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Altlichtenwarth

www.altlichtenwarth.at/

 

Urk.1232, gehörte zum Stammbesitz der Herrn von Liechtenstein, deren Burg im N des Ortes lag.(Dehio 1990)

Die erste Kirche wurde im 12.Jh. auf einem Lößhügel am Nordrand des Ortes unweit einer Holz- Erde- Burg der Herren von Liechtenstein erbaut. (R.Edl Hg. Pfarr-u.Alltagsgesch.S 77-Franz Sauer BDA).

In der (heutigen) Kirche und Gruft wird angenommen, daß hier keine Liechtensteiner oder andere Adelige bestattet worden sind. (R.Edl Hg.Pfarr-u.Alltagsgesch.S.114 „Skelettfunde in der Pfarrkirche“).

1234...Die erste urkundliche Erwähnung von(Schönstrass). Damals gibt Heinrich I. 11 v.Liechtenstein - er nennt sich nach seinem  damaligen Sitz auch Heinrich von Lichtenwarth - dem Kloster Nieder-Altaich, dem er so viel Schaden zugefügt habe, als Ersatz dafür eine Gülte von 2 Pfund Geld in „Schonstrazze“ zu Lehen. (Heimat im Weinland-Jg.1961-Seite 91 bis 93).

1256 ? ...Auf dem Hutsaulberg mag auch jene Burg gestanden haben, von der es im Testamente Heinrichs von Liechtenstein  aus dem Jahre 1256 heißt :“Ich vermache meinen Erben....die Burg  Lichtenwarth als zwei Befestigungen und Wrintz (Würnitz?) als dritte Befestigung“. Ob die zweite Burg auch hier oder in Neu-Lichtenwarth (heute St.Ulrich) stand, wissen wir nicht...(Heimatbuch des Verw.Bez.Mistelbach Band I-Seite18).

Altlichtenwarth (hl.Nikolaus - Hsch.Rabensburg) : Pfarre vermutlich eine Gründung der Liechtensteiner um 1200 , viell. als Tochterpfarre von Hauskirchen entst., erscheint im Pfründenverzeichnis 14.Jh. und war immer eine liechtenst.Lehenspfarre, später mit der Hsch.Rabensburg verbunden. (Hans Wolf : Erl.Hist.Atlas.S.359).

Die Pfarrkirche St.Nikolaus ist ein kunsthistorisch überaus wichtiges Baudenkmal am Übergang von der Spätromanik zur Frühgotik. Gestiftet wurde sie von Heinrich II, 25 v.Liechtenstein um  1240/45.

..Die Kapelle (um 1280)  ist vollständig mit Wandmalereien um 1300/10 (Zakenstil) geschmückt. Am Triumphbogen ist das Stifterpaar (wahrscheinlich Heinrich II. und Petrissa von Zelking) erkennbar, um 1470 teilweise Übermalung (Maria mit Kind auf der Mondsichel, hl.Michael).(Kulturführer Waldviertel,Weinviertel,Südmähren-Hsg.Friedrich Polleroß).

HEINRICH II.

(Stammtafelnummer 25)

vermählt vor 1276 mit Petrissa von Zelking (diese gest. 2. Apil 1318, sep. Wien Minoriten),

gest. nach dem 15. Februar 1314.

1278 auf der Seite König Rudolfs in der Schlacht bei Dürnkrut, 1295/96 verwickelt in den Aufstand der österreichischen Herren gegen Herzog Albrecht.

(Gustav Wilhelm - Stammtafel des Fürstlichen Hauses Liechtenstein, IV-7).

1783 Hausbrunn als selbst.Pf. abgetrennt. Im Spr. lagen außerdem die abgek. Orte Schönstraß, Rotenlehm u. Enzenbrunn). ( Ganzer Absatz aus „Erläuterungen zum Historischen Atlas der österr.Alpenländer“.II. Abteilung „Die Kirchen- und Grafschaftskarte“.6.Teil NÖ. von Hans Wolf S.359).

