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Ottenthal

www.ottenthal.gv.at

 

1317 überließ der Obersthofmarschall Heinrich v.Lippa das Dorf Ottenthal dem mährischen Praemonstratenserstift Kanitz. Da die Urkunde im Liechtensteiner  Archiv liegt, ist anzunehmen, daß diese Familie den Stiftsbesitz erwarb. (Burgen u.Schlösser in NÖ. Birken-Verlag).

 

Ebensowenig läßt sich aus den Urkunden mit Bestimmtheit nachweisen, wie die im Jahre 1414 zugehörigen vier Dörfer, die um das Hauptgut (Falkenstein)  herumliegen, Draisenhofen, Ottental, Altruppersdorf und Wultendorf erworben worden sind. (Bretholz-Urbar 1414 S.LVI).

 

In Ottental waren die Liechtensteine nicht die ausschließlichen Grundherren, denn die „Topographie“ erwähnt um 1380 ein daselbst angesessenes Rittergeschlecht, dessen Namen aber nicht genannt wird, und um 1411 die Fünfkirchner, während der Liechtensteine gar nicht gedacht wird. Mehrere Urkunden beweisen aber, daß sie dort mindestens seit 1377 begütert waren. (Bretholz- Urbar 1414.S.LVI).

Daß sie in keinem der Orte Gerichtsbarkeit ausüben, beweist wohl, daß sie nicht die eigentlichen Grundherren waren. Beachtenswert ist, daß ihnen auch keinerlei Roboten geleistet werden oder solche hier nicht üblich waren. (Bretholz-Urbar 1414.S.LVII).

 

1414 im Urbar - Dienste von ganzen und halben Lehen in der Herrschaft Falkenstein angeführt. (Bretholz : Seite LVIII).

 

 

1414 besaßen die Liechtenstein 6 Ganz-, 13 Halblehen und 27 Hofstätten im Ort. Mit der Hft. Falkenstein verloren sie aber den Besitz an die Trautson v. Poysbrunn.

Auch an die Fünfkirchen kam Liechtensteiner Besitz, ursp. als Lehen.(Burgen u.Schlösser in NÖ).

 

Kirche (hl.Martin - Hsch.Poysbrunn). die St.Martinskirche 1414 im liechtenst.Urbar (S.161) genannt.(Hans Wolf:Erläuterungen S.363).

 

1458, 13.Dezember, Nikolsburg - Wilhelm 64 v.Liechtenstein-Nikolsburg verleiht dem Wolfgang Herting als Gerhaben der Söhne des Mert Fünfkircher Lehen zu .......Ottenthal, Pottenhofen,....(Heimatk.Beiblatt, Nr.3 u.4.1954,S.16).

 

 

1461 Lehensbrief des Johann V. 67 v.Liechtenstein über Gülten zu Ottenthal.......an die Fünfkircher. (Heimatk.Beiblatt-Nr.3 u.4-1954).

 

1494, 27.Juli- Christof  III. 69 v.Liechtenstein gibt dem Veit Fünfkircher anstatt seines Bruders Bernhard Lehen zu Ottenthal, Pottenhofen, Gutenbrunn.  (Heimatk.Beiblatt-Nr.3 u.4-1954).

 

1504 übergab Christoph III. 69  seinem Sohn  Wolfgang I. 85 v.Liechtenstein nach der Theilung mit seinen Neffen zu eigener Verwaltung „aus väterlicher Liebe und Treue die Festen Ulrichskirchen, Hohenau, Palterndorf  und die Holden zu Falkenstein, Ottenthal, Trässenhofen, Alt= und Neu-Rupersdorf und allen seinen Getraidzehnt, zu Großen-Schweinwart, Mauersdorf, Obern-Siebenbrunn, Glinzendorf, Enzersdorf bei der Donau, Hertenstätten, Kagran, Eipeldau, Meißbierbaum, Reinthal, Hüttendorf, Langendorf und Habern; item allen den Weinzehent zu Mistelbach, Herrenbaumgarten, Falkenstein, Alten-Rupersdorf und Poysdorf“ u.a.). (Falke II.S.39).

