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Dobermannsdorf

DOBERMANNSDORF (hl.Andreas - Hsch. Rabensburg) : Pf.verm.im 13.Jh.als Gr.der Lichtensteinerentst., ersch.im PfV. 14.Jh. als liechtenst.LPf., P.später mit der Hsch.Rabensburg verbunden. Seit der Gegenref. St.Ulrich der Pf.D.als Fil.zugeteilt, 1784 nach Hauskirchen umgepfarrt. (Top.II.,S.299,Wr.D.Bl.1901.S.41 ff. Für die ältere Zeit bringen die Regesten nichts.). Die kleine Ortschaft, aus dem Gemeindegebiet von Neusiedl a.d.Zaya herausgebrochen, gehörte bis in die Ref. als Vik.Neulichtenwarth.( (soll 1385 mit der Feste Rabensburg durch Kauf von den H.v.Zelking an die Liechtensteiner gekommen sein, ersch.aber schon im PfV.14.Jh. als liechtenst. Benef. oder PfL.) verm. zur Pf.Feldsberg, denn der VB.1544 erwähnt, daß der Pfr.v.Feldsberg dreimal im Jahr, zur Fechsung u. am St. Ulrichskirchtag, hierherkomme.(Wiedemann,III.,S.269). (Ganzer Absatz in den„Erläuterungen zum Historischen Atlas der österr.Alpenländer“.II. Abteilung „Die Kirchen- und Grafschaftskarte“.6.Teil NÖ. von Hans Wolf S.358,359).

 

Vor 1250 Pfarre als Gründung der Liechtensteiner. (Dehio 1990).

 

Die Kirchengründung wird Heinrich I. von Liechtenstein zugeschrieben. (Österreichisch-Slowakisches Marchland.Dajama Verlag.Seite 135).

 

1393 sind die Liechtenstein mit dem Grasshof begütert. (Burgen u.Schlösser.Birken-Verlag).

1414 besitzen sie das Kirchenpatronat, 1 Ganz-, 2 Halblehen, ferner die Vogtei über 4 ½ Lehen. Sie erwerben

1411 und 1455 Lehen vom Landesfürsten.

1453 und 1570 spielt Dobermannsdorf in den Teilungsverträgen der Liechtenstein eine Rolle. Burgen u.Schlösser.Birken-Verlag).

 

1411 Am 15.Dezember erfolgte in Wien durch Herzog Albrecht V. eine Belehnung von vier Liechtensteinischen Vettern, Heinrich, Hartneid, Johann und Ulrich,  mit dem halben Haus zu Hagenberg, mit dem halben Haus zu Gnadendorf und verschiedenartigem Besitz in Drösing, Katzelsdorf (oder Ketzelsdorf), Altruppersdorf, Schrettenberg, Pottendorf bei Feldsberg, wie ausdrücklich angegeben wird, Heumad, Rabensburg, Geresdorf, Paltramsdorf, Dobermannsdorf, Mistelbach, Oberhüttendorf, Liechtenwarth und „Asparen bei Stadelaw“....(Bretholz-Urbar 1414-Seite CII).

 

Im Testament Hartmanns v.Liechtenstein (+ 1540) erhielt sein Sohn Georg Hartmann (+ 1562) die Häuser der Herrschaft Hohenau. Dazu gehörten neben Hohenau die Liechtensteinischen Untertanen in Dobermannsdorf, Palterndorf und Hausbrunn, die ihren Zins auf das Schloß Hohenau zahlten und u.a. hier das Wiesenmähen besorgten.

 (Heimatbuch der Marktgemeinde Hohenau. 1966. Seite 173)

 

1553 belehnen sie Andre Pögl, Frh.v. Reifenstein, mit dem Turm zu Dobermannsdorf samt den 2 dazugehörigen Ganzlehen. (Burgen u.Schlösser. Birken-Verlag).

