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Lanzendorf

Liechtenstein und Lanzendorf – Heimatkundliche Beilagen als Informationen in den Mitteilungen der Stadtgemeinde Mistelbach – II. Band 1970 – Seite 16.

 

Vor der Beseitigung der Herrschaftsordnung im Jahre 1848 gehörte jedes Haus zu einer Grundherrschaft und das Dorf zur Dorfherrschaft. Dorfherrschaft von Lanzendorf war bereits durch Jahrhunderte die Herrschaft Wilfersdorf, die freilich nicht die größte Grundherrschaft des Ortes war. Aus ihren Untertanen wurde der Dorfrichter bestellt bzw. gewählt. Er übte ähnliche Funktionen aus wie seit 1850 der Bürgermeister eines Ortes. (Hans Spreitzer-“Aus der Vergangenheit von Lanzendorf“ in Mistelbach/ Vergangenheit- Gegenwart Band 2-Seite 16 bis 28).

 

1392 Am 29.Januar kaufte Hans (Johann I.?) 39 v.Liechtenstein 1 Ganzlehen, 1 Zweidrittellehen, 4 Halblehen und 2 Hofstätten von dem Hans dem Schaurbeckh, also fast genau den Besitz, wie er später umschrieben wird..... (Hans Spreitzer-“Aus der Vergangenheit von Lanzendorf“ in Mistelbach/ Vergangenheit- Gegenwart Band 2-Seite 17).

 

1395 Urbar von Mistelbach - Vorletzte Seite : ....Auch ist ze merkhen die Vogtey ze Hykkendorff, ze Lanzendorff  mit dem todt, mit allen gerichte, und auch mit der Vogtey Ebndorf, mit Vogtey Rorbach, mit allem gericht und vogtey gen Mistelbach, und wer einen Pflug hat auff der obgenandten Vogtey, der soll drey Verttl tun, für das ackhern gen Mistelbach, das weiland auff dem Mayrhoff gewesn ist. (Urbar 1395 aus dem Herrschaftsarchiv Wilfersdorf im Heimatmuseum).

 

Im Liechtenstein Urbar von 1414 ist bereits Besitz in Lanzendorf angeführt.

 

1414 erteilt Heinrich V. 51 v.Liechtenstein ein Lehen in Lanzendorf an Christoph von Lack. (Falke I.S.431).

 

1414 Die Vogtei oder Schirmherrschaft über Leut und Gut der Herren von Nieder Altaich im Dorfe Nieder Absdorf versahen nach Band 4, Seite 169 der n.ö.Weistümer laut Urbar vom Jahre 1414 die Herren von Liechtenstein und erhielten dafür zu Lichtmeß 6 Pfund Wiener Pfennig und zu Michaelis 5 Mut Vogthaber.

Damals waren die Liechtensteiner auch Vogteiinhaber in Mistelbach, Lanzendorf und Hüttendorf. (Ingeborg Bogner : Die Liechtenst.Herrsch. S.133).

 

1414 Liechtenstein Urbar bei Lanzendorf : 1 Ganzlehen, 1 Dreiviertellehen, 4 Halblehen, 7 Hofstätten, eine halbe Hofstätte und eine Drittelhofstatt, zusammen somit 15. Besitzänderungen gab es also in dieser Zeit nicht. (Hans Spreitzer-“Aus der Vergangenheit von Lanzendorf“ in Mistelbach/ Vergangenheit- Gegenwart Band 2-Seite 17).

 

 Am 12.Mai 1439 gibt Jorg (verm.Georg IV.) 61 v.Liechtenstein-Nikolsburg dem ehrbaren Knecht Hanns dem Götesbrunner zu Lehen 1 Pfund Pfennig Geld zu Lantzendorff auf vier Hofstätten (= fürstliche Untertanen), die bisher der ehrbare Knecht Kristoff von Lach hatte. (OSR Leisser-“Kettlasbrunn im Weinviertel“.S.38).