 

1504 19.Februar. Theilvertrag zwischen Christoph III. 69 v.Liechtenstein mit den Söhnen seiner Brüder mit Erasmus 80 und Georg VI.75 den Söhnen Heinrichs VII. 68 und Hartmann I. 113 dem Sohne  Georgs V. 70. Auf Christoph als den ältesten des Hauses fiel dabei die Herrschaft Nikolsburg mit Stadt und Schloß, Reichenstein, Maidburg, Lundenburg, Hohenau und Ulrichskirchen. Einen Theil davon, nämlich die Festen Ulrichskirchen, Hohenau, Palterndorf und die Holden zu Falkenstein, Ottenthal, Trässenhofen, Alt- und Neu= Rupersdorf mit allen Getreidezehnten zu Großen-Schweinwart, Mauersdorf, Obersiebenbrunn, Glinzendorf, Enzersdorf bei der Donau, Hertenstätten, Kagran, Eipeldau u.s.w. trat der hochbetagte Christoph, der damals den Achtzigern nahe sein mußte, noch in demselben Jahre an seinen Sohn Wolfgang I. 85 ab. (Falke I.S.505 und Falke II.S.39).

 

1550 Vermutlich . Urbar Register- Herrschaft Wilfersdorf und Mistlbach : zu denen Erbauungen und Contracten samentlich denen Herrn von Lichtenstein zeb: zugehörig, wie viel Haußgesessene, wie viel Gewandten Aecker und wie? Viertl auf der Herrschaft sind, was sie ordinari steigendt: und fallendt: gesell jährlichen der Herrschaft dienen.

Ottenthal : Holzgeld erträgt jährlich im Jahr den anden zu Halff?..................300 Gulden.

 ( 52 Seiten gebunden im Herrschaftsarchiv Wilfersdorf - Heimatmuseum).

 

1597 verkaufte Hans Bernhard Fünfkirchen den gesamten Streubesitz an die Liechtenstein, Welser und andere Adelige. Um den Erlös erwarb er neue Güter in Böhmen und Schlesien.

Im Hofkammerarchiv Wien liegt eine genaue Beschreibung und Schätzung der Herrschaft Steinebrunn vor der Veräußerung.

Im Liechtenstein’schen Lehenbrief Nr.1 heißt es:

Die alten Vesten Stainaprun unter der Kirchen, so vor Zeiten nur ein Hof gewest ist und der Dürrhof genanndt worden und öd ist, darin solln gehört haben 4  ganze Lehen, in der jedes 12 Gwandten Äcker gehört.

Das vierte Lehen das Herbartslehen genanndt.

Außerdem Pfennigdienst von 7 Halblehen, 1 Hofstatt und Hausdienst von 1 Ganzlehen, 2 Halblehen und 1 Hofstatt.

Dazu kamen im zweiten Lehenbrief:

Eine Mühle, so itzo ein öder Mühlschlag (Mühle am Hausteich) und 24 Tagwerk Wiesen ober- und unterhalb der Mühle (Glasermühle).

Der Lehenbrief Nr.3 behandelt die Liechtenstein- Lehen in Drasenhofen, Schweinbarth und Stützenhofen.

In Drasenhofen betrug der Hausdienst auf behauste Gütern und Äckern 2 Pfund, 3 Schilling und 25 Pfennig.

Traidzehent auf 12 ½ Gwandten, Bergrecht auf 115 Viertel Weingärten und 24 ½ Gwandten dienen 32 Pfund und 4 Schilling.

Die Veste Stützenhofen ist ganz abgekommen und ohne Wert.

 (Drasenhofen - Einzelheiten aus Geschichte und Besiedlung- v.Prof.Hans Lederer.S.5,6).

