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Mödling

www.moedling.at

.......Im Jahre 1807 wurde das Gut Liechtenstein bei Wien mit der Feste Liechtenstein und der Burg Mödling nebst dem Freigut Thurnhof vom Fürsten Poniatowsky erkauft.

Schloß und Herrschaft Liechtenstein, welche wir (im ersten Bande dieser Geschichte) als den ersten und ursprünglichsten Stammsitz des österreichischen Geschlechtes nachgewiesen haben, kamen somit durch den Fürsten Johann nach Jahrhunderte langer Entfremdung wieder in den Besitz des Hauses zurück....

(Falke III, Seite 333, 334).

 

Ruine Mödling

......Auf diesem Schutthügel ließ Fst. Johann I. v.u.z. Liechtenstein 1812 die Anlage in romantischem Sinn wiederaufbauen.....

Romantische Bauten

Fürst Johann I. v. u. z. Liechtenstein ließ, nachdem er 1807 die vereinigten Hftn. Mödling und Liechtenstein erworben hatte, nicht nur die alte Mödlinger Burg wie­der romantisch aufbauen.

 

Auf dem Kalenderberg war 1596 zum Schutz gegen die „schaiffenden Brenner am gar kleines WACHTHEUSSL nur auf zwo Persohnen am spitz des bergs auf ainem stain und felsen“ erbaut worden. Der Rest dieser Wachthütte, im Volksmund seitdem AUGENGLÄSER genannt, wurde nun von Fst. Liechtenstein romantisch als Ruine wiederaufgebaut und ergänzt: Ein Teil ist alt, der zweite stammt a. d. 19. Jh.

Direkt neben den „Augengläsern“ ließ der Fürst 1810 den runden SCHWARZEN TURM errichten, eine typische, künstliche Ruine der Romantik, ursprünglich als Aussichtswarte gedacht und häufig auf Bildern des 19. Jh.s zu finden. Etwas weiter taleinwärts wurde 1818 das sog. PFEFFERBÜCHSL, ein 6eck. Gebäude mit 4eck. Turm, errichtet.

 

Thonet- Schlössl, Bezirksmuseum,

Josef-Deutsch-Platz 2

.........1833 ging es an Ernst Heger, der hier eine große Insektensammlung einrichtete, von diesem nach 1845 an Altgräfin Elise v. Salm, eine geb. Liechtenstein, welche das Gebäude schlossähnlich umbauen ließ; damals erhielt der Bau ungefährdas heutige Aussehen.

An die Besitzerin  erinnert übrigens noch heute das Wappen der Salm am rückseitigen Giebel.

1889 gelangte das Schlößl in den Besitz der Familie Thonet.

1931 kaufte es die Sparkasse Mödling, um hier ein Bezirksmuseum einzurichten. Dieses existierte allerdings zunächst nur bis 1938.

 

( Burgen u. Schlösser in NÖ. Zwischen Mödling, Purkersdorf und Klosterneuburg. Birken – Verlag. 2. Auflage 1988. Seite 68 bis 84 ).

 

Burgruine Mödling

Von der im 11. Jh. genannten Burg am Klausenabhang sind nur mehr Teile der Ummauerung. ein Mauerblock und der 1812 von Fürst Johann 1. von Liechtenstein errichtete Palas zu sehen. Auf ihn gehen auch weitere künstli­che Bauten in der Umgebung zurück, wie der Husarentempel am Anninger, das Pfefferbiichsel. die Augengläser und der runde Schwarze Turm am Kalen­derberg. 1810 bis 1818 erbaut. Im Zuge der Anlage einer romantischen Par­klandschaft ließ der Fürst auch die vorher kahlen Berghänge mit Schwarzföh­ren aufforsten. Die damals künstlich erneuerte und altertümlich eingerichtete Burg ist heute wieder eine Ruine.

( Katalog „Burgen u. Schlösser“ – Grafenegg 1994 ).