Nach dem Liechtensteiner Urbar von 1414 lagen Weingärten bei dem „Puerkchstal“. Östlich des „Hutsaul“ bei einem kleinen natürlichen Erdplateau ist anzunehmen, daß sich das Hauptwerk der Burg befand, zu dem der Turm gehörte. (Der Turm wurde in das Gemeindewappen übernommen- Anm.Huysza)

Kirche - Das südl.Seitenschiff ist noch aus dem 13.Jahrhundert. Das östliche Joch zur Liechtenstein’schen Stifterkapelle gehörig ( in der nördlichen Triumphbogenlaibung die Stifterfigur gemalt, um 1300; auf den Mantelschließen das Wappen der Liechtensteiner; der polygon. Kapellenchor gänzlich und figural ausgemalt, um 1300.

Die älteste Erwähnungen des Ortes aus der Zeit Heinrich I. 11 v.Liechtenstein (1230/65). Heinrich nannte sich auch nach Lichtenwarth, wie aus der Aufschrift eines Siegels aus 1258 zu ersehen ist.

(Einfügung lt.Wilhelm-Stammtafel : T.1 III-2 : ..Die Brüder Dietrich I.10, Albert 12 hatten die Güter südlich der Donau-Burg Liechtenstein,Petronell,Rohrau und Heinrich den Besitz nördlich der Donau mit Residenz vorerst in Liechtenwart, dann in Nikolsburg.). (Wilhelm-Stammtafel).

In seinem Testament vermachte Heinrich I. 11 v.Liechtenstein den Erben nach seiner 2.Frau Mechtild u.a. das Castrum (Burg) Lichtenwarth mit 2 Befestigungen. Es dürften die Burgen Alt- und Neu-Lichtenwarth gemeint sein (Falke I 510). Im Babenbergerurbar erscheint in Eichenbrunn einmal Heinrich v.Liechtenstein, einmal Heinrich v. Lichtenwarth. (Testament angeführt in Falke I.S.301 - Anm.Huysza).

1266 wird eine Urkunde der Elisabeth, Witwe Heinrichs I. v.Liechtenstein von Jans v.Merschwang bezeugt.

1381 kaufte der Hofmeister Johann I. 39 v.Liechtenstein Güter in Altlichtenwarth vom Wr.Domkapitel.

1391 gaben die Liechtenstein das Patronatsrecht der Pfarre Altlichtenwarth an Passau, gewannen es 1409 durch Tausch mit der Frauenkapelle auf der Stetten zu Wien zurück.(Maria am Gestade lt.Dr.Weissensteiner im Artikel der Pfarr- und Alltagsgeschichten).

1414 im Urbar erwähnt- 1 Ganzlehen, 3 Halblehen, 12 Hofstätten und 4 Fleischbänke und ist damit geringer als in den Wüstungen Rotenlehm und Schönstraß. In Altlichtenwarth, Schönstraß und Rotenlehm die Herren v.Liechtenstein Richter von einem Gemerk zum andern. (Burgen u.Schlösser in NÖ. Birken-Verlag).

1411 Am 15.Dezember erfolgte in Wien durch Herzog Albrecht V. eine Belehnung von vier Liechtensteinischen Vettern, Heinrich, Hartneid, Johann und Ulrich,  mit dem halben Haus zu Hagenberg, mit dem halben Haus zu Gnadendorf und verschiedenartigem Besitz in Drösing, Katzelsdorf (oder Ketzelsdorf), Altruppersdorf, Schrettenberg, Pottendorf bei Feldsberg, wie ausdrücklich angegeben wird, Heumad, Rabensburg, Geresdorf, Paltramsdorf, Dobermannsdorf, Mistelbach, Oberhüttendorf, Liechtenwarth und „Asparen bei Stadelaw“....(Bretholz-Urbar 1414-Seite CII).