 

Extract, derjenigen Güldt, Stuckh undt Güetter, so von denen Herrn von Liechtenstein, Herrn Hanns Bernhardt Fünfkirchen in einen underschiedlichen Lehensbriefen Zurlehen verliehen, und dies einer Aufsandung Nr. 5 gezogen, welche Stück noch bey der Herrschaft Steinaprun gebraucht und den Aufschlag eingetragen.

Stainaprun vermög Lehenbrief Nr.1.

Die Alt Vesten Stainaprun, so vor Zeiten nur ein Hof gewest und der Dürnhof genannt worden und öd ist, darein sollen gehört haben 4 ganze Lehen, in denen jedes 12 Gewandten Ackher gehört, thuet 48 Gewandten, und weil selbige zweifelsohn noch vorhanden, auch in gemachten Anschlag über die Herrschaft einkommen, auch wird es P:20 fl aestimiert worden................................................. 960 fl

Pfennigdienst von behausten Gütern daselbst:

Ein halbes Lehen dient                                     7 sh,                                       Mehr ein halbes Lehen dient            6 sh

Item zway halbe Lehen dient                          7 sh                                        Item ein halbes Lehen dient             3 sh

Item zway halbe Lehen dienen       1 fl          2 sh                                        Item eine Hofstatt dient                   12 d

Mehr Hausdienst:

Vor eienem Behausten Lehen                         6 sh                                        Item ein halbs lehen                          4 sh

Vor einem halben Lehen                                  3 sh                                        Vor einer Hofstatt                              20 d

Das Pfund mit 60 fl..........................................................................................                300 fl 4 sh.

 

Stainaprun im Lehenbrief Nr. 2.

Beschiet Meldung von einer Mühl so jahrlich gedient hat alle Quatember ein Pfund Pfennig aniezo ein öder Mühlschlag.

Die Gründ so unter den Stainaprunner Äckhern einkhommen, als ein Wiesfleckh,

Item ein Gewandten Ackher, Mehr ein Lehensbreiter Ackher und ein Wiesfleck daran.

Item zwei Wiesen oberhalb der Mühl, Item in dem oberen Teuchtl oberhalb der Mühl

ein lehenbreiter Fleckh mit Felber, ganz durch das Teuchtl, Item ein Lehenbreiter Fleckh mit Felber.

Das alles in dem Dürnhof zur Stainaprun gehört haben soll, ungefähr bey 24 Tagwerk seyn im Anschlag als taxiert..............................................................................................................    480 fl.

 

Stützenhofen vermög Licht. Lehensbrief Nr. 3.

Ayn altes zugrund gegangenes Gebäu so nit angeschlagen. Vor Zeiten soll es auch einen Mayrhof daselbst gehabt haben, so aber auch nit mehr in esse.                                        Latus     773 fl

Ein PaumbGarten.

Mehr ein Baumgarten, darin ein ödes Teuchtl. Das Kirchlehen daselbst. Hinter der Au sollen vorhanden sein 6 Joch Äckher, so aber unbewußt und nit angeschlagen.

Ein Holz genannt der Spitz, Ein Holz genannt die Au in Anschlag taxiert        P..30 fl.

Weingärten.

Mehr soll es allda gehabt haben, 2 halbe Weingarten, dann ein Raiffl Satz, daß er drey Viertl sein soll nit fürhanden öd. Item 13 Joch Äckher, mehr 2 Joch Äckher, wos beide nicht in Anschlag kommen.

Mehr sollen auf behausten Gütern und Überländer allda Liechten- Lehen sein per 5 fl 52 d,

weillen diese in Anschlag unter des Sturbrichters behausten Dienst zu Stützenhofen begriffen und das blgeld mit 60 fl  taxiert bringts..................................................................................                313 fl.

 

Stützenhofen im Lehenbrief Nr. 4.

Jeder von Urbar-Ackhern allda sollen jahrlich dienen                                               3 sh  7 ½ d.

Von einer öden Gewandten 6 d will niemand kein Wissenschaft haben.

 

Falckhenstain im Lehenbrief Nr. 4.

