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Hohenau

Verschwundenes Schloß , Wehrkirche

Im Stadtgebiet von Hohenau am S-Ende der Siedlung auf dem Plateau des „Schloßberges“ bis vor wenigen Jahrzehnten Graben und Wallreste des ehem. Schlosses. Die Straße gegen O heißt „Burggraben“, die Straße im S „Am Schloßberg“ und „Lustgartenstraße“.

Im S der ausgedehnten Anlage stand außerhalb der Mauer die Kirche, in deren Langhauswand 1903 3 Schießscharten aufgedeckt wurden. (Burgen u.Schlösser in NÖ. Birken-Verlag).

Planung der Kirchenerweiterung seit 1894 durch Architekt Karl Weinbrenner und Baumeister Rossak. (Dehio 1990).

In der N-Gruft der Kirche - Särge der Familie eines Amtmannes (17.Jh.) (Dehio 1990).

Statue hl. Johannes Nepomuk- auf hohem mehrteiligen Sockel, bez.1742, darüber Kartusche mit Inschr.1723. Ehem. auf Brücke neben dem Schloß, bis 1929 auf dem Johanneshügel neben dem Pfarrhof. (Dehio 1990).

Das Schloß hatte in der letzten Phase vor dem Verfall innerhalb eines breiten Wassergrabens einen mächtigen Wall mit 4 gemauerten, runden Eckbastionen. Erhöht stand das 4 flüg., 3 gesch. Schloßgebäude.

Dieses wurde von Vischer 1672 mit Eckquaderung, 8 Fensterachsen und vielen Rauchfängen gezeichnet. Außerdem zeichnete er beim Schloß weitere 2 gesch. Gebäude.

Der Bereich s. des Burgstalles des Schlosses ist heute verbaut.

Im S das ehem.Amtshaus der Herrschaft, das heute als Pfarrhof dient. (Burgen u.Schlösser in NÖ. Birken-Verlag).

Westl.vom Schloß auf kleiner Anhöhe seit dem 16.Jh.ehem.Amtshaus des Schloßpflegers, 1785 durch Pfarrhof ersetzt. Nordseitig vermauerter Portalbogen, ebenso darunter im Keller, dieser tonnengewölbt. An der NO-Ecke des Pfarrgartens Steinrelief in rundbogigem Aufsatz, Kruzifixus, von einem Altar des Beinhauses, 18.Jh. (Dehio 1990).

Ein ummauerter Parkbezirk trägt noch heute die Namen „Frauen- bzw. Lustgarten“.

An seinem S-Ende die Friedhofskapelle und die ehem. Wehrkirche.

Zur ganzen Anlage, die auch den alten Marktplatz umfaßte, zählt noch weiter im S der breit hingelagerte hft. Meierhof.

Die 1359 genannte Burg wurde 1402 zerstört, aber nach Beschädigungen immer wieder aufgebaut.

Die Burg wurde um 1664 zum wehrhaften Schloß umgebaut, die Mauerbastionen angelegt.

Schon 1663 war die Anlage als Zufluchtsort ausersehen.

Die Neubefestigung ermöglichte es, 1705 die Kuruzzen abzuweisen.

Das Schloß wurde um 1790 abgebrochen. - Meierhof zu Gestüt, Bräuhaus daneben (urk.1570) zum Ochsenhof umgebaut. (Burgen u.Schlösser in NÖ und Dehio 1990).

Portal des Schloßgartens, sogen Sobieskytor, angeblich 1525. (Dehio 1990).

Infolge der Vereinigung der Herrschaften Hohenau und Rabensburg Verfall des Schlosses, 1755 Schüttkasten. Um 1780 Befestigungen eingeebnet, neuer Marktplatz (heute Parkanlage). (Dehio 1990).

Ab 1806 Besiedlung des Schloßberges. (Dehio 1990).

Verschwundener Edelsitz Fazihof. 1604 von Adolf Ferdinand Fazi als Edelhof erbaut. Der Hof kam über Ferdinand Gf. v.Hohenberg 1691 an Hartmann d.J.,205  Fürst v.Liechtenstein. Aus dem Edelsitz wurde ein Meierhof der Liechtensteiner Hft. Rabensburg. Der Hof wurde 1945 zerstört und anschließend abgetragen.(Burgen u.Schlösser in NÖ. Birken-Verlag).

1340 scheint zum ersten Mal der Name Liechtenstein in Hohenau auf. (Wilhelm Swatschina-Hohenau im Wandel der Zeit).

 

1394 Johann I. 39 v.Liechtenstein Güter. (Dehio 1990).

 

1394 17.Jänner tauschte Hans von Maißau seine Güter in Hausbrunn, Hohenau und Chundorf (Wüstung) mit den Gütern des Hans von Liechtenstein in Chundorf bei Ravelsbach (Documenta Liechtensteiniana).

Zwanzig Jahre darauf wurden die Rechte der Hohenauer Untertanen der Liechtensteiner aufgezeichnet, womit uns ein wertvoller Beitrag zur ältesten Ortsgeschichte erhalten blieb.

(Heimatbuch der Marktgemeinde Hohenau. 1966. Seite 172)

 

1414 Hohenauer Rechte angeführt in (Heimatbuch der Marktgemeinde Hohenau. 1966. Seite 172,173).

 

Die Herrschaft Lundenburg 1414.......Auch die vielen anderen Dienstobjekte sind zum Teil schwer belastet : eine Mühle je 2 Schock Groschen zu St.Georg und St.Michael;

die 3 Mühlen zu Hohenau, Rabensburg und Geresdorf je 32 Den. zu denselben Tagen;....(Bretholz.Urbar 1414.S.LIII).

Auf der Weide bei Hohenau,“auf dem Behemischen“, zahlt man von einem Rind, Füllen, Geiß, in Rabensburg von jedem Tier („haubt“) 2 den. (Bretholz.Urbar 1414.S.LIII).

Der Wald, der zur Herrschaft gehört,“mit grunt,mit der vischerei und mit allen rechten,nichts ausgenommen“,

reicht vom Lewbusch in Eisgrub bis zur Brücke bei Hohenau zwischen March und Thaya. Mit größter Genauigkeit werden die 29 „schachen“ im „Behemwald“ aufgezählt und eine Unzahl topographischer Namen genannt. Ganz ebenso die Fischerei auf der March und Thaya.....

Eigenartig ist eine Bestimmung über die Gerichtsbarkeit - in Ulb heißt es nur:“das gericht ist meiner herren“ -, die besagt,daß alle Händel,die die Fischer „oder ander leut“ haben, es sei Totschlag oder anderer „chrieg“, und zwar „auf dem Behemischen“, es seien Hohenauer, Rabensburger oder Bernhardstaler, ihr Recht in Lundenburg holen „vor dem haws auf der prukk“. Bretholz.Urbar 1414.S.LIV).

 

Die lfd. Lehen, Gericht, Maut und Zoll wurden um 1430 an Stephan Doß und Martin Gwältl verliehen. Diese wurden auch Gefolgsleute der Liechtenstein. Diese hatten nach dem Taiding von 1414 und dem Urbar von 1414 praktisch bereits die Grundherrschaft in Hohenau inne. (Burgen u.Schlösser in NÖ. Birken-Verlag).

Die Doß und Gwältl verloren bis 1448 ihre Lehen an die Liechtenstein.(Burgen u.Schlösser in NÖ. Birken-Verlag).

 

1414 Urbar (Unter Herrschaft Lundenburg - ...Auf der Weide bei Hohenau,“auf dem Behemischen“, zahlt man von einem Rind, Füllen, Geiß, in Rabensburg von jedem Tier („haubt“) 2 Den. (Bretholz S.LIII).

 Der Wald, der zur Herrschaft gehört,“mit grunt, mit der vischerei und mit allen rechten, nichts ausgenommen“, reicht vom Lewbusch in Eisgrub bis zur Brücke bei Hohenau zwischen March und Thaya. Mit größter Genauigkeit werden die 29 „schachen“ im „Behemwald“ aufgezählt und eine Unzahl topographischer Namen genannt. Ganz ebenso die Fischerei auf der March und Thaya.