1494 erhielt Christoph III. 69 v.Liechtenstein von Kaiser Maximilian die Belehnung mit allen österreichischen Lehen, nämlich Herrenbaumgarten, Reichenstein, Hagenberg, den Lehen zu Rabensburg, der Mühle zu Ungarisch-Haslau, den Zehnten zu Mandrisdorf, den Getreidezehnten zu Altenlichtenwart, zu Aspern, zu Stadelau, dem Dorf Kaildorf, Schrattenberg, mit der Feste Heilingberg, Pulndorf, dem Schloß Ruttenstein, dem Landgericht über Königswiesen, desgleichen mit allen Gütern, so gegen Mistelbach gehören, und allen Gütern, so gegen Mistelbach gehören, und allen ihren Zugehörungen und Vogteien. (Falke I.S.504).

1504 Nach der Erbeinigung erhält Christoph III. 69 v.Liechtenstein „getraid zehent und traidgüllt“ u.a. in Altenliechtennbarth, Hawßprunn, Bernhartßthal, Behemischenkrutt und Reintall. (Heimatk.Beibl.Nr.5-1956-S.20).

1567 verlieh Wolfgang II. 97 v.Liechtenstein an den Dauid Walt den Zehent zu Reintall von 40 Metzen Weizen und 1 Mut Korn, in Alten Liechtenwart 45 Metzen Weizen, 12 Metzen Korn und 2 Mut 4 Metzen Hafer. (Ständische AktenF-VI-1 im n.-ö.Landesarchiv-in Heimatk.Beibl.Nr.6-1956-S.24).

1568 September 11,Wien: Die n.ö.Landstände verkaufen die Steuern auf Untertanen des Hans von Fünfkirchen zu Falkenstein an Wolfgang II. 97  v.Liechtenstein, und zwar : zu Reinthall 4 Untertanen, jährlichen behausten Dienst 1 Pfd.4 Schill.Pfen., dann Zehent mit 4 bzw.6 Metzen, seinerzeit des Hans Hundt von Poißdorf; zu Reinthall und Bernhardsthall die 2 Teile Getreidezehent mit jährlich 10 Mut 20 Metzen Weizen, 1 Mut Korn und 2 Mut Hafer; zu Altenliechtenwarth 2 Teile Getreidezehent mit jährlich 10 Mut 20 Metzen Weizen, 20 Metzen Korn und 2 Mut Hafer - seinerzeit des Christoph von Liechtenstein. (Liecht.Regest.-in Heimatk.Beibl.Nr.6-1956-S.24).

1570 erhält Heinrich IX. 125 v.Liechtenstein bei der Teilung des Familienbesitzes Hohenau, Hausbrunn und Alt-Lichtenwart. (Wilhelm-Stammtafel T.4 XII-17).

1570 bei der Teilung-Die Orte Niederabsdorf, Palterndorf, Dobermannsdorf, Hausbrunn, Altlichtenwarth und Schönstraß sind zum Landgericht Hohenau vereinigt.  (Heimat im Weinland-Jg.1962-S.101).

1590 hatten die Liechtenstein zu Rabensburg 48 Häuser, Eustach v.Althan zu Walterskirchen 2, der Bischof von Passau 8, Mailberg 1, Pfarre Herrnbaumgarten 1 Haus.(Burgen u.Schlösser“Vom Marchfeld bis Falkenstein“ S.117 in NÖ-Birken-Verlag)

1590 laut Bereitungsbuch - Die Herren von Liechtenstein haben die Ortsobrigkeit und die überwiegende Grundherrschaft. In Liechtenwarth besitzen sie 48 von 60 Häusern. (Ingeborg Bogner-Die liecht.Herrsch.S.46).

Ortsobrigkeit : Herr Georg Ersam v.Liechtenstein gen Rabensburg. Weitere Grundinhaber . Herr Bischof zu Passau, Mailberg, Pfarrer zum Herrn Paumgarten, Herr Eustachius von Althan gen Walterskirchen. (Ingeborg Bogner : Seite 129).