Allda sollen von behausten Gütern jahrlich gereicht werden                                   10 sh  27 ½ d

die seind im Anschlag über Stainaprun einkhommen und das Pfund per            60 fl tax......81 fl  7 sh

Von einer Mühl daselbst vorhanden und so aber nit in Anschlag mit reinkhommen.

 

Dräßenhofen Hausdienst im Liechtenst. Lehenbrief Nr. 3.

Auf behausten Gütern und Äckhern allda  2 fl 3 sh 23 d.

Die seind auch in Abschlag einkhommen, und das blgeld per 60 fl.................      185 fl 6 sh.

TRAYDZEHET: Auf drey Gewandten Ackher den Zehent, item mehr auf 3 ½ Gewandten gleichmäßig den Zehent, so in Anschlag einkhommen möchte ungefähr taxiert werden auf ein Muth um 5 fl und das blgeld

per 50 fl..........................................................................................................   250 fl.

 

Perckhrecht:  Von 115 Viertl Weingarten allda soll anjezt nur 110 sein, von jeder reicht man ein Viertl Perckhrecht, deren drey ein Ember Tötzmaß austragen 36 ¾ Emmer jeder per 4 shd und das blgeld

 per 50 fl..........................................................................................................  916 fl

Die Weingarten sollen dienen 5 sh 13 d, so auch im Anschlag einkhommen, das blgeldper 60 fl........38 fl  2 sh

Darzu solle auch ein Traydtzehet gehört haben, so aber derzeit unbewußt, und nit im Anschlag.

                                                                                                                                                             Latus 1471 fl 7 sh

Item von 24 ½ gewandten Ackher 4 sh 10 d Dienst Liecht.Lehen, dies Geföll auch mit 60 fl angeschlagen..................................................................................................   32 fl 4 sh

Item ein Traydzehet auf drey Gewandten, Mehr auf andere 3 Gewandten 2 Teil Zehet in beiden Posten ungefähr auf 5 Mtz, jeder per 10 url??          6 sh 20 d das blgeld mit 50 fl........   4 fl 1 sh 10 d.

 

Schweinwart oder Schweinberg Liechtenstein- Lehen.

Daselbst hat vorzeuten einen Hof gehabt, soll jetzo ganz und gar zugrund gangen sein darein haben gehört 21 Joch Äckher, wie im Anschlag unter den Zurbrichters Hofäckherzu sehen ist jede Gewandten taxiert per 10                                                                                                                                                              fl...210 fl.

 

Gehülz allda Liechten:Lehen Nr. 3.

Dies genannt die Pokhgrub (Eckhgrub??), die Schweinbarth, das Haßl oder Haßloch, das Hünterholz, der Höllpüchl, das Haspelholz oder Hauspaum, das Drauerholz, item Bhochgraben?= sind nachzufragen!

Diese Gehülz sind im Anschlag taxiert per.....................................................              375 fl. Latus 621 fl 4 sh 10 d.

WIESEN ALLDA:  Allda hats eine Wiese, die Großwiese genannt, hat 34 Tagwerkh ist im Anschlag jede per 15 fl taxiert, weils Lehen muß defalciert werden, von dreyen Aigen................       510 fl

Unter denen Haus und Überlendtdiensten allda zu Schweinwarth sollen auch 4 Pfgl 6 sh 24 Liechten:Lehen sein, die sein auch und der Stubrickhdienst im Anschlag reinkommen, das blgeld mit 60 fl...............334 fl.

 

Guttenbrunn Haus und Urbardienst im Lehenbrief Nr. 3 und 4..

Drey Holden allda sollen dienen 12 shd, item 8 Tagwerch Äckher auf der Hochenstraß, vor Haus und Urbardienst im Anschlag gegriffen und weil inselben das blgl mit 60 fl taxiert bringts...............94 fl.

GUTTENPRUNNER GEHÜLZ LIECHTEN:LEHEN NR.4.; Ein Holz genannt der Übermaß (Nota, seint wohl 3 Übermaß), dessen soll sein 24 Gewandten, daselbst ist jede Gewandt taxiert per 15 fl Bringt.....360 fl.