Eigenartig ist eine Bestimmung über die Gerichtsbarkeit - in Ulb heißt es nur : „das gericht ist meiner herren“-, die besagt, daß alle Händel, die die Fischer „oder ander leut“ haben, es sei Totschlag oder anderer „chrieg“, und zwar „auf dem Behemischen“, es seien Hohenauer, Rabensburger oder Bernhartstaler, ihr Recht in Lundenburg holen „vor dem haws auf der prukk. (Bretholz S.LIV + Originaltext auf Seite 140 )

(74 b) Nota : so gehört auch ein durichfart, gelegen ze Hhennaw, zu der herschaft ze Lunttenburg und dint 6 schilling phening von s. Jorgentag  uncz hinwider auf s.Jorigentag.

Item die waid bei Hahennaw auf dem Behemischen gehort gen Lunttenburig und ist verlassen warden umb 6 lb. den., wenn man geit von ydem rind 2 den. und von aim ful 2 den. und von einer gais 2 den.

Item die mul ze Hahennaw dint auch gen Lunttenburig zw.s.Jorigentag 32 den. und zw s.Michelstag 32 den. (Bretholz Urbar:Seite 140 und 141).

 

1448 am 13.7.- als Hans (verm.Johann IV.) 57 (möglich auch Johann V.) 67 v.Liechtenstein seinem Diener (Dienstmann) Mert Gwältl und seinen Erben gemäß österreichischem Landrecht allerlei Gülten und Güter in Hohenau und Hausbrunn verleiht, heißt es u.a.:“....weiters 3 halbe Lehen zu Rotenlaym mit je 8 Metzen Weizen und ebenso Gerste, auf 4 ½ Lehen Zehent, großen und kleinen zu Feld und Dorf;.....(Heimat im Weinland-Jg.1963.S.164).

 

1457 erhielt Wilhelm 64 v.Liechtenstein von König Ladislaus von Böhmen die Belehnung mit dem halben Gericht zu Hohenau und verschiedenen Gülten daselbst. (Falke I.S.467).

1458 gesamte Herrschaft in Liechtensteinschem Besitz; (Dehio 1990).

1478 hat Ulrich Herbart? 58? v.Liechtenstein seinen Sitz im Hohenauer Schloß. (Dehio 1990).

1504 Erbvertrag - Christoph III. 69 mit den Söhnen seiner Brüder. Auf Christoph, als den ältesten kommen Nikolsburg,Raschenstein, Maidburg,Lundenburg Hohenau und Ulrichskirchen. (Wilhelm-Stammtafel T.2-IX-3 und Falke II.S.15). Einen Teil davon, nämlich die Festen Ulrichskirchen, Hohenau,Palterndorf.......etc. trat der hochbetagte Christoph, der damals den Achtzigern nahe sein mußte, noch in demselben Jahre an seinen Sohn Wolfgang I. 85 v.Liechtenstein ab. (Falke I.S.505 und II.S.39).

1504 übergab Christoph III. 69  seinem Sohn  Wolfgang I. 85 v.Liechtenstein nach der Theilung mit seinen Neffen zu eigener Verwaltung „aus väterlicher Liebe und Treue die Festen Ulrichskirchen, Hohenau, Palterndorf  und die Holden zu Falkenstein, Ottenthal, Trässenhofen, Alt= und Neu-Rupersdorf und allen seinen Getraidzehnt, zu Großen-Schweinwart, Mauersdorf, Obern-Siebenbrunn, Glinzendorf, Enzersdorf bei der Donau, Hertenstätten, Kagran, Eipeldau, Meißbierbaum, Reinthal, Hüttendorf, Langendorf und Habern; item allen den Weinzehent zu Mistelbach, Herrenbaumgarten, Falkenstein, Alten-Rupersdorf und Poysdorf“ u.a.). (Falke II.S.39

 

1514 Teilung zwischen den Brüdern Wolfgang I. 85 und Leonhard I. 88 v.Liechtenstein. An Leonhard fallen die Schlösser Lundenburg und Hohenau. (Falke II.S.40 und Wilhelm-Stammtafel T.3-X.11).

1520 verkaufte Leonhard I. 88 v.Liechtenstein an seinen Vetter Hartmann I. 113 das ganze Hohenau mit dem Markt, Renten, Gülten,Zehnten,hohem und niederem Gericht und aller sonstigen Zugehörung, welches alles Lehen von Österreich war.....(Falke II.S.42 und Wilhelm-Stammtafel T.4 X-12). ..die Mühle ist bei Falke II.S.80 angeführt.

 

Im Testament Hartmanns v.Liechtenstein (+ 1540) erhielt sein Sohn Georg Hartmann (+ 1562) die Häuser der Herrschaft Hohenau. Dazu gehörten neben Hohenau die Liechtensteinischen Untertanen in Dobermannsdorf, Palterndorf und Hausbrunn, die ihren Zins auf das Schloß Hohenau zahlten und u.a. hier das Wiesenmähen besorgten.

 (Heimatbuch der Marktgemeinde Hohenau. 1966. Seite 173)

 

 

1543 fertigte Georg Hartmann I. 115 v.Liechtenstein seines Bruders Johann Christoph 116 v.Liechtenstein Witwe Marianna für ihre Morgengabe,Heiratsgut und sonstige Ansprüche mit 4000 Pfund ab und dafür die Abtretung der Herrschaft Hohenau. (Falke II.S.83).

Ein Symon Eyssner, sitzend zu Hohenau, konnte zwar noch 1508 und 1525 das Fischwasser vom Kl. Niederaltaich pachten, aber sonst stand bereits alles unter dem Einfluß der Liechtenstein.

Besonders Heinrich IX. 125 v.Liechtenstein hielt sich um 1570 gerne in Hohenau auf. (Burgen u.Schlösser in NÖ. Birken-Verlag).

1570 bei der Teilung des Familienbesitzes erhält er Hohenau, Hausbrunn und Alt-Lichtenwart. (Gustav Wilhelm-Stammtafel T.4 XII-17 und Falke II.S.88,100,105).Solange Heinrich IX. unmündig war stand sein Besitz unter der Verwaltung seines Bruders Sebastian III. 119. (Falke II.S.105).

 

1570 verpachtete der Vormund des minderjährigen Hans von Liechtenstein die Herrschaft Hohenau an dessen älteren Bruder Sebastian. Der Pachtzins betrug für das Bräuhaus 400 Gulden, für Holz 250 Gulden, Fischteiche 209 Gulden, behauste Gült 150 Gulden, Überländ 272 Gulden, außerdem 27 Mut 6 Metzen Halbtraid oder 247 Gulden, 55 Metzen Weizen oder 6 Gulden 15 Kreuzer, 32 Metzen Hafer oder 192 Gulden, Weinzehent und Bergrecht 353 Gulden, Küchendienst 20 Gulden.

(Heimatbuch der Marktgemeinde Hohenau 1966. Seite 173,174).

 

1570 bei der Teilung-Die Orte Niederabsdorf, Palterndorf, Dobermannsdorf, Hausbrunn, Altlichtenwarth und Schönstraß sind zum Landgericht Hohenau vereinigt.  (Heimat im Weinland-Jg.1962-S.101).

 

Ab 1576  wohnte Heinrich VIII. auf Schloß Hohenau; er war Kämmerer des Erzherzogs Matthias, reiste 1584 als Führer einer Delegation nach Konstantinopel und starb in der Fremde.

Zu seiner Zeit gehörten zur Herrschaft Hohenau: 28 Viertel Weingärten in Katzelsdorf und der Weingarten Pax vobis in Pottendorf bei Feldsberg, Wiesen in Dobermannsdorf und Palterndorf, der Bernhardsthaler Teich und der Kösslteich, das Pfarrlehen zu Dobermannsdorf samt einem Teil der Filiale St.Ulrich, zu Hausbrunn und zu Alt-Lichtenwarth, ferner die behausten Gült: Hohenau 21 Gulden 21 Kreuzer, Hausbrunn 55 Gulden, W.-Baumgarten 1 Gulden, Alt-Lichtenwarth 23 Gulden, Palterndorf 43 Gulden 32 Kreuzer, Dobermannsdorf 6 Gulden und in allen Orten und dem öden Schönstraß der Überländ-Zins.

1604 zinsten auch 7 Poysdorfer Bauern nach Hohenau.

Im Testament Hartmanns v.Liechtenstein (+ 1540) erhielt sein Sohn Georg Hartmann (+ 1562) die Häuser der Herrschaft Hohenau. Dazu gehörten neben Hohenau die Liechtensteinischen Untertanen in Dobermannsdorf, Palterndorf und Hausbrunn, die ihren Zins auf das Schloß Hohenau zahlten und u.a. hier das Wiesenmähen besorgten.