1570 bei der Teilung-Die Orte Niederabsdorf, Palterndorf, Dobermannsdorf, Hausbrunn, Altlichtenwarth und Schönstraß sind zum Landgericht Hohenau vereinigt.  (Heimat im Weinland-Jg.1962-S.101).

 

1576 wurde der Flacianer, Magister Martinus Wolf, von Hartmann II. 118 v.Liechtenstein erst nach Altlichtenwart , dann nach Dobermannsdorf berufen, wo 1581 Nicolaus Jung sein Nachfolger wurde. (Falke II.S.97).

 

1590 hat (vermutlich) Georg Erasmus 120 v.Liechtenstein nur 10 Häuser inne. (Burgen u.Schlösser.Birken-Verlag).

In den folgenden Jahrhunderten wird der Ort ein Teil der Liechtensteiner Herrschaft Rabensburg. (Burgen u.Schlösser .Birken-Verlag).

 

1590 Herr Georg Ersam von Liechtenstein gen Hohenau Obrigkheit  10 Häuser.  (von 52)..(Häuserzahl und Untertanszugehörigkeit 1590 - Bezirk Gänserndorf S2.)

 

1590 laut Bereitungsbuch - Die Herren von Liechtenstein haben die Ortsobrigkeit (neben anderen Grundherren) und die überwiegende Grundherrschaft. In Dobermannsdorf. (Ingeborg Bogner-Die liecht.Herrsch.S.46 u.49).

Ortsobrigkeit - Georg Ersam v.Liechtenstein gen Hohenau. Weitere Grundinhaber - Frau Doberschoskin gen Hauskirchen, Herr Seifridt von Kollonitsch gen Idenspurg, ein Haus zu St. Ulrich. (Ingeborg Bogner: Seite 126).

 

1591, 28.Mai Testament des Georg Erasmus 120  v.Liechtenstein. Seine Hinterlassenschaft wurde am 28.August zwischen seinen Neffen, Hartmanns II. 118 Söhne und seinem Bruder Hans Septimius 128 getheilt. Das Vermögen, welches Georg Erasmus hinterließ, bestand in der Herrschaft Ravensburg mit allen Herrlichkeiten und Hoheiten, dem Schloß, dem Dorf und Maierhof, nebst allem sonstigen Zubehör, desgleichen dem Markt Bernhardsthal mit allen seinen Herrlichkeiten, Gericht, Nutzungen, Zehnten u.s.w., ebenso in den beiden Ortschaften Ebenfeld, dem Markt Landshut, Reinthal, den Weingärten zu Schrattenberg und Bilawitz; in der Herrschaft Hohenau mit dem Schloß und allem sonstigen Zubehör von Herrlichkeiten und Nutzungen, in Absdorf, Hausbrunn, Schönstraß, Palterndorf, Dobernstorf, Lichtenwart, Ringestorf, Waltersdorf. Alle diese Güter besaß nach dem Vertrage Johann Septimius allein. Da aber der andere Teil, die Söhne seines Bruders Hartmann, den Anspruch an die Hälfte hatten, so trat Johann Septimius ihnen dafür die Herrschaft Herrenbaumgarten sammt allem Zugehörigen und allen davon abhängigen Ortschaften ab. (Falke II.S.104,105).

 

1699 Der Hausbesitz der Kirche Herrnbaumgarten - Die Kirche hatte zwei untertänige Häuser in Dobermannsdorf ( 1 Ganz- und 1 Halblehen), für die jährlich 1 bzw. ½ Gulden Dienst geleistet werden mußte, sowie auch Veränderungsgebühren bei Todesfall oder Hausübergabe.(1699 erstm.erwähnt).

Diese beiden Untertanen standen unter der Vogtei des kaiserlichen Vizedomamtes und bezahlten dafür Vogteigeld. 1762 erkaufte Fürst Wenzel von Liechtenstein die Vizedom’schen Stücke und Gülten zu Dobermannsdorf und damit auch die Vogtei über die beiden Kirchenholden.