 

1524 Schiedsrichterlicher Ausspruch.....Die Parteien waren einerseits Georg VI. 75, anderseits Leonhard I. 88 nebst Johann VI. 89, dem Sohn Wolfgangs I. 85 und drittens Hartmann I. 113 v.Liechtenstein. Die Hauptpunkte des Vertrages waren die folgenden. Zunächst wurde bestimmt, daß alles nach dem alten Vertrage bestehen bleiben solle und ein jeder Theil dasjenige behalte, was ihm nach der Erbeinigung von 1504 zugefallen sei. Sodann wurde der Streit geschlichtet, welcher über Holzungen entstanden war, von deren Ertrag Lienhart und Hans an Georg, sowie an Hartmann jährlich eine gewisse Summe zu zahlen hatten. Diese Summen waren mehrere Jahre nicht ausbezahlt wurden. Die Schiedsrichter bestimmten nicht bloß die Auszahlung der fälligen Gelder, sondern auch die Fortdauer der Jahreszahlung, wonach Hartmann 392 Pfund und Georg 220 Pfund nebst etlichen Schillingen und Pfennigen jährlich erhielten.

In Betreff eines Streites über die Zehenten und Bergrechte zu Herrenbaumgarten, Poisdorf, Hüttendorf und Lanzendorf wurden die Bestimmungen aufrecht erhalten, welche schon in einer früheren Entscheidung durch......getroffen worden waren. (Falke II.S.27).

 

1537 legte die Herrschaft Wilfersdorf der Gemeinde Lanzendorf  30 Eimer Banwein vor (er war auf Rechnung der Herrschaft im Gemeindegasthaus zu verkaufen!). Der Kleinzehent bestand in Gänsen, Hühnern und Lämmern; als Osterehrung wurde ein Kalb und ein Pfund Eier (= 240 Stück) gereicht. (Hans Spreitzer-“Aus der Vergangenheit von Lanzendorf“ in Mistelbach/ Vergangenheit- Gegenwart Band 2-Seite 21).

 

1550 Liechtensteinbesitz - 1 Ganzlehen, 1 Dreviertellehen, 3 Halblehen, 5 Hofstätten und 3 öde Hofstätten - zusammen also 13. (Hans Spreitzer-“Aus der Vergangenheit von Lanzendorf“ in Mistelbach/ Vergangenheit- Gegenwart Band 2-Seite 16 bis 28).

 

1550 Vermutlich . Urbar Register- Herrschaft Wilfersdorf und Mistlbach : zu denen Erbauungen und Contracten samentlich denen Herrn von Lichtenstein zeb: zugehörig, wie viel Haußgesessene, wie viel Gewandten Aecker und wie? Viertl auf der Herrschaft sind, was sie ordinari steigendt: und fallendt: gesell jährlichen der Herrschaft dienen.

Lanzendorf : Unterthanen allda - Ganzlehner...........................1.

                                                Drey Viertl Lehen.........................1.

                                                        Halb Lehen............................3

                                                        Hofstädter..............................5

                                                 Item so andr..................................3.

                                                 Grub Müll....................................1

                                                    Ausholden..................................46.         

 ( 52 Seiten gebunden im Herrschaftsarchiv Wilfersdorf - Heimatmuseum).

 

1562 4.August, verklagte Frau Katharina 88 oder 93 v.Liechtenstein den Hanns Fünfkircher und dessen Grundrichter Blasy  Bindter in Lannczendorff beim Landmarschall wegen Entziehung des vierten Teiles Getreidezehents in Lannczendorff. (Hans Spreitzer-“Aus der Vergangenheit von Lanzendorf“ in Mistelbach/ Vergangenheit- Gegenwart Band 2-Seite  22).

 

1570 Sebastian III. 119  v.Liechtenstein

erhält bei der Besitzteilung den Markt Mistelbach, die Dörfer Poisdorf, Lanzendorf und einige andere..... (Falke II.S.89).

 

1574  1.April, beurkundete Leonhart Pühler von der Rohrmühle bei Mistelbach, daß die Abgaben-, Steuer- und Robotfreierklärung seines Viertellehens in Lantzendorf durch Sebastian III. 119 v.Liechtenstein auch für seine Frau als Witwe sowie für seine Kinder Hans und Benigna gelte, bei Verkauf des Hauses aber erlösche. (Hans Spreitzer-“Aus der Vergangenheit von Lanzendorf“ in Mistelbach/ Vergangenheit- Gegenwart Band 2-Seite 22).

