf, die erst sehr viel später (1412) geschlossen wurde. (Falke I.S.417).

Mit dem Burggrafen Johann von Maidburg Grafen zu Hardeck scheint Heinrich V. 51 überhaupt treue Freundschaft gehalten zu haben. Des Bündnisses von 1399 haben wir schon gedacht. Im Jahre 1412 schloß der Burggraf mit Otto von Meißau als Schiedsrichter eine lange Fehde der Liechtensteiner mit den Brüdern Georg und Otto von Paltendorf, in die schon Matthias verwickelt gewesen war; die Paltendorfer mußten darnach den Liechtensteinern zu Diensten sein mit ihren Spießen, ausgenommen gegen den Landesfürsten. ( Falke I.S.436, 437).

 

Dem Liechtensteiner Urbar aus 1414 nach gab es 2 Höfe zu je 2 Ganzlehen, 11 Ganzlehen, 2 Feldlehen und 24 Hofstätten.  ( 700 Jahre Deutschordens-Pfarre Palterndorf.S.99).

 

1504 19.Februar. Theilvertrag zwischen Christoph III. 69 v.Liechtenstein mit den Söhnen seiner Brüder mit Erasmus 80 und Georg VI.75 den Söhnen Heinrichs VII. 68 und Hartmann I. 113 dem Sohne  Georgs V. 70. Auf Christoph als den ältesten des Hauses fiel dabei die Herrschaft Nikolsburg mit Stadt und Schloß, Reichenstein, Maidburg, Lundenburg, Hohenau und Ulrichskirchen. Einen Theil davon, nämlich die Festen Ulrichskirchen, Hohenau, Palterndorf und die Holden zu Falkenstein, Ottenthal, Trässenhofen, Alt- und Neu= Rupersdorf mit allen Getreidezehnten zu Großen-Schweinwart, Mauersdorf, Obersiebenbrunn, Glinzendorf, Enzersdorf bei der Donau, Hertenstätten, Kagran, Eipeldau u.s.w. trat der hochbetagte Christoph, der damals den Achtzigern nahe sein mußte, noch in demselben Jahre an seinen Sohn Wolfgang I. 85 ab. (Falke I.S.505 und Falke II.S.39).

 

 

1504 übergab Christoph III. 69  seinem Sohn  Wolfgang I. 85 v.Liechtenstein nach der Theilung mit seinen Neffen zu eigener Verwaltung „aus väterlicher Liebe und Treue die Festen Ulrichskirchen, Hohenau, Palterndorf  und die Holden zu Falkenstein, Ottenthal, Trässenhofen, Alt= und Neu-Rupersdorf und allen seinen Getraidzehnt, zu Großen-Schweinwart, Mauersdorf, Obern-Siebenbrunn, Glinzendorf, Enzersdorf bei der Donau, Hertenstätten, Kagran, Eipeldau, Meißbierbaum, Reinthal, Hüttendorf, Langendorf und Habern; item allen den Weinzehent zu Mistelbach, Herrenbaumgarten, Falkenstein, Alten-Rupersdorf und Poysdorf“ u.a.). (Falke II.S.39).

 

1516  schlossen Wolfgang I. 85 und sein Bruder Leonhard 88 v.Liechtenstein einen Vertrag wegen verschiedener Streitigkeiten über Zehent und Bergrecht in Poysdorf und Herrnbaumgarten, über Aecker in Hausbrunn, über Wiesen und Holzgeld zu Palterndorf und über das nicht geteilte Gut Reinthal u.a. /Heimatk.Beibl.Nr.5-1956-S.20).

1570 bei der Teilung-Die Orte Niederabsdorf, Palterndorf, Dobermannsdorf, Hausbrunn, Altlichtenwarth und Schönstraß sind zum Landgericht Hohenau vereinigt.  (Heimat im Weinland-Jg.1962-S.101).

 

Im Testament Hartmanns v.Liechtenstein (+ 1540) erhielt sein Sohn Georg Hartmann (+ 1562) die Häuser der Herrschaft Hohenau. Dazu gehörten neben Hohenau die Liechtensteinischen Untertanen in Dobermannsdorf, Palterndorf und Hausbrunn, die ihren Zins auf das Schloß Hohenau zahlten und u.a. hier das Wiesenmähen besorgten.

 (Heimatbuch der Marktgemeinde Hohenau. 1966. Seite 173)

 

 

1590 verteilt sich der Hausbesitz auf die Liechtenstein mit 42, Althan v.Neuruppersdorf-Kirchstetten 1, Wolf Fazi v.Niederabsdorf 4 Häuser. Der deutsche Ritterorden behält seine Pfarrherrschaft. (Burgen u.Schlösser in NÖ. Birken-Verlag),

Bereitungsbuch 1590 - die genaue Zahl der Häuser in Palterndorf : 58 Häuser, von denen die liechtensteinische Herrschaft allein 40 besitzt, der Deutsche Orden mit seiner Wiener Komturei 3 Häuser. (700 Jahre Deutschordens-Pfarre Palterndorf).

