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Kleinhadersdorf

1395 Urbar von Mistelbach - Letzte Seite : „ Nota die, die da sullen treibn auff die waid gen Mistellbach. Item die von Hederstorff, die von Wezelßdorff, die von Mistellbach, die von Amaizs und die von Siebn Hiertn. (Urbar 1395 aus dem Herrschaftsarchiv Wilfersdorf - Heimatmuseum).

 

1453 13.Juli,Wien : Schiedsgerichtliche Güterteilung des Hans und Heinrich v.Liechtenstein-Nikolsburg nebst Geschwistern und ihres Geschwisterkindes Wilhelm v.Liechtenstein-Nikolsburg. Danach erhalten erstere u.a. das Schloß Feldsberg nebst Stadt und Vorstädten,Geltscheins, Garsental,Ketzleinsdorf,Potendorf,Schretenperg,Beheimischen Krut,Schirmanstorff,Allach,Reintal,Walterskirchen,Erpurkh,Wetzleinstorff,Poystorff,Hederstorff,Wilhamstorff mit ihren Zugehörungen.....(Liechtenst.Reg. in Heimatk.Beibl.Nr.5-1956-S.20).

 

Im Jahre 1459 verkaufte Hans (Johann V. 67 von Liechtenstein zu Nikolsburg der ganzen Gemein zu Hadersdorf und allen ihren Nachkommen einen Wald, gelegen bei Mistelbach, genannt die „Sommer - und die Winterleiten“. Seit dieser Zeit zählt man in Kleinhadersdorf 70 sogenannte „bestiftete Häuser“, mit denen ein Waldanteil verbunden ist. Und seit dieser Zeit auch wenden sich die Besitzer dieser Häuser alljährlich zur Winterszeit nach „Aufruf“ in den genannten Wald, um daselbst ihr „Holz“  durch „Los“ in Empfang zu nehmen.

Die Leitenbriefe. Der Originalbrief, der über den Verkauf des Waldes berichtet, lautet :

„Ich Hannsz von Liechtenstain von Nicolspurg, Bekenne vor Mich und all mein Erben Und thun Khundt offentlich mit dem brief, dasz ich mein holz gelegen bey Mistlbach genant die Wintdter Leythen und Sommer Leuthen Verkhauft hab der ganzen Gemain zu Hadersdorf, und Allen Ihren Nachkhomen in solcher Mainung, dasz sie mir und Meinen Erben Jährlich zu der Liechtmesz davon Raichen und dienen sollen fünf und zwainzig pfundt pfennig ungefährlich, doch so hab Ich mir und Meinen Erben Vorbehalten daselbs den Grundt, Pahn und Gericht, das Gejadt, Vogl Giadt und Waidtpfennig, Sye mögen auch das benandt Holz brauchen und Nuzen Zu allen Ihren Frommen, Alsz Vill der Stamb beruehrt. Ich soll auch Ich obgenandter Hannsz von Liechtenstain von Nicolspurg, Und All mein Erben des Vorbenandten holz Rechter Vogt : Gewehr und Scherm sein für all Ansprach. Ich gelob In auch das für mich und all mein Erben ganz wahr und stäth zu halten. Getreulich und ungeverlich. Mit Urkundt disz briefs mit meinem Anhangendten Innsigl. Geben zu Veldsperg Am Freytag. An Aller Seellentag nach Christi Geburth, Tausent Vierhundert und darnach in dem Neunundfünfzigisten Jahr.“ 1459

Bleibt noch die Frage offen : Warum hat Hans von Liechtenstein den Wald verkauft ? -  Die Antwort hierauf ist nicht stichhältig : Man nimmt an, daß Hans von Liechtenstein der damaligen Ortsbevölkerung, nachdem dieselbe durch den Einfall der Hussiten verarmt und sozusagen zum Auswandern gezwungen war, helfen wollte und demzufolge den erwähnten 70 Häusern den Wald zu günstigen Bedingungen verkauft hat. Die Kaufsumme war - wie aus dem Originalbrief ersichtlich - nicht ein einmalig zu erlegender Betrag, sondern ein alljährlich zu Lichtmeß zu reichender Dienst von 25 Pfund Pfennig, - abgesehen von den Rechten, die sich der Verkäufer vorbehielt. Außerdem - das scheint wohl das Entscheidende gewesen zu sein- brauchte Hans von Liechtenstein weiterhin seine verläßlichen Arbeiter !

Allerdings spricht man noch heute - und das dünkt, mit den erwähnten Streitigkeiten vor 200 Jahren verglichen, sehr interessant-, daß damals von den Kleinhäusern recht wenig Wert auf die Holznutzung gelegt worden sei : Es mangelte nämlich nicht an Holz - der Wald reichte ehedem bis ans Dorf heran - und zum anderen stand die Waldnutzung mit Einquartierungen im Zusammenhang, die eher als lästig denn als angenehm empfunden wurden. (Heimat im Weinland- Jahrg.1960-S 27-28).

 

Außer einer Bezahlung behielt sich der Fürst für sich und seine Erben die Grundherrschaft, das Gericht, die Jagd und das Weidegeld vor. (Johanna Mattner-Geschichte der Stadt Poysdorf.S.189).

 

1498 bestätigt Kaiser Maximilian dem Christoph III. 69 v.Liechtenstein die Vogtei über Krut, Hadersdorf, [B1] Wetzelsdorf und Wilhelmsdorf. (Heimatk.Beiblatt-1955-Nr.2-S.6).

 

1929 Liechtensteinbesitz in der Gemeinde Hadersdorf :

4,6965 ha Wald

(Inventur und Schätzung Wilfersdorf - Rabensburg 1929. Seite 16).

 

 

Quellen : Heimat im Weinland-Jahrgang 1960- Seiten 27 u.28. „500 Jahre Leitenbriefe“- von Rupert Leisser.

               Detto - Heimatkundliches Beiblatt- 1955 - Nr. 2 - Seite 6. „Zur Geschichte von Großkrut“-v.Franz     Thiel.

               Johanna Mattner : Geschichte der Stadt Poysdorf. Anläßlich 100 Jahre FF-Poysdorf.

Autor: Hans Huysza


 

 

Autor: Hans Huysza

Objekt: Obec
Stát: Rakousko
Země/kraj: Dolní Rakousko

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