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Kätzelsdorf

1393 machte Johann I. 39 v.Liechtenstein  wieder verschiedene Ankäufe in Kätzelsdorf von Rudolf und Ludwig von Tyrna, wofür er die Belehnung des Herzogs ( Albrecht III.Anm.Huysza) erhielt. (Falke I.S.363).

Hans v.Tyrna ist 1377 erwähnt - Siehe Burgen u.Schlösser in NÖ. „Vom Marchfeld bis Falkenstein „ S.118

daher wird  Katzelsdorf gemeint sein.

 

1411 Am 15.Dezember erfolgte in Wien durch Herzog Albrecht V. eine Belehnung von vier Liechtensteinischen Vettern, Heinrich, Hartneid, Johann und Ulrich,  mit dem halben Haus zu Hagenberg, mit dem halben Haus zu Gnadendorf und verschiedenartigem Besitz in Drösing, Katzelsdorf (oder Ketzelsdorf), Altruppersdorf, Schrettenberg, Pottendorf bei Feldsberg, wie ausdrücklich angegeben wird, Heumad, Rabensburg, Geresdorf, Paltramsdorf, Dobermannsdorf, Mistelbach, Oberhüttendorf, Liechtenwarth und „Asparen bei Stadelaw“....(Bretholz-Urbar 1414-Seite CII).

 

1417 übergibt  die Witwe nach Hartneid IV. 42-Afra v.Liechtenstein ihren Sohn Hartneid V. 53 alle ihre Güter und Gülten, so sie gehabt zu Ollmützberg, zu Kätzlsdorf, Poystorf,Strupfing,......(Falke I.S.331).

 

1453 13.Juli,Wien : Schiedsgerichtliche Güterteilung des Hans und Heinrich v.Liechtenstein-Nikolsburg nebst Geschwistern und ihres Geschwisterkindes Wilhelm v.Liechtenstein-Nikolsburg. Danach erhalten erstere u.a. das Schloß Feldsberg nebst Stadt und Vorstädten,Geltscheins, Garsental,Ketzleinsdorf,Potendorf,Schretenperg,Beheimischen Krut,Schirmanstorff,Allach,Reintal,Walterskirchen,Erpurkh,Wetzleinstorff,Poystorff,Hederstorff,Wilhamstorff mit ihren Zugehörungen.....(Liechtenst.Reg. in Heimatk.Beibl.Nr.5-1956-S.20).

 

1570 bei der Teilung erhält Johann Septimius 128 v.Liechtenstein Herrenbaumgarten, Schrattenberg und Katzelsdorf . (Wilhelm-Stammtafel T.4 XII-20 und Falke II.S.88 und 121 -hier geschrieben Ketzelsdorf).

 

Bis 1590 gewannen die Liechtenstein 74 von den 75 Häusern des Ortes. (Burgen u.Schlösser in NÖ. Birken-Verlag).

 

1590 laut Bereitungsbuch - Die Herren von Liechtenstein haben die Ortsobrigkeit und die überwiegende Grundherrschaft. In Katzelsdorf besitzen sie 74 von 75 Häusern. (Ingeborg Bogner-Die liecht.Herrsch.S.46).

Käzltorf - Ortsobrigkeit : Herr Johanneß Septimius v. Liechtenstein. Weiters noch Grundbesitz - Hannß Bernhardt Fünfkircher gen Steinebrunn. (Ingeborg Bogner : Seite 128).

 

1591 August 28,Rabensburg : Erbteilung zwischen Hans Septimius 128 v.Liechtenstein-Nikolsburg und den Söhnen seines Bruders Hartmann II. 118 (nämlich Karl, Maximilian und Gundacker) auf Grund des Testamentes von Georg Erasmus 120 v.Liechtenstein. Darnach erhalten u.a. die Söhne Hartmanns: Rambspurg, Bernhartßtall,Ebenfeld....Reinthal; Weineinkommen in Schrättenperg....Haußprunn, Schönstraß, Liechtenwart....Markt Herrnpaumgartten samt Zugehör, Schrätenperg, Pottendorf - das öde Dorf- samt Zugehör, Katzlsdorf öde, Rottenlaimb öde, Entzesprunn öde, Wetzelstorff, Wilhelmstorff, Kötzelstorff, Walterskirchen, Maxendorf öde......(Liecht.Gegest.-in Heimatk.Beibl.Nr.7-1956-S.28).

 

Der erste ziemlich bedeutende Ankauf, durch den Karl 131 v.Liechtenstein seinen Besitz vermehrte, geschah im Jahre 1596, indem er von Hans Bernhard von Fünfkirchen die demselben gehörigen Besitzungen zu Poisdorf, Herrenbaumgarten, Kruth,Walterskirchen,Reinthal,Bernthal und Kätzelsdorf erwarb. (Falke II.S.229).