 

1590 Herr Georg Ersam von Liechtenstain gen Hohenau Obrigkheit 40 Häuser (von 58). (Häuserzahl und  Untertanszugehörigkeit 1590 - Bezirk Gänserndorf S.7).

 

1591, 28.Mai Testament des Georg Erasmus 120  v.Liechtenstein. Seine Hinterlassenschaft wurde am 28.August zwischen seinen Neffen, Hartmanns II. 118 Söhne und seinem Bruder Hans Septimius 128 getheilt. Das Vermögen, welches Georg Erasmus hinterließ, bestand in der Herrschaft Ravensburg mit allen Herrlichkeiten und Hoheiten, dem Schloß, dem Dorf und Maierhof, nebst allem sonstigen Zubehör, desgleichen dem Markt Bernhardsthal mit allen seinen Herrlichkeiten, Gericht, Nutzungen, Zehnten u.s.w., ebenso in den beiden Ortschaften Ebenfeld, dem Markt Landshut, Reinthal, den Weingärten zu Schrattenberg und Bilawitz; in der Herrschaft Hohenau mit dem Schloß und allem sonstigen Zubehör von Herrlichkeiten und Nutzungen, in Absdorf, Hausbrunn, Schönstraß, Palterndorf, Dobernstorf, Lichtenwart, Ringestorf, Waltersdorf. Alle diese Güter besaß nach dem Vertrage Johann Septimius allein. Da aber der andere Teil, die Söhne seines Bruders Hartmann, den Anspruch an die Hälfte hatten, so trat Johann Septimius ihnen dafür die Herrschaft Herrenbaumgarten sammt allem Zugehörigen und allen davon abhängigen Ortschaften ab. (Falke II.S.104,105).

 

1631erfolgte die zweite Erwähnung eines Lehrers in Palterndorf in einer Beschwerde des Fürsten Max 138 v.Liechtenstein über den Pfarrer AndreasPollatius, der keine Christenlehre halte und ein sehr exzessiver Mann sei. „In Zistersdorf prügelte er einen Juden auf offenem Markte, in Dobermannsdorf zechte er ganze Nächte, mit dem Schullehrer raufte er usque ad sanguinem, raufte mit den Knechten der Bauern, prügelte den Richter und ließ sich in Ringelsdorf von den Musikanten heimfiedeln.“ (700 Jahre Deutschordens-Pfarre Palterndorf.S.105).

 

1779 Die erste öffentliche Schule wurde in Palterndorf im Haus Nr.90 errichtet. Daran erinnert die heute noch erhaltene Gedenktafel : „Aus Milde unserer allergnädigsten Landesmutter Maria Theresia, mit Beitrag des durchlauchtigsten Fürsten Franz (Josef I.) 250 v.Liechtenstein, durch Vorsorge des Damaligen Pfarrherrn und Hochritterlich Deutschen Ordens Priester Franz Oberleithner ist dieses Schulhaus im Jahre des Heiles 1779 erbauet worden.“ (700 Jahre Deutschordens-Pfarre Palterndorf.S.105).

 

Ohne Jahresangabe - Von der Herrschaft Rabensburg bekam der Lehrer ferner jährlich etwa 10 Eimer Most, die er sich in einer Haussammlung persönlich besorgen mußte. (700 Jahre Deutschordens-Pfarre Palterndorf.S.119).

 

1821 waren es (gesamt?) 10 Ganzlehen, 31 Halblehen, 23 Viertellehen, 30 Häusler, 1 Gemeindegasthaus, 1 Schule, 2 Mühlen, 1 Pfarrhof, 1 Gemeindehalterhaus, 1 Kirche.(700 Jahre Deutschordens-Pfarre Palterndorf S.99).

 

Bis 1848 gehörte der Ort zur Liechtenstein’schen Herrschaft Rabensburg. (Burgen u.Schlösser in NÖ. Birken-Verlag).

1934 waren noch 68,9 % in der Landwirtschaft tätig. (700 Jahre Deutschordens-Pfarre Palterndorf.S.99).

 

 

WEINWURMMÜHLE , SCHINDLMÜHLE :  Erstmals genannt 1397; 1661 Besitzer Fürst von Liechtenstein.  (Mühlen im Weinviertel.S.129) Bei Kläranlage.

 

 

Quellen : Jacob von Falke : Die Geschichte des Fürstlichen Hauses Liechtenstein. Band I.Seite 417.

Quellen : Jacob von Falke : Die Geschichte des Fürstlichen Hauses Liechtenstein. Band II.Seite 39,104,105.

               Burgen und Schlösser in NÖ. Birken-Verlag. „Vom Marchfeld bis Falkenstein“ Seite 100.

               Bernhard Demel O.T.: 700 Jahre Deutschordens-Pfarre Palterndorf 1290-1990.

               Franz Rauscher : Häuserzahl und Untertanszugehörigkeit der Grundholden in den Gemeinden des                               politischen Bezirkes Gänserndorf im Jahre 1590. Herausgegeben 1948. (Bibl.Huysza.)

               Bodenstein / Hohenbühel : Mühlen im Weinviertel.

Autor: Hans Huysza

 

 

 

Objekt: Obec
Stát: Rakousko
Země/kraj: Dolní Rakousko

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