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Böheimkirchen

WO L F S B E R G (Böheimkirchen/St.Pölten)

Über dem N-Ufer der Perschling, südlich der Westbahnbrücke im Wagram ein Erd­werk. Hier ist der Unterbau der ehem. Burg Wolfsberg in Form eines Kegelstumpfes aus dem Hang herausgeschnitten und noch heute von einem 4 bis 10 m tiefen Ringgraben umgeben. Dieser bildet ein Oval mit den Achsen 60 m (in der Fallinie des Hanges) und 40 m. Talseitig ist der Graben durch einen Erdwall abgeschlossen. Auf diesen Wall führt von SW her auf einer Rampe die Zufahrt. Das Erdwerk, dessen Graben in den letzten Jahren tw. zugeschüttet wurde, trägt auf seinem Mittelwerk ein Holzkreuz. Die volks­tümliche Bezeichnung lautet Ödes Schloß. Das von Vischer gezeichnete Schloß Wolfs­berg ist nicht auf diese Anlage, sondern auf das gleichnamige Wolfsberg bei Angern­Hollenburg zu beziehen.

Von dcr Burg W. aus, die durch die versumpften Talböden an Perschling und Michel-bach gegen 0 gut geschützt war, wurde die Vogteiherrschaft über den Pfarrort Böheim­kirchen ausgeübt.

1197 heißt es in einer Urkunde Bf. Wolkers v. Passau (NÖUB 1 28 Nr. 19: Sifridus, der Schenk unseres geliebten Hartwich, des Domvogtes von Regensburg (aus ~em Ge­schlecht der Hochfreien v. Lengenbach), übergab uns seine Burg, die er mit dem zuge­hörigen Gut bisher in dem Orte Wolfsberg besaß, ins Eigentum und zu freiem Besitz und erhielt dieselbe (mit zusätzlichen drei Bauernlehen) für sich, seine Gattin und seine kleinen Kindern nach Lehensrecht zurück, nachdem er den Treueid geleistet. Dieser Siegfried von Wolfsberg-Totzenbach ist zwischen 1197 und 1288 in fünf Bischofsurkun­den genannt. Diese Schenken v. Wolfsberg treten zwar bis 1381 auf, verkauften aber schon 1360 die Veste W. mit einer Mühle zu Kranberg (Kronbergmühle, Böheimkirchen) und Gülten zu Böheimkirchen um 510 Pfd. Pf. an Krafto den Hauser. Der letzte Schenk v. Wolfsberg hatte 1381 die Burg Vestenhof bei Pottschach in Pfandbesitz. Von Kraftos Söhnen Wilhelm und Wolfgang den Hausern kam Wolfsberg an einen entfernteren Verwandten Hans Hauser auf Carlstein und Wolfsberg (1405- 1428). Als Albrecht d. J. v. Ebersdorf 1458 die Veste Wolfsberg an Erhard v. Zelking verkaufte, wurde betont, daß sie schon bisher ein Zubehör von Zelking gewesen sei. Albrecht hatte nämlich 1452 die Tochter Wilhelm d. Ä. v. Zetking geheiratet. Als Albrecht 1471 starb, wurden die Herren v. Zelking wieder von den Passauer Bischöfen mit der Veste W. belehnt. Solche Belehnun­gen sind bis 1589 bekannt; noch im Bereitbuch 1591 sind die Zelkinger Grundherren. Um diese Zeit verschwindet die Veste aus den historischen Nachrichten; sie war wohl schon längere Zeit vor 1591 in Verfall gewesen. Die Vogteiherrschaft über den Markt Böheinikirchen ging auf die Schloßherren in Totzenbach über.

 Mit der Herrschaft Totzen­bach kam 1823 auch der Burgstall Wolfsberg an die Fürsten v. Liechtenstein. Von ihnen erwarb 1950 der Bauer Josef Spangl die Flurparzelle.

 

(Schweickhardt III 49 - Binder 1114- F.Schober, Die Hausberge in Böheimkirchen, Die Arbeitsgemeinschaft IV 1927, 224- Halmer, Ww 3, 37, 39, 41 - Schad‘n (mit Ver­messungsplan) 118 auch 26, 28,48 Note, 97, 105, 161 - Büttner, Wolfsberg- Calvi 390-TopNÖ II 258 b - Schachinger 146, 157 -Winter IV 28 Note - Jb.Adler II. III (1875/76) u. Siebmacher NÖ 11619 über die Herren v. Zelking)

 

( Burgen u. Schlösser in NÖ. Zwischen Greifenstein u. St. Pölten. Birken – Verlag 1969. Seite 205)

Autor: Hans Huysza

Objekt: Obec
Stát: Rakousko
Země/kraj: Dolní Rakousko

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