1596 April 22, Feldsberg : Hans Bernhard Fünfkircher zu Steinaprunn verkauft an Karl 131 v.Liechtenstein-Nikolsburg - auch für seine Brüder Maximilian 138 und Gundacker 139 - den obern und untern Freyhof im Markt Poistorff, den Freyhof im Markt Böhamischen Khruth samt Zugehör, den Freyhof zu Herrnpaumbgartten..., dann die Zehente und Dienste zu Feld und zu Dorf in Poistorf, Herrnpaumbgartten, Behamischen Khrutt, Wözlstorff, Walterskhirchen, Reinthall, Bernhartestall und Käzelstorff samt Zugehör. (Liecht.Regesten-in Heimatk.Beibl.Nr.7-1956-S.28).

1596 April 24.Wien: Die n.ö.Landstände verpfänden für jährlich 2650 fl.rheinisch an Karl 131 v.Liechtenstein-Nikolsburg, dessen Brüder und Erben das duplierte Zapfenmaß auf weitere 3 Jahre ab Georgi u.a. folgender Flecken und Oerter : Markt Wilfersdorf, Markt Mistelbach, Puelndorf, Khöttelsprunn, Lanzendorf, Eberstorff, Liechtenwart, Hausprunn, Flecken Rabenspurg, Bernhartsthall, Reinthall, Herrnpaumbgartten, Schrätenperg, Kazelstorff, Kezelstorff. (Liechtenst.Regest.-in Heimatk.Beibl.Nr.7-1956-S.28).

 

1596 am 20.April verkaufte Hans Bernhardt Fünfkircher zu Steinabrunn um 36.000 Gulden rheinisch und 300 Dukaten Leitkauf seinen Besitz im Markt „Poisdorf, Herrn Paumbgartten und Kruth, dann im Dorff Wilhalmbstorf, Maxendorf, Wezlstorf, Walterskhirchen, Reinthal, Bernhardsthal und Käzlstorf gelegen, alles für Erb und frey Aigenthumb, allein die zwei Lehen zu Herrn Paumgartten, Rogendorfferische Lehen ausgenommen“, an Karl von Liechtenstein und seine minderjährigen Brüder. (Liane Pec-Ortschronik Herrnbaumgarten.1994.S.49).

 

1612 vom 2.Jänner gibt es im Archiv des Fürsten von Liechtenstein eine „Waisenbeschreibung bey der Herrschaft Veldtsperg samt derselben zugehörigen Dörfern und Gerechtigkeiten.....“ aufgelistet sind ca.30 Namen der betreffenden Katzelsdorfer.  (Festschrift der Pfarre Katzelsdorf 1693-1993 S.44).

 

1721 Ein Bericht vom 4.Jänner  gibt Kunde, dass aus dem Wilfersdorfer Rentamt dem Gregor Pötzl, Untertanen zu Katzelsdorf, 3 Gulden bezahlt werden, damit er das Schulgeld für sein Kind erlegen kann. (L.A.Wilfersdorf 2,Anschaffungen, Ehren,Gnadengaben.In Ingeborg Bogner:Die Liechtenst.Herrsch.S.117).

 

 

1786 wurde von der Grundherrschaft die alte Schule erbaut. 1866 wurde die alte Schule aufgestockt (Raiffeisenkassa). (Festschrift Pfarre Katzelsdorf 1693-1993 S.11).

 

1795 laut Topographischen Landschematismus ist Katzelsdorf im Besitz der Liechtensteiner. Diese haben die Ortsobrigkeit und die alleinige Grundherrschaft. (Ingeborg Bogner:Die Liecht.Herrsch.S.50).

 

1795 Nach dem Landschematismus übte die Liechtensteinische Herrschaft Feldsberg das Landgericht aus. (Ingeborg Bogner:Die Liechtenst.Herrsch.S.134,135).

 

1822 nach dem Topographischen Landschematismus besitzen die Liechtenstein die Ortsobrigkeit und die ausschließliche Grundobrigkeit.  Zugehörig zur Herrschaft Feldsberg (Ingeborg Bogner:Die Liechtenst.Herrsch.S.55 u.128).

 

1822 Nach dem Landschematismus besass die Herrschaft Feldsberg mit Delegation der Herrschaft Rabensburg das Landgericht. (Ingeborg Bogner-S.136).

 

1645 ist die Katzelsdorfer Kirche erbaut worden. (Festschrift Pfarre Katzelsdorf 1693-1993 S.44).

1651 ist die Katzelsdorfer Kirche auf fürstliche Spesen gewölbt und mit Ziegeln gedeckt worden. (Festschrift der Pfarre Katzelsdorf 1693-1993 S.44).