 (Heimatbuch der Marktgemeinde Hohenau. 1966. Seite 174)

 

 

1580 hat Heinrich VIII. 121(lt.Dehio,Anm.Huysza-geb.28.2.1548,gest.11.2.1551 lt.Wilhelm-Stammtafel). daher wird  wohl Heinrich IX. 125 v.Liechtenstein gemeint sein seinen Sitz  im Hohenauer Schloß, Hohenau damals auch Verwaltungssitz.. (Dehio 1990).

Die Liechtenstein hatten 1590 77 Häuser zu versteuern. Sie verwalteten ihren Besitz in Hohenau von Rabensburg aus. (Burgen u.Schlösser in NÖ. Birken-Verlag).

 

1590 Herr Georg Ersam von Liechtenstain daselbsten Obrigkheit 77 Häuser. (Häuserzahl und Untertanszugehörigkeit 1590 - Bezirk Gänserndorf S.4.)= alle Häuser.

 

1590 laut Bereitungsbuch besitzen ausschließlich die Liechtensteiner in Hohenau die Grundherrschaft und die Dorfobrigkeit.  Herr Georg Ersam v.Liechtenstein. (Ingeborg Bogner:Die Liechtenst.Herrsch.S.47 u.128).

 

1591 Testament des Georg Erasmus 120 v.Liechtenstein. Er hinterließ ........die Herrschaft Hohenau mit dem Schloß und allem sonstigen Zubehör von Herrlichkeiten und Nutzungen,in Absdorf,Hausbrunn,Schönstraß,Palterndorf,Dobernstorf,Lichtenwart,Ringestorf,Waltersdorf. Alle diese Güter besaß nach dem Vertrage Johann Septimius 128 v.Liechtenstein allein.....(Falke II.S.104 und Wilhelm-Stammtafel T.4 XII-20).

1591, 28.Mai Testament des Georg Erasmus 120  v.Liechtenstein. Seine Hinterlassenschaft wurde am 28.August zwischen seinen Neffen, Hartmanns II. 118 Söhne und seinem Bruder Hans Septimius 128 getheilt. Das Vermögen, welches Georg Erasmus hinterließ, bestand in der Herrschaft Ravensburg mit allen Herrlichkeiten und Hoheiten, dem Schloß, dem Dorf und Maierhof, nebst allem sonstigen Zubehör, desgleichen dem Markt Bernhardsthal mit allen seinen Herrlichkeiten, Gericht, Nutzungen, Zehnten u.s.w., ebenso in den beiden Ortschaften Ebenfeld, dem Markt Landshut, Reinthal, den Weingärten zu Schrattenberg und Bilawitz; in der Herrschaft Hohenau mit dem Schloß und allem sonstigen Zubehör von Herrlichkeiten und Nutzungen, in Absdorf, Hausbrunn, Schönstraß, Palterndorf, Dobernstorf, Lichtenwart, Ringestorf, Waltersdorf. Alle diese Güter besaß nach dem Vertrage Johann Septimius allein. Da aber der andere Teil, die Söhne seines Bruders Hartmann, den Anspruch an die Hälfte hatten, so trat Johann Septimius ihnen dafür die Herrschaft Herrenbaumgarten sammt allem Zugehörigen und allen davon abhängigen Ortschaften ab. (Falke II.S.104,105).

 

1598 Schätzung der Familiengüter durch Karl 131, Maximilian 138,Gundaker 139 v.Liechtenstein und danach wurde der Anteil eines jeden festgestellt. Maximilian erhielt Ravensburg und Hohenau mit 98.195 Gulden. (Falke II.S.131,134,245 und Wilhelm-Stammtafel T4 XIII-12).

Der Vertrag wurde 1606 am 29.September zu Feldsberg von den drei Brüdern unterzeichnet. Striktester Fideicommiß sind als Familiengüter : Feldsberg,Herrenbaumgarten,Ravensburg,Hohenau, Mistelbach,Ringelsdorf,Eisgrub,Blumenau und Proßnitz.....alles eine unteilbare Masse für die drei Brüder und ihre Nachkommen. (Falke II.S.133).

 

1607 Hohenauer Urbar in (Heimatbuch der Marktgemeinde Hohenau. 1966. Seite 174 bis 176).

Angeführt unter anderem 2 Ganzlehen, 53 Halblehen, 19 Viertellehen und 3 Hofstätter.

 

ca.1609 - Zunftwesen . Die Meister des Kürschnerhandwerks zu Mistelbach suchen an, der Fürst von Liechtenstein möge beim Kardinal von Dietrichstein zu Nikolsburg intervenieren, dass sie auch beim Nikolsburger Jahrmarkt ihre Waren feilhalten dürfen, da ja auch die Nikolsburger zu Poisdorf, Mistelbach, Feldsberg und Hohenau, also in Liechtensteinischer Jurisdiktion und anderen Orten in Österreich verkaufen dürfen. (L.A..Wilfersdorf 5, bis 1609.In Ingeborg Bogner:Die Liechtenstein.Herrschaften.S.87).

 

1643 am 28.April (lt.Wilhelm am 23.4.) starb Maximilian 138 v.Liechtenstein. Fürst Gundaker 139 erhielt unter anderen Ravensburg und Hohenau... (Falke II.S.265,292 und Wilhelm-Stammtafel T.4 XIII-13).

1658 am 5.August starb Fürst Gundaker in Wilfersdorf. Seinen Besitz erbt sein Sohn Hartmann 177 v.Liechtenstein. Darunter auch Hohenau.

1658 werden die ersten Juden in Hohenau erwähnt. Fürst Hartmann 177 v.Liechtenstein schenkt Lebl Abraham, den „Hofjuden“? ein Halblehenhaus. Wahrscheinlich hatte Lebl Abraham dem in Geldnöten befindlichen Fürsten einen großen Dienst erwiesen, wofür er Titel,Besitz und Privilegien erhielt.

Ein Bethaus ist nicht genannt, doch eine Judenschule, die sich gegenüber der Judensiedlung in einem Judenhäusl des Waldamtes befand.....Auch rechtlich scheint ihre Stellung eine bevorzugte gewesen zu sein und ihr Verhältnis zum fürstlichen Pfleger besonders gut, da sie sogar in seinem Streite mit dem Pfarrer Meinhart die Wortführer machten und dazu beitrugen, daß dieser seinen Posten aufgab. Etwa 20 Jahre währte ihr Aufenthalt in Hohenau, dann ereilte sie das Schicksal der Ausweisung, dem sie im Laufe der Geschichte öfter unterworfen waren. (A.Schultes-“Ein Hohenauer Ghetto?“.  In Unsere Heimat?-Landesbibliothek)

 

1660 Vereinigung der Herrschaften Hohenau und Rabensburg, Verwaltungssitz nach Rabensburg verlegt. (Dehio 1990).

1686 am 11.Februar- starb Fürst Hartmann 177 v.Liechtenstein in Wilfersdorf. Besitz und Vermögen, welches er hinterließ, waren sehr bedeutend. Es gehörten dazu in Österreich die Herrschaften Wilfersdorf sammt Ringelsdorf, Ravensburg und Hohenau,.......(Falke II.S.373). Sein Sohn Maximilian Jakob Moritz 182 v.Liechtenstein erbt Hohenau.

1709 am 21.April starb Fürst Maximilian Jakob Moritz 182 v.Liechtenstein. Das Gundackersche Fideikommiß überging an seinen jüngeren Bruder Fürst Anton Florian 196 v.Liechtenstein.

 

BIERBRAUEREI

Um 1714 errichtete die Herrschaft  in Hohenau eine Bierbrauerei (L.A.Herrschaften in genere 2, H 115). Das Hohenauer Bier war weit und breit das beste und wurde bis Poisdorf und Wilfersdorf geliefert. Im Jahre 1730 zählte das Hohenauer Bräuhaus zu den Musterbetrieben. Bier und Wein wurde an Unterstützungsbedürftige oftmals unentgeltlich ausgegeben und zwar meist die doppelte Menge Bier gegenüber dem teuren Wein. (Ingeborg Bogner:Die Liechtenst.Herrsch.S.102).

 

1751 (1851 ?) (Maria Theresianische Fassion) In der Dominikalfassion  über die Herrschaft Rabensburg angeführt : Wirtshausbestand zu Rabensburg, Hohenau, Ringelsdorf, Waltersdorf und Bernhardsthal : 198 fl 5 kr. a 5 vH = 3781 fl 40 kr. (Ingeborg Bogner:Die Liechtenst.Herrsch.S.66).