1591, 28.Mai Testament des Georg Erasmus 120  v.Liechtenstein. Seine Hinterlassenschaft wurde am 28.August zwischen seinen Neffen, Hartmanns II. 118 Söhne und seinem Bruder Hans Septimius 128 getheilt. Das Vermögen, welches Georg Erasmus hinterließ, bestand in der Herrschaft Ravensburg mit allen Herrlichkeiten und Hoheiten, dem Schloß, dem Dorf und Maierhof, nebst allem sonstigen Zubehör, desgleichen dem Markt Bernhardsthal mit allen seinen Herrlichkeiten, Gericht, Nutzungen, Zehnten u.s.w., ebenso in den beiden Ortschaften Ebenfeld, dem Markt Landshut, Reinthal, den Weingärten zu Schrattenberg und Bilawitz; in der Herrschaft Hohenau mit dem Schloß und allem sonstigen Zubehör von Herrlichkeiten und Nutzungen, in Absdorf, Hausbrunn, Schönstraß, Palterndorf, Dobernstorf, Lichtenwart, Ringestorf, Waltersdorf. Alle diese Güter besaß nach dem Vertrage Johann Septimius allein. Da aber der andere Teil, die Söhne seines Bruders Hartmann, den Anspruch an die Hälfte hatten, so trat Johann Septimius ihnen dafür die Herrschaft Herrenbaumgarten sammt allem Zugehörigen und allen davon abhängigen Ortschaften ab. (Falke II.S.104,105).

1591 August 28,Rabensburg : Erbteilung zwischen Hans Septimius 128 v.Liechtenstein-Nikolsburg und den Söhnen seines Bruders Hartmann II. 118 (nämlich Karl, Maximilian und Gundacker) auf Grund des Testamentes von Georg Erasmus 120 v.Liechtenstein. Darnach erhalten u.a. die Söhne Hartmanns: Rambspurg, Bernhartßtall,Ebenfeld....Reinthal; Weineinkommen in Schrättenperg....Haußprunn, Schönstraß, Liechtenwart....Markt Herrnpaumgartten samt Zugehör, Schrätenperg, Pottendorf - das öde Dorf- samt Zugehör, Katzlsdorf öde, Rottenlaimb öde, Entzesprunn öde, Wetzelstorff, Wilhelmstorff, Kötzelstorff, Walterskirchen, Maxendorf öde......(Liecht.Gegest.-in Heimatk.Beibl.Nr.7-1956-S.28).

1415 kaufte Heinrich V. 51 mit seinem Vetter Hartneid und seinen Neffen Johann IV. 57 und Ulrich 58 v.Liechtenstein von Hans dem Schweinbeck und dessen Hausfrau Barbara eine große Anzahl verschiedener Äcker,Gülten und Zehnten zu Alten-Lichtenwart, Endberg,Böhmischkrut....(Falke I.S.433)

1494 erhielt Christoph III. 69 v.Liechtenstein von Kaiser Maximilian die Belehnung mit allen österreichischen Lehen, nämlich.....den Getreidezehnten zu Altenlichtenwart,.......(Falke I.S.504)

1576 wurde Magister Martinus Wolf, von Hartmann II. 118 v.Liechtenstein erst nach Alt=Lichtenwart, dann nach Dobermannsdorf berufen... Nach Alt=Lichtenwart kam 1580 Thomas Distelmayr, ein geborner Pfälzer.(Falke II,S.97).

1650 wird ein Vertrag zwischen dem Fürsten Liechtenstein und der Gemeinde geschlossen, betreffend das „Zapfenmaß“. Dabei wird der Gemeinde das Recht zugesprochen, „daß sie eigen alle Ihren Erbauten und ererbten Wein ohne einigen Menschen hindernuß öffentlich schenken und leitgeben (darf), wie es ihnen belust und beliebet.“ Sie haben allerdings „als halb zu St.Georgi und halb zu St.Michaeli jedes Jahr in das Rentamt Hohenau in baarem geldte Erlegen und bezahlen 40 Gulden. Beschehen zu Hohenau den Tag des heiligen Ritters St.Georgi 1650.“ (Heimat im Weinland Jg.1964 S 234 ?).