1836 wurde die Kirche von Fürst Liechtenstein renoviert. Im Turmhelm fand man eine Bleischachtel mit einer Denkschrift, Reliquien und Münzen aus dem Jahre 1723. (Festschrift Pfarre Katzelsdorf 1693-1993.S.13).

 

Pfarrkirche Katzelsdorf: Die Gemeinde Katzelsdorf, welche bis 1693 nach Feldsberg eingepfarrt war, verdankt ebenfalls der hochherzigen Gesinnung des Fürsten ein neues Gotteshaus, dessen Bau nach Abtragung des alten, unscheinbaren Kirchleins zum hl. Bartholomäus, das in seinen Formen eine Vermengung barocker, klassizistischer und neugotischer Motive zeigte, 1905 im Jahre nach den Plänen des Architekten Karl Weinbrenner begonnen und 1908 vollendet wurde. (Oberverwalter Franz Skala,Baumeister Ferd.Rossak, Bauleiter Schebesta.Tischlerarbeiten von Meister Rechberg  aus Eisgrub. Preßhäuser wurden aufgekauft und eingeebnet, Gartenflächen abgelöst.Die Bauern verlangten hohe Preise. Einfügung aus der Festschrift der Pfarre Katzelsdorf 1693-1993 S.17).An das von drei spitzbögigen Gewälbejochen überspannte Hauptschiff schließt sich das Querschiff und der höher gelegene, schmälere Chor an, der von drei Seiten des Achteckes abgeschlossen wird. Links von diesem befindet sich die Sakristei und rechts davon ein Anbau, der an Aufgang zur Empore und zum mächtigen, 58 m hohen Turme enthält,(laut Festschrift der Pfarre Katzelsdorf 1693-1993 S.17-Turmhöhe 47 m).der aus dem Viereck in ein schlankes, achtseitiges Zeltdach übergeht und durch seine harmonische, abwechslungsreiche Gliederung das malerische Gepräge der Kirche wesentlich erhäht. Imposant wirkt besonders die Stirnseite derselben, welche den Haupteingang enthält. Ein rundbogiges, von zwei kräftigen Säulen gestütztes Portal führt in die offene bemalte Vorhalle, die von einem Pultdach überhöht und von zwei schmucken, turmartigen Vorbauten flankiert wird, in welchen die Aufgänge zum Orgelchore liegen. Eine Zierde der Fassade bildet die vom Bildhauer J. Beyer aus gelblichweißen Sandstein gearbeitete, schlanke Figur des segnenden Heilandes, welche sich über einem fünfteiligen, mit ornamentalen Glasmalereinen geschmückten Radfenster erhebt. Von guter Wirkung ist auch das die linke Seitenwand der Kirche durchbrechende Seitenportal. Durch die Anwendung verschiedenartigen Baumaterials wurde der Kirche ein eigenartiges Aussehen verliehen, wie es wenige Landkirchen besitzen. Die Sockel sind aus Stein hergestellt, die Mauerflächen mit Mörtel in Spritzwurf verkleidet; für die Gewände der hohen, dreiteiligen Spitzbogenfenster des Schiffes, der kleineren Fenster des Querschiffes, des Presbyteriums und des Portals, ferner für die Gesimse und Friese wurden rote Formsteine verwendet; die Stufen, die Säulen des Haupteinganges, die Wappen zu den beiden Seiten desselben, der Baldachin über der Christusstatue, die Umfassung des Radfensters wurden aus herrlichem, feinkörnigem schlesischen Sandstein gebildet, der auch im Inneren für die Sockel und Kapitäle der Pfeiler,welche den Raum unter dem Musikchore vom Schiffe scheiden, für die Konsolen,auf welchen die aus roten Formsteinen gefügten Rippen des Kreuzgewölbes ruhen, und die Schlußsteine in Verwendung kam. Das hohe Dach erhielt eine Eindeckung in roten Falzziegeln. Der Innenraum des Gotteshauses wurde mit schönen ornamentalen Wandmalereien versehen, der Boden mit stilgerechten Fliesen belegt. Den schönsten Schmuck der Kirche aber bilden die farbenprächtigen,herrlich komponierten Glasgemälde,welche sich in die durch Steinpfeiler unterteilten Fenster des Hauptschiffes vortrefflich einfügen. Sie stellen die Taufe Christi im Jordan, die hl.Familie in Nazareth, Jesus als Kinderfreund und die Verklärung des Herrn auf dem Berge Tabor dar. Das erstgenannte Fenster wurde von den fürstlichen Beamten zum Andenken an das fünfzigjährige Regierungsjubiläum Seiner Durchlaucht gestiftet, die übrigen sind Widmungen des Notars Leopold Gübert in Feldsberg, des Ortspfarrers Anton Krejcir und des geistlichen Rektors des Wiedener Spitales in Wien, Josef Sigmund. Unterhalb der Fenster wurde in steinerner Umrahmung ein schöner Kreuzweg in die Wand eingefügt, der bemalte Figuren aus Stuck auf Goldgrund zeigt. Die Glasgemälde des Chors stellen St.Florian, St.Bartholomäus und St.Sebastian dar, die anderen Fenster der Kirche sind mit ornamentalen Glasmalereien versehen. Die geschmackvolle Einrichtung der Kirche, besonders die schönen Altäre, die mit den Symbolen der vier Evangelisten geschmückte Kanzel, das Speisegitter, dessen zierliches, bemaltes Schmiedewerk  von einer Steinumrahmung eingefaßt erscheint, erhöhen den Gesamteindruck des Innenraumes.