 

Zwischen 1574 und 1585 (zw.Tod von Sebastian III. 119 und Heinrich IX. 125 v.Liechtenstein). Undatiert-Faszikel im Wilfersdorfer Herrschaftsarchiv: Zufallen der Güter nach Sebastian- an Georg Erasmus 120 und Heinrich von Liechtenstein. Nachvolgende Stuckgrund Guetter gehoren Herrn Hainrichen von Liechtenstein allain.Angeführt sind Lanzendorf, Wolfpaissing, Pastorf, Sibenhirten, Hüttendorff.

Lanzendorf Schwer lesbar - Ergänzung der Datei erforderlich. (Archiv Heimatmuseum Wilfersdorf).

 

1590 laut Bereitungsbuch besitzen die Herren von Liechtenstein in Lantzendorf 9 von 52 Häusern und die Dorfobrigkeit. (Ingeborg Bogner:Die Liechtenst.Herrsch.S.46).23 für die Jesuiten, 10 für Bernhard Fünfkirchen und 10 für Niederkreuzstetten, zusammen also 52;..... (Hans Spreitzer-“Aus der Vergangenheit von Lanzendorf“ in Mistelbach/ Vergangenheit- Gegenwart Band 2-Seite 16 bis 28).

 

 

1590 laut Bereitungsbuch - Die Herren von Liechtenstein haben die Ortsobrigkeit (neben anderen Grundherren) (Ingeborg Bogner-Die liecht.Herrsch.S.46 u.49).

Ortsobrigkeit : Frau Bernhardtin v.Liechtenstein gen Wilfersdorf.  Weitere Grundinhaber - Berngard Fünfkirchner gen Steinerbrunn, Jesueniter gen Wien, Dietrich Welzer gen und Grinzenstetten. (Ingeborg Bogner : Seite 128).

 

1596 April 24.Wien: Die n.ö.Landstände verpfänden für jährlich 2650 fl.rheinisch an Karl 131 v.Liechtenstein-Nikolsburg, dessen Brüder und Erben das duplierte Zapfenmaß auf weitere 3 Jahre ab Georgi u.a. folgender Flecken und Oerter : Markt Wilfersdorf, Markt Mistelbach, Puelndorf, Khöttelsprunn, Lanzendorf, Eberstorff, Liechtenwart, Hausprunn, Flecken Rabenspurg, Bernhartsthall, Reinthall, Herrnpaumbgartten, Schrätenperg, Kazelstorff, Kezelstorff. (Liechtenst.Regest.-in Heimatk.Beibl.Nr.7-1956-S.28).

 

1618/1620 betrug der Kriegsschaden der fürstlichen Untertanen in Lanzendorf 2.500 fl. (Hans Spreitzer-“Aus der Vergangenheit von Lanzendorf“ in Mistelbach/ Vergangenheit- Gegenwart Band 2-Seite  22).

 

1632 hat jedes der 10 Fürst Liechtensteinischen Häuser in Lanzendorf 4 fl 5 Schilling 10 Denare, mehr 8 fl 20 Denare und 1 ½ Metzen Getreide zu dienen;

1633 5 fl, einen Metzen Getreide, 1 ½ Metzen Hafer und 15 Achtering Wein;

1634 an Geld 2 fl 15 kr, 1 7/8 Metzen Getreide, 2 ½ Metzen Hafer und 25 Achtering Wein. (Hans Spreitzer-“Aus der Vergangenheit von Lanzendorf“ in Mistelbach/ Vergangenheit- Gegenwart Band 2-Seite 22).

 

1641 reichte jedes fürstlich bestiftete Haus in Lanzendorf 5 fl 12 kr als „Unterrichtsgebühr“. Fürstliche Untertanen waren hier 9 Männer, 10 Frauen, 9 Knaben und 15 Mädchen; man zählte 2 Roß- und 7 Handroboter zur Herrschaft Wilfersdorf. (Hans Spreitzer-“Aus der Vergangenheit von Lanzendorf“ in Mistelbach/ Vergangenheit- Gegenwart Band 2-Seite 22).

 

1644 lagen 2 fürstliche Untertanenhäuser in Lanzendorf öde,

1645 waren es 5

1646-1648 gar 7. (Hans Spreitzer-“Aus der Vergangenheit von Lanzendorf“ in Mistelbach/ Vergangenheit- Gegenwart Band 2-Seite 23).