1596 April 24.Wien: Die n.ö.Landstände verpfänden für jährlich 2650 fl.rheinisch an Karl 131 v.Liechtenstein-Nikolsburg, dessen Brüder und Erben das duplierte Zapfenmaß auf weitere 3 Jahre ab Georgi u.a. folgender Flecken und Oerter : Markt Wilfersdorf, Markt Mistelbach, Puelndorf, Khöttelsprunn, Lanzendorf, Eberstorff, Liechtenwart, Hausprunn, Flecken Rabenspurg, Bernhartsthall, Reinthall, Herrnpaumbgartten, Schrätenperg, Kazelstorff, Kezelstorff. (Liechtenst.Regest.-in Heimatk.Beibl.Nr.7-1956-S.28).

1774 am 13.6. bitten Marx Jörg Schreiber,Josef Kramer,Egydius Franz Lang den Fürsten v.Liechtenstein, daß er beim Konsistorium den Auftrag an den Pfarrer von Altlichtenwarth Johann Knappe erwirte, den Pfarrhofbau voranzutreiben.

Am 14.3.1777 erteilt Fürst Franz Josef I. 250 v.Liechtenstein als Patron der hiesigen Kirche seine Zustimmung, daß der Pfarrhofbau aus den Mitteln der Kirche ohne Interessen bezahlt werden dürfe.(Heimat im Weinland Jg.1964 S234,235-Sepp Aumann-Vom Pfarrhofbau in der Gemeinde Altlichtenwarth)

1795 laut Topographischen Landschematismus ist Lichtenwerd im Besitz der Liechtensteiner. Diese haben die Ortsobrigkeit und die alleinige Grundherrschaft. (Ingeborg Bogner:Die Liecht.Herrsch.S.50).

1795 Nach dem Landschematismus übte die Liechtensteinische Herrschaft Rabensburg das Landgericht aus. Angeführt als Lichtenwerd. (Ingeborg Bogner:Die Liechtenst.Herrsch.S.134,135).

1822 Laut Topographischen Landschematismus haben die Liechtensteiner  (neben anderen Grundherren) die Ortsobrigkeit in Lichtenwarth. Zugehörig der Herrschaft Rabensburg. Weitere Grundinhaber - Poisbrunn, Pfarre Lichtenwarth, Herrschaft Wilfersdorf. (Ingeborg Bogner:Die Liechtenst.Herrsch.S.55 u.129).

1822 Nach dem Landschematismus besass die Herrschaft Rabensburg das Landgericht. (Ingeborg Bogner-S.136).

1892 schenkte der Fürst Johannes II. 289 seiner Patronatskirche Altlichtenwarth ein vom akademischen Maler Joseph Mathias Trenkwald ausgeführtes Altargemälde. Es stellt Jesus, den göttlichen Kinderfreund dar, dem der hl. Bischof Nikolaus, der Patron der Pfarrkirche, eine Schar froher Kinder zuführt. 1895 kam dieses Bild auf den neu renovierten Hochaltar.

1924 kam an Stelle des alten, zerissenen und durch Kerzenflammen zum Teil zerstörten Florianibildes ein Madonnenbild aus den Liechtenstein’schen Sammlungen auf den ehemaligen Florianialtar im Hauptschiff der Kirche.Dieses war im Jahr 1906 vom Maler Fink angefertigt worden. Unter Pfarrer Rieß wurde dieses Bild, da es zwar ein Kunstwerk darstellte, aber nicht für eine Kirche zur Erbauung der Gläubigen bestimmt war, wieder entfernt und an einen anderen Standort übertragen. An seine Stelle kam nunmehr die spätgotische Marienstatue mit Kind... (R.Edl Hg. Pfarr-u.Alltagsgesch.)

Patronat seit 1409 bis zum Patronatsverzicht  durch den Fürsten Franz Josef II. 367 v.Liechtenstein im Jahr 1968 (von der Erzdiözese Wien angenommen mit Wirkung ab 1978) war Altlichtenwarth durch mehr als ein halbes Jahrtausend Patronatspfarre der Fürsten von Liechtenstein. (R.Edl Hg. Pfarr-u.Alltagsgesch.S 34).

Liechtenstein - Gedenkstein (Hutsaulbergstraße)

Widmung Vorderseite : Dem Wohltäter der Menschheit zum getreuen Andenken 1858-1908“

                 Südseite :  Dem regierenden Fürsten Johann II von und zu Liechtenstein.