Für alle Zeiten wird die herrliche, hoch über dem Dorfe liegende Kirche die Erinnerung an das Regierungsjubiläum des Fürsten, der mit großen Mitteln den Bau errichtet hat, der mit regem Interesse jede Phase desselben wahrnahm und während der Ausführung mit dem ihm eigenen Kunstverständnis noch manche glückliche Änderungen in den Details vornehmen ließ, festhalten. Große Anerkennung gebührt aber auch dem bewährten Architekten, der, ausgerüstet mit einem hochentwickelten Formen-und Farbensinn, dieses schöne Werk schuf, welches wohl das schönste unter seinen zahlreichen Kirchenbauten ist.

Zu gleicher Zeit erhielt auch der neben der Kirche gelegene Ortsfriedhof durch den Fürsten ein neues, schlichtes, der ländlichen Umgebung vorzüglich angepaßtes Portal, für welches ein älteres Barocktor in Verwendung kam. (Fürst Johann II.v.Liechtenstein und die Bildende Kunst v. Karl Höß S.298 bis300).

 

Das Gotteshaus ist deshalb so prunkvoll, weil der damalige Seelsorger (Anton Krejcir er war auch Kooperator in Wilfersdorf) ein Studienfreund des Fürsten war und dieser vom Fürstenzimmer aus auch des öfteren einer Meßfeier in Katzelsdorf beiwohnte.  -Davor stand auf dem Berg eine kleine Kapelle aus dem 17.Jahrhundert. Für den Bau der Kirche waren die fürstlichen Künstler und Handwerker „eingespannt worden“, denn die Liechtenstein’schen Grundherren waren dafür bekannt, auf künstlerischem Gebiet dem Kaiserhof in Wien gern um eine Nasenlänge voraus zu sein. (Wiener Kirchenzeitung v.26.September 1993).

 

Vor der neuen Katzelsdorfer Pfarrkirche wurde eine hübsche Parkanlage geschaffen. In derselben wurden

16 Bildstöcke mit massivem Steinsockel und zierlichen, mit grün glasierten Ziegeln gedeckten Dächern aufgestellt; dieselben enthalten die Stationen des Rosenkranzes, die einst in den Nischen der die alte Kirche umfassenden Mauer untergebracht waren. (Fürst Johann II.v.L.u.d.Bildende Kunst S.349,350).

1965/66 Renovierung des Kirchenparks und der Rosenkranzstationen . Einige Sammlungen erbrachten 45.000 S. Die 16 Bilder malte Herr Koch aus Großkrut für 16.000 S. (Festschrift der Pfarre Katzelsdorf 1693-1993 S.20).

Wiener Kirchenzeitung v.10.Oktober 1993:... Im Park....stehen 3 x 5 Rosenkranzstationen, bei denen sich die Gläubigen im Mai und Oktober regelmäßig zu Gebetsstunden treffen. Von besonderen, alten Lieder begleitet ziehen die Katzelsdorfer dabei von Station zu Station.- Auch als die Bilder in den letzten Jahren schon völlig verrostet waren, beteten die Katzelsdorfer weiter bei diesen, denn sie wußten ja wie die Szene ausgesehen hatten. (Wiener Kirchenzeitung siehe oben).

Interessant ist auch der Kirchenpark selbst: Viele seltene Bäume sind hier zu sehen. Die Fürst Liechtenstein’sche Schloßgärtnerei von Eisgrub sorgte in der Monarchie für die Ausgestaltung der Anlage. So gibt es in Katzelsdorf auch einen Mammutbaum, welcher mehrere hundert Jahre alt und riesig werden kann. (Wiener Kirchenzeitung v.10.Oktober 1993).