 

1795 laut Topographischen Landschematismus ist Hohenau im Besitz der Liechtensteiner. Diese haben die Ortsobrigkeit und die alleinige Grundherrschaft. (Ingeborg Bogner:Die Liecht.Herrsch.S.50).

 

1795 Nach dem Landschematismus übte die Liechtensteinische Herrschaft Rabensburg das Landgericht aus. (Ingeborg Bogner:Die Liechtenst.Herrsch.S.134,135).

 

1822 nach dem Topographischen Landschematismus besitzen die Liechtenstein die Ortsobrigkeit und die ausschließliche Grundobrigkeit. Zugehörig zur Herrschaft Rabensburg (Ingeborg Bogner:Die Liechtenst.Herrsch.S.55).

 

1822 Nach dem Landschematismus besass die Herrschaft Rabensburg das Landgericht. (Ingeborg Bogner-S.136).

 

 

Pferdezucht - Die Gestüte Eisgrub und Hohenau behaupteten eine führende Stellung in ganz Europa. (Feldmarschall Johannes, Fürst v.Liechtenstein, von Oskar Christe, Seite 160. In Ingeborg Bogner: Die Liechtenst.Herrsch.S.97).

 

 

 

1945 Zerstörungen, Gestüt und Ochsenhof abgebrannt. (Dehio 1990).

Ehem.Scharfrichterhaus - Bäckerstraße Nr.201. mit gewölbter Küche, 18.Jh.(Dehio 1990).

Forsthausgasse Nr.313 -Liechtensteinisches Forsthaus- in der 1.H.19.Jh.Zollamt. Um 1785 erb. (älterer Kern?), nach 1945 tw.erneuert. In der einspringenden NO-Ecke Fenster mit bar.Sandsteingewände, eines in der SW-Ecke, Raum dahinter kreuzgratgewölbt. (Dehio 1990).

Hauptstraße Nr.11 - Waldamt. Urk.1394 Haugenhof, 1638 Ankauf durch Maximilian 138 v.Liechtenstein, damals hier jüdische Schule untergebracht. Ab 1725 Sitz der Forstverwaltung und des Schüttkastenverwalters. Seit 1868 Wohnhaus, von 1868-1911 auch Gemeindeamt. (Dehio 1990).

Ca.1990 wurde das Gebäude an die Familie Pestalic (ehem.Liechtenst.Forstarbeiter) verkauft und renoviert. (Anmerkung Huysza).

Hauptstraße Nr.20 - Marktrichterhaus - Balkendecke bez. 1782. (Dehio 1990).

Hauptstraße Nr.56 - Judenhaus, 1663. Ab 1892 Neubau. (Dehio 1990).

Hauptstraße Nr.102- Fürstl. Jägerhaus, seit 1730. (Dehio 1990). Das Jägerhaus diente bis 1896 diesem Zweck und war lange Zeit das letzte Haus des Dorfes. Es wurde 1990/91 abgebrochen und im Museumsdorf Niedersulz originalgetreu wieder aufgestellt. (Einladung zur Eröffnung der Wohnhausanlage Hauptstraße 99- am 29.Sept.1994).

Hauptstraße Nr.440- Försterhaus - späthistoristisches Landhaus. (Dehio 1990).

Hauptstraße Nr.550- Forstdirektorsvilla, um 1920. Gegenüber des Hauses Alte Fasanerie. Eingeschoßiger Hakenhof, um 1800. (Dehio 1990).

Meierhofgasse, Nr.334- Liechtensteinischer Meierhof, Urk.1644 Schafflerhof. Anlage von Wirtschaftsgebäuden, 18. und 19.Jh. (Dehio 1990).

Kellerberg im NO des Ortes, Liechtensteinische Preßhäuser am Fuß des Kellerberges, in Putzfeldern bez.1776 (li), 1788 (re). (Dehio 1990).

 

 

ÖDMÜHLE : 1378 Besitzer Johann von Liechtenstein. 39 (Mühlen im Weinviertel.S.128).

 

Gerichtsfeld:

1457 „Drittes Feld“. Mit der Errichtung des Landgerichtes und der Aufstellung eines Galgens änderte sich der Flurname.

Der Name „Schibenize“ (Galgen) gegenüber der Abzweigung der Ringelsdorfer- von der Absdorfer Straße hat die Erinnerung daran bewahrt.

(Heimatbuch der Marktgemeinde Hohenau. 1966. Seite 105).

 

„Beim Russenhaus“. Hier stand zuerst das Haus ohne Eisen, das der Fürst auf der Pariser Weltausstellung 1873 gekauft hatte und später  im Rabensburger Revier aufstellen ließ.

(Heimatbuch der Marktgemeinde Hohenau. 1966. Seite 107).

 

 

FISCHERHÄUSL : Als die Herrschaft am Anfang des 17. Jahrhunderts drei Fischteiche anlegen ließ, erhielt jeder Teich auch ein Fischerhäusl für den Teichhüter. Für den „Großen“ oder „Unteren Teich“ wurde das Fischerhäusl Nr. 332 (zwischen Marchstraße und Föhrenhügel bzw. bei der Schleuse) erbaut; es war nach Auflassung der Teiche (um 1795)Wirtshaus und dann Wohnung des Wiesenhüters.

An das Fischerhäusl für den „Mittern Teich“ (im Urbar 1644 erwähnt) erinnert noch der Name „Fischerhäuslbreite“; es ist das Haus Nr. 328 gegenüber der Forstdirektion. Vor diesem Fischerhäusl stand das Försterhaus (Lischka), das 1945 abgebrannt ist. Unter dem Namen Fischerhäusl ist in Hohenau nur noch jenes bekannt, in dem der Teichhüter für den „Obern Teich“ (nördlicher Teil der Adamslustwiese zwischen Fischerhäusl und Rabensburger Wiesenkapelle) wohnte (Nr.360).

Betrachtet man den eigenartigen Bau, so drängt sich die Annahme auf, es könnte sich um eine Art Befestigungbau zur Grenzsicherung handeln. Wir erinnern uns, daß es in der Landesdefension aus dem Jahre 1644 heißt;“.... Die Redouten bei Hohenau und Rabensburg („Prasker“) sind ganz vernichtet, doch müssen sie wieder entstehen und noch zwei neue gebaut werden. Jede erhält einen viereckigen gemauerten Turm“.

1713 wurde das Bauwerk noch neu aufgebaut;

1880 wird es „Fürstliches Ruffer-Bauernhaus“ genannt, heute ist es unbewohnt und geht dem Verfall entgegen.

 (Anton Schultes- Heimatbuch Hohenau ergänzt von Robert Franz Zelesnik. Seite 421,422).

 

1929 Liechtensteinbesitz in der Gemeinde Hohenau:

    1,3710 ha Acker               Bon.3

    0,1658 ha Gärten

    0,0644 ha Bauarea

    1,6012 Ha Gesamtfläche

 

  10,6488 ha Acker               Bon.3-5

    0,1237 ha Wiesen

  10,7725 Ha Gesamtfläche

 

394,4074 ha Acker               Bon.2-5

453,4715 ha Wiesen

    1,7610 ha Gärten

    3,4371 ha Hutweide

  81,5526 ha Wald

    7,3176 ha Sümpfe, Teiche

    4,7208 ha Bauarea

    0,7257 ha unproduktive Fläche

    8,2224 ha  steuerfreie Fläche

955,6161 ha Gesamtfläche

 

    3,3240 ha Acker               Bon. 2-5

    8,5721 ha Wiesen

    0,0083 ha Gärten

    0,0054 ha Bauarea

  11,9098 ha Gesamtfläche

 

  15,6630 ha Acker               Bon. 3-4

    0,3676 ha Wiese                „          „

  16,0306 ha Gesamtfläche

(Inventur und Schätzung Wilfersdorf - Rabensburg 1929. Seite 22,23).

 

860,9347 ha Gesamtfläche = unter Oekonomieverwaltung (Seite 31,32).

 

Ziegelei in Hohenau ab 1928, ausser Betrieb, verfallend :

2,1740 ha Aecker

0,0514 ha Bauarea

2,2254 ha Gesamtfläche

(Inventur und Schätzung Wilfersdorf - Rabensburg 1929. Seite 39).

