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Niederabsdorf

Ab 1406 sind die Liechtenstein mit Zustimmung der Herzoge Vögte. (Burgen u.Schlösser in NÖ.Birken-Verlag).

Bischöfe und Klöster ließen sich im Mittelalterin Rechts - und Abgabenangelegenheiten von Vögten vertreten, da sie vom Geiste ihres Amtes her und durch Kirchen - und Reichsgesetze damit nicht befaßt werden durften. Diese Vögte waren praktisch die Verwalter des Dorfes bzw. Marktes, sie leiteten die Ansiedlung der Bauern und den Anbau der Feldfrüchte, sie übten die niedere Gerichtsbarkeit aus. Streit, Diebstahl, Beleidigungen, Wild - und Fleischfrevel, Betrug waren die hauptsächlichen Delikte. Wichtig war auch die Überwachung der Naturalabgaben, der Zug - und Handdienste, die dem Kloster zu leisten waren. (Großkrut Pfarrkirche St.Stephan in Christl.Kunststätten Österreichs, Nr.237- 1993).

 

1414 Urbar der Liechtensteinischen Herrschaften Nikolsburg. Kurzer Text über die Vogtei angeführt.(Urbar 1414).

 

1570 bei der Teilung-Die Orte Niederabsdorf, Palterndorf, Dobermannsdorf, Hausbrunn, Altlichtenwarth und Schönstraß sind zum Landgericht Hohenau vereinigt.  (Heimat im Weinland-Jg.1962-S.101).

 

 

1575 genehmigte Hzg.Albrecht v.Bayern den Verkauf des Gutes Niederabsdorf durch das Kl.Niederaltaich an Wolf Fazi. Die Vogtei blieb bei den Liechtenstein und galt fortan nicht mehr als Lehen, sondern als freies Eigen. (Burgen u.Schlösser in NÖ w.o.) Seit dem Verkauf durch das Kl.Niederaltaich 1575 war die Familie Liechtenstein mit kurzen Unterbrechungen ständig in Besitz des Gutes.

SCHLOSS wird 1575 von den Liechtensteinern als Herrschaft übernommen und mit kurzen Unterbrechungen bis heute in ihrem Besitz. (Dehio 1990.S.781).

 

Aus 1577 liegt ein Urbar im Archiv der Fürsten Liechtenstein in Vaduz.  (Burgen u.Schlösser in NÖ w.o.).

 

1591, 28.Mai Testament des Georg Erasmus 120  v.Liechtenstein. Seine Hinterlassenschaft wurde am 28.August zwischen seinen Neffen, Hartmanns II. 118 Söhne und seinem Bruder Hans Septimius 128 getheilt. Das Vermögen, welches Georg Erasmus hinterließ, bestand in der Herrschaft Ravensburg mit allen Herrlichkeiten und Hoheiten, dem Schloß, dem Dorf und Maierhof, nebst allem sonstigen Zubehör, desgleichen dem Markt Bernhardsthal mit allen seinen Herrlichkeiten, Gericht, Nutzungen, Zehnten u.s.w., ebenso in den beiden Ortschaften Ebenfeld, dem Markt Landshut, Reinthal, den Weingärten zu Schrattenberg und Bilawitz; in der Herrschaft Hohenau mit dem Schloß und allem sonstigen Zubehör von Herrlichkeiten und Nutzungen, in Absdorf, Hausbrunn, Schönstraß, Palterndorf, Dobernstorf, Lichtenwart, Ringestorf, Waltersdorf. Alle diese Güter besaß nach dem Vertrage Johann Septimius allein. Da aber der andere Teil, die Söhne seines Bruders Hartmann, den Anspruch an die Hälfte hatten, so trat Johann Septimius ihnen dafür die Herrschaft Herrenbaumgarten sammt allem Zugehörigen und allen davon abhängigen Ortschaften ab. (Falke II.S.104,105).

 

1591 Testament des Georg Erasmus 120 v.Liechtenstein. Das Vermögen, welches er hinterließ, bestand.........u.s.w.; in der Herrschaft Hohenau mit dem Schloß und allem sonstigen Zubehör von Herrlichkeiten und Nutzungen, in Absdorf, Hausbrunn,Schönstraß,Palterndorf,Dobernstorf,Lichtenwart,Ringestorf,Waltersdorf. (Falke II.S.104).