 

ROMANTISCHE KUNSTBAUTEN

Fürst Johann I. von und zu Liechtenstein gestaltete die Umgebung Mödlings ab 1808 im Sinne der Romantik in einen denkmalreichen Naturpark um.

a)    Auf dem Kalenderberg

Über der Klausen entstand 1810 der runde Schwarze Turm und talein ein sechseckiges Gebäude mit viereckigem Turm; als es 1827 neu gedeckt wurde, gab ihm der Volksmund den Namen PfefferbüchseL. Gegen Maria Enzersdorf zu wurde 1810 mit schweren Pfeilern und Säulen ein röm. Amphitheater er­richtet, das im Kleinen die Ruinen des Kolosseums nachahmt. Auch auf dem Kl. Rauchkogel n. der Veste Liechtenstein entstand eine künstliche Ruine.

b)    Nördl. der Hinterbrühl

Als Abschluß der romantischen Bauperiode entstanden 1826 die Römerwand auf dem Halterkogel und 1827 auf dem Hundskogel ein Rundtempel mit Rundstämmen als Säulen.

c)    Südlich der Hinterbrühl

1812 erfolgte der Wiederaufbau der Ruine Mödling; gleichzeitig begann Josef Kornhäusel den Bau eines knapp unter dem Gipfel des Kleinen Anninger in 484 m Höhe liegenden dorischen Tempelchens. Josef Klieber schuf die Giebelskulpturen. Auch eine Statue der Minerva wurde aufgestellt. Der weit­hin sichtbare Tempelbau erhielt die Bezeichnung Husarentempel. In seiner Krypta barg man die Leichen von Oberst Dollee und 6 Kriegern, die in der Schlacht bei Aspern 1809 von den Truppen Napoleons I. getötet worden waren. Johann v. Liechtenstein war in der Schlacht durch todesmutige Husaren vor der Gefangennahme bewahrt worden. Der Gipfel des Kleinen Anninger erhielt eine künstl. Ruine, das zerstörte Troja oder Phönixberg genannt.

 

Die Burg Mödling ist 1114 bezeugt, da ein Burggraf Otto Medelichensis castellanus [FRA 11/4 Nr. 124, 127, 151] in Klosterneuburger Traditionen auf­tritt. Der Ort ist aber bereits 903 genannt; damals setzte Chorbf. Madalwin den Bischof v. Passau als Erben seiner Güter jenseits des Wienerwaldes, nämlich Schleinz und Mödling [ad medilichha OÖUB II 5. 50] ein. 1113 schenk­te Mkgf. Leopold III. die Pfarre Mödling an das Kloster Melk.

Die neuere Forschung (K. Lechner, H. Wolf, F. Gall und G. Vaculny) lokali­siert eine Königsschenkung von 1033 an das Bistum Eichstätt [MG DK 111977] um Mödling. Als Besitznachfolgerin des Bistums erscheint, wie auch ander­warts, das Kloster Melk, das noch im Lehenbuch 1411 die Lehenshoheit über die Burg Mödling beansprucht. Vögte der Bischöfe von Eichstätt um Mödling wären die Hochfreien von Schwarzenburg-Nöstach, auch Haderiche genannt, gewesen. 1108 schenkte Kg. Heinrich V. einem Haderich (Hedenricus) drei Königshufen in Brunn am Gebirge. Gfn. Ita v. Formbach, Witwe nach einem Haderich, hätte dem Mkgf. Leopold II., ihrem 2. Gatten, den Mödling-Brunner Lehens- und Eigenbesitz der Haderiche zugebracht. Die Kastellane von Mödling waren mindestens seit d. M. d. 12. Jh. Kuenringer. Ab 1177 residierte in M. eine Nehenlinie der Babenberger mit Heinrich d. Ä. und Heinrich d. J. 1236 fiel beim Tode des letzteren nach den Bestimmungen des Testaments M. an Hzg. Friedrich II. Der Großnichte des Herzogs löste Kg. Rudolf v. Habs­burg Besitzrechte an die Burg M. ab. So nahmen also die Landesfürsten auf die Lehenshoheit des Klosters Melk wenig Rücksicht.