 

Beschreibung der Oekonomie- Gebäude:

Ziegelei in Regie in Hohenau, Gemeinde Hohenau, Nr.330, Parz.2264. -

I. Wohnhaus: bestehend aus Zimmer, Kabinett, Küche, verbaute Fläche 136 m², Gebäude baufällig, Bauart und   Eindeckung hart.

II. Stallgebäude: bestehend aus 2 Kammern, Bauart und Eindeckung hart, verbaute Fläche 45 m², baufällig.

III.Ziegelofen: gemauerten Feldziegelofen, Zustand  baufällig, verbaute Fläche 82 m².

                Trockenschopfen, Parz. 2263, Acker.        

                                               4 Trockenschopfen, Holzbaue mit harter Eindeckung, ebenfalls baufällig.

Diese Ziegelei ist ausser Betrieb und muss entweder gänzlich verfallen oder abgetragen werden.

 (Inventur und Schätzung Wilfersdorf - Rabensburg 1929. Seite 95).

 

Ziegelei in Hohenau ab 1928, ausser Betrieb, verfallend:

2.1740 ha Aecker

0.0514 ha Bauarea

2.2254 ha = Summe

(Inventur und Schätzung Wilfersdorf - Rabensburg 1929. Seite 39).

 

„Ziegelofen“, der erste herrschaftliche Ziegelofen, später Gemeindebesitz. Hier beginnen zwei Reihen Keller, die sich jenseits des Weges zum Kellerort erweitern.

Zwischen den zwei Kellerreihen liegt das „Adamsthal“, eine Schottergrube und altes Fruchtversteck der Bauern. Seit 1938 ist hier ein Brunnen.

1744 war hier die „Abdeckeray“ (Schindanger).

(Heimatbuch der Marktgemeinde Hohenau. 1966. Seite 105).

 

Oekonomie - Hofpachtungen :

Verpachtet an die Brüder Strakosch in Hohenau -

Hof Hohenau:

335,5778 ha Acker

  81,9560 ha Wiesen

    0,9526 ha Gärten

    1,2507 ha Hutweiden

    2,8270 ha Bauarea

    0,6216 ha unproduktive Fläche

    1,1461 ha  steuerfreie Fläche

424,3318 ha Gesamtfläche

(Inventur und Schätzung Wilfersdorf - Rabensburg 1929. Seite 46).

 

Fabrikspachtung (ewige Pachtung)

  9,3537 ha Acker

  0,9689 ha Wiesen

  0,0652 ha Gärten

  2,0768 ha Hutweiden

  0,0621 ha Bauarea

  0,1041 ha unproduktive Fläche

12,6308 ha Gesamtfläche

(Inventur und Schätzung Wilfersdorf - Rabensburg 1929. Seite 46).

 

„100 jährige Pachtung“- bzw. „Ewige Pachtung“ - Vorzeitige Beendigung ca.1938 wegen jüdischer Wurzeln der Familie Strakosch. Die Beamten auf den Pachthöfen waren besser bezahlt als die fürstlichen Beamten, daher gab es bei der Übernahme durch Liechtenstein viele Probleme bei den Gehaltsvorsellungen.(Aussage Dipl.Ing.Ernst Fiedler am 28.5.1999).

 

Die von der Hohenauer Zuckerfabrik gepachteten Meierhöfe Z.B.Nd.Absdorf, Rabensburg, Hohenau, Hauskirchen, Bernhardsthal -  wurden bei der Nationalsozialistischen Machtübernahme von der Deutschen Ansiedlungsgesellschaft übernommen (wegen jüdischen Wurzel der Familie Strakosch). Bei Kriegsende waren die Höfe unter „USIA“- Verwaltung.

Bei den Rückstellungsverfahren ca. ab 1946 konnten Bernhardsthal und Teile von Hauskirchen von Liechtenstein nicht mehr zurückgenommen werden. Der Besitz wurde an örtliche Landwirte abgegeben.

(Aussage Dipl.Ing.Ernst Fiedler am 28.5.1999).

 

 

Gestütthof

  16,3195 ha Acker

231,9144 ha Wiesen

    0,3148 ha Gärten

    0,1530 ha Sümpfe

    1,1940 ha Bauarea

    0,6262 ha steuerfreie Fläche

259,5219 ha Gesamtfläche

(Inventur und Schätzung Wilfersdorf - Rabensburg 1929. Seite 47).

 

Facihof

135,4876 ha Acker

    4,3429 ha Wiesen

    0,0770 ha Gärten

    0,5085 ha Hutweiden

    0,7603 ha Bauarea

    0,5663 ha unprod. Fläche

    1,9587 ha steuerfreie Fläche

143,7013 ha Gesamtfläche

(Inventur und Schätzung Wilfersdorf - Rabensburg 1929. Seite 47).

 

 

Beschreibung der Oekonomie- Gebäude:

 

Gestüthof und Ochsenhof, Gemeinde Hohenau

K.Nr. 2 und 3

a.) Ochsenhof , K.Nr. 2.

 

I. Neuer Schüttboden mit Verladerampe, B.P. 75/1. -

376 m² verbaute Fläche, Unterbau hart, zweistöckig, 4 Etagen, Tramdecken, Dachpappeeindeckung. Rampe aus Holz 24 m². Bauzustand gut.

 

II. Ochsenställe, B.P. 75/1 -

526 m² verbaute Fläche, Unterbau hart, 1 Futterkammer, Platz für 36 Stück Grossvieh, auf Traversen gewölbt, darüber Heuboden, Dachziegel gedeckt.

Schopfen: 154 m² verbaute Fläche, Unterbau gemischt, Holzdecke, gewöhnl. Dachziegel. Bauzustand schlecht.

 

III. Wohnungen darüber Schüttboden,  B.P. 75/1. -

234 m² verbaute Fläche, Unterbau hart, 5 Zimmer, 2 Kabinette, 3 Küchen, 4 Kammern, 1 Futterkammer, darüber Schüttboden mit 3 Etagen, Holzdecken, gewöhnl. Dachziegeln.

Rinderstall: 612 m² verbaute Fläche, hartem Unterbau, Platz für 84 Stück Grossvieh. Auf Traversen gewölbt,        darüber Schüttboden; Bauzustand mittel.

Kleinviehställe: 64 m² verbaute Fläche, Holzanbau, Flugdach, Dachpappeeindeckung.

Holzschopfen: 20 m² verbaute Fläche, Holzanbau, Dachfalzziegel.

Kartoffelkeller oberirdisch: 8 m² verbaute Fläche, harter Unterbau, ganz gewölbt.

Holzdoppelabort: 8 m².

Bauzustand schlecht bei sämtlichen Objekten.

(Inventur und Schätzung Wilfersdorf - Rabensburg 1929. Seite 84).

 

Ehemaliges Waldamt Hohenau Nr. 11, B.P.83,

derzeit an den Grosspächter mitverpachtet, landw. Betriebsgebäude.

 

I. Einstöckiger Gassentrakt. - 693 m² verbaute Fläche, Unterbau hart,

Parterre: 3 Zimmer, 3 Kabinette, 3 Küchen, 2 Kammern, gewölbt,

I. Stock: 7 Zimmer, 2 Kabinette, 5 Küchen, 2 Kammern, Stukkaturdecke.

Ziegeleindeckung, Bauzustand mittel.

 

II. Linker Seitentrakt, B.P. 83. - 591 m² verbaute Fläche, Unterbau hart, 12 Zimmer, 1 Kabinett, 10 Küchen, 3       Kammern, gewölbt, Eindeckung, Biberschwänze, Boden für Heu, Bauzustand mittel.

 

III. Rechter Seitentrakt, B.P. 83. - 463 m² verbaute Fläche, Unterbau hart, 8 Zimmer, 7 Küchen, 3 Kammern,

                gewölbt, gewöhnl. Dachziegel. Bauzustand mittel.

 

IV. Arbeiterwohnhaus. - 94 m² verbaute Fläche, Unterbau hart, 1 Zimmer, 1 Küche, 1 Kammer, 1 Vorhaus,

                Tramdecke, gewöhnl. Ziegel. Bauzustand mittel.

 

V. Arbeiterwohnhaus. - 186 m² verbaute Fläche, Unterbau hart, 4 Zimmer, 4 Küchen, Tramboden, gew.   Dachziegel, Bauzustand mittel.

 

VI. Schopfen. - 36 m² verbaute Fläche, Unterbau gemischt, Holzbau mit Flugdach, Falzziegeleindeckung.               Bauzustand mittel.