                                                                                                                                                                      Der Pfarrhof des Dorfes wurde gänzlich umgestaltet und durch Aufsetzung eines Stockwerkes bedeutend vergrößert. Über den mit den alten, schlichten schmiedeeisernen Gittern versehenen Fenstern des Erdgeschoßes wurden zierliche Lorbeerkränze und -gewinde aus Stuck angebracht, der schön geschwungene Giebel des ersten Stockes erhielt ein Stukkorelief, Maria mit dem Kinde. Das ganze Gebäude mit den hell verputzten Mauerflächen, den grünen Jalousien, dem hellroten Walmdach, dem von einem hübschen Lattenzaun eingefriedeten Vorgärtchen und dem kleinen Glockentürmchen zur Rechten desselben gleicht einer lieblichen Idylle aus der Zeit unserer Großväter. Auch die Hofseite wurde vom Architekten (Karl Weinbrenner) nicht vernachlässigt, indem er hier dem Baue eine kleine, offene Vorhalle und das mit einer Kuppel gekrönte Stiegenhaus vorlagerte. (Fürst Johann II.v.L.u.d.Bildende Kunst S.350).

Gleichzeitig (mit dem Kirchenbau) wurde auch der Pfarrhof aufgestockt, das Kirchengassel ausgebaut, der Kirchensteig angelegt. Der Park angelegt.(Festschrift der Pfarre Katzelsdorf 1693-1993 S.17).

 

.....Der bedeutendste Kunstmäzen dieser Zeit war der Fürst Johann II. von Liechtenstein (1840-1929), ein Fachmann auf dem Gebiete der Baukunst, der in dem Architekten Karl Weinbrenner, einem Schüler des Wiener Dombaumeister Friedrich von Schmidt, einen Mann fand, der seine Pläne in die Tat umsetzte; denn er baute die Kirchen in Unter Themenau, Katzelsdorf, Dobermannsdorf und Bullendorf, die Spitalkirche in Mistelbach und die Schule in Nieder Absdorf.

1910 ging Weinbrenner nach Prag, wo er als Professor an der deutschen Technik wirkte.

( „Das Bauhandwerk“ v. Franz Thiel im Heimatk. Beiblatt zum Amtsblatt der BH Mistelbach,  Nr.4, April 1957, S 13).

Die zum Gute Wilfersdorf gehörigen Patronatsobjekte

 

Gemeinde       Dobermannsdorf        Kirche                                    u. Pfarre

            „          Nieder-Absdorf          Kirche                                    u. Pfarre

            „          Ringelsdorf     Kirche (ohne Turm)    u.Pfarre

            „          Katzelsdorf     Kirche                         u.Pfarre

            „          Reinthal                      Kirche                         u.Pfarre

            „          Bernhardsthal Kirche                         u.Pfarre

            „          Wilfersdorf     Kirche                         u.Pfarre

            „          Kettlasbrunn   Kirche (oberer Teil des           u.Pfarre

                                               Turmes            der Gemeinde)

            „          Hausbrunn      (Kirche ohne Turm)    u.Pfarre

            „          Alt-Lichtenwarth Kirche                               u.Pfarre

 

Gebühr an alljährlich auf Grund bestehender Verpflichtungen zur Erfolgung gelangenden Fundationen:

Gut Feldsberg, österr.Teil.

Pfarre Katzelsdorf: 6,15 hl = 467 kg Weizen, 6,15 hl = 418 kg Korn, 6,15 hl = 277 kg Hafer, 14,25 Rm hartes                                    Scheitholz, 14,25 Rm weiches Scheitholz.

 

Laut Bundesgesetz vom 2.Juli 1929 Nr.232 über die Ablösung der an Kirchen und Pfründen zu leistenden Naturalleistungen bildet das Ablösungskapital den 25-fachen Betrag der ermittelten Jahresleistung.

(Inventur und Schätzung Wilfersdorf - Rabensburg 1929. Seite 136 bis139).

 

Katzelsdorfer Jagdtempel „Sallettl“ mit Forsthaus

Katzelsdorfer Haus Nr. 117

Erbaut 1811 – 1819 unter Fürst Johann I. von Liechtenstein von Js. Kornhäusl und Franz Engel.

In den Jahren 1919/20 vom Katzelsdorfer Burgfried abgetrennt und zu Feldsberg/Valtice (Tschechien) eingemeindet.

In den Jahren 1955/56 mutwillig abgebrochen…….warum ?

Der Platz, wo das Schloss und das Försterhaus stand, wurde geebnet und ist verwildert. Wo es genau stand, ist nicht mehr feststellbar.

(Information von Ökonomierat Matthias Hirtl Katzelsdorf 69).               

 

Jägerhaus bei Katzelsdorf: Das hoch über dem Grün des Waldes sich erhebende Jägerhaus bei Katzelsdorf, ein interessanter Bau aus der Zeit des Klassizismus, wurde einer sorgfältigen Restaurierung unterzogen (1905).