Die neue Herrschaft begnügte sich nicht mehr mit dem geringen Vogteigeld, sondern verlangte Robot und gebührende Leistungen. Die Kirchenholden wehrten sich, wurden zu Geldstrafen verurteilt und suchten Schutz beim Pfarrer von Herrnbaumgarten. Dieser wandte sich an die niederösterreichischen Landrechte, wurde jedoch unterrichtet, daß ein Schutz nicht möglich sei, da die Einkünfte der Kirche nicht im Gültbuch verzeichnet waren. (Liane Pec-Ortschronik Herrnbaumgarten.1994.S.139).

 

 

1738 baute Anton Erhard Martinelli die Pfarrkirche, die zu klein geworden war um. (G.Wilhelm- Die Fürsten von Liechtenstein und ihre Beziehungen zu Kunst und Wissenschaft, Jahrbuch der Liechtensteinschen Kunstgesellschaft 1976,S 118). –vermutlich falsch gespeichert, betrifft ?????

 

Pfarrkirche - Bemerkenswerter einheitlicher neugot. Bau anstelle der alten Kirche 1900 - 01 erbaut von Karl Weinbrenner, gestiftet von Fürst Johannes II. 289 v.Liechtenstein. (Dehio 1990).

Die Grundsteinlegung erfolgte am 23.April 1900 unter Patronanz des reg. Fürsten Johannes II. v.u.z. Liechtenstein. Geweiht ist die Kirche dem Hl.Andreas, dessen Bild sich im Mittelfenster über dem Hauptaltar befindet. Die alte Pfarrkirche trug einen mächtigen Barockturm, dessen Unterteil gotischen Ursprungs war. Diese wurde für den Ort zu klein. Der Turm besitzt ein 6 Meter tiefes Fundament und ist mit 51 Metern Höhe einer der höchsten des unteren Zayatales.

Ca.1968 erfolgte eine Kirchenrenovierung unter Pfarrer Er.Linhart (seit 1962 Pfarrer). Kosten ca. S 230.000,- . Fürst Franz Josef - Unterstützung ca.S 40.000,-. Gerüst ca. S 50.000,-. Gemeinde für neue Kirchenuhr ca. S 30.000,- (Beitrag in den Weinviertler Nachrichten v.25.7.68).

 

.....Der bedeutendste Kunstmäzen dieser Zeit war der Fürst Johann II. von Liechtenstein (1840-1929), ein Fachmann auf dem Gebiete der Baukunst, der in dem Architekten Karl Weinbrenner, einem Schüler des Wiener Dombaumeister Friedrich von Schmidt, einen Mann fand, der seine Pläne in die Tat umsetzte; denn er baute die Kirchen in Unter Themenau, Katzelsdorf, Dobermannsdorf und Bullendorf, die Spitalkirche in Mistelbach und die Schule in Nieder Absdorf.

1910 ging Weinbrenner nach Prag, wo er als Professor an der deutschen Technik wirkte.

( „Das Bauhandwerk“ v. Franz Thiel im Heimatk. Beiblatt zum Amtsblatt der BH Mistelbach,  Nr.4, April 1957, S 13).

 

Für Kirche und Pfarrhof war der Fürst von Liechtenstein bis 31.12.1968 als Patronatsherr zuständig.

(Schreiben der Gutsverwaltung vom 23.7.1970. A rchiv Huysza).

 

1751(1851?) (Maria Theresianische Fassion) in der Dominikalfassion über die Herrschaft Rabensburg angeführt : Vogteigeld zu Palterndorf und Dobermannsdorf 3 fl 30 ½ kr a 5 vH = 70 fl 10 kr. (Ingeborg Bogner:Die Liecht.Herrsch.S.65).

 

1795 laut Topographischen Landschematismus ist Dobermannsdorf im Besitz der Liechtensteiner. Diese haben die Ortsobrigkeit und die alleinige Grundherrschaft. (Ingeborg Bogner:Die Liecht.Herrsch.S.50).