 

VII. Kleinviehställe. - 12 m² verbaute Fläche, Dachpappeeindeckung, Bauzustand schlecht.

 

VIII. Holzlagen. - 70 m² verbaute Fläche aus Holz. Dachpappedach, Flugdach, baufällig.

 

IX. 8 Aborte. - 19 m², aus Holz, Dachpappedach, baufällig.

 

Altes Jägerhaus im Ort K.Nr. 102, B.P. 272/1, jetzt Arbeiterwohnung.

190 m² verbaute Fläche, Unterbau hart, bestehend aus 3 Zimmer, 2 Kabinetten, 3 Küchen, Tramboden, teilweise stukkaturt, Eindeckung mit gew. Dachziegeln. Bauzustand mittel.

 

b). Hohenauer Gestüthof, K. Nr.3, B.P. 75/2. -

 

I. I.Stock Mittelbau, Knechtewohnungen links und rechts. -

554 m² verbaute Fläche, Unterbau hart,

Parterre: 14 Zimmer, 4 Kabinette, 1 Küche, 2 Kammern,

1. Stock: 1 Zimmer, 1 Kabinett, 2 Kammern, ebenerdig gewölbt, 1. Stock stukkaturt. Falzziegeleindeckung, Bauzustand mittel.

 

II. Rinderstall links und rechts, Dienerwohnhaus, B.P. 75/2. -

869 m² verbaute Fläche, Unterbau hart, Platz für 122 Stück Grossvieh, 2 Futterkammern, gewölbt, darüber Heuboden, gew. Ziegeldach.

869 m² verbaute Fläche, Unterbau hart, für 85 Stück Grossvieh, gewölbt, darüber Heuboden, Dachfalzziegeldach.

233 m² verbaute Fläche, Unterbau hart, 6 Zimmer, 1 Kabinett, 6 Küchen, 7 Kammern, gewölbt, Dachfalzziegeleindeckung, Bauzustand mittel.

 

III. Milchkühlraum und Wohnungen (2ter Mitteltrakt), B.P. 76. -

295 m² verbaute Fläche, Unterbau hart, ebenerdig, 4 Zimmer, 2 Kammern, Stukkaturdecke, gewöhnl. Dachziegel. Bauzustand mittel.

 

IV. Wohngebäude einstöckig (3ter Mitteltrakt), Schüttboden, B.P.75/2. -

561 m² verbaute Fläche, Unterbau hart,

Parterre: 2 Zimmer, 1 Kabinett, 2 Küchen, 1 Kammer,

1.Stock: 6 Zimmer, 4 Kabinette, 4 Küchen, 3 Kammern, 1 stöckig, darüber  2 Schüttbodenetagen, unten gewölbt, stukkaturt, Dachziegeleindeckung.

 

V. Stall und Magazin darüber Schüttboden,

596 m² verbaute Fläche, Unterbau hart, Stall für 26 Pferde, gewölbt, nebenan Magazin, darüber Schüttboden mit 3 Etagen.

596 m² verbaute Fläche, Unterbau hart, Stall für 27 Kühe, nebenan Magazin, darüber Schüttboden mit 3 Etagen. Eindeckung gewöhnl. Dachziegel, Bauzustand mittel.

 

VI. Motorhaus. - 35 m²  verbaute Fläche, Unterbau hart, Flugdach mit Eternit. Bauzustand gut.

 

VII. Wagenschopfen - 17 m² verbaute Fläche, Unterbau hart, Flugdach mit Dachziegel, Bauzustand mittel.

 

VIII. Geräteschopfen. - 100 m²  verbaute Fläche, Unterbau gemischt, Pultdach auf Eisenträgern,               Dachpappeeindeckung, Bauzustand mittel.

 

IX. Kleinviehstall. - 17 m² verbaute Fläche, Unterbau hart, Eindeckung mit gew. Ziegeln, Bauzustand mittel.

 

 

Gestütswiese in Hohenau, B.P. 3111/5. -

 

X. Fohlenschopfen. -

574 m² verbaute Fläche, Unterbau hart, Platz für 60 Stück Grossvieh, 1 Futterkammer, Holzdecke mit Unterschalung. Rohreindeckung, 1 Zimmer, 1 Kabinett, 1 Küche, Stukkaturdecke, Dachziegel, Bauzustand schlecht.

 

XI. Langer Schopfen, Wächterhaus, B.P. 3111/6. (Anm. Jungviehstall).

Schopfen 900 m² verbaute Fläche, für 60 Stück Grossvieh, 100 Schafe, 1 Geräteschopfen, Tramdecke, Schilfeindeckung, Bauzustand: baufällig.

Wächterhaus 57 m² verbaute Fläche, 1 Zimmer, 1 Kabinett, 1 Küche, 1 Keller, Tramdecke, Falzziegeldach. Bauzustand gut.

Abort 9 m² Bauzustand mittel.

 

XII. Drabenwohnhaus an der March, B.P. 3117,

79 m² verbaute Fläche, Unterbau hart, 1 Zimmer, 1 Kabinett, Küche, Kammer, stukkaturt, Falzziegeldach. Bauzustand mittel.

 

Beschreibung der Oekonomie- Gebäude:

Meierhof Rabensburg, Gemeinde Rabensburg -

 

XVI. Wächterhaus und Wirtschaftsgebäude auf Adamslust, B.P. 2648/4. - Hohenau.

69 m² Baufläche, Unterbau hart, bestehend aus 1 Zimmer, 1 Küche, 1 Kammer, Tramdecke, stehender Dachstuhl, gew. Dachziegel. Bauzustand gut.

 

XVII. Heuschopfen. B.P. 2648/3. Hohenau.

280 m² verbaute Fläche, Unterbau Holz, mit Schilf eingedeckt, Bauzustand mittel.

 

XVIII. Heuschopfen, B. Nr. 2648/5, Hohenau.

210 m² verbaute Fläche, aus Holz mit Schilf gedeckt, baufällig.

 

XIX. Heuschopfen, B.P. 2648/8, Hohenau.

409 m² verbaute Fläche aus Holz mit Schilf eingedeckt, Bauzustand mittel.

(Inventur und Schätzung Wilfersdorf - Rabensburg 1929. Seite 78 bis 81).

 

Gebäude für Zwecke der Forstverwaltung Hohenau in Niederösterreich, von Organen dieser Forstverwaltung bewohnt.

Gemeinde Hohenau:

1.) B.P. 2642/1, Forstverwaltungsgebäude in Hohenau H.Nr.396,

Wohn- und Kanzleigebäude sowie Wirtschaftsgebäude der Forstverwaltung.

Dieselben befinden sich, dem Alter angemessen, in gutem Zustande.

a) Hauptgebäude in Form eines Rechteckes mit der schmalen Seite, zugleich Front gegen Westen und gegen die Bezirksstrasse Hohenau-Rabensburg gekehrt. Dasselbe ist ein Parterrebau gemauert, mit Ziegeldach, in der nordwestlichen Ecke zu einem Fünftel unterkellert.

In dem Gebäude befinden sich 2 Kanzleiräume der Forstverwaltung, während der übrige Teil, bestehend aus 3 Zimmern und 1 Kabinett, Küche, Speis, Badezimmer und 2 Vorräume, vom Leiter der Forstverwaltung bewohnt ist. Zwei Wohnräume haben harten Fussboden, während die übrigen weiche Böden haben. Die 2 Vorräume, das Klosett und das Badezimmer sind steingepflastert. In die Kanzleien führt ein separater Eingang und eine Verbindungstür zur Wohnung. In die Wohnung selbst führen 2 Eingänge.

Vom Nordeingang gelangt man in den ersten Vorraum. Von diesem führt ein Verbindungsgang in die Kanzleien. Von diesem Gang gelangt man ins Klosett und in den Bodenraum. Vom Vorraum führt eine Tür in die gegen Norden gelegene Küche und eine Tür in die gegen Osten gelegene Wohnräume, welche sowohl mit der Küche als auch untereinander durch Türen verbunden sind. Im Vorhaus liegt auch der Eingang in den Keller.

Vom zweiten Vorraum - an der Ostseite gelegen - gelangt man gegen Norden in ein Kabinett, gegen Süden in die anderen Wohnräume.

