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Neusiedl an der Zaya

www.neusiedl-zaya.gv.at/

Dorfturm - Mitten im Ort im Hause Nr.92 steht ein berchfrit-ähnlicher Turm von 8 m Höhe. Grundfläche 8x8 m. Mauerstärke im Erdgeschoß 1,6 m. Ursprünglich Hocheinstieg und „Angstloch“ in der Decke des Untergeschoßes. Einzige Öffnungen im Obergeschoß nach allen Seiten. Im 20.Jh. zeitweise als Eiskeller verwendet. (Burgen u.Schlösser in NÖ. Birken - Verlag).

 

1487 kauft Christoph III. 69 v.Liechtenstein - Nikolsburg  Schloß und Dorf von Gamaret d.J. von Fronau. (Weisthümer Winter).

 

1489 Kaufbrief des Marktes Neusiedl an der Zaya. Er befindet sich im Original in der Urkundensammlung des Fürst Liechtenstein’schen Hausarchiv, Wien 9., die Liste mit den Familiennamen ist angeführt. (Aus „Die Sippe“- Band 1).Herrschaft Wilfersdorf.

 

1523 sind im Weistum Erasmus 80 und Georg VI. 75 v.Liechtenstein die Grundherrn. (Burgen u.Schlösser in NÖ. Birken-Verlag).

 

 

1550 belehnen die Liechtenstein Georg Pögl, Frh. zu Reiffenstein und Arberg, Gatte der Helena Zackl, mit Neusiedl. ( Burgen u.Schlösser in NÖ. Birken - Verlag).

 

1590 - Herrschaft Herrnbaumgarten. („Die Sippe“).

1590 hatte Hans Septimius 128 v.Liechtenstein 72 Häuser, das Kl.Altenburg 9 Häuser von Neusiedl in Besitz. (Burgen u.Schlösser in NÖ. Birken-Verlag).

 

1590 Herr Johanneß Septimius von Liechtenstain Obrigkheit  72 Häuser. (von 81) (Häuserzahl und . Untertanszugehörigkeit 1590 - Bezirk Gänserndorf S.6).Der von Altenburckh 9 Häuser.

 

 

1593 - Herrschaft an Feldsberg. („Die Sippe“).

 

1606 - zum Rabensburger Teil. („Die Sippe“).

Das Landgericht blieb 1792 Brandenburger Lehen.

 

........Der Steinberg in Neusiedl ist größtenteils mit Eichenwald bewachsen. Ein Teil dieser Waldung kam im Jahre 1626 als Geschenk vom Fürsten Max. von Liechtenstein, dem damaligen Herrn von Rabensburg, an seine getreuen Untertanen zu Neusiedl. Der Fürst behielt sich die Jagd.

(Festschrift zu 500 Jahre Wiederverleihung des Marktrechtes Neusiedl/Zaya 1964-Seite 14, 30).

 

DIE WALDGENOSSENSCHAFT:

Die Waldgenossenschaft Neusiedl ist eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts. Der Besitz besteht aus dem sogenannten „Steinbergwald“ in einem Ausmaß von 244 ha 19 a 89 m², der als Mittelwaldbetrieb mit einer Umtriebszeit von 20—30 Jahren geführt wird.

Die Besitzrechte sind auf 77 Gesellschafter mit 139 Anteilen aufgeteilt.

 

Der Besitz geht auf eine Schenkung aus dem Jahre 1626 zurück, bei welcher der „Fürst Maximilian von und zu Liechtenstein und Nicolspurg“ seinen „Unterthanen“, nachdem er

ihnen eine Strafe von 500 Ducaten für ein Vergehen auferlegt hatte, seinen Besitz schenkte.

Infolge der Tatsache, daß die Schenkung nur an die „Unterthanen“ gerichtet war, welche ihren Zehent und Robot nach Rabensburg leisteten, besitzen einige Bäuernhäuser in

Neusiedl keinen Waldanteil. Diese, mit zwölf bezifferten Bauern hatten die Verpflichtungen, Zehent und Robot an den Grafen Hohenfeld nach Niederabsdorf zu leisten.