 

1656 waren von den fürstlichen Häusern noch 6 öde. (Hans Spreitzer-“Aus der Vergangenheit von Lanzendorf“ in Mistelbach/ Vergangenheit- Gegenwart Band 2-Seite 23).

 

Um 1660 hatten die Liechtensteinischen Untertanen von Böhmischkrut, Wetzelsdorf, Bullendorf und Lanzendorf zusammen einen Rekruten zu stellen. (Hans Spreitzer-“Aus der Vergangenheit von Lanzendorf“ in Mistelbach/ Vergangenheit- Gegenwart Band 2-Seite 23).

 

1660 betrug der Liechtensteinische Weinzehent in Lanzendorf 7 Eimer 35 Maß,

1661 - 7 Eimer 2 Maß. (Hans Spreitzer-“Aus der Vergangenheit von Lanzendorf“ in Mistelbach/ Vergangenheit- Gegenwart Band 2-Seite  23).

 

Um 1700 hatten die fürstlichen Untertanen in Lanzendorf Robot zu leisten und zwar 2 Roßroboter einen Tag pro Woche, 7 Fußroboter auch einen Tag pro Woche und 7 Hauer 3 Tage in der Woche. (Hans Spreitzer-“Aus der Vergangenheit von Lanzendorf“ in Mistelbach/ Vergangenheit- Gegenwart Band 2-Seite  23).

 

1701 ging keiner aus Lanzendorf nach Rabensburg, wo an Sonntagen ein Drillmeister die Leute exerzierte (Kuruzzengefahr). (Hans Spreitzer-“Aus der Vergangenheit von Lanzendorf“ in Mistelbach/ Vergangenheit- Gegenwart Band 2-Seite  23).

 

 

1713 am 13.Jänner führte der Fürst Anton Florian von Liechtenstein (1656-1721) den Körneraufgabs- Achtelfonds für die Untertanen der Herrschaften Feldsberg,Rabensburg und Wilfersdorf ein, um den Untertanen in Notzeiten eine dauernde Hilfe zu bieten. Der Bauer brachte von jedem Metzen, den er zur Aussaat verwendete, ein Achtel zur Herrschaft. So sammelte sich im herrschaftlichen Getreidespeicher Korn an, das zum Teil bei Bedarf an die Bauern ausgegeben, zum anderen Teil jedoch verkauft wurde. Der erzielte Erlöß floss in den Geldfonds, aus dem die Untertanen Darlehen erhalten konnten.

Der Wilfersdorfer Fonds umfasste die Gemeinden : Bullendorf, Blumenthal, Ebersdorf, Eibestal, Erdpress, Gross Krut, Hüttendorf, Kettlasbrunn, Ketzelsdorf, Lanzendorf, Loidesthal, Maustrenk, Mistelbach, Obersulz, Paasdorf, Poisdorf, Wetzelsdorf, Wilfersdorf, Windisch-Baumgarten.

Dieser Körneraufgabs-Achtelfonds blieb auch nach dem Jahre 1848 weiter bestehen. Der Wilfersdorfer Fonds hatte im Jahre 1901 eine Summe von 136016 Kronen in der Kasse. Die Geldentwertung der Nachkriegszeit hat auch diese segensreiche Einrichtung vernichtet. 210 Jahre lang bestand der Fonds zum Nutzen unserer Heimat und seiner Bewohner. (Ingeborg Bogner:Die Liechtenst.Herrsch.S.107,108).

 

1714 Zehentstreit zwischen den Herrschaften Wilfersdorf und Ladendorf über Weingärten in Lanzendorf in der „Holzried“ u.a. (Hans Spreitzer-“Aus der Vergangenheit von Lanzendorf“ in Mistelbach/ Vergangenheit- Gegenwart Band 2-Seite  23).

 

1722 2.Juni, waren 30 Häuser in Lanzendorf abgebrannt, zwei beim Glockenstuhl mußten umgerissen werden. Das Feuer hatte ein betrunkener Knecht gelegt. Die Herrschaft bewilligte den Abbrändlern Bauholz und drei Freijahre. (Hans Spreitzer-“Aus der Vergangenheit von Lanzendorf“ in Mistelbach/ Vergangenheit- Gegenwart Band 2-Seite  23).

