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Hinterbrühl

HINTERBRÜHL (Marktgde.)

Die Hinterbrühl, w von Mödling am Mödlingsbach gelegen, ist altes Siedlungsge­biet: Eine urgeschichtliche Siedlung läßt sich am Hinterbrühler Schwarzkogel nach­weisen. Als bewaldete Niederung unterhalb der Burg Mödling ist die Hinterbrühl dann wieder im 12. Jh. erwähnt: Um 1182 wird ein Gerungus de prule als Ministeriale des Herren v. Mödling genannt, 1196 ist von einem Chunradus de pruhle als Zeuge die Rede, 1216 werden 2 Weingärten „in Pruele“ erwähnt. Seit dem MA. sind in Hinterbrühl vor allem 2 Grundherrschaften anzutreffen: das Stift Heiligenkreuz und die Familie Liechtenstein; so heißt es z. B. im Bereitungsbuch von 1590/91: Der Hin­dter Priel gehört in die herrschaft Liechtenstain so die herrn von Hoff kirchen innen ha­ben. Beträchtliche Schäden richteten die Türken 1529 und 1683 auch in Hinterbrühl an: So gab es 1683 neben nur 3 besiedelten Häusern 13 menschenleere.

Als A. d. 19. Jh.s Fst. Johann 1. v. u. z. Liechtenstein sowohl die Hft. Liechtenstein/ Mödling als auch Sparbach/Johannstein erwarb und die ganze Gegend im Sinne der Romantik in einen Naturpark mit Türmen, Tempelchen und künstlichen Ruinen ausgestalten ließ, wurden auch auf den Hügeln n und s von Hinterbrühl einige Bau­ten dieser Art errichtet.

Am bekanntesten ist wohl der Husarentempel knapp unter dem Gipfel des Kleinen Anninger in 484 m Höhe.

Auch der Gipfel des Kleinen Anninger erhielt mit dem Phönixberg, auch Das zerstör­te Troja genannt, eine künstliche Ruine.

Auf dem Halterkogel n der Hinterbrühl entstand die Römerwand, auf dem Hunds­kogel ein Rundtempel.

 

HAUSBERGANLAGE „GRILLENBUHEL“. Sitz der Herren von Brühl?

Nach A. Weiss lag im NO des Ortes, entlang der Johannesstraße, auf dem sog. „Gril­lenbühel“ eine Hausberganlage des 11. und 12. Jh.s. Der Zugang erfolgte von 0 (Fürstenweg), die Anlage bestand aus Gräben, Vorburgen und Hauptwerk.

Ein verflachter Wall begleitet hier, innerhalb der Umzäunung, die jetzige Straße bis zum Ende des flachen Sattels, wo das Gelände dann abzufallen beginnt (ca. 60 m). Wall und dahinter liegender Graben entstanden durch steiles Abgraben der Vor­burgterrasse, die hier etwa 2 m über Niveau liegt. Ursprünglich mit Palisadenzäunen besetzt, eine doppelte Wehrlinie.

Die gesamte Hausberganlage liegt in einer Parzelle, die auch die äußeren Grenzen des Burgbereiches noch angibt. Das Werk ist 290 m lang und 110 m breit (Haupt­werk 130X4Om). Die Vorburg. jetzt Wiese, steigt leicht an und hat ausgeprägte Kanten mit Steilhän­gen bis zu 5 m Höhe im w Teil. Am Ende (nach ca. 120 m), vor der Weggabelung und dem Hauptwerk rechts (auf dem jetzt ein neues Haus steht), muß sich ein tiefer Halsgraben befunden haben, der jetzt völlig aufgefüllt ist. Seine Seitenansatze kann man nur mehr schwer erkennen, doch hilft hier auch eine Parzellengrenzenecke.

Aus der ehemaligen Hügelkuppe sind im Hochburgbereich Terrassen und Wälle her­ausgearbeitet und auch aufgeschüttet. Im N liegt das Hauptwerk (ca. 50X25 m) mit anschließendem breiten Wall, die eine davor liegende, tiefere, große Terrasse gegen die etwas flacheren N-Hänge abschirmen (Wohnbauten).

Hier ist noch eine abfallende Vorburg vorgelagert, deren Kanten aber sehr verschlif­fen und schwer bestimmbar sind.

Im S läuft von der äußersten Ecke der Burg ein Steinwall gegen Tal, der die s Vorburg gegen den w Steilhang begrenzt. Hier ist das Hang in kleineren Terrassen abge­arbeitet. Der Burgbereich reicht tief hinunter und endet an den Parzellengrenzen mit einer Kante und einer steilen Böschung (Straßennähe!).

Die beiden Häuser auf der großen Terrasse wurden etwa M. 9. Jh.s gebaut, durch den Fst. Liechtenstein, dem dieser Besitz zu dieser Zeit auch gehörte. Möglicherweise wurden damals ältere Gebäude überbaut, denn in den Kellerräumen finden sich noch Steinmauern, die nicht als Fundamentmauern nötig waren.

Ein Brunnen auf dem Hauptwerk soll im 19. Jh. gegraben worden sein (A. Weiss).

 

( Burgen u. Schlösser in NÖ, zwischen Mödling, Purkersdorf u. Klosterneuburg, 2. Aufl.1988, Seite 34 bis 36).

 

.....Vorder- und Hinterbrühlerhielten ihre Namen nach dem sumpfigen Augelände am Mödlingbach, ein „Zusammenhang mit der Burganlage“ ist insofern problematisch, als die ca. 40 behausten Untertanen der beiden Dörfer den Herrschaften Mödling, Heiligenkreuz und Liechtenstein unterstanden.

Das von Bader zitierte Weistum gilt nicht für sämtliche Bewohner der Brühl, sondern nur für die Liechtensteinschen Untertanen daselbst.

(Unsere Heimat – Jg.45-Heft 3-1974-Seite 192-Buchbesprechung zu Karl Siegfried Bader-Rechtsformen und Schichten der Liegenschaftsnutzung im mittelalterlichen Dorf).

 

Patronatsablöse Hinterbrühl betreffende Schreiben im Archiv Museum Wilfersdorf.

Ablöse laut rechtsgültiges Übereinkommen vom Jahre 1966. Übergabe des Patronates an das Land NÖ, vom Land an die NEWAG. (Übereink. V. 13.12.1963)...

Patronatsobjekte Kirche und Pfarrhof  Hinterbrühl.

Als Entschädigung wurde vereinbart, dass das Bundesland NÖ von S.D. Fürst Liechtenstein Grundstücke im Ausmass von 11.88.51 ha, gelegen in der KG Hinterbrühl und Giesshübl, zu erhalten habe.

Autor: Hans Huysza

 

Objekt: Obec
Stát: Rakousko
Země/kraj: Dolní Rakousko

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