Die sogenannte Schenkung hatte zwei Einschränkungen:

1. Die Holznutzung durfte nur im Einvernehmen und unter Aufsicht fürstlicher Förster

            durchgeführt werden

2. Das Jagdrecht blieb nach wie vor dem früheren Besitzer vorbehalten.

Erst die Bauernbefreiung des Jahres 1848 brachte diese beiden. Einschränkungen zu Fall.

Sichtbar wird dies in den noch vorhandenen 150 Jahre alten Abrechnungen. In diesen wurde bis zum Jahre 1850 mit der Gemeinde, also dem Ortsrichter, abgerechnet. Von da an nennen sich die Rechnungsleger „Waldausschuß“, also eine Vertretung von Waldbesitzern, die bis heute noch Gültigkeit hat.

Auch in punkto Jagd änderte sich das Verhältnis, und aus der Zeit stammt der Ausspruch „jetzt ist‘s heraus, daß die Bauern schießen dürfen“. Von da an gehört das Jagdrecht den Grundbesitzern, also der Waldgenossenschaft, was auch heute noch der Fall ist.

Der Steinbergwald war bis zur Auffindung des Erdgases der alleinige Heizmaterialspender für die ganze Gemeinde und in bescheidenem Maße auch für die Umgebung. Erst seitdem das Erdgas zur Verfügung steht, wird viel Holz an fremde Gemeinden verkauft. Die Tatsache, daß nun Brennholz nicht mehr so notwendig gebraucht wird, gab der WaIdgenossenschaft die Möglichkeit, den Schlagumtrieb von 20 auf 30 Jahre zu erhöhen.

Darüber hinaus hat der Waldgürtel, der von WoIkersdorf über Schrick, Kettlasbrunn, Steinbergwald und Plattwald bis Südmähren reicht, eine klimatische Funktion, die nicht zu unterschätzen ist. Auch die Pflanzenwelt ist im Steinbergwald eine ganz besondere. Dies hatte zur Folge, daß der Steinbergwald unter Landschaftsschutz gestellt wurde.

(Festschrift zu 500 Jahre Wiederverleihung des Marktrechtes Neusiedl/Zaya 1964-Seite 110,111).

 

Herr Karl Nowohradsky, Schlossermeister in Neusiedl/Zaya erzählte eine Geschichte, wie es zu der Waldschenkung kam. Drei Bauer bekamen den Wald vom Fürsten geschenkt, weil Schweine einenSchaden angerichtet haben. Die Namen der Bauern sind noch bekannt.

( Mitteilung an Hans Huysza im Mai 2002 zur Zeit der Schlosseröffnung).

 

Herr Zornig ? aus Neusiedl hat knapp vor seinem Tod hingewiesen, dass die Originalurkunde von der Waldschenkung im rechten Denkmal des „Waldensemles“ (3 Denkmäler in der Nähe der Hubertuskapelle) eingemauert.

(Mitteilung von Rudolf Bierbaum in Neusiedl am 21.4.2011).

 

Vor 1848 zur Liechtenstein’schen Herrschaft Rabensburg gehörig. (Burgen u.Schlösser in NÖ. Birken-Verlag).

 

WEISLEINMÜHLE : 1661 Besitzer Fürst Liechtenstein. Heute Schlosserei Nowohradsky. (Mühlen im Weinviertel. S.129).

 

Ehemalige Weisleinmühle

Das Bild wurde von Anton Nowohradsky gemalt.

Durch die Mühle floß die Zaya.

Die Umleitung bzw.Ableitung des Wasserüberschusses

erfolgte durch den „Hundlbach“ im Vordergrund

 

Quellen : Gustav Winter - NÖ Weisthümer

                „Die Sippe“ - Blätter f.südostdeutsche Sippenforschung.NÖ LB 12619-B . 1937-Band 1.

                Burgen und Schlösser in NÖ. Birken - Verlag. „Vom Marchfeld bis Falkenstein“. Seite 97-98.

                Franz Rauscher : Häuserzahl und Untertanszugehörigkeit der Grundholden in den Gemeinden des                               politischen Bezirkes Gänserndorf im Jahre 1590. Herausgegeben 1948. (Bibl.Huysza.)

                Bodenstein / Hohenbühel : Mühlen im Weinviertel.

Autor: Hans Huysza

Objekt: Obec
Stát: Rakousko
Země/kraj: Dolní Rakousko

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