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Chundorf

Das Gebiet Chundorfs war offenbar 1048 mit dem Ringelsdorfs im Besitz des Udalrich von Formbach.

Herbert Mitscha-Märheim nimmt an, daß Pfalzgraf Cuno von Vohburg die Witwe Uta des frühverstorbenen (nach1048) Udalrich von Formbach geheiratet und den Ort Chundorf gegründet hat.

Das Ortsgebiet lag anscheinend im Nordostteil des heutigen Ringelsdorfer Burgfriedens und zwar zwischen dem Gebiet Hohenaus und der sogenannten „Grenzallee“ und reichte von der Nordostecke des Niederabsdorfer Burgfriedens bis zur March.

Die 1048 dem Kloster Niederaltaich geschenkten drei Königshufen müssen später in erster Linie an Hohenau gefallen sein.

Die Dorfstätte Chundorfs hat man bisher immer zwischen Fazihof und Waldgasse - Marchstraße vermutet.

In jüngster Zeit wurden aber auf Grund von pflanzensoziologischen Aufnahmen im sogenannten „Absdorfer Herrschaftswald“ unweit der March (südlich der Marchstraße) Wüstungsstellen festgestellt. Das betreffende Waldstück heißt in Hohenau, weil hier viel Immergrün wächst,“Barvinkova“, weist eine hochwassersichere Erhöhung (Wildfütterungsstelle) und in nächster Nähe einen schilfbewachsenen Sumpf (Teich oder Rest eines Altwassers) auf.......

An den Ort erinnert der Flurname „Gandorf“, der aber nur an den Äckern zwischen dem Bahnhof und der Dobermannsdorfer Straße östlich der Flur „Kleine Schirocky“ haftet.

Vermutlich kam Chundorf vor 1200 an Nieder-Altaich, das dafür die Kirche zu „Hohenoe“ mit den dazugehörigen Gründen an die Johanniter abtrat.

Im Jahre 1280 war Nieder-Altaich jedenfalls schon im Besitz von Chundorf.

Der Ort  dürfte nach den Einfällen der Ungarn (Kumanen) in den Jahren 1252 und 1253 nicht mehr besiedelt worden sein.

Im Jahre 1394 gibt Johann von Maißau seinen Besitz zu „Kuenndorf“ und anderes tauschweise gegen Güter in dem bei Ravelsbach gelegenen „Guendorf“ an Johann I. von Liechtenstein.

Nach dem Urbar 1414 haben die Liechtensteiner zu Hohenau „vrbarekcher ze Chainendarff....80 gwanten“ (Flur „Kleine Schiroky“) und ein „besunder veld, genannt Chuendarff“ („Gandorf“).

Im Liechtensteinischen Teilungsvertrag 1570 heißt es: „Ackerzinß in khaindorffer Veldt.....der Zehent Aldort Alls im Khaindorffer Veldt, durchaus ganczer Zehet...“.

Auch im Urbar 1607 der Liechtensteiner werden die Kheindorfer Äcker genannt, ebenso im

Urbar 1644, nur sind es hier keine 80, sondern nur noch 25 Gwanten.

Bezüglich des schon um 1370 erwähnten Fischwassers heißt es 1478:“...Vischweid zu Nidern Absdorff auf der Zaya (Thaya?) zwischen der Ringelsdorfer und Hohenauer Grenze...“

1508:“...das Vischwasser und Vischwaid in der Marich, das zum Klosteraigen nach Nieder-Absdorf gehört und zwischen Ringlastorff und Hohenauer Gemerk liegt...“.

Eine ähnliche Fassung hat die Urkunde aus dem Jahre 1525.

In einem Aktenauszug aus dem Jahre 1632 heißt es u.a.:“...Hof zu Abstorff gegen Hagenau....Au nebst Seelaken, auch Fischwasser, genannt die Schwarza...“.

Mit dem Hof ist bereits der Fazihof gemeint. Nieder-Altaich verkaufte nämlich seinen ganzen Besitz 1570 an den Mautner von Ybbs, Wolfgang Fazi, dessen Familie zur Betreuung der Felder des abgekommenen Ortes den Hof erbauen hatte lassen. Später kam der Besitz an die Grafen von Hohenfeld und

1691 an die Liechtensteiner.

(Heimatbuch der Marktgemeinde Hohenau 1966 - Seite 437 bis 439).

 

1394 17.Jänner tauschte Hans von Maißau seine Güter in Hausbrunn, Hohenau und Chundorf (Wüstung) mit den Gütern des Hans von Liechtenstein in Chundorf bei Ravelsbach (Documenta Liechtensteiniana).

Zwanzig Jahre darauf wurden die Rechte der Hohenauer Untertanen der Liechtensteiner aufgezeichnet, womit uns ein wertvoller Beitrag zur ältesten Ortsgeschichte erhalten blieb.

(Heimatbuch der Marktgemeinde Hohenau. 1966. Seite 172)

Autor: Hans Huysza

Objekt: Obec
Stát: Rakousko
Země/kraj: Dolní Rakousko

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