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Geroltsdorf

Geresdorf :  (1287 Geroltsdorf = Dorf des Gerold).

Lage : Zwischen Rabensburg und Bernhardsthal an der Thaya.

Vermutliche Hauptursache der Verödung : Thayaüberschwemmungen.

Die Zeit der Verödung : Um 1400; wahrscheinlich fand ein Wiederbesiedlungsversuch durch Kroaten statt, dem aber schon vor 1570 in der Zeit der Türkenkriege die endgültige Verödung gefolgt sein dürfte.

(Robert Franz Zelesnik :Heimatbuch des Verwaltungsbezirkes Mistelbach. Band II, Seite 71,72).

 

Hausberg „Königsberg“

 

Geroldsdorf ist eine Wüstung n.Rabensburg und längst in dessen Gemeindebezirk einbezogen.

Ein 2fach umwallter Kegelsturz neben einem alten mit Gewölben ausgestatteten Liechtensteiner Forsthaus -

trug - wie R.Zelesnik feststellen konnte - den auffallenden Namen „Königsberg“. Das Erdwerk liegt 1800 m n. der Schlosses Rabensburg. Die Plattform des 4,5 m hohen Kegelstumpfes hat einen Durchmesser von 15 m. Der äußere Wall ist wesentlich schwächer als der innere. Die Anlage richtet sich gegen O, wo das Gelände steil zu einem alten Thayaarm abstürzt. 1885 wurde die w. Hälfte der Wallringe abgetragen. Das Werk heißt 1570 „ ödes Schloß“, in dem Franziscäischen Kataster 1821 „Königsberg“. (Burgen u.Schlösser in NÖ. Birken-Verlag).

 

Erstmals genannt 1287

1294, 1303 die Kuenringer hatten hier Besitz

1294 Verkauf von Besitz an Otto II.v.Hagenberg.

1363, 1375 Familienmitglieder die sich nach Geroldsdorf nennen. (Vermutlich Gefolgsmann der Zelking).

1389 bereits der Liechtenstein

1489 Über Balthasar von Kuenring dürfte auch deren Besitz an die Liechtenstein gekommen sein.

1570 ist in einem Teilungsvertrag unter Mitgliedern des Hauses Liechtenstein das „öde Schloß“ genannt. Fortan behielten die Liechtenstein das Erdwerk mit dem Burgstall. (Burgen u.Schlösser in NÖ. Birken-Verlag).

 

1411 Am 15.Dezember erfolgte in Wien durch Herzog Albrecht V. eine Belehnung von vier Liechtensteinischen Vettern, Heinrich, Hartneid, Johann und Ulrich,  mit dem halben Haus zu Hagenberg, mit dem halben Haus zu Gnadendorf und verschiedenartigem Besitz in Drösing, Katzelsdorf (oder Ketzelsdorf), Altruppersdorf, Schrettenberg, Pottendorf bei Feldsberg, wie ausdrücklich angegeben wird, Heumad, Rabensburg, Geresdorf, Paltramsdorf, Dobermannsdorf, Mistelbach, Oberhüttendorf, Liechtenwarth und „Asparen bei Stadelaw“....(Bretholz-Urbar 1414-Seite CII).

 

1414 Urbar - Item die mul ze Geresdarff dint auch gen Lunttenburig zw s.Jorigentag 32 den. und zw s.Michelstag 32 den. (Bretholz - Urbar:Seite 141).

 

Die Herrschaft Lundenburg 1414.......Auch die vielen anderen Dienstobjekte sind zum Teil schwer belastet : eine Mühle je 2 Schock Groschen zu St.Georg und St.Michael;

die 3 Mühlen zu Hohenau, Rabensburg und Geresdorf je 32 Den. zu denselben Tagen;....(Bretholz.Urbar 1414.S.LIII).

 

Die Kroaten waren Flüchtlinge aus ihrer von den Türken besetzten und bedrückten Heimat.

Sie wurden von den Herrschaften gern angesiedelt, da ja die deutschen Dörfer nach den Ungarnkriegen zum Teil öde lagen. So entstanden im 16. Jahrhundert von der Mur bis an die Thaya entlang der gefährdeten Grenze fast 200 kroatische Siedlungen.

1539 wird Themenau als „Unter Krabatten“ bezeichnet,

1543 zählt es 18 kroatische Familien, Ober-Themenau 34.

Vor 1570 wurden Kroaten in Rabensburg angesiedelt. In dem Teilungsvertrag Georg Hartmanns II. 130 von Liechtenstein 1570 wird nämlich das Geresdorfer Feld als „Krobatenfeld“ bezeichnet, was bedeutet, daß die angesiedelten Kroaten mit dem Grund und Boden der verödeten Ortschaft Geresdorf nördlich von Rabensburg beteilt wurden.

1560 sind Kroaten in Eckartsau, Kopfstetten, Pframa, Wagram usw., etwas später auch in Hohenau, Waltersdorf und Sierndorf.

Bei dem Tartareneinfall 1604 gingen nach einem Verzeichnis des Liechtensteinarchivs viele der Neusiedler zugrunde, den Dreißigjährigen Krieg überlebten wenige Familien. Sie gingen im vordringenden Slowakentum auf.

 

Bezeichnung von Gerersdorf auch „Garntal“.

 

 

Quellen : Burgen und Schlösser in NÖ. Birken - Verlag. „Vom Marchfeld bis Falkenstein“. Seite 150.

               Robert Franz Zelesnik :Heimatbuch des Verwaltungsbezirkes Mistelbach. Band II, Seite 71,72.

 

 

Autor: Hans Huysza

Objekt: Obec
Stát: Rakousko
Země/kraj: Dolní Rakousko

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