                                                                                                                                                             Latus 1298 fl.

Item ein Holz  genannt die Pochleuthen neben der Hausleuthen, wie in der Lehenbriefabschrift gemeldet, soll selbige anjetz denen von Althan zugehören, ist im Anschlag nit begriffen.

 

Ottenthal im Liechten:Lehenbrief Nr. 1.

Hausdienst von 16 behausten Hofstätten allda Pfennigdienst 4 sh 24 d, wird im Anschlag einkhommen, das Pfgl. per 60 fl.............................................................................................................             36 fl.

WEINZEHET u. PERCKHRECHT; allda liechten:Lehen: Auf 4 Viertl Weingarten 4 Viertl Bergrecht am Heyperg und 2/3 Zehent, Item ganzes Bergrecht und 2 teil Zehet auf  4 Viertl Weingarten in drey Sätzen, mehr 2/3 Zehent auf einen ganzen Weingarten in Sätzen, mehr 2/3 Zehent auf einen ganzen Weingarten in Säzen, den Niclas Tretler inne gehabt. Diese Zehent und Bergrecht sein im Anschlag auf  12 ½ Emmertaxiert.

per Bausch.................................................................................................................       325 fl.

Pfennigdienst oder Überlendt auf einen ganzen Weingarten 14 d, mehr auf einen Überlendt-Ackher 15 sh 29 d, das blgeld mit 60 fl......................................................................................................     8 fl 10 d.

HAUS u. URBARDIENST im Lehenbrief Nr.1.:  Von 2/4 Feldlehen, 3 Hörbriger u. 6 öden Hofstätten, 1 Pfgl 2 sd darnach die Güter                                                                                                                   Latus 369 fl 10 d.

auf diesen Äckhern Dienst 64 d thuen beide Posten 1 fl 4 sh 4 d, das blgeld per 60 fl, weil diese Posten im Anschlag als einkommen, bringt.................................................................................   91 fl.

Item auf behausten Gütern und Äckern allda Nr. 3: Dienstgeld 7 sh 27 d, das Pfgl. mit 40 fl.......39 fl 4 sh.

Item Ottenthaler Hausdienst und Überlendt Nr. 3.: Hanns lockher von einem halben Lehen 5 sh, weil dieser Posten unter dem Dienstgeld im Anschlag einkommen und das blgl mit 60 fl taxiert, bringt.......37 fl 4 sh

                                                                                                                                                             Latus 168 fl.

Summa Summarumdern Stückh aus den Liechtensteinischen Lehensbriefen gezogen 6004 fl 4 sh 20 d

aber bis dato zur Herrschaft Stainaprun gebraucht, und im Anschlag eingetragen worden, wovon solche denen Herren von Liechtenstein zuerkannt, von dem Kaufschilling zu defalciern sey.

                                                                                                                                             Idest 6004 fl 4 sh 20 d.

(Drasenhofen - Einzelheiten aus Geschichte und Besiedlung- v.Prof.Hans Lederer.S.15 bis 18).

 

 

Quellen : Burgen und Schlösser in NÖ. Birken - Verlag. „Vom Marchfeld bis Falkenstein.“  Seite 131

               Heimatkundliches Beiblatt - Nr.3 und 4 - 1954. Seite 12 - 16 „Regesten aus dem Fünfkircher                       Schloßarchiv“ v. Dr.Franz Hadriga.

               Jacob von Falke : Die Geschichte des Fürstlichen Hauses Liechtenstein. Band II.Seite 39.

               Hans Wolf : Erläuterungen zum Historischen Atlas der österr.Alpenländer. 6.Teil. N.Ö.

              Bertold Bretholz : Das Urbar der Liechtensteinischen Herrschaften Nikolsburg....aus dem Jahre 1414.

