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Ernstbrunn

www.ernstbrunn.gv.at/

Künstlerisch und historisch wertvoll ist der vor dem Schloß aufgestellte, aus dem Schloß Michelstetten stammenden Brunnen mit dem Stammbaum der Sinzendorf, datiert 1673 - 1677; Herkules als bekrönende Mittelfigur. ( Burgen und Schlösser in NÖ- „Von Bisamberg bis Laa/ Thaya. S 60).

 

JUDITH  von Liechtenstein

(Stammtafelnummer 136)

Schwester der Brüder Karl, Maximilian und Gundaker von Liechtenstein.

geb. 18. April 1575,

vermählt 1595 (Heiratsabrede vom 15. Oktober) mit Hans Joachim von Zinzendorf,

gest. 3. März 1621.

 (Gustav Wilhelm - Stammtafel des Fürstlichen Hauses Liechtenstein, XIII-10).

 

 

.......Daß hier eine Generation, nämlich die Alexanders, des Vaters Hans Joachims, ausgelassen wurde, erschien wie bereits erwähnt, auch dem Familienchronisten Karl Zinzendorf als erwähnenswerte Zäsur.

Der ältere Mann mit hohem Hut aus der Zeit um 1600 und breiter Halskrause, die wohl über einen Brustharnisch ragt, blickt fast frontal aus dem Bild heraus.

In der Kartusche ist zu lesen : „ Dominus et possessor in <...> Freydeck, Freystein, Wasserburg, Carlstetten, Lunz. Truch. uor <...> Caroli princip. de stein, soror sui. Anno 1626“.

Calin überliefert: „ Johannes Joachimus, Dynasta a Zinzendorff et Pottendorf in Carlsbach, suprem. haered. in inferiori Austria venationis praefectus, obiit 29. Januar 1626. Uxor Juditha, Caroli Principis de Lichtenstein, soror. (Doza, HS 188, fol.27 r = Deutsch-Ordens-Zentralarchiv, Abteilung Ritter 460, Fasz.III, Inventarium Wasserburg.)

Hans Joachim war der Stifter der sogenannten Karlsbachschen Linie der Familie Zinzendorf, der im folgenden auch Graf Ludwig entsproß.

Er nannte sich als erster „Herr von Zinzendorf und von Pottendorf“, was alle seine Nachkommen beibehielten, während sich die andere, von Johann IV., seinem Großvater, abstammende Pottendorfsche Linie, nämlich Hans Joachims Onkel Hannibal und dessen Sohn Georg Wilhelm, entweder „zu“ oder „auf Pottendorf“ nannten.

Seit 1612 gelang es dem der Augsburger Konfession Angehörenden, seine Besitzungen größtenteils durch Kauf, unter anderen von Karlsbach und Waasen, Freideck und Schöneck und weiteren im Alpenvorland nahe Amstetten gelegenen Besitzungen zu mehren, was seine Einkünfte maßgeblich steigerte.

1616 erbte er von seinem Verwandten Georg Christoph die von diesem zum Familienfideikommiß gemachten Herrschaften Wasserburg, Karlstetten, Toppel und Lunz.

Hans Joachim zeichnete sich nicht nur durch Tüchtigkeit, sondern auch durch ein besonders ausgeprägtes Standesbewußtsein aus.

Er hatte sich 1595 mit Judith von Liechtenstein aus der Nikolsburger Linie dieses Hauses vermählt, deren Familie neben den Zinzendorf als älteste niederösterreichische Herrenstandsfamilie galt.

Diese Tatsache zählte für den Bräutigam wohl mehr als die Mitgift von „nur 30.000 Gulden“, wie er denn auch sagte, er wollte lieber mit einer armen Gemahlin aus dem Herrenstande Wasser und Brot essen, als sich außer seinem Stande zu verehelichen, um Vermögen zu erhalten.

Hans Joachims Schwager, Karl von Liechtenstein, stieg 1621 zum ersten Fürsten dieses Geschlechts auf. Hans Joachim selbst war seit 1605 Senior familiae der Zinzendorf.

Wie sehr sich dieser Mann sowohl seines Reichtums, als auch seiner Herrenstandswürde bewußt war, bestätigt sein 1621, unmittelbar nach dem Tod seiner Gemahlin abgefaßtes fünfzig Blätter umfassendes Testament. In diesem errichtete er aus den von ihm erworbenen und ererbten Besitzungen ein beständiges Familienfideikommiß. Der gesamte Grundbesitz sollte unteilbar sein und bei Aussterben seiner männlichen Nachkommen an die männlichen Namensträger des anderen Zweiges der Familie vererbt werden, im Falle deren Aussterbens an Hans Joachims Töchter und deren Nachkommen gehen.

Der Testator befahl ferner seinen Kindern, ein Leben „gemäß des Wortes Gottes in evangelischer, apostolischer Konfession“ zu führen.

Als erster Zinzendorf hat sich Hans Joachim mit eigenhändigen Aufzeichnungen zur Familiengeschichte und durch Beibringung von entsprechenden Urkunden genealogisch verdient gemacht.

Dem Weingartener Mönch und Historiographen Gabriel Buccelinus (Bucclinus) stellte er Unterlagen für die Abfassung  einer Zinzendorf-Genealogie zur Verfügung und ließ außerdem für sich einen bis in die fünfte Generation zurückreichenden Stammbaum erstellen.

(„Die Ahnengalerie der Zinzendorfer in der Bibliothek von Schloß Wasserburg- Ein Frühwerk Daniel Grans“- von Maria Breunlich und Marieluise Mader, in „Unsere Heimat-Jg.69, Heft 3- 1998. Seite211,212).

 

Autor: Hans Huysza

Objekt: Obec
Stát: Rakousko
Země/kraj: Dolní Rakousko

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