Der mächtige Marmorblock mit den Inschriften wurde  anläßlich des 50. Regierungsjubiläums des Fürsten Johann II. aufgestellt. Seit dem Mittelalter hatten die Liechtensteiner das Patronat über die Pfarrkirche St.Nikolaus. Der Stein stand ursprünglich an dem Platz Ecke Kaiser Franz Josefstraße- Kirchengasse gegenüber des Pfarrhofes und wurde in den 70-er Jahren an den heutigen Platz übertragen. (R.Edl Hg. Pfarr-u.Alltagsgesch.S 156).

Für Kirche und Pfarrhof war der Fürst von Liechtenstein bis 31.12.1968 als Patronatsherr zuständig.

(Schreiben der Gutsverwaltung vom 23.7.1970. A rchiv Huysza).

Die zum Gute Wilfersdorf gehörigen Patronatsobjekte

Gemeinde             Dobermannsdorf Kirche                                   u. Pfarre

                „              Nieder-Absdorf    Kirche                                   u. Pfarre

                „              Ringelsdorf           Kirche (ohne Turm)            u.Pfarre

                „              Katzelsdorf          Kirche                                   u.Pfarre

                „              Reinthal                Kirche                                   u.Pfarre

                „              Bernhardsthal      Kirche                                   u.Pfarre

                „              Wilfersdorf           Kirche                                   u.Pfarre

                „              Kettlasbrunn        Kirche (oberer Teil des       u.Pfarre

                                                               Turmes  der Gemeinde)

                „              Hausbrunn           (Kirche ohne Turm)            u.Pfarre

                „              Alt-Lichtenwarth Kirche                                   u.Pfarre

Gebühr an alljährlich auf Grund bestehender Verpflichtungen zur Erfolgung gelangenden Fundationen:

Gut Feldsberg, österr.Teil.

Laut Bundesgesetz vom 2.Juli 1929 Nr.232 über die Ablösung der an Kirchen und Pfründen zu leistenden Naturalleistungen bildet das Ablösungskapital den 25-fachen Betrag der ermittelten Jahresleistung.

(Inventur und Schätzung Wilfersdorf - Rabensburg 1929. Seite 136 bis139).                  

 

1929 Liechtensteinbesitz in der Gemeinde Altlichtenwarth:

177,2761 ha Acker                Bon.2-7

    0,1507 ha Garten

    7,5219 ha Hutweide

    1,3321 ha Bauarea

186,2808 ha Gesamtfläche

    9,7598 ha Acker                Bon.2-7

    0,6654 ha Hutweide

  10,4252 ha Gesamtfläche

(Inventur und Schätzung Wilfersdorf - Rabensburg 1929. Seite 20).

196,7060 Ha Gesamtfläche - Unter Oekonomieverwaltung

(Inventur und Schätzung Wilfersdorf - Rabensburg 1929. Seite 29,30).

Hof Altlichtenwarth - Oekonomie- Betrieb in Eigenregie - 348,3693 ha

(Inventur und Schätzung Wilfersdorf - Rabensburg 1929. Seite 37).

Beschreibung der Oekonomiegebäude -

Meierhof Altlichtenwarth,

I. Pferdestall und Kuhstall, B.P.52. - für 20 Pferde und 97 Kühe und zwischen dem Kuhstall eingebaute    Futterkammer. 984 m² verbaute Fläche, Unterbau massiv, Strangfalzziegel-Dach; auf Traversen          eingewölbt, Bodenraum wird als Heuboden benützt. Im Stalle Wasserleitung, Rollbahn, elektr.Licht,          stehender Dachstuhl. Bauzustand gut.

II. Scheuer, B.P.52 - 606 m² verbaute Fläche, massiver Unterbau, Strangfalzziegeldach, 2 Tennen, 3 Bansen,   

                4 zweiflügelige Rolltore, stehender Dachstuhl. Bauzustand gut.

