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Loosdorf

www.loosdorf.at/

 

1672 Ansicht von Vischer, zeigt das alte Schloß. Es wurde von den Schweden zerstört und danach wieder aufgebaut. Um 1680 (Burgen u. Schlösser in NÖ.Birken-Verlag.“Von Bisamberg bis Laa/Th.“. S 162 bis 165).

Während das 16.Jahrhundert dann einigermaßen ruhig vorüberzog, suchte der Dreißigjährige Krieg Ort und Burg Loosdorf wieder mehrfach übel heim und hinterließ weite Teile als Ruinen. Erst durch die Liechtenstein, deren Wappen jetzt noch die Gartenfront krönt, kam es dann zum heutigen Neubau, der erst mit der Gartenterrasse und dem Nordwestbalkon davor 1794 beendet wurde. (Schlösser in Österreich Erster Band - Wien,NÖ,Burgenl. von Laurin Luchner >Bücherei Mistelbach<).

 

  1. Emanuel Fürst von Liechtenstein kauft Loosdorf von Max Emanuel Hillebrand von Prandau um 181.000 fl. Gemäß dem Vertrag vom 28. V. geht es als Allod an Franz Joseph  Fürst von Liechtenstein und dann erbt es Johann Fürst von Liechtenstein (1780/81).

1810 ? wird Loosdorf an Michael von Hengelmüller verkauft.

(Vorarbeit für Dissertation von Friedolin Mang u. Harald Siebenbürger – Seite 17).

 

 

Nach 1740 kam Loosdorf an Fürst Emanuel 244 v.Liechtenstein. Er ist der Erbauer des heutigen Schlosses und der neuen Kirche. ( Kirchenbau 1748 bis1751 )( Burgen u.Schlösser in NÖ,Birken-Verlag,Von Bisamberg bis Laa/Th. S 162 bis 165).

Fürst Emanuel 244 v. Liechtenstein (1700-1771) besaß auf seinem Schloß in Loosdorf in N.Ö. eine Gemäldesammlung, welche rund siebenhundert Bilder umfaßte und welche fast ebenso bedeutend war, wie jene seines Onkels Hartmann 205 (1666-1728) auf dem Schloß in Niederabsdorf.(Aus der Zeitung „Liechtensteiner Vaterland“ v. 14.8.1990 „Die Kunstsammlungen des Fürsten v.Liechtenstein“- Dr.Gustav Wilhelm in Liechtenstein - Eine Dokumentation aus dem Jahre 1978-).

Auch Fürst Johann Josef I. 268 (1760-1836) war Bauherr, und zwar für romantische Einsiedeleien, Tempel und die künstliche Ruine Hanselburg. Das von den Liechtenstein erbaute Schloß war ein Empireschloß.

Unter Feldmarschall Fürst Johann Josef I. 268 v.Liechtenstein wurde 1794 eine Neufassadierung des Schlosses in klassizistischen Formen und die Vorblendung eines von Säulen getragenen Balkons an der W-Seite, auf einer 14 stuf. Treppenpyramide fußend, begonnen. In dieser Zeit erfolgte auch die Ausstattung der Obergeschoßräume. Das Holztor an der Eingangsseite stammt aus der Umgestaltungsphase vor 1800 und besitzt noch originale Beschläge.

Gartenseite : Die Mitte bezeichnet ein kaum aus der Wandfläche vortretender 2achs. Risalit, bekrönt von Steinwappen der Liechtenstein, dem ein von 3 toskanischen Säulenpaaren getragener Balkon mit von Steinvasen bekrönter Balustrade vorgeblendet ist.

Über Michael Hengelmüller 1822/32 in Loosdorf kam Schloß und Herrschaft 1834 an Marquis Friedrich August Piatti (+ 1872). (Burgen u. Schlösser in NÖ, Birken-Verlag.Von Bisamberg bis Laa/Th. S 162 bis 165).

Westl. Gartenfassade um  1820 verändert, 2 achsige Eckrisalite, dem gebänderten Sockelgeschoß in der Fassadenmitte eine mächtige Freitreppe vorgelegt, darauf altanartiger Aufbau mit balustradenbekröntem Balkon über 3 toskanischen Säulenpaaren, über der Traufe Blendattika mit Wappen der Liechtenstein.

(Dehio 1990,S 684).

 

Fürst Emanuel 244 von Liechtenstein starb am 7. (15.?) 1.1771. Zu seinen Besitzungen  hatte auch Loosdorf gehört, wo er eine Kapelle erbaute, nebst dem Gute Hagendorf  (Falke III.S.236).