 

b) Das Wirtschaftsgebäude ist ein älteres Gebäude, aus hartem Material mit Ziegeln gedeckt, enthaltend eine Kutscherwohnung, bestehend aus Zimmer, Küche und Vorhaus; die zwei Wohnräume haben weichen Fußboden, das Vorhaus ist mit Ziegel gepflastert. Weiters Pferdestall für 4 Stück Pferde, Kuhstall für 4 Stück Grossvieh, Futterkammer, 1 Holzlage, Waschküche und Speis. Die Mitte des Gebäudes ist unterkellert. In den Keller gelangt man von der Futterkammer aus durch eine Falltüre. Beim Wirtschaftsgebäude befinden sich ferner nach ostseitig im Hofraum gelegen 1 Schweinestall für 4 mittelgroße Schweine, 1 Hühnerstall und 1 Holzschupfen, alles aus hartem Material gemauert und hart gedeckt. Dann ein offener Wagenschopfen aus Holz mit Rohreindeckung.

 

c) Die Scheuer, vom Wirtschaftsgebäude ca. 20 m gegen Norden entfernt, ist ein Holzbau mit Ziegeleindeckung. Das Wirtschaftsgebäude ist bedeutend älter als das Wohngebäude und mittels einer 2 m hohen Mauer abgefriedet. Die beschriebenen Wirtschaftsgebäude und Kutscherwohnung wurden aus dem alten, ursprünglichen Forsthause geschaffen, das infolge seines Alters und der schlechten Baubeschaffenheit nicht mehr bewohnbar war.

 

2.) B.P.3120/3. Das Hegerhaus beim Stationsdepot im Orte Hohenau - H.Nr. 485,

ist die Dienstwohnung für einen Waldheger im Revier Ringelsdorf und befindet sich in gutem Bauzustand.

Dieses Objekt besteht aus:

a) Wohngebäude, Parterrebau in Form eines Quadrates, gemauert, mit Ziegeln gedeckt, unterkellert, enthaltend Loggia, Vorhaus 1 Zimmer, 1 Kabinett, 1 Küche, 1 Speiskammer, 1 Klosett. In den Keller gelangt man durch einen hofseitig gelegenen Eingang.

b) Das Wirtschaftsgebäude ist ca. 20 m vom Wohngebäude entfernt, hart gebaut und gedeckt und enthält 1 Kuhstall für 2 Stück Rindvieh, 1 Futterkammer zugleich Waschküche und 1 Scheuer.

c) Ca. 10 m östlich vom Wirtschaftsgebäude liegt der Schweinestall; dieser ist gemauert, ziegelgedeckt und zur Haltung von 2 Stück Mittelschweine ausreichend; unter der Dacheindeckung ist der Hühnerstall untergebracht.

 

Gemeinde Ringelsdorf :

3.) B.P.1877/2. Hegerhaus an der March, H.Nr. 257, liegt an der Bezirksstraße Hohenau - St.Johann, ist einem Waldheger des Revieres Ringelsdorf als Dienstwohnung zugewiesen und befindet sich in gutem Bauzustand.

a) Das Wohngebäude, ein Parterrebau, hat die Form eines Quadrates, ist gemauert, mit Ziegeln gedeckt, zum Teil unterkellert, enthaltend: Loggia, Vorhaus, Zimmer, Kabinett, Küche, Speis, Klosett. Hofseitig gelangt man in den Keller.

b) Das Wirtschaftsgebäude befindet sich im Hof, vom Wohngebäude ca. 20 m entfernt und enthält einen Kuhstall für 2 Stück Rindvieh, 1 Futterkammer und die Scheuer; dieses Objekt ist gleichfalls hart gebaut und mit Ziegeld gedeckt.

c) Der Kleinviehstall ist hart gemauert, liegt unmittelbar westlich vom Wirtschaftsgebäude und dient zur Haltung von 2 mittelgroßen Schweinen. Anschließend steht ein Holzschopfen aus Holz ohne Wandverschalung, mit Ziegeln gedeckt.

(Inventur und Schätzung Wilfersdorf-Rabensburg 1929. Seite 279 bis 281).

 

B.) Gebäude, welche infolge der durch den Friedensvertrag von St. Germain geänderten Staatsgrenzen aus dem Besitzstand des fürstlichen Forstamtes Lundenburg (tschechoslovakische Pepublik) in den Besitzstand der fürstlichen Forstverwaltung Hohenau in Österreich übernommen wurden (da auf österr. fürstlichem Fideikommissboden stehend), jedoch derzeit bezw. weiterhin ohne Zahlung eines Mietzinses von Beamten und Angestellten des Forstamtes Lundenburg bewohnt werden, also Zwecken des Forstamtes Lundenburg in der Tschechoslovakei dienen, welchem auch die Bauerhaltung obliegt.

Gemeinde Hohenau:

7.) B.P.3090/2. Hegerhaus in Hohenau Nr.331,

einschichtig ca. 1 km nordöstlich vom Orte gelegen, ist ein älteres Gebäude in ziemlich gutem Bauzustande und als Dienstwohnung einem Heger zugewiesen.

a) Wohngebäude, Parterrebau in Form eines Rechteckes, hart gebaut und ziegelgedeckt. Es besteht aus einem kl. Vorraum, Küche, 2 Zimmer, Kammer; anschließend 1 Kuhstall für 3 Stück Grossvieh.

b) An der Südseite befindet sich ein gemauerter Keller für ca. 60 q Kartoffeln und ca. 10 m vom Keller ein hölzerner Schweinestall, mit Dachpappe gedeckt für 4 Stück mittelgroße Schweine.

c) Ein Schopfen  zur Aufbewahrung von Brennholz steht neben dem Kuhstall, ist aus Holz erbaut und mit Ziegeln gedeckt.

 

8.) B.P. 3090/1. Materialschupfen,

ca. 80 Schritte nördlich vom Hegerhaus Nr.331 gelegen, ist ein Holzbau mit Rohreindeckung und dient zur Aufbewahrung von Wildheu und diversen Geräten.

Dieser Schupfen ist dem Forstamte in Lundenburg zur Benützung und Instandhaltung zugewiesen. Es ist dies ein alter Bau und stark reparatursbedürftig.

 

9.) B.P. 2639/2. Hegerhaus in Hohenau H.Nr.440,

liegt westlich der Bezirksstraße in Hohenau-Rabensburg, ½ km vom Orte Hohenau entfernt, befindet sich in ziemlich gutem Bauzustande und dient als Dienstwohnung für einen csl. Waldheger.

a) Wohngebäude, Parterrebau, in der Form eines Quadrates, hart gebaut und ziegelgedeckt.

Das Gebäude besteht aus einem Vorhaus, Küche, Zimmer, Kabinett, Speis, Klosett.

Vom Vorhaus führt eine Tür zum Boden. Der Aufgang besteht aus Steinstiegen. Das Wohngebäude ist teilweise unterkellert.

b) Das Wirtschaftsgebäude  ist westlich vom Wohngebäude gelegen, hart gebaut und ziegelgedeckt.

Es besteht aus der Scheuer, dem Kuhstall für 2 Stück Grossvieh und einer Futterkammer.

c) im Hofraum befindet sich ein hart gebauter, ziegelgedeckter Schweinestall für 4 Stück mittelgrosse Schweine und ein Holzschopfen, aus Holz erbaut und mit Dachpappe gedeckt.

(Inventur und Schätzung Wilfersdorf-Rabensburg 1929. Seite 284, 285).

 

 

Offert aus einem „entsorgten“ Ordner der Gutsdirektion

  1. Juni 1961- Fa. Otto Flor für Freileitung und Installation für das

Haus bei der Marchschleuse – vorgesehen für Traktorführer Fischer Wenzl).

z.B. 140 m Blankkupfer 6 mm².

Gesamtsumme S 3.288,-

 

 

 

 

 

 

ZUCKERGEWINNUNG

Um 1800 entstanden Ahornalleen auf den Gütern von Feldsberg und Rabensburg. Eine Anweisung, wie man Ahornbäume zur Zuckerbereitung verwendet, lautet wörtlich : „Gegen den Frühling werden die Bäume von beträchtlicher Stärke angebohrt und in die Löcher Röhren gebracht, aus welchen der Saft in untergesetzte Gefässe häufig läuft“. (L.A.Herrschaften in genere 2, H 135). Die Fabrik befand sich in Eisgrub. Während der Kontinentalsperre herrschte dort Hochbetrieb, nach dem Jahre 1814 aber kam die Fabrik wieder zum Stillstand. (Ingeborg Bogner:Die Liechtenst.Herrsch.S.104).