Die beiden Flügel des Wohngebäudes gehen in eine weite Bogenhalle über, die links und rechts von halbrunden Flügelbauten abgeschlossen wird. Die Wände der Stirnseite werden durch anmutige Reliefs, die aus Baumzweigen, Amoretten, Jagdtieren und Wappen geschmackvoll zusammengestellt erscheinen, belebt. Zur Ausbesserung der Bildhauerarbeiten war der bewährte Bildhauer Ludwig Stürmer, der von dem Fürsten wiederholt zu ähnlichen Arbeiten verwendet wurde, berufen worden. Das Gebäude erhielt im Jahre 1907 einen neuen Schmuck durch zwei längliche, schöne Hautreliefs, die bisher im Schlosse Seebenstein aufbewahrt waren und auf Anordnung des Fürsten in die Rückwand der offenen Halle zwischen die Türöffnungen eingemauert wurden. Sie stellen eine Hirsch- und eine Eberjagd dar und dürften von einem Bildhauer der Klieber-Schule im Anfange des 19.Jahrhunderts geschaffen worden sein. Da die Tiere und die in antike Tracht gekleideten Figuren der Jäger mannigfache Beschädigungen zeigten, wurden die fehlenden Körperteile von den Gebrüdern Stürmer sorgfältig ergänzt; bei dieser Gelegenheit wurden auch die Reste des Ölanstriches, welche sich noch an einigen Stellen der aus dem schönen,weißen,feinkörnigen Sandstein von Loretto gearbeiteten Bildwerke vorfanden, entfernt. (Fürst Johann II.v.Liechtenstein und die bildende Kunst S.241 und 242).

 

1929 Liechtensteinbesitz in der Gemeinde Katzelsdorf : = vermutlich Ketzelsdorf

0,5749 ha Acker                   Bon.2-3

4,7302 ha Wiese                    „          „

5,3051 ha Gesamtfläche = unter Oekonomieverwaltung (Seite 29,30).

(Inventur und Schätzung Wilfersdorf - Rabensburg 1929. Seite 16).

 

1929 Liechtensteinbesitz in der Gemeinde Katzelsdorf :

  74,1317 ha Acker               Bon.1-6

129,2798 ha Wiesen             

    0,0629 ha Gärten

    2,0453 ha Hutweiden

  12,8319 ha Teiche, Sümpfe

    0,6336 ha Bauarea

    5,1530 ha Unproduktive Fl.

    0,0230 ha steuerfreie Fl.

224,1612 ha Gesamtfläche

 

4,9195 ha Acker

0,1730 ha Wiesen

0,0018 ha Gärten

0,0720 ha Bauarea

5,1663 ha Gesamt

(Inventur und Schätzung Wilfersdorf - Rabensburg 1929. Seite 18).

 

229,3275 Ha Gesamtfläche - Unter Oekonomieverwaltung

(Inventur und Schätzung Wilfersdorf - Rabensburg 1929. Seite 29,30).

 

Hamethof- Oekonomie- Betrieb in Eigenregie - 191,9187 ha

(Inventur und Schätzung Wilfersdorf - Rabensburg 1929. Seite 37).

 

Teichwirtschaft in Eigenregie - Katzelsdorfer Teich :

  2,0030 ha Wiesen

  1,6517 ha Hutweiden

11,3619 ha Teiche

  0,0720 ha Bauarea

15,0886 ha Gesamtfläche

 (Inventur und Schätzung Wilfersdorf - Rabensburg 1929. Seite 38).

 

 

Beschreibung der Oekonomiegebäude :

 

Meierhof Hameth, Gemeinde Katzelsdorf, B.P. 2862/2.-

 

I. Pferdestall für 4 Pferde und Ochsenstall für 12 Stück, sowie Futterkammer -  192 m² verbaute Fläche, massiver Unterbau, Strangfalzziegeldach; auf Traversen eingewölbt, stehender Dachstuhl, Boden wird für Heu benützt. Bei beiden Ställen je 1 Futterkammer. Bauzustand gut.

 

II. Wohngebäude: (Katzelsdorf K.Nr.167). - 190 m²  verbaute Fläche, massiver Unterbau, Strangfalzziegeldach. Ebenerdig, Gewölbe auf Traversen, stehender Dachstuhl. Boden von Parteien benützt.

Wirtschafterwohnung: 2 Zimmer, 1 Kabinett, 1 Küche, 1 Kammer,

Arbeiterwohnungen: 2 Zimmer, 2 Küchen, 2 Kammern.

Bauzustand gut.

 

III. 2 Hühnerstallungen, 3 Holzschopfen, kleiner Keller, Waschküche mit Backofen und Selch, sowie Geräteschopfen, - 138 m² verbaute Fläche, Unterbau massiv, Holzzementdach. Ebenerdig, Tramdecke mit daraufliegendem niederen Flugdach, aus Holzzement, Geräteschopfen auf der Vorderseite mit Latten verschalt, die kleinen Keller sind gewölbt und von den Parteien benützt. Bauzustand mittel.