Fürst Franz Josef I. 250  vermacht im Testament vom 17.8.1781 seinem zweiten Sohn Johann Josef I. 268 v. Liechtenstein , die Herrschaften Loosdorf  und Hagendorf. (Falke III,S.242).

Fürstin Eleonore v.Liechtenstein, die Gattin von Karl Borromäus Michael Josef 251 v.Liechtenstein, verbrachte die nächsten Sommer nach ihrer Vermählung (30.3.1761) , getrennt von ihrem Manne,der im Felde stand, in Loosdorf, Eisgrub,Feldsberg mit den anderen Liechtenstein. (Falke III.S.268).

Fürst Johann Josef I. 268 v.Liechtenstein, geb.26.(27.)6. 1760, war beim Tode seines Vaters einundzwanzig Jahre  alt.. Er hatte Vater und Mutter in die Bäder von Spaa begleitet und war mit ihnen auf der Reise nach Paris, als den Vater  Franz Josef I. der Tod ereilte. Er wurde damit selbstständig auch in seinem Vermögen, das aus einer Revenue von 18.500 Gulden, einem Kapital von 150.000 Gulden und der Herrschaft Loosdorf bestand. Diese gab ihm sofort Gelegenheit, seiner Neigung als Landwirt nachzugehen. (Falke III.S.286).

Er war einerseits Landwirt und Verwalter im großen Stil geworden, andererseits liebte und förderte er Kunst und Wissenschaften. Schon zu jener Zeit, da sein Leben sich fast in den unaufhörlichen Feldzügen erschöpfte und er nur noch die Herrschaft Loosdorf ( nebst Laa). Schon zu dieser Zeit widmete er der Landwirtschaft und insbesondere der Hebung dieser seiner in Niederösterreich gelegenen Herrschaft die größte Pflege und Aufmerksamkeit. Er war nicht nur bestrebt, sie zu einem schönen und angenehmen Aufenthalte zu machen, sondern auch zu einer einträglichen Musterwirtschaft. Er veränderte den Garten nach dem Stile und Geschmack der Zeit, legte Teiche an, baute Tempel und Einsiedeleien und machte große Anpflanzungen, die aber zugleich Nutzen tragen sollten und auch Nutzen brachten. Es wurde z.B. zur Baumzucht eine Million junger Akazien angepflanzt, von denen wieder jährlich viele tausende nach Wien und anderswo mit Gewinn verkauft wurden. Ganz insbesondere aber wurde die Herrschaft zur Verbesserung der Schafzucht gebraucht und es war dabei nicht allein auf Loosdorf abgesehen und den hier zu erzielenden Gewinn, sondern auch auf die Schafzucht des großen, damals noch im Besitze des älteren Bruders Alois befindlichen Majorates. Das Mittel dazu war eine Herde in Spanien angekaufter oder anzukaufender Schafe, aus denen mit Hilfe ihrer Nachkommenschaft ein jährlicher Reingewinn von 30.000 Gulden berechnet wurde vermittelst des Verkaufs der Wolle wie der Lämmer. (Die Herde wurde von Spanien über Frankreich nach Loosdorf geschmuggelt-Anmerkung Huysza, siehe gesamter Text bei Falke).

Die Herde kam mit Verlust weniger, wohlbehalten nach Loosdorf. Was zu Loosdorf im Kleinen begonnen, wurde im Großen fortgesetzt, als Fürst Johann (am 24.3.1805) das große Majorat übernommen hatte. (Falke III.S.327 bis 330).

Östlich von Loosdorf in Richtung Frättingsdorf gelegen, wurde auf den Resten eines ehem.Hausberges,

vor 1800, anläßlich des Namenstages von Fürst Johann 268 v.Liechtenstein, von seiner Gemahlin die „Johannesburg „ , genannt „Hanselburg“ errichtet. Es handelt sich um eine als Ruine konzipierte Anlage, von der heute noch der zentrale Rundturm, der im Erdgeschoß Rundbogenöffnungen und im Obergeschoß gotisierende Fenster aufweist, erhalten ist. Die innere Mauerschale besteht aus Ziegeln und zeigt noch Spuren einer ehem. reichen Bemalung. Die äußere Ummauerung besteht aus einem gewollt rustikalen Steinmauerwerk. An den Rundturm schlossen sich ehemals rechteck. Seitentrakte, die das „Burgverlies“ und andere Gemächer beherbergten, an. Vormals befand sich hier auch der Grabstein des Adam Gall (+ 1574), der später in den Hof des Schlosses Loosdorf transferiert wurde. (Burgen u.Schl.in NÖ. Birken-Verl.Von Bis. bis Laa, S 162).