 

1795 Nach dem Landschematismus übte die Liechtensteinische Herrschaft Rabensburg das Landgericht aus. (Ingeborg Bogner:Die Liechtenst.Herrsch.S.134,135).

 

1822 Laut Topographischen Landschematismus haben die Liechtensteiner  (neben anderen Grundherren) die Ortsobrigkeit in Dobermannsdorf. (Ingeborg Bogner:Die Liechtenst.Herrsch.S.55).

 

1822 Nach dem Landschematismus besass die Herrschaft Rabensburg das Landgericht. (Ingeborg Bogner-S.136).

Ortsobrigkeit : Herrsch.Rabensburg. Weitere Grundinhaber - Herrschaften Hauskirchen, Zistersdorf, Poisbrunn, Pfarre Prinzendorf. (Ingeborg Bogner : Seite 126).

Pfarrkirche - Bemerkenswerter einheitlicher neugot. Bau anstelle der alten Kirche 1900 - 01 erbaut von Karl Weinbrenner, gestiftet von Fürst Johannes II. 289 v.Liechtenstein. (Dehio 1990).

Oktober 1901 - Kirchenweihe dem Hl.Apostel Andreas durch Weihbischof Marschall aus Wien. Der Turm ist mit 51 m Höhe einer der höchsten des Weinviertels. (Österreichisch-Slowakisches Marchland.Dajama Verlag.Seite 136).

 

Die zum Gute Wilfersdorf gehörigen Patronatsobjekte

 

Gemeinde             Dobermannsdorf Kirche                                   u. Pfarre

                „              Nieder-Absdorf    Kirche                                   u. Pfarre

                „              Ringelsdorf           Kirche (ohne Turm)            u.Pfarre

                „              Katzelsdorf          Kirche                                   u.Pfarre

                „              Reinthal                Kirche                                   u.Pfarre

                „              Bernhardsthal      Kirche                                   u.Pfarre

                „              Wilfersdorf           Kirche                                   u.Pfarre

                „              Kettlasbrunn        Kirche (oberer Teil des       u.Pfarre

                                                               Turmes  der Gemeinde)

                „              Hausbrunn           (Kirche ohne Turm)            u.Pfarre

                „              Alt-Lichtenwarth Kirche                                   u.Pfarre

 

 (Inventur und Schätzung Wilfersdorf - Rabensburg 1929. Seite 136 bis139).            

 

Für Kirche und Pfarrhof war der Fürst von Liechtenstein bis 31.12.1968 als Patronatsherr zuständig.

(Schreiben der Gutsverwaltung vom 23.7.1970. A rchiv Huysza).

 

 

HEROLDMÜHLE, WIESMÜHLE : Erstmals erwähnt 1397; 1661 Besitzer Fürst von Liechtenstein. (Mühlen im Weinviertel.S.129).

 

WEINWURMMÜHLE, Untere Steinbruckmühle : Erstmals erwähnt 1397; 1661 Besitzer Fürst von Liechtenstein.  (Mühlen im Weinviertel.S.129).

 

Quellen : Falke II. Seite 97, 104, 105.

               Dehio 1990

               Schreiben der Gutsverwaltung - Patronatsfragebogen.23.7.1970

               Franz Rauscher : Häuserzahl und Untertanszugehörigkeit der Grundholden in den Gemeinden des                                politischen Bezirkes Gänserndorf im Jahre 1590. Herausgegeben 1948. (Bibl.Huysza.)

               Bodenstein / Hohenbühel : Mühlen im Weinviertel.

               Weinviertler Nachrichten vom 25.7.1968 - (Herrschafts Archiv Ordner Patronate).

Ingeborg Bogner: Die Liechtensteinischen Herrschaften und ihre Untertanen in der Nordostecke von       NÖ. 15.- 19.Jhdt.

 

Autor: Hans Huysza

Objekt: Obec
Stát: Rakousko
Země/kraj: Dolní Rakousko

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