 

1723 durfte weder der Mistelbacher noch der Kettlasbrunner Schafmeister die Schafe in das Lanzendorfer Feld  treiben lassen (Blumensuche). (Hans Spreitzer-“Aus der Vergangenheit von Lanzendorf“ in Mistelbach/ Vergangenheit- Gegenwart Band 2-Seite  23).

 

1724 fand der fürstliche Amtmann von Wilfersdorf, „ die jesuitischen Untertanen seien keine guten Nachbarn“, der Grundrichter ein unruhiger Kopf; im Ortsgericht käme ihnen nur ein Sitz zu. (Hans Spreitzer-“Aus der Vergangenheit von Lanzendorf“ in Mistelbach/ Vergangenheit- Gegenwart Band 2-Seite 18).

 

1724 mußte, wenn die Schafe auf die Weide getrieben wurden, ein Grenadier mitgeschickt werden, da es immer Streitigkeiten und Raufereien gab. Einmal wäre der Grenadier fast erschlagen worden. (Hans Spreitzer-“Aus der Vergangenheit von Lanzendorf“ in Mistelbach/ Vergangenheit- Gegenwart Band 2-Seite  23).

 

1729 Die Herrschaft Wilfersdorf bewilligte dem Schulmeister Anton Joseph Knall in Lanzendorf auf sein Ansuchen zwei „Fahrtl“ Klaubholz. (Hans Spreitzer-“Aus der Vergangenheit von Lanzendorf“ in Mistelbach/ Vergangenheit- Gegenwart Band 2-Seite  25).

 

 

1750 Die traditionellen Grundherrschaften von Lanzendorf erscheinen mit folgenden Untertanen : Herrschaft Wilfersdorf 14, Jesuitenkollegium Wien 33, Herrschaft Ladendorf 13, Herrschaft Niederkreuzstetten 12 und Barnabiten Mistelbach 2, zusammen also 74. (Hans Spreitzer-“Aus der Vergangenheit von Lanzendorf“ in Mistelbach/ Vergangenheit- Gegenwart Band 2-Seite 16 u.17).

Um 1750 gehören folgende Häuser zur Herrschaft Wilfersdorf : Nr.4, 18, 27, 40, 41, 43, 44, 49, 54, 66, 67, 79, 80, 82 und 83.

Um 1750 gehörten folgende Häuser zum Jesuiten-Kollegium Wien : Nr.5, 11 - 16, 23 - 25, 28 - 30, 34, 35, 45 - 47, 58 - 63, 68 - 70, 76, 81, 84 und 85, zusammen 31 - nach einem anderen Verzeichnis waren es 33.

(Hans Spreitzer-“Aus der Vergangenheit von Lanzendorf“ in Mistelbach/ Vergangenheit- Gegenwart Band 2-Seite 17 und 18).

 

 

 

1753 Bei Bauten von neuen Kirchen und Kapellen musste bei der Obrigkeit um die Konsens angesucht werden. Dies ist  aber  beim Bau der Kirche in Lanzendorf, wo die Liechtensteiner die Ortsobrigkeit hatten, nicht geschehen. Der Fürst liess nun den angefangenen Bau einstellen und erst nach Entfernung des Grundsteines wieder weiterführen. (L.A.Wilfersdorf ad 3, F bis L.In Ingeborg Bogner:Die Liechtenst.Herrsch.S.122).

Die Grundherrschaft beschränkte sich darauf, nur den Grundstein herauszunehmen, um sich zu vergewissern, ob die darin eingeschlossenen Schriften nichts Nachteiliges enthielten.... (Hans Spreitzer-“Aus der Vergangenheit von Lanzendorf“ in Mistelbach/ Vergangenheit- Gegenwart Band 2-Seite  24).

 

1766 wurden die „jesuitischen Wälder“ hier (die Jesuitenleiten und das Krenhölzl, für die nach Herbert Mitscha-Märheim noch jetzt die alten Grenzsteine vorhanden sind) „geometrisch“ ausgemessen. (Hans Spreitzer-“Aus der Vergangenheit von Lanzendorf“ in Mistelbach/ Vergangenheit- Gegenwart Band 2-Seite 18).