III. Oekonomie-Verwalter-Wohnung, B.P.54/6 - 220 m verbaute Fläche, massiver          Unterbau,Strangfalzziegeldach. Ebenerdig, teilweise unterkellert, stukkaturt, Wohnung besteht aus:

                4  Zimmer, 1 Küche, 1 Kammer, 1 Badezimmer und 1 Vorhaus.

                Im dazugehörigen Hofe 1 Waschküche, 2 Schweinestallungen massiv, einer mit Betondach, einer mit       Ziegeldach. 1 Holzlage aus Holz, Ziegel gedeckt. Wasserleitung und elektr. Licht. Bauzustand gut.

IV. Arbeiterwohnhaus, B.P.54/4 - 6 Kutscherwohnungen ebenerdig und Saisonarbeiterquartiere im 1.Stock.

                279 m² verbaute Fläche, massiver Unterbau, Strangfalzziegeldach, Gebäude stockhoch, ebenerdig auf     Traversen gewölbt, 1 Stock Tramdecke, stukkaturt, stehender Dachstuhl, Bodenraum von den Parteien       benützt.

                Ebenerdig: 6 Küchen, 6 Zimmer, 5 Kabinette.

                1.Stock: 1 Küche, 1 Kammer, 4 grosse Zimmer. Bauzustand gut.

V. Wohngebäude für Kutscher, B.P.54/3 - Ebenerdig mit 6 Wohnungen, 254 m² Baufläche, massiver Unterbau,                 Strangfalzziegeldach. Gebäude ebenerdig, teilweise Unterkellert, Tramdecke stukkaturt, stehender             Dachstuhl. Bodenraum von Parteien benützt. 4 Kabinette, 6 Küchen, 1 Waschküche, 4 Vorräume.                 Bauzustand gut.

VI. Alter Pferdestall für 6 Pferde, B.P.52 - 67 m² verbaute Fläche, Unterbau massiv, Ziegeldach. Tramboden,         Bodenraum für Heu, stehender Dachstuhl, elektr. Licht. Bauzustand minder.

VII. Schweinestallungen: 48 m² verbaute Fläche, Holzbau, Schilfdach, 14 Boxen, ohne Decke, Flugdach aus         Schilf. Bauzustand schlecht.

VIII. Schweinestallungen, B.P.52 - 15 m² verbaute Fläche, Unterbau massiv, Dachziegeldach, Ziegelbau mit          Flugdach, Tramdecken je 2 Boxen. Bauzustand schlecht.

IX. Schafferwohnung, Milchkammer, Motorraum, Kanzlei, B.P.52 - 134 m² und 28 m² Baufläche, massiver          Unterbau, Dachziegeldach. Ebenerdig, Tramdecke stukkaturt, Bodenraum für Parteien, stehender                Dachstuhl, Schafferwohnung: 2 Zimmer, 1 Küche, 1 Kammer, Vorraum; im Hofraum 2          Schweinestallungen, 1 Hühnerstall, gemauert, Flugdach mit gew. Dachziegeln, Holzschopfen Holzbau            mit gew.Ziegeldach.

                Milchkammer: Kühlraum und Waschküche, Motorraum, anschließend an Milchkammer, Kanzlei mit      Vorraum. Bauzustand mittel.

X. Ochsenstall für 10 Ochsen und Futterkammer, B.P.52.- 71 m² verbaute Fläche, Unterbau massiv,         Dachziegeldach, Flugdach mit gewöhnlichen Dachziegeln, Innenseite mit Brettern verschalt, ohne               Decke, Bauzustand gut.

XI. Waaghaus für Viehwaage, B.P.52.- 12 m² Unterbau Holz, Dachziegel gedeckt. Auf gemauertem Sockel,           Holzbau, ohne Decke, stehendes Dach. Bauzustand mittel.

XII. Magazinsgebäude, B.P. 52.- 23 m²  verbaute Fläche, massiver Unterbau, Dachziegeldach. Ebenerdig,               Tramdecke stukkaturt, Flugdach, Bodenraum von Parteien benützt. 1 Raum. Bauzustand gut.

XIII. Eiskeller: 66 m² verbaute Fläche, Unterbau massiv, Strangfalzziegel, Wände doppelt mit Hohlräumen,         Decke auf Traversen gewölbt, stehender Dachstuhl, Bodenraum für Stroh als Isolierung. Bauzustand gut.