 

1803 Besondere Sorgfalt verwendete der Feldmarschall Johannes, Fürst von Liechtenstein, auf die Hebung der Schafzucht. Schon nach Übernahme des Gutes Loosdorf, wo sich die Hauptschaferei mit 5000 Tieren befand, hat er die einheimische Zucht durch spanische Schafe aus den kaiserlichen Herrschaften zu verbessern gesucht, dann aber beschlossen, sich selbst Merinoschafe aus Spanien zu verschaffen. Die Ausfuhr der Schafe war damals verboten. Trotzdem gelang es dem Güterdirektor Bernhard Petri im Jahre 1803 aus Spanien 398 Schafe heimzubringen. Bei der Gelegenheit besorgte er auch 7 andalusische Ziegen, deren Milch sehr wohlschmeckend ist. (Christe, Feldmarschall Johannes. In Ingeborg Bogner:Die Liechtenst.Herrsch.S.96).

Die Reiseunkosten betrugen samt dem Einkaufspreis 24000 Gulden. Im nächsten Jahr fand in Loosdorf bereits eine öffentliche Schafvieh - und Wollversteigerung statt, zu der alle Gutsbesitzer und Landwirte eingeladen waren. Auch der Zar von Russland liess auf diesem Markte Schafe kaufen. Die Herrschaft erzielte 39405 Gulden Einnahmen, womit die vorjährigen Auslagen weitaus gedeckt waren. Der Güterdirektor Petri gibt sogar im Jahre 1799 „Grundsätze zur Schafviehveredelung „ heraus. (L.A.Herrschaften in genere 2 H 147.In Ingeborg Bogner:Die Liechtenst.Herrsch.S.96).

Der Verkauf von rund 100 Zentner Schafwolle im Jahre brachte eine schöne Einnahme für die Herrschaft und einen großen Nutzen für die österreichische Manufaktur. (L.A.Herrschaften in genere 2 H 147. In Ingeborg Bogner:Die Liechtenst.Herrsch.S.97).

 

Loosdorfer Stuben - Gästezimmer, Restaurant und Seminarräume. = Ehemaliger Liechtensteinischer Kuhstall.

 

Rundwanderweg Gemeinde Fallbach/Ortsteil Loosdorf -

Rundwanderweg : Hanselburg  und Skulpturenweg :......Bergauf durchwandern wir dann eine 200 Jahre alte Lindenbaumallee, welche die ehemalige Postkutschenstraße Loosdorf-Wilfersdorf säumt.....Beim Wasserreservoire mit Piattischem Wappen und dem Johannesdenkmal, wendet der Weg nach links zurück zum Kulturhaus...........( „Wandern im Weinviertel „-Broschüre des Tourismusverbandes Östliches Weinviertel.Ausgabe 1997.Seite 18).

 

Nach Übernahme des Besitzes durch die Familie Liechtenstein wurde das Schloß unter Benützung alter Teile in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts neu aufgebaut; die Fassadendekoration im josephinischen Stil mit Balkon, Terrasse und Wappen ließ Feldmarschall Liechtenstein um 1794 schaffen.

Die Grafen Piatti, die Loosdorf Anfang der dreißiger Jahre des vorigen Jahrhunderts erwarben, stammen aus der Gegend von Verona..........

Das Schloß ist der Öffentlichkeit zugänglich.

Die Hauptfront mit dem prächtigen Stiegenaufgang und dem von einem Balkon gekrönten Säulenportal aus toskanischen Marmor ist dem Garten zugewendet. Der Mittelrisalit wird gekrönt vom Wappen der Liechtenstein. Der gepflegte, allerdings nicht allgemein zugängliche Schlosspark ist eine Schöpfung des berühmten Gartenarchitekten Bernhard von Petri, der 1780 bis 1860 lebte...............

Auf dem ehemaligen Hausberg von Loosdorf, wo sich ursprünglich eine Erdbefestigung befand, steht eine künstliche Ruine, die von Fürst Johann Liechtenstein im 18. Jahrhundert errichtete „Hanslburg“ – seinerzeit für die damaligen Schlossherren als eine Art Jausenstation geschaffen; ihr Name rührt vom Vornamen ihres fürstlichen Erbauers her.

(Land zwischen Thaya und Zaya-Walther Franz Ziehensack-Seite 213,214,215).