 

IV. Schweinestallungen, Hühnerställe, Holzschopfen. - 38 m² verbaute Fläche, massiver Unterbau, Dachpappe gedeckt; an Objekt I angebaut, Flugdach aus Dachpappe auf Bretter, ohne Zwischendecke, von den Parteien benützt. Bauzustand mittel.

 

V. Arbeiterwohnhaus für 2 Parteien  - u. Saisonarbeiter - B.P. 2862/2. - 408 m² verbaute Fläche, Unterbau massiv, Strangfalzziegeldach; ebenerdig. Tramdecken zur Hälfte stukkaturt, eine Hälfte nicht.

2 Wohnungen für Arbeiter: 2 Wohnräume, 2 Kammern, 1 Vorraum.

Saisonarbeiterwohnung: 5 Kabinette, 1 Küche, 1 Kammer. 3 Magazine für Futtermittel und Geräte, Boden wird als Schüttboden benützt, stehendes Dach. Bauzustand gut.

 

VI. Silo für Futterkonservierung. -  32 m² Baufläche, Unterbau Hohlziegel mit Isolierschichten mit Kunststeinsäulen verbunden, Decke Ruberit. ca.1 ½ m tief  in den Boden eingebaut, Boden betoniert, Füllhöhe ca. 4m, 2 Kammern a 48 m². Keine Zwischendecke, niederes Dach. Bauzustand gut.

 

VII. Jungviehstall, B.P. 2860/3.- 639 m² verbaute Fläche, massiver Unterbau, Schilfdach, für ca. 50 Stück Jungvieh, 1 Wohnung mit 2 Zimmer und 1 Küche.

1 Wohnung: 1 Wohnraum. Links und rechts vom Gebäude im Hofraum je 1 Schweinestall, 1 Holzschopfen und darauf 1 Hühnerstall. Gebäude ebenerdig, Tramdecke, stehendes Dach mit Schilfeindeckung, Boden wird für Heu benützt. 1 Keller gewölbt für Jungviehwärter im Hofraum. Bauzustand mittel.

 

VIII. Kontumazstall für ca. 50 Stück, B.P. 2865/5 - 300 m² verbaute Fläche, massiver Unterbau, Dachpappedach. Nur Dachstuhl flach ohne Zwischendecke. In der Mitte Futterkammer aus Brettern hergestellt. Bauzustand mittel, Dach schlecht.

 

IX. Feldschopfen für Getreide und Heu, B.P. 2865/2.- 438 m² verbaute Fläche, Ziegelsockel mit Holzsäulen, mit 6 offenen Feldern, Schilfdach, stehend. Zangendach mit runden Abschlüssen. Bauzustand schlecht.

(Inventur und Schätzung Wilfersdorf-Rabensburg 1929. S.70-72).

 

Anfangsinventur zur Goldbilanz. Oesterr.Anteil:

Ausweis über den Stand der Gebäude und deren Bewertung mit 1.Jänner 1925

Gemeinde Katzelsdorf:

Nr. 162 P.Nr. 427/2, Fischerhaus (Fischdrabenhaus 210 m² Eindeckung hart, Unterbau massiv)

                                   Kleinviehställe 26 m² Eindeckung hart, Unterbau massiv.

Nr. 167 P.Nr. 2862/2 Schafferswohnung

Nr. 167a „      2862/2 Arbeiterkaserne

Nr. 205 P.Nr. 2860/3 Fohlenschopfen und Wohngebäude (Wärterswohnung)

-           -       2865/2 Schopfen

-           -       2865/5 Jungviehstall. 

 (Schätzungen der Zivil-Bauobjekte-Gut Feldsberg österr.Anteil 1.1.1925 für die Feuerversicherung).

 

 

Fischerhaus in Katzelsdorf, Gemeinde Katzelsdorf, Nr. 162, auf Parz. 427/2 per 720 m².

a) Fischerhaus: bestehend aus Zimmer, Küche, Kabinett , Kammer, Bauart und Eindeckung hart, verbaute             Fläche 210 m², Bauzustand gut.

b) Stallgebäude: Raum für 2 Stück Grossvieh, Bauart und Eindeckung hart, verbaute Fläche 26 m², Bauzustand gut.

(Inventur und Schätzung Wilfersdorf-Rabensburg 1929. S.94).

 

 

Katzelsdorf Haus Nr.162 - Ausgangsbeleg der Liecht.Buchhaltung v.7.Oktober 1947.“Dem Anton Schuster für Maurerarbeit im o.a.Haus- 19 Stunden a 3,80 = 72,20. (Archiv Heimatmuseum Wilfersdorf).