 

1767 Jesuitenbesitz in Lanzendorf ( wurde 1783 von den Liechtensteinern gekauft) 5 Ganzlehen, 8 Halblehen und 21 Hofstätten (bzw.Patzenhäusel= Kleinhäusel). (Hans Spreitzer-“Aus der Vergangenheit von Lanzendorf“ in Mistelbach/ Vergangenheit- Gegenwart Band 2-Seite 17).

 

 

1783 kauften die Liechtensteiner um 8.600 fl den Jesuitenbesitz in Lanzendorf (nachdem der Jesuitenorden aufgelöst worden war). Es war der umfangreichste in diesem Ort. (Umfang siehe unter 1767). (Hans Spreitzer-“Aus der Vergangenheit von Lanzendorf“ in Mistelbach/ Vergangenheit- Gegenwart Band 2-Seite 17).

 

1784 „Die vorhin Jesuitisch, letzthin kameralisch ao 784 aber erkauft Fürstl Liechtenstein Unterthanen bei Lanzendorf. Angeführt sind 34 Namen. (Quelle siehe unter Häuseraufz.1785.Seite 78 links).

1785 Subrepartition Uiber die unterthaenige Haeuser, und Zugehoerungen der Hochfürstlich- Liechtensteinischen Majorat Herrschaft Wilferstorf  im Erzherzogthume Nieder Oesterreich des Viertls unter dem Mannhartsberge de ao 1785 Einlags Numerus 39. Bei Lanzendorf - Ca.51 Namen bzw.Häuser angeführt.

 (Umfangreiches Werk, gebunden- aus dem Herrschaftsarchiv Wilfersdorf - im Heimatmuseum).

 

Für 1791 beschreibt Franz Thiel den Besitzumfang wie folgt : Herrschaft Wilfersdorf - 5 Ganzlehen,, 1 Dreiviertellehen, 12 Halblehen, 12 Viertellehen, 2 Hofstätten, 24 Patzenhäusel, sonstige 2 =  ein Jägerhaus und eine Mühle - zusammen 58...... (Hans Spreitzer-“Aus der Vergangenheit von Lanzendorf“ in Mistelbach/ Vergangenheit- Gegenwart Band 2-Seite 16 bis 28).

 

 

1795 haben laut Topographischen Landschematismus die Liechtensteiner in Lanzendorf die Ortsobrigkeit, (neben anderen Grundherrschaften).(Ingeborg Bogner:Die Liechtenst.Herrsch.S.53).

 

1795 Nach dem Landschematismus übte die Liechtensteinische Herrschaft Wilfersdorf das Landgericht aus. (Ingeborg Bogner:Die Liechtenst.Herrsch.S.134,135).

 

1822 Laut Topographischen Landschematismus haben die Liechtensteiner  (neben anderen Grundherren) die Ortsobrigkeit in Lanzendorf. Zugehörig der Herrschaft Wilfersdorf. Weitere Grundinhaber - Herrsch.Ladendorf, Kreuzstetten, Barnabiten von Mistlbach.   (Ingeborg Bogner:Die Liechtenst.Herrsch.S.55 u.128).

 

1822 Nach dem Landschematismus besass die Herrschaft Wilfersdorf das Landgericht. (Ingeborg Bogner-S.136).

 

ca.1827 Robotzusammenstellung - ....Hiezu sind verzeichnet 1 Mühle in Lanzendorf...(Ingeborg Bogner:Die Liechtenst.Herrsch.S.79).

 

Quellen : Jacob von Falke : Die Geschichte des Fürstlichen Hauses Liechtenstein. Band II.Seite 27,89.

               OSR Willibald Leisser: Kettlasbrunn im Weinviertel. „Ein Wallfahrtsort seit der Pestzeit.

               Ingeborg Bogner: Die Liechtensteinischen Herrschaften und ihre Untertanen in der Nordostecke von       NÖ. 15.- 19.Jhdt.

(Hans Spreitzer-“Aus der Vergangenheit von Lanzendorf“ in Mistelbach/ Vergangenheit- Gegenwart Band 2-Seite 16 bis 28).

              Verschiedene Unterlagen aus dem Heimatmuseum Wilfersdorf - Herrschaftsarchiv.

Autor: Hans Huysza

Objekt: Obec
Stát: Rakousko
Země/kraj: Dolní Rakousko

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