 

Fürst Emanuel von Liechtenstein

Nr.244

 

Die Tatsache, dass Johann Adam die Fideikommissgalerie an Fürst Emanuel vermachte, legt den Schluss nahe, dass Emanuel selbst Bildersammler war und in der Tat finden wir, dass Emanuel in jenem Jahre 1722, wo er die Fideikommissgalerie an das Majorat abtrat, aus seiner privaten Bildersammlung nicht weniger als 619 Bilder namhafter Meister, seinem Onkel, dem Fürsten Hartmann II., verkaufte.

Bei dem im Jahre 1771 erfolgten Tode des Fürsten Emanuel befanden sich auf seinem Schloss Loosdorf in Niederösterreich noch 291 Bilder, welche sein Sohn, Fürst Franz Josef I., erbte.

Dieser überleiss das väterliche Erbe, als er 1772 Majoratsherr wurde, seinem jüngeren Bruder Karl.

Die vierte grössere Sammlung von Bildern, jene des Fürsten Hartmann in Schloss Nieder-Absdorf an der Zaya, umfasste nach dem Ankauf der 619 Bilder vom Fürsten Emanuel insgesamt 803 Nummern........

Nach dem Tode des Fürsten Hartmann 1728 kam dieser Bestand in den Besitz des Fürsten Josef Wenzel, welcher diese Bilder vermutlich mit seiner alloden Herrengassengalerie vereinigte.

Aus dem Jahre 1730 ist eine Nachricht vorhanden, wonach Antonio Beduzzi gemeinsam mit dem Maler Domenico Mainardi 185 Bilder aus Nieder-Absdorf nach Feldsberg transportierte.

Es bestehen also 1722 im Hause Liechtenstein vier voneinander getrennte Bilderbestände.

Die Majoratsgalerie, welche der Regierer des Hauses, Fürst Josef Johann, besitzt, die Galerie in der Herrengasse, welche Eigentum des Fürsten Josef Wenzel ist, die Privatsammlung des Fürsten Emanuel im Schloss Loosdorf und schliesslich die Galerie des Fürsten Hartmann II., welche im Schloss Nieder-Absdorf untergebracht war.

(„Die Fürsten von Liechtenstein und ihre Beziehungen zu Kunst und Wissenschaft“-v.Gustav Wilhelm,Seite 115).

 

Die Verlassenschaftsschätzung der Bilder nach dem Tode des Fürsten Franz Josef I. sieht folgendermassen aus:

Wiener Galerie                                 37 027 fl

Schloss Feldsberg                             11 473 fl

Wiener Gartenpalais (Rossau)          3 293 fl

Bankgassenpalais                               1 220 fl

Herrengassenpalais                               920 fl

Schloss Loosdorf                                1583 fl

Schloss Absdorf                                   257 fl

Schloss Rabensburg                               28 fl

Schloss Wilfersdorf                                12 fl

Diese Schätzung, obwohl sie nur den in Österreich gelegenen Bilderbesitz umfasst, ist rech interessant. Von der alloden Sammlung in der Herrengasse war nicht mehr viel vorhanden, sie war wohl schon zum grössten Teil in der Majoratsgalerie aufgegangen.

Die Bilder in Absdorf waren wohl die Reste der Sammlung des Fürsten Hartmann II.,im Majoratshaus befand sich, wie der vierte Posten zeigt, noch ein alloder, von der Majoratsgalerie separater Bestand an Gemälden. 

(„Die Fürsten von Liechtenstein und ihre Beziehungen zu Kunst und Wissenschaft“-v.Gustav Wilhelm,Seite 138).

 

 

 

 

Quellen:Falke III - Seiten 236,242,268,286,327,328,330

                Burgen u.Schlösser in NÖ.Birken-Verlag „Vom Bisamberg bis Laa/Thaya“.Seite 162 bis 165

                Zeitungsartikel  „Liechtensteiner Vaterland“ v. 14.8.1990 „Die Kunstsammlungen des Fürsten v.              

                Liechtenstein „- Dr.Gustav Wilhelm in „Liechtenstein - Eine Dokumentation aus dem Jahre 1978-

                Dehio 1990 - Seite 684

                Schlösser in Österreich, Erster Band - Wien, NÖ, Burgenland von Laurin Luchner >Bücherei                                                                  

                Mistelbach<).

 

„Heimat im Weinland“-Jahrgang 1974, Seite 139 – 148 – „Loosdorf im Bezirk Mistelbach“ von Karl Hütter – noch nicht eingearbeitet

Autor: Hans Huysza

 

 

Objekt: Obec
Stát: Rakousko
Země/kraj: Dolní Rakousko

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