XIV. Wagenschopfen zwischen Eiskeller und Schüttboden. - 35 m² verbaute Fläche, Dachpappe gedeckt. Eingekeilt zwischen Schüttboden und Eiskeller, mit 2 flügeligem Tor, Dachpappe, ohne Bodenraum. Bauzustand mittel.

XV. Schüttboden, B.P. 52.- 415 m² verbaute Fläche, massiver Unterbau, Eternitbedachung. 1 Etage innerhalb des Mauerwerkes ebenerdig, 1 Etage im 1. Stock im Mauerwerk, 2 Etagen in der Dachkonstruktion eingebaut.

Ebenerdig gewölbt (Beton), 1.Stock auf Eisenträgern, Holzdecke. 2.Stock Holzboden auf Holzträgern. Stehender Dachstuhl. Elektrisches Licht, Kraftstromanschluß. In der ebenerdigen Etage befindet sich ein Wohnraum (Kabinett), 8 Magazine und 1 Durchfahrt mit 2 Rolltoren. Bauzustand gut.

XVI. Wagenschopfen im Hofe,  B.P. 52.- 161 m² verbaute Fläche, gemauerte Säulen sonst offen, Dach aus Strangfalzziegel. Offener Schopfen mit 5 Feldern, stehendem Dach ohne Decke. Bauzustand gut.

XVII. Feldscheuer, B.P. 958/4 - 539 m² verbaute Fläche, gemauerte Sockel mit Holzsäulen. Strangfalzziegeldach. Offener Schopfen mit 6 Feldern, Zangendach. Bauzustand gut.

(Inventur und Schätzung Wilfersdorf - Rabensburg 1929.S.67-70).

1993 wurde der Gutshof an die Gemeinde Altlichtenwarth verkauft. Verwendung als Bauhof und teilweise Parzellierung für Einfamilienhäuser.

Das ehemalige Verwalterhaus wurde an den Gutsinspektor Ing.Franz Hauer verkauft.

Kirche Großkrut

Baugeschichte der Pfarrkirche zum hl. Stephan in Großkrut von Friedrich B. Polleroß

im Jahrbuch für Landeskunde von NÖ- Neue Folge 48/49- 1982/83.

Altlichtenwarth einige Erwähnungen.

Quellen : Burgen u.Schlösser in NÖ.“Vom Marchfeld bis Falkenstein“-Birken Verlag

                Dehio 1990

                Heimat im Weinland Jg.1964 S234,235-Sepp Aumann-Vom Pfarrhofbau in der Gem.Altlichtenwarth

                Falke I.Seite 433, 504.

                Falke II. Seite 97,104,105.

                Richard Edl Hg. in Altlichtenwarth Pfarr- und Alltagsgeschichte 1994.

                 Gustav Wilhelm : Stammtafel des Fürstlichen Hauses Liechtenstein. T.1 III-2, T.4 XII-17,

                Kulturführer Waldviertel,Weinviertel,Südmähren- Hsg.Friedrich Polleroß. Seite 227.

                Schreiben der Gutsverwaltung vom 23.7-1970 - Patronatsfragebogen.

               Ingeborg Bogner: Die Liechtensteinischen Herrschaften und ihre Untertanen in der Nordostecke von               NÖ. 15.- 19.Jhdt.

               Hans Wolf : Erläuterungen zum Historischen Atlas der Österr.Alpenländer. 6.Teil N.Ö.

               Heimatbuch des Verwaltungsbezirkes Mistelbach- Band I - Ortskunde. Seite 18.

Weitere Quellen (noch nicht bearbeitet) :

Historica - Austria Band 4 : Beiträge zu Archäologie und Denkmalpflege in NÖ- Untersuchung der Pfarrkirche      Altlichtenwarth.

„Unsere Heimat“ –Jg.72-Heft 1-2001- Die Schwedenzeit aus der Sicht eines Weinviertler Dorfes....von Richard Edl- Seite 37 bis 45.

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