 

Eulen nach Athen oder

Tauben nach Nikolsburg

Eine heitere Geschichte, von unseren Vorfahren erzählt

 

Mit dem Abbau des eisernen Vorhan­ges und der Öeffnung der Grenze zur tschechischen Nachbarschaft wurde ein 45jähriger Traum von der Wirklichkeit ab­gelöst.

So werden manche Erinnerungen von einst, Tatsachen die einer erfunde­nen Mär gleichen, wieder wach. Manche lustige Episode kommt mir gelegentlich, in den Sinn.

 

 „Des Einen Freud, des Anderen Leid“ so war es auch in folgendem Falle.

Die Mährisch-nö. Landesgrenze war zur Zeit der Monarchie als Landestrennlinie

be­deutungslos. Durch die Nähe der Stadt Nikolsburg zur Ottenthal, 6 km, ergab sich

auch eine wirtschaftliche Abhängigkeit voneinander.

Verkauf und Einkauf waren auf die Bedürfnisse abgestimmt, Dorf und Stadt, Produzent und Konsument ergänz­ten sich gegenseitig.

Die einstmals deutsche Stadt, zu einem Drittel von Juden bewohnt, war doch ein nahes Absatzgeb­iet für landwirtschaftliche Produkte, besonders gefragt war Geflügel, das für die  jüdischen Glaubensbrüder koscha war.

Taubenzucht und Vermarktung lag in der Kompetenz der Buben und sollte ein kleines Taschengeld einbringen. So lag es doch nahe, daß sie ins Marktgesche­hen einstiegen und ihre Produkte in klingende Münze umsetzten.

So hat sich fol­gende heitere Episode öfters wiederholt:

Mit dem Weckruf des Haushahnes in der Zeit der Ferien begann auch der Arbeits- bzw. Geschäftstag der Buben.

Beim Morgengrauen wurde ein alter Taubenmethusalem aus der Nachtruhe geholt, hinein in ein Körberl, wie beim Vo­gelhändler, und schon ging es barfuß auf der Schotterstraße 6 km dahin in Rich­tung Nikolsburg.

Um 7 Uhr begann das Marktgeschehen ober dem Stadttor, das bald in vollem Gange war. Feilschen und handeln, schachern und schreien waren der übliche Marktlärm in dieser kleinen Geschäftswelt des Federnbasars. Schan­dor, Blau und Kuhn geschäftseifrig auf Tour erspäten bald das Prachtexemplar des Taubenseniors, der glücklicherweise keinen Geburtsschein mithatte. Bald waren sich Käufer und Verkäufer einig. Schandor bezahlte 6 Kreuzer und trug das erstandene Federvieh, das am Mit­tagstisch landen sollte, unter der Irxn heim.

Sich des guten Geschäftes bewußt, rieb sich der Jud die Hände, der Tauber nutze die Gelegenheit der Ausbruchs­chancen, ein Flügelschlag und er trat durch die Lüfte die Heimreise an. Als die Buben daheim ankamen, wurden sie mit freudigem „Kukuruku“ begrüßt und näch­ste Woche konnte sich dieses Spiel wie­derholen.

Die Lehre von dieser Geschichte ließ bei uns ein Sprichwort entstehen, das da sagt:

„Wer vom Taubenmist reich gewor­den ist, der wird sein Lebtag nicht mehr arm.“

(Nöe – Pensionistenzeitung März 1992).

 

 

 

 

Die Pouzdrany-Steppe-Kolby

Eine Nationale Naturreservation, welche einen der reichsten Standorte der wärmeliebenden Vegetation in Mähren schützt.

Zugänglich über den blau markierten touristischen Weg nach Pouzdrany.

Die auffälligste Pflanze ist hier der weissblütige tatarische Meerkohl, der aus der Ferne an weidende Schafe erinnert.

(Aus Palava und das Lednice-Valtice-Areal- Tourismuskarte übergeben am 15.10.2009 von der Bürgermeisterin von Feldsberg bei einem Besuch im Schloss Wilfersdorf).

 

Autor: Hans Huysza

 

Objekt: Obec
Stát: Rakousko
Země/kraj: Dolní Rakousko

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