Wenn wir annehmen, daß die Burg der Herzoge v. M. hinter der Othmars­kirche stand, so muß doch schon um 1185 ein Rittergeschlccht [Gerung und Konrad de Pruole BUB 1 5. 81] auf einer Burg in der Hinterbrühl ansässig gewesen sein. Nach dem Brande Mödlings 1252 mag diese Burg der Sitz der landesfürstl. Kastellane von M. geworden sein. Unter Hzg. Albrecht IV. war die Burg Mödling an das Bistum Passau verpfändet, im 15. Jh. wechseln Pfleger und Pfandherren. 1529 wurde die Burg Mödling zerstört. Da aber weder der Landesfürst noch der Pfandherr den Wiederaufbau veranlaßten, erbot sich 1543 die Marktgemeinde M. (Rechte eines ldf. Bannnmarktes hatte

M. seit 1335/43), gegen eine zweijährige Steuerfreiheit die Burg auf ihre Kosten instand zu setzen. Dieser Plan kam nicht zur Ausführung. 1557 er­warb Andreas Frh. v. Pögl die Herrschaft Veste Mödling mit der öden Burg, 1558 die Herrsch. Liechtenstein mit der Veste, die er sich als Wohnsitz erkor. Fortan war die Herrschaft M. als Pfandherrschaft, seit 1613 als freies Eigen in Händen des jeweiligen Herrschaftsbesitzers auf Liechtenstein.

 

Fürst Johann I. von und zu Liechtenstein erwarb 1807 beide Herrschaften und ließ 1812 die Ruine M. zu einer Ritterburg nach romantischer Auffassung aus­bauen; inzwischen ist sie wieder verfallen. Auch die 4 Markttore der Stadt M. wurden zwischen 1817 und 1874 abgetragen.

 

[Merian 1649; Vischer: Klaus Mödling; Burgfriedensausmarkung 1610, Bl.

Lkd. 1885, 5. 47; Scheiger Nr. 157-177, bes. Burgruine Nr. 175/76 aus 1819-1824;

Piper II 147; Kreutzbruck P 159/4; Binder 1 66; Höld: Ruine P; Halmer­Wienerwald 23, 51, Abb. 7, 9; F. Skriberny, Burg M. 1937; Mayer 61, 94, 95;

G. Vaculny, Burgen am 0-Abfall des Wienerwaldes, Diss. phil. Fakultät Wien,

1954, 5. 24-36. 77; Dehio 219; Reclam 299; Eppel 46; Donin 48, 58, 141, 472;

Klaar/BDA Baualtersplan der Stadt 1947; F. (A.) Widter, Kunstwanderungen

durch d. Heimat: 1. Perchtoldsdorf-Mödling 1920 (1947); R. Gnevkow-Blume,

Herzogshof, U. H. 1929, 5. 284 m. Abb.; W. Schwetz, Thonetschlössel, Heimatb.

Mödling 1959/60, 5. 68; Mödling u. sein Bezirk 1879; L. Pröll bzw. K. Schalk,

Bl. Lkd. 1885, 1886, 1898 s. Liechtenstein; K. Giannoni, Gesch. d. ldf. Stadt M.

1905; V. Jovanovic; Iii. Führer, nach 1906; Topogr. NÖ; Winter 1 576; Scha­chinger 503 - ders., Neubesiedlung nach 1683 U. H. 1929 5. 273; W. Breitschedl,

M., Heimatkundl. Wanderungen, um 1928; K. Lechner, Die GründunQ d. Klosters

Mariazell im Wienerwald, Jb. Lkd. 1936, 5. 92 — Ausgew. Schriften 1947 5. 69;

Gall, Die Herzoge von M.; 500 Jahre St. Othmar, 1954; Heimatb. Mödling 1956,

1957, 1958, 1959/60; E. Schicht, Die Babenberger in M., Heimatb. 1959/60; H.

Kopf, Die deutsche Besiedlung, Heimatb. 1957; W. Schweiz, Mödling von

A.Z, 1959; NOB: Brühl; Wolf 108; Klebel/LG 26, 29]

 

( Burgen u. Schlösser in NÖ. Zwischen Wienerwald und Leitha. Birken- Verlag 1966. Seite 104, 105 ).

 

Ausflugsrestaurant Föhrenhof am 20.4.2012 abgebrannt

(„Brand aus“ – 5/2012)

Autor: Hans Huysza

Objekt: Obec
Stát: Rakousko
Země/kraj: Dolní Rakousko

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