 

 

Für Kirche und Pfarrhof war der Fürst von Liechtenstein bis 31.12.1968 als Patronatsherr zuständig.

(Schreiben der Gutsverwaltung vom 23.7.1970. A rchiv Huysza).

 

Marterl 1298 - Am Hauptplatz Raika/ Gemeindehaus. Laut NÖ Nachrichten Nr.17 (1997 od.1998) Seite 39,

laut Aussage von Ortsvorsteher Josef Böhm wurde das Marterl von Liechtenstein errichtet (Zweifel Huysza).

 

Quellen : Gustav Wilhelm : Stammtafel des Fürstlichen Hauses Liechtenstein. T.4 XII-20.

                Burgen und Schlösser in NÖ. Birken-Verlag. „Vom Marchfeld bis Falkenstein“. 

                Karl Höß : Fürst Johann II.von Liechtenstein und die Bildende Kunst. Wien 1908. S.241,242,298 bis 300 ,349,350.  

               Festschrift - Pfarre Katzelsdorf 1693-1993.

               Archivbeleg aus dem Heimatmuseum Wilfersdorf.

               Wiener Kirchenzeitung vom 26.September 1993.

               Wiener Kirchenzeitung vom 10.Oktober 1993.

               Jacob von Falke : Die Geschichte des Fürstlichen Hauses Liechtenstein. Band I. Seite 331, 363,

               Derselbe             : Band II.Seite 88,121, 229,

               Schreiben der Gutsverwaltung vom 23.7.1970. Patronatsfragebogen.

              Ingeborg Bogner: Die Liechtensteinischen Herrschaften und ihre Untertanen in der Nordostecke von        NÖ. 15.- 19.Jhdt.

 

 

Folgende Fotos von Frau Magdalena Schultes, Katzelsdorf Nr. 10

wurden von Matthias Hirtl am 9.7.2007 zum scannen zur Verfügung gestellt-

 

  • Kloster der Barmherzigen Brüder in Feldsberg – schlechter Zustand

Rechts ein „Steirerwagerl“ mit zwei Pferden und Kutscher.

Ecke um die Kreuzigungsgruppe zum Kircheneingang einige Patres

und Männer in Zivil (10 Personen)- Rechts zwei Männer

 

8          Foto vom 3.5.1906 – Laut Pfarrchronik, Seite 236: Weihe und Turmkreuzerrichtung       am Donnerstag, 3. Mai 1906 –

            Herr Pfarrer Krejcir Anton

            Stadtpfarrer von Feldsberg- H. Johann Feltl, mit den beiden Kooperatoren H. Joh.          Lauck u. H. Albin Herold,

            Pfarrer von Reinthal: H. Matthias Komzak

P. Prior der barmherzigen Brüder in Feldsberg mit dem Sekretär des P. Provinzials aus Wien u. dem hochw. Klostergeistlichen Herrn Fr. Cadek

k.k. Notar aus Feldsberg, Herr L.Zuberth (Guberth ?)

In Vertretung Sr. Durchlaucht des regierenden Fürsten Johann von u. zu Liechtenstein war der Oberverwalter Herr Franz Skala.

Architekt Herr Weinbrenner, Rentmeister Herr Theiner,

Wirtschaftskontrollor Herr Baumann,

Bauleiter Herr Schebesta, Baumeister Herr Ferdinand Rossak,

Hauptpolier Herr Anton Chrometz, Hauptgerüster Herr Fr. Mikesch

Das Kreuz selbst wurde vom Schlossermeister aus Eisgrub, Herrn Johann Hassan verfertigt und auch auf der Turmspitze angebracht.

Oberlehrer Huttarsch

24 Mann starke Ortsmusik unter Leitung ihres verdienstvollen Regenschori Herrn Matthias Führer.

FF- Hauptmann J. Hofmeister

 

  1. Katholikentag Feldsberg – ohne weitere Informationen
  2. Laut Pfarrchronik, Seite 246: „Am 5. Juni1911 – am Pfingstmontage war hier unter Beteiligung von Nachbarvereinen die Fahnenweihe des hiesigen Veteranenvereines. Fahnenpatin war Ihre Durchlaucht, die Gräfin Fünfkirchen vertreten durch die Frau Oberverwalter Pauline Skala zu Feldsberg.
  3. Feldmesse war am freien Platze vor der Kirche, war viel Volk aber dabei wenig Andacht.

So etwas möchte ich nicht mehr erleben“. Foto Karl Roedel Fotografische Kunstanstalt Wien XVII Leitermayergasse Nr. 1 I. Stock

 

  1. 11 Priester – sitzend 2. von links Anton Krejcir Pfarrer in Katzelsdorf

 

Autor: Hans Huysza                       

 

Objekt: Obec
Stát: Rakousko
Země/kraj: Dolní Rakousko

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