 

Zuckerfabrik : Am 1.Oktober 1867 Geburtsstunde, Kaufvertrag vom 20.März 1868 wurden von der Fürstl.Gutsverwaltung Rabensburg die benötigten Grundstücke erworben. (Festschrift 125 Jahre Zuckerfabrik Hohenau S.8).

 

Das Vogelparadies - Direktor  DI Hans-Jörg Damm von der Stiftung Fürst Liechtenstein und Mag. Raimund Schlederer unterschrieben den Vertrag über die 10jährige Verpachtung der ehemaligen Anlandebecken der Zuckerfabrik Hohenau an den Distelverein.

Das 38 ha große Gelände hat sich in den letzten Jahren zu einem bedeutenden Standort für Wat- und Wasservögel entwickelt, die die Schlammflächen nutzen.

(„Die Neue NÖN-Woche 34 1997-Seite 5).

 

Fazihof : Niederabsdorf kam 1570 an die Familie Fazi. Wie im Archiv des Finanzministeriums zu ersehen ist, erbaute ein Mitglied dieser Familie, nämlich Adolf Ferdinand Fazi, um etwa 1600 den Hof, damit die etwas entlegenen Felder leichter bewirtschaftet werden könnten. Diese Felder gehörten  nämlich zu dem untergegangenen Ort Chundorf und waren seit dem 12. Jahrhundert im Besitz der Herrschaft Nieder- Absdorf.

Obwohl Nieder- Absdorf erst 1690 an die Liechtensteiner kam, sollen sie

den Fazihof schon 1627 erworben haben. Der Hof wurde seitdem immer von Hohenau aus bewirtschaftet.

Am 19. Juni 1655 brannte er vollständig nieder, und es gingen dabei 14 Kühe zugrunde, wie wir aus den Wilfersdorfer Herrschaftsakten erfahren.

1705 äscherten ihn die Kuruzzen ein, und

1755 ist dort eine Käsmacherei.

1939 erwarb den Hof die Deutsche Ansiedlungsgesellschaft, und 1945 wurde er im Verlauf der Kriegshandlungen z.T. zerstört, als deutsches Eigentum beschlagnahmt und dem Gutspächter überlassen.

Erst 1955 kam er wieder in Liechtensteinischen Besitz. (Anton Schultes- Heimatbuch Hohenau ergänzt von Robert Franz Zelesnik. Seite 421).

 

Beschreibung der Oekonomie- Gebäude

Facihof  Gemeinde Ringelsdorf, Nr.292. B.P. 1318.

 

I. Wohnhaus, Arbeiterwohnhaus.

172 m² und 96 m² verbaute Fläche, Unterbau hart.

Parterre: 2 Zimmer, 2 Küchen, 1 Kammer, Milchkammer, Waschküche, 3 Küchen.

1.Stock: 5 Zimmer, 1 Küche, 3 Kammern, 1 Kabinett. Stukkaturdecke, Eindeckung mit Falzziegel, Bauzustand schlecht.

 

II. Rinderstall. - 335 m² verbaute Fläche, Unterbau hart, 1 Kammer, 1 Futterkammer, Platz für 40 Stück Grossvieh, ohne Zwischendecke, Rohreindeckung auf Holzunterschalung, Bauzustand schlecht.

 

III. Rinderstall. 710 m² verbaute Fläche, Unterbau hart, Platz für 105 Stück Grossvieh, 1 Futterkammer, ohne Zwischendecke, Rohreindeckung auf Holzunterschalung. Bauzustand schlecht.

 

IV. Schweinestall. - 9 m², Unterbau hart, Ziegeleindeckung.

     Kleinviehstall. - 35 m², Unterbau hart, Dachpappedach.

 

V. Scheuer. - 788 m² verbaute Fläche, Unterbau hart, Eindeckung mit gewöhnl. Dachziegeln.

ad IV und V: Bauzustand mittel.

(Inventur und Schätzung Wilfersdorf - Rabensburg 1929. Seite 88 bis 89).

 

 

 

Sommerhof

Auf der Gestütswiese steht nördlich des Fohlenhofes ein derzeit leerstehendes Wirtschaftsgebäude, das schon 1714 als Sommerhof genannt  wird und später als Jungviehhof verwendet wurde. (Heimatbuch der Marktgemeinde Hohenau v. Anton Schultes/Robert Franz Zelesnik 1966. Seite 430).

........; außer dem Ort sind etliche solide Schüttböden (Stadel ?) und der solid gebaute Sommerhof (auf der Gestütswiese) und ein viertl Stund unterhalb am Wald und am Wege der Fazihof und am Abhang am Weg nach Hausbrunn die Ziegelhütte.“ (Heimatbuch der Marktgemeinde Hohenau v. Anton Schultes/Robert Franz Zelesnik 1966. Seite 467- „Den ersten Bericht über den Ort von einem Augenzeugen haben wir aus dem Jahre 1714 („Description zur Kriegskarte“ im Kriegsarchiv).

Am 5. November 1998 wurde die Karte „Josephinische Landesaufnahme 1763-1781von Hans Huysza im Kriegsarchiv eingesehen. Westlich des heutigen Bahnhofes (zwischen Bahn und Bernsteinstraße) ist der Somer Hof eingezeichnet!. ( KA, Kartensammlung, Signatur B IX a 242 Sektion 71, Blatt 34. Original, Aquarellierte Federzeichnung).

 

Beschreibung der Oekonomie- Gebäude:

 

Neuhof - Gemeinde Hohenau, Nr. 334.

 

I. Beamtenwohnhaus, B.P.496.

250 m² verbaute Fläche, Unterbau hart, Gebäude einstöckig, bestehend aus 6 Zimmer, 5 Kabinetten, 2 Küchen, 3 Kammern, 2 Keller, Stukkaturdecke, gewöhnl. Dachziegeldach, Bauzustand gut.

 

II. Rinderstall, B.P. 496. -

609 m² verbaute Fläche, Unterbau hart, Platz für 54 Stück Grossvieh, 1 Kammer, Futterkammer, auf Traversen eingewölbt, Dach aus Press- Kies, Bauzustand mittel.

 

III. Arbeiterküche. - 59 m² verbaute Fläche, Unterbau hart, 1 Küche, 2 Kammern, Tramboden stukkaturt, Eindeckung gewöhnl. Dachziegel. Bauzustand mittel.

 

IV. Kutscherwohnung samt Kleinviehstallung, B.P. 496.

100 m²  verbaute Fläche, Unterbau hart, bestehend aus 1 Zimmer, 1 Küche, 1 Kammer, Stukkaturdecke, gew. Dachziegel. Bauzustand mittel.

 

V. Scheuer mit Stall, Wagenschopfen und Geräteschopfen. -

852 m² verbaute Fläche, Unterbau hart, teilw. weich (Schopfen), Pferdestall für 6 Stück Grossvieh, auf Traversen gewölbt. Scheuer 3 Tennen, keine Zwischendecke, Eindeckung gew. Dachziegel. 1 Kammer, 2 Wagenschupfen, 2 Geräteschopfen, keine Zwischendecke, Dachpappeeindeckung. Bauzustand gut.

 

VI. Scheuer mit Werkstatt, Maschinen-, Wagenschupfen mit angebautem Geräteschupfen, B.P. 496. -

1590 m² verbaute Fläche, Unterbau hart, Schopfen gemischt und Geräteschopfen aus Holz. 7 Kammern, Werkstatt stukkaturt, Scheuer ohne Zwischendecke, Maschinen- und Wagenschupfen eingebaut. Strangfalzziegel. Angebaut Geräteschopfen mit Eterniteindeckung. Bauzustand gut.

 

VII. Geräteschopfen mit Schlosserei und Wagnerei, B.P. 496,

345 m² verbaute Fläche, hartem Unterbau, 7 Kammern, Tramdecke, gewöhnl. Dachziegeln. Bauzustand schlecht.

 

VIII. Schafferwohnung, B.P. 496. -

76 m² verbaute Fläche, Unterbau hart, bestehend aus 1 Zimmer, 1 Kabinett, 1 Küche, Stukkaturdecke, Ziegeldach. Bauzustand mittel.

 

IX. Holzlagen, Kuhstall Kammer und Kleinviehstall, B.P. 496

Objekt: Obec
Stát: Rakousko
Země/kraj: Dolní Rakousko

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