 

1691 kam das Schloß von Gf.Otto Ferdinand v.Hohenberg an die Liechtenstein zurück. Die Verwaltung in Rabensburg verpachtete es als Meierhof. Zwischendurch betrieben die Pächter in „Schloß „ eine Zuckerfabrik .(Burgen u.Schlösser in NÖ w.o.)

1691 kauft Hartmann II. 205 v.Liechtenstein die Herrschaft Nd.Absdorf von Graf Otto Ferd. v.Hohenfels - Vereinigung mit dem Fazihof. Er besaß auch Guntramsdorf. (Falke III.Seite 102).

 

In Niederabsdorf fehlt die Taufmatrik für die Zeit 1691 (Kauf des Gutes Niederabsdorf Fürst Hartmann (205)  war damals 25 Jahre alt, Neubau des Schlosses mit Einrichtung seiner Residenz) bis 1727 od. 1728 ( Hartmanns Todesjahr). Einsichtnahme in die Matriken am 6. Februar 2007 von Hans Huysza. Versuch, Geburten unehelicher Kinder genauer anzusehen, eventuell mit Fürstlichen Beamten als Taufpaten. Pfarrer Franz Xaver Romayer (1776 ist Dechant Kons.Rat. Romayer Pfarrer in Wilfersdorf) begann 1769 mit der Anlage der ältesten Taufmatrik. Laut einem Diözesanbuch ? sollten jedoch Matriken aus Mitte 1600 vorhanden sein (Hr. Pfarrer hat in meiner Anwesenheit nachgeblättert).

(Anmerkung Hans Huysza-7-2.2007).

 

1726 – Die Pfarre in Nieder- Absdorf wurde  von Fürst Hartmann von Liechtenstein mit Stiftbrief vom 16. Juni 1726 gestiftet. Im Stiftbrief wird auch das vom Fürsten erbaute Seelsorger- und Schulhaus erwähnt.

Dieser Pfarrhof wurde um 1788 verkauft und der Pfarrer übersiedelte damals in das Schloss.

Über die Errichtung des jetzigen Pfarrhofes habe ich keine Nachricht gefunden.

(Schreiben von Gustav Wilhelm aus dem Hausarchiv der Regierenden Fürsten v. Liechtenstein Vaduz an DI Ernst Fiedler vom 14. März 1969).

 

1728 am 3.Juli starb Hartmann 205 v. Liechtenstein  in Guntramsdorf. Beigesetzt wurde er in der Pfarrkirche Niederabsdorf. (Gustav Wilhelm-Stammtafel XV-35 T.6).

In der Kirche pompöses Grabmonument der Liechtenstein, denen auch der Schloßbau zuzuschreiben ist. (Burgen u.Schlösser in NÖ.w.o.).

Pfarrkirche- Bemerkenswert reicher figuraler Epitaph von Hartmann 205 Fürst von Liechtenstein, Inschriftkartusche, darüber Wappen der Familie Liechtenstein, bez.1728 von Putten gerahmt, urk.von Josef Pliemb. (Dehio 1990).

 

Fürst Emanuel v.Liechtenstein 244 (1700-1771) besass auf seinem Schloß in Loosdorf in N.Ö. eine Gemäldesammlung, welche rund siebenhundert Bilder umfasste und welche fast ebenso bedeutend war, wie jene seines Onkels Hartmann 205 (1666-1728) auf dem Schloß in Niederabsdorf. („LiechtensteinerVaterland“ v.14.8.1990).

 

.....Der bedeutendste Kunstmäzen dieser Zeit war der Fürst Johann II. von Liechtenstein (1840-1929), ein Fachmann auf dem Gebiete der Baukunst, der in dem Architekten Karl Weinbrenner, einem Schüler des Wiener Dombaumeister Friedrich von Schmidt, einen Mann fand, der seine Pläne in die Tat umsetzte; denn er baute die Kirchen in Unter Themenau, Katzelsdorf, Dobermannsdorf und Bullendorf, die Spitalkirche in Mistelbach und die Schule in Nieder Absdorf.

1910 ging Weinbrenner nach Prag, wo er als Professor an der deutschen Technik wirkte.

( „Das Bauhandwerk“ v. Franz Thiel im Heimatk. Beiblatt zum Amtsblatt der BH Mistelbach,  Nr.4, April 1957, S 13).

 

Die zum Gute Wilfersdorf gehörigen Patronatsobjekte

 

Gemeinde             Dobermannsdorf Kirche                                   u. Pfarre

                „              Nieder-Absdorf    Kirche                                   u. Pfarre

                „              Ringelsdorf           Kirche (ohne Turm)            u.Pfarre

                „              Katzelsdorf          Kirche                                   u.Pfarre

                „              Reinthal                Kirche                                   u.Pfarre

                „              Bernhardsthal      Kirche                                   u.Pfarre

                „              Wilfersdorf           Kirche                                   u.Pfarre

                „              Kettlasbrunn        Kirche (oberer Teil des       u.Pfarre

                                                               Turmes  der Gemeinde)

                „              Hausbrunn           (Kirche ohne Turm)            u.Pfarre

                „              Alt-Lichtenwarth Kirche                                   u.Pfarre

 

 (Inventur und Schätzung Wilfersdorf - Rabensburg 1929. Seite 136 bis139).               

 

 

Für Kirche und Pfarrhof war der Fürst von Liechtenstein bis 31.12.1968 als Patronatsherr zuständig.

(Schreiben der Gutsverwaltung vom 23.7.1970. A rchiv Huysza).

 

Die von der Hohenauer Zuckerfabrik gepachteten Meierhöfe Z.B.Nd.Absdorf, Rabensburg, Hohenau, Hauskirchen, Bernhardsthal -  wurden bei der Nationalsozialistischen Machtübernahme von der Deutschen Ansiedlungsgesellschaft übernommen (wegen jüdischen Wurzel der Familie Strakosch). Bei Kriegsende waren die Höfe unter „USIA“- Verwaltung.

Hans Toifl – Oberverwalter Hof Hohenau erwähnt

(1974) im Rahmen der

Abbruchverhandlung 21.5.1976 – Niederabsdorf 91 - Saisonarbeiterhaus

Johann u. Anna  Birner – ehemalige Tischlerei Parz. Nr. 746

4 Räume ebenerdig + 4 Räume 1. Stock

378 m²

Erbaut um 1890, aufgestockt 1900

Mietvertrag Birner vom 20.2.1970 ( wohnt in Neusiedl, Johannesgasse 4).

 

(Beleg aus dem Museumsarchiv – Liechtensteinordner)

 

Bei den Rückstellungsverfahren ca. ab 1946 konnten Bernhardsthal und Teile von Hauskirchen von Liechtenstein nicht mehr zurückgenommen werden. Der Besitz wurde an örtliche Landwirte abgegeben.

(Aussage Dipl.Ing.Ernst Fiedler am 28.5.1999).

 

Der jüngste Bruder des Fürsten Anton Florian, der letztgeborene aus der Reihe der vierundzwanzig Geschwister, war der nach seinem Vater genannte Fürst Hartmann II. (1666-1727).

In seiner Jugend hatte er die Türkenkriege unter dem Prinzen Eugen mitgemacht und war von Kaiser Karl VI. nach dessen Rückkehr aus Spanien 1712 zum Obersthof- und Landjägermeister ernannt worden.

Viel Mühe, Sorgfalt und Zeit verwendete auf dieses Amt, die Einführung der spanischen Jagd in Österreich ist auf seine Initiative zurückzuführen.

Er blieb unvermählt und hatte 1691 das Gut Nieder-Absdorf in Niederösterreich gekauft.

Dort baute er das Schloß von Grund auf neu und richtete seine Residenz ein.

Dass Hartmann Gemälde schätzte, ist überliefert.

Pietro van Roy hatte ihn 1711 gemalt, Franz Stampart in den zwanziger Jahren.

Als er 1723 von seinem Bruder Emanuel dessen Bildersammlung von 619 Gemälden erwarb, hatte er bereits in Nieder-Absdorf 194 Gemälde in seinem Besitz.

Nach seinem Tode wurde in Nieder-Absdorf eine Bibliothek von 473 Werken verzeichnet, er besass dort eine sehr reichhaltige Rüstkammer und Gewehrsammlung und hatte Zeit seines Lebens grosse Sorgfalt der Büchsenmacherei zugewandt.

In Guntramsdorf, südlich von Wien, besass er einen kleinen Besitz, in dem dortigen Schloss werden viele Bilder, darunter Werke von Tizian, Dürer, Bassano, Hamilton und auch einige von der Hand seines Grossvaters, des Fürsten Gundaker, aufgezählt.

Johann Lukas Hildebrandt hatte ihm dort in Guntramsdorf das Schloss und Gartenpavillons erbaut

 ( „Das liecht.Schloss in Guntramsdorf“, in Alte und mod.Kunst,Jahrg.1959,Heft 5,S.15 ff.), welche Jonas Drentwet mit Grotesken ausmalte. Der gesamte Besitz des Fürsten Hartmann fiel nach dessen Tod an das Majorat.

(„Die Fürsten von Liechtenstein und ihre Beziehungen zu Kunst und Wissenschaft“-v.Gustav Wilhelm,Seite 104,105).

 

Fürst Emanuel von Liechtenstein

Nr.244

 

Die Tatsache, dass Johann Adam die Fideikommissgalerie an Fürst Emanuel vermachte, legt den Schluss nahe, dass Emanuel selbst Bildersammler war und in der Tat finden wir, dass Emanuel in jenem Jahre 1722, wo er die Fideikommissgalerie an das Majorat abtrat, aus seiner privaten Bildersammlung nicht weniger als 619 Bilder namhafter Meister, seinem Onkel, dem Fürsten Hartmann II., verkaufte.

Bei dem im Jahre 1771 erfolgten Tode des Fürsten Emanuel befanden sich auf seinem Schloss Loosdorf in Niederösterreich noch 291 Bilder, welche sein Sohn, Fürst Franz Josef I., erbte.

Dieser überleiss das väterliche Erbe, als er 1772 Majoratsherr wurde, seinem jüngeren Bruder Karl.

Die vierte grössere Sammlung von Bildern, jene des Fürsten Hartmann in Schloss Nieder-Absdorf an der Zaya, umfasste nach dem Ankauf der 619 Bilder vom Fürsten Emanuel insgesamt 803 Nummern........

Nach dem Tode des Fürsten Hartmann 1728 kam dieser Bestand in den Besitz des Fürsten Josef Wenzel, welcher diese Bilder vermutlich mit seiner alloden Herrengassengalerie vereinigte.

Aus dem Jahre 1730 ist eine Nachricht vorhanden, wonach Antonio Beduzzi gemeinsam mit dem Maler Domenico Mainardi 185 Bilder aus Nieder-Absdorf nach Feldsberg transportierte.

Es bestehen also 1722 im Hause Liechtenstein vier voneinander getrennte Bilderbestände.

Die Majoratsgalerie, welche der Regierer des Hauses, Fürst Josef Johann, besitzt, die Galerie in der Herrengasse, welche Eigentum des Fürsten Josef Wenzel ist, die Privatsammlung des Fürsten Emanuel im Schloss Loosdorf und schliesslich die Galerie des Fürsten Hartmann II., welche im Schloss Nieder-Absdorf untergebracht war.

(„Die Fürsten von Liechtenstein und ihre Beziehungen zu Kunst und Wissenschaft“-v.Gustav Wilhelm,Seite 115).

 Die Verlassenschaftsschätzung der Bilder nach dem Tode des Fürsten Franz Josef I. sieht folgendermassen aus:

Wiener Galerie                                 37 027 fl

Schloss Feldsberg                             11 473 fl

Wiener Gartenpalais (Rossau)          3 293 fl

Bankgassenpalais                               1 220 fl

Herrengassenpalais                               920 fl

Schloss Loosdorf                                1583 fl

Schloss Absdorf                                   257 fl

Schloss Rabensburg                               28 fl

Schloss Wilfersdorf                                12 fl

Diese Schätzung, obwohl sie nur den in Österreich gelegenen Bilderbesitz umfasst, ist recht interessant. Von der alloden Sammlung in der Herrengasse war nicht mehr viel vorhanden, sie war wohl schon zum grössten Teil in der Majoratsgalerie aufgegangen.

Die Bilder in Absdorf waren wohl die Reste der Sammlung des Fürsten Hartmann II.,im Majoratshaus befand sich, wie der vierte Posten zeigt, noch ein alloder, von der Majoratsgalerie separater Bestand an Gemälden.  

(„Die Fürsten von Liechtenstein und ihre Beziehungen zu Kunst und Wissenschaft“-v.Gustav Wilhelm,Seite 138).

 

Quellen : Jakob v.Falke : Die Geschichte des fürstl.Hauses Liechtenstein.Band II.Seite 104.

                Jacob v.Falke : Detto. Band III.Seite 102.

               Burgen und Schlösser in NÖ. Birken-Verlag. „Vom Marchfeld bis Falkenstein“.

               Bertold Bretholz : Das Urbar der Liechtensteinischen Herrschaften Nikolsburg 1414.......

                Gustav Wilhelm : Die Stammtafel des fürstlichen Hauses Liechtenstein.Tafel 6,XV-35.

                „Liechtensteiner Vaterland“- Zeitung v.14.8.1990- „Die Kunstsammlungen des Fürsten v.Liechtenstein“- Dr.Gustav Wilhelm in „Liechtenstein- Eine Dokumentation aus dem Jahre 1978).

               Dehio 1990 - Seite 781.

               Schreiben der Gutsverwaltung vom 23.7.1970. Patronatsfragebogen.

              Grosskrut Pfarrkirche St.Stephan : Christliche Kunststätten Österreichs, Nr.237-1.Auflage 1993.

 

Absdorfer Heimatlied : Nach der Melodie „Es seht ein Schloß in Österreich“.

Es steht ein Schloß in Absdorf,

ein wunderschönes Schloß.

Darinnen hat gewohnet, ein Prinz

überall bekannt im ganzen Land.

Als Liechtensteiner ist er genannt.

 

Es wurde bis ca.1960 gesungen, vorwiegend beim Kukuruzauslesen.

Frau Sophie Gass aus Drösing hat es vor ca. 1928/29 gehört.

Etwa 1992/93 ersuchte sie mich (Anm.Huysza) nachzuforschen, ob dieser Text noch irgend wie oder wo aufgezeichnet ist bzw.ob sich jemand erinnern kann. „ Sie kann nicht sterben, bevor sie den Text wieder komplett hat“. Frau Gass ist im März 1996 hochbetagt verstorben.

 

Hartmann II. 205 v.Liechtenstein :

Geb. 5.November 1666, gest.Guntramsdorf, 3.Juli 1728- lt.Falke 1727. Lt.Epitaph 1728 . best. in Niederabsdorf

Kämpft als Rittmeister 1687 unter Karl von Lothringen gegen die Türken vor Belgrad, 1690 Belagerung von Mainz, Oberst, 1708/09, Hauptmann der Kaiserlichen Garde, Geheimer Rat Kaiser Karls VI. und von 1712 bis 1724 Oberstjägermeister. ( Gustav Wilhelm,Stammtafel des Fürstl.Hauses Liechtenstein).

 

300 Jahre Liechtenstein in Niederabsdorf : Im Jahre 1691 kaufte Fürst Hartmann die Herrschaft Niederabsdorf vom Grafen Otto Ferdinand von Hohenfels. Fürst Hartmann galt als ausgezeichneter Wirtschafter und Verwalter : Am Hofe war er oft und gerne gesehen und bei Kaiser Leopold und Josef wohl beliebt. Im Jahre 1712 wurde er von Kaiser Karl VI. zum Obersthof- und Landjägermeister ernannt. In dieser Stellung wird ihm nachgerühmt, daß er das Amt nicht bloß zum besonderen Vergnügen des Kaisers geführt, sondern auch durch gute Anordnungen bewirkt habe, daß die Jägerei nicht so schwer wie vormals auf dem  Landmanne und Untertan lastete. Im Jahre 1724 legte er das, wie er es  beschrieb, beschwerliche Amt nieder und behielt nur die Stellung eines geheimen Rates. Unvermählt starb er 1727 und wurde in der Kirche Niederabsdorf beigesetzt. (Katalog der Briefmarkenausstellung).

 

.......Bei den Hauptjagden, wie etwa bei denen, die Obersthof- und Landjägermeister Fürst Hartmann von Liechtenstein in seiner Herrschaft Niederabsdorf an der Zaya veranstaltete, wurden nur jagdbare Hirsche mit mindestens 350 Pfund Gewicht und Zehnender oder Wildschweine von mindestens 250 Pfund Gewicht angesprochen.

Bei einem dieser Ereignisse wurden 419 Hirsche und 150 Tiere (Hirschkühe) vorbeigetrieben, Mitglieder der kaiserlichen Familie erlegten davon etwa 50 Stück.

(DieLebenswelt  der Habsburger-Kultur- und Mentalitätsgeschichte einer Familie, Karl Vocelka-Lynne Heller,Seite 45,46).

Autor: Hans Huysza

 

Objekt: Obec
Stát: Rakousko
Země/kraj